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Konversion in Koblenz – die Zukunft der Fritsch-Kaserne

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Diskussion über Potenziale auf der EXPO REAL in München

München, 5. Oktober 2017. Wohnen und Arbeiten auf dem Festungsplateau in Koblenz: Auf dem zum Verkauf stehenden Gelände der ehemaligen Fritsch-Kaserne ist die Entwicklung eines Wohngebietes vorgesehen. Auf 12,5 Hektar sollen vornehmlich Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Geschosswohnungsbau, aufgeteilt in Eigentums- und Mietwohnungen, entstehen. Über das Potenzial des Geländes diskutierten am zweiten Messetag auf Europas größter Messe für Immobilien und Investitionen, der EXPO REAL 2017 in München, Expertinnen und Experten auf Einladung der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) am Gemeinschaftsstand des Innovationsstandortes Rheinland-Pfalz.

„Koblenz hat sich in junger Vergangenheit zum führenden IT-Standort und einer Schwarmstadt im nördlichen Rheinland-Pfalz entwickelt. Dabei wurden die Chancen in der Konversion ehemaliger Militärstandorte konsequent genutzt. Die Umwandlung der Fritsch-Kaserne kann als weiterer Baustein diese Erfolgsgeschichte weiterführen“, so Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz.

Claus Niebelschütz, Leiter Verkauf Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA): „Bei dem Verkauf der Fritsch-Kaