Samstag, 25. November 2017

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Kita-Finanzierung in Rheinland-Pfalz: mehr oder weniger Geld?

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Konsequenzen aus dem Kommunalbericht 2017 des Rechnungshofes

IBEB-Diskursforum zeigt die unterschiedlichen Perspektiven und die Komplexität des Systems Kindertagesbetreuung auf

KOBLENZ. Im Kommunalbericht 2017 des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz werden unter anderem die Aufwendungen für den Betrieb der Kindertagetagestätten in Rheinland-Pfalz beschrieben und vor dem Hintergrund der gesetzlichen Grundlagen bewertet. Das an der Hochschule Koblenz angesiedelte Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) hat im Rahmen eines IBEB-Diskursforums zu einem differenzierten Austausch der verschiedenen Blickrichtungen auf den Bericht eingeladen. Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen und freien Träger, des Landkreistages sowie des Gemeinde- und Städtebundes, der Wissenschaft, des Landesjugendamtes und des Ministeriums für Bildung trafen sich in Koblenz.

Zunächst gab der Präsident des Rechnungshofes, Jörg Berres, Einblicke in die Intentionen und die Entstehung des diesjährigen Kommunalberichtes, insbesondere des Prüfbereiches Kindertagesstätten. Berres betonte: „Eine gute Kinderbetreuung und damit die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind wichtige Ziele. Wir müssen aber auch gleichzeitig an eine wirtschaftliche Umsetzung und Finanzierung durch die hochverschuldeten Kommunen denken. Es kann keine gerechte Lösung sein, dass Personal- und Sachkosten von vielen Kommunen über Kassenkredite und damit durch zukünftige Generationen finanziert werden.“

Nach seinem Vortrag mit dem Titel „Erkenntnisse und Folgerungen aus dem Kommunalbericht 2017 aus der Perspektive des Rechnungshofes“ brachte Dr. Christiane Meiner-Teubner (Forschungsverbund DJI/TU Dortmund, Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik) weitere Impulse aus ihrer fachlichen Expertise ein. In ihrer Kommentierung des Kommunalberichtes 2017 des Landesrechnungshofes RLP zeigte sie anhand einzelner Beispiele die Herausforderungen auf, die mit einer ökonomischen Sicht auf ein soziales Feld entstehen: „Mehr als die Hälfte der Eltern von 1-Jährigen, die einen Kita-Platz wünschen, konnten in Rheinland-Pfalz noch keinen gewünschten Platz finden. Außerdem finden viele Eltern nicht die Betreuungszeiten, die sie brauchen. Unter anderem deshalb irritiert die Forderung nach Einsparungen in diesem Bereich“.

Der sich anschließende Diskurs der Beteiligten beinhaltete weitere Aspekte, die sich vor dem Hintergrund des jeweiligen Arbeitsfeldes ergeben. Es wurde die Notwendigkeit formuliert, im System der Kindertagesbetreuung nicht nur die ökonomischen Bedingungen, sondern zugleich den Auftrag der Erziehung, Bildung und Betreuung unter Berücksichtigung von fachlichen Qualitätsaspekten einzubeziehen. Deutlich wurde, dass es weiterer gesellschaftlicher Diskussionen bedarf. Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des IBEB: „Nach unseren Erkenntnssen aus der Praxis sehen Kita-Leitungen in Rheinland-Pfalz sich derzeit vor allem zwei Herausforderungen gegenüber: die Personalnot, bedingt durch einen Fachkräftemangel und hohe Ausfallzeiten und dem ständig wachsenden Verwaltungsaufwand.“ Die komplexen Anforderungen, die sich damit für das System stellen, wurden beim Austausch der unterschiedlichen Perspektiven aller Beteiligten deutlich. Das IBEB wird diesen Diskurs auch in anderen Institutsformaten einbringen.

Radeln und spenden für den guten Zweck

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Kreisverwaltung zeigt Herz für Nestwärme e.V.

