Mittwoch, 26. Juli 2017

Letztes Update:04:49:42 PM GMT

region-rhein.de

Volksbank präsentiert erfreulich gutes Ergebnis für 2016

Drucken
    Niedrigzins vernichtet Werte und drückt Sparquote
    Digitalisierung und persönliche Beratung sind Erfolgsfaktoren
    57 Mitglieder für 50-jährige Treue geehrt
(Koblenz, 17.05.2017) Eine erfreulich gute Bilanz für 2016 ziehen Stephan Breser und Walter Müller, Vorstand der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG: „Wir blicken gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen wie Niedrigzins, Regulatorik und turbulentem Börsengeschehen konnten wir uns souverän am Markt behaupten und in allen Geschäftsbereichen zulegen. Besonders stolz sind wir auch auf die Auszeichnung als „Beste Bank“ in Koblenz beim unabhängigen ‚City Contest 2016‘. Mittlerweile dürfen wir uns ebenso als ‚Beste Bank‘ in Neuwied bezeichnen.“

Die Bilanzsumme stieg um 28 Mio. Euro auf 701 Mio. Euro. Das betreute Kundenvolumen – also die Summe aller betreuten Kredite und Geldanlagen innerhalb und außerhalb der Bilanz – erhöhte sich um rund 66 Mio. Euro auf 1,67 Mrd. Euro.

Beim Einlagengeschäft wurde wieder deutlich, dass die Sparer auf Sicherheit und Verfügbarkeit setzen und Renditechancen noch nicht ausreichend nutzen. „Liquide täglich fällige Einlagen sind trotz Nullzins stark nachgefragt“, so Müller. Termineinlagen hingegen werden so gut wie nicht mehr verlangt und gingen um 16,6 Mio. Euro auf 29,7 Mio. Euro zurück. Die bilanzwirksamen Kundengelder stiegen um 16 Mio. auf 541 Mio. Euro, was einem Plus von 3,11 Prozent entspricht. Das gesamte betreute Einlagevermögen von Kunden stieg um rund 19 Mio. Euro auf insgesamt 954 Mio. Euro.

Müller: „Die extreme Niedrigzinspolitik der EZB gefährdet die Spar- und Vorsorgebereitschaft der Bürger massiv und dauerhaft. Das kann nicht im Interesse der Gesellschaft liegen. Nicht nur die Altersversorgung ist für viele Menschen gefährdet, die Sinnhaftigkeit des Sparens kann auch der jungen Generation kaum noch vermittelt werden. Kein Wunder also, dass die Sparquote heute bei gerade mal 10 Prozent liegt. Damit wird das Vermögen der Inflation überlassen. Die Lösung liegt in einer ausgeglichenen Vermögensstruktur mit einer gesunden Balance aus Rendite, Verfügbarkeit und Sicherheit. Unsere Beraterinnen und Berater zeigen Alternativen auf, die zu der persönlichen Lebenssituation passen.“

Die Kreditvergabe konnte weiter ausgebaut werden – insbesondere für private Immobilien. Mehr als 2.200 Finanzierungen mit einem Gesamtvolumen von 145 Mio. Euro wurden durch bilanzwirksame Kredite und Darlehen sowie durch Vermittlungen an Partner der genossenschaftlichen Finanzgruppe neu realisiert. Das gesamte betreute Kundenkreditvolumen stieg um 7,09 Prozent auf 716 Mio. Euro.


Der Jahresüberschuss war mit 1,43 Mio. Euro stabil. Die Vertreterversammlung, unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Böckling, hat beschlossen, 344.000 Euro in Form einer dreiprozentigen Dividende an die Mitglieder auszuschütten. Damit erzielen die Geschäftsguthaben gegenüber dem Kapitalmarktniveau eine vergleichsweise hohe Rendite.

Stephan Breser machte das Engagement der Bank für die Region deutlich: Mit 140.000 Euro hat die Volksbank Koblenz Mittelrhein im letzten Jahr soziale, kulturelle und sportliche Zwecke gefördert. Besonders hob er die Schülergenossenschaft EGON am Koblenzer Eichendorff-Gymnasium hervor, die ein Leuchtturmprojekt in Sachen Finanzbildung ist und im letzten Jahr mit dem bundesweit bekannten easyCredit-Preis für Finanzielle Bildung ausgezeichnet wurde. Auch für dieses Jahr werden weitere Prämierungen erwartet.

Für die Zukunft sieht Breser die Chancen digitaler Angebote als zentralen Erfolgsfaktor: „Digitalisierung hält immer mehr Einzug in unseren Alltag. Smarthome-Anwendungen ziehen in die Haushalte ein und digitale sprachgesteuerte Assistenten sind bereits auf dem Vormarsch. Diese Entwicklungen stehen noch am Anfang. Welche Chancen sich daraus für unser Haus ergeben, wird sich zeigen.“ Klar sei aber, dass sie in jedem Fall deutliche Auswirkungen auf die Zukunft des Bankgeschäfts haben werden. „Wir müssen bereit sein für Veränderungen. Das heißt, dass wir willens und in der Lage sind, unser Geschäftsmodell an neue Bedingungen anzupassen und es unseren Kunden so einfach wie möglich zu machen. Dazu gehört die Vernetzung aller digitalen und persönlichen Zugangswege zur Bank, die wir mit unserer starken Gemeinschaft, der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, voran bringen möchten“, so Breser weiter.

Immer mehr Kunden der Volksbank Koblenz Mittelrhein nutzen bereits die VR-BankingApp, um Bankgeschäfte mit Smartphone oder Tablet unterwegs zu erledigen. Mit dem elektronischen Postkorb wurde 2016 ein sicherer Kommunikationsweg für Kunden mit der Bank eingeführt. Und paydirekt ist seit letztem Jahr die deutsche Antwort auf paypal, die den Datenschutz ernst nimmt und dadurch immer mehr an Akzeptanz und Verbreitung gewinnt.

„Proaktives Agieren statt reagieren“ fasst Breser das Motto zusammen, „Am Prinzip der persönlichen Beratung vor Ort halten wir fest. Unsere 185 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren 2016 für 45.000 Kunden in 17 regionalen Geschäftsstellen Ansprechpartner und Lösungsfinder. Die Zukunft der Volksbank Koblenz Mittelrhein wird beides sein: Persönlich und digital!“

Die Volksbank Koblenz Mittelrhein hat 22.094 Mitglieder. 57 von ihnen wurden für ihre 50-jährige Treue zur Volksbank Koblenz Mittelrhein eG geehrt.

Aus dem Aufsichtsrat schieden Iris Steinacker-Creutzfeld, Elisabeth Werber und Christoph A. Parbel turnusgemäß aus und wurden wiedergewählt.