KREIS MYK. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz sind nicht nur im Job für die Menschen der Region tätig, viele von ihnen engagieren sich auch in der Freizeit ehrenamtlich und für einen guten Zweck. Eine von ihnen ist Ruth Heinen (rechts), Sachbearbeiterin in der Sozialabteilung. In ihrer Freizeit radelt sie für den Förderverein Radteam Nestwärme e.V., so auch beim jüngsten Radmarathon im Koblenzer Löhr-Center. Mit seinen Aktionen möchte der Verein auf die Bedürfnisse von Familien mit schwerstchronisch kranken oder behinderten Kindern aufmerksam machen. Und natürlich Spenden sammeln. Dazu animierte Ruth Heinen auch ihre Kollegen bei der Kreisverwaltung, die sich mit einer Spende an der Nestwärme-Aktion beteiligten. Gemeinsam mit Personalratsvorsitzender Heike Breitbach (Mitte) übergab Heinen die Spendendose an den Vorsitzenden des Fördervereins Nestwärme, Wolfgang Keil (links).

Foto: Werner Schäfer, Koblenz

Digitale Infrastruktur muss oben auf die Agenda:

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Unternehmertreffen der Volksbanken und Raiffeisenbanken beschäftigte sich mit Digitalisierung im Mittelstand

(Koblenz/Frankfurt, 14.11.2017) Wenn es dem deutschen Mittelstand gelingt, seine bewährten Tugenden aus der analogen in die digitale Welt zu überführen, resultierten daraus Umsatzpotentiale bis zu 126 Milliarden Euro in den kommenden sieben Jahren. Davon ist Michael Bockelmann, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbands, überzeugt. In seiner Eröffnungsrede zum Wirtschaftstag ging Bockelmann auch auf die geopolitischen Konsequenzen der Digitalisierung ein: „Die analoge territoriale Abschottung kann digital einfach überwunden werden“.

Digitaler Investitionsstau

Damit die Wirtschaft insgesamt konkurrenzfähig bleibt, muss Deutschland jetzt den Ausbau der digitalen Infrastruktur ganz oben auf die Agenda setzen – vor allem in ländlichen Regionen, wo auch viele mittelständische Unternehmen ihren Sitz haben. Das forderte unter anderem der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Professor Dieter Kempf. Notwendig sei ferner, sich für die Cyber-Sicherheit künftig im vergleichbaren Umfang mit Investitionen zu engagieren wie für den Datenschutz, sagte der BDI-Präsident.

Ähnlich äußerte sich Linus Neumann, Sprecher des Chaos Computer Clubs. „In den Bereichen Digitale Infrastruktur und Digitale Bildungspolitik hat Deutschland seit mindestens zehn Jahren einen eklatanten Investitionsstau“, betonte Neumann. Ein Beispiel dafür, wie man traditionelles Handwerk mit den Möglichkeiten der Digitalisierung kombinieren kann, lieferte Sabine Linz, Geschäftsführerin der Amoonic GmbH. Ihr Unternehmen liefert Schmuckstücke ganz individuell nach Kundenwunsch. Der digitale Wandel kann aus ihrer Sicht dafür genutzt werden, traditionelle Jobs zu erhalten.

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Joachim Paul (AfD): Hofmann-Göttig muss endlich klare und ehrliche Antworten geben

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Die Versetzung des ehemaligen Staatssekretärs Hofmann-Göttig in den einstweiligen Ruhestand, wenige Tage vor seinem Amtsantritt als Koblenzer Oberbürgermeister, wird für das hochverschuldete Koblenz äußerst kostspielig. Da sich Hofmann-Göttig dadurch, wenn auch nur für wenige Tage, nicht in einem Dienstverhältnis befand, galt sein Amtsantritt nicht als unmittelbarer „Dienstherrenwechsel“. Das Resultat: die Stadt Koblenz muss die Pension von Hofmann-Göttig in voller Höhe selbst zahlen und hat keinen Anspruch auf Zahlungen des Landes Rheinland-Pfalz. Laut einem Bericht des Landesrechnungshofes belaufen sich die Kosten auf ca. 700.000 €. Auf eine Anfrage der Koblenzer CDU-Ratsfraktion sagte Hofmann-Göttig nun, dass er zum Zeitpunkt seiner Versetzung in den einstweiligen Ruhestand weder etwas von dem Ruhegehalt noch von dem finanziellen Nachteil für die Stadt Koblenz gewusst habe. Über die „sofortigen Ruhestandszahlungen“ sei er erst nach Amtsantritt informiert worden.

Dazu Joachim Paul, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Koblenzer Stadtrat: „Die Aussage Hofmann-Göttigs, er habe von nichts gewusst, erweckt unweigerlich den Eindruck, man befände sich in einem Stück des absurden Theaters, auch wenn hier nicht auf Godot, sondern auf die Pensionszahlungen gewartet wird. Man weiß nicht, wann und woher sie kommen, kann sich aber sicher sein, dass irgendwer dafür bezahlen wird. Im Falle von Hofmann-Göttig ist es die Stadt Koblenz.

Paul weiter: „Es ist nun doch an der Zeit, das Thema in den Stadtrat einzubringen um endlich klare und ehrliche Antworten zu diesen Vorgängen zu erhalten. Die Zeiten, in denen Ausprägungen des mittlerweile landestypischen roten Filzes einfach wegmoderiert werden können, sind vorbei.“

An der Hochschule Koblenz starten zehn innovative Lehr- und Lernprojekte

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KOBLENZ. Im aktuellen Wintersemester starten zehn innovative Lehr- und Lernprojekte an der Hochschule Koblenz, die die Qualität in der Lehre noch weiter erhöhen sollen. Diese Projekte hatten sich in einem hochschulinternen Wettbewerb durchgesetzt. In einer kleinen Feierstunde zeichneten Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz, sowie Prof. Dr. Daniela Braun, Vizepräsidentin für Lehre und Diversity, die Preisträgerinnen und Preisträger offiziell aus.

Braun dankte den Ausgezeichneten vorab für ihr außerordentliches Engagement in der Lehre: „Ich bin sicher,  dass die innovativen Ansätze hochschulweite Nachahmung finden und den Lernerfolg unserer Studierenden weiter steigern werden“, so Prof. Dr. Daniela Braun. „Obwohl wir eine sehr forschungsstarke Hochschule sind, ist und bleibt die Lehre unser Kerngeschäft“, betont Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, „daher stellt die Hochschule Koblenz gerne eine Anschubfinanzierung in Höhe von insgesamt 83.000 Euro für die zehn Projekte bereit“. Die Fachbereiche beteiligen sich mit weiteren 13.000 Euro. Eine Auswahlkommission hatte zuvor die zehn Projektideen aus den eingegangenen Bewerbungen ausgewählt.

Um der steigenden Heterogenität der Studierenden gerecht zu werden und die Studierenden beim Erwerb ihrer Methoden- und Selbstlernkompetenz zu unterstützen, gehen viele Professorinnen und Professoren an der Hochschule Koblenz neue Wege. Weg von der klassischen Frontal-Vorlesung hin zu einem sogenannten Blended-Learning-Ansatz, also einer Kombination von Präsenzlehre und E-Learning-Elementen, möchte Prof. Martin Zerwas mit dem Projekt „Didaktik 4.0“ gehen. Bereits im ersten Semester sollen Studierende des Bauingenieurwesens mit Lernvideos, interaktiver Quizze und einer cloud-basierten Lern- und Lehrumgebung in Kontakt kommen. Eine Baugrubenvermessung via Fernzugriff auf die Messgeräte durchzuführen, werden Prof. Dr. Jürgen Quarg-Vonscheidt und Marcel Fellmann ihren Studierenden ermöglichen, damit diese zeit- und ortsunabhängig Praxiserfahrung an den modernen Vermessungsgeräten sammeln können.

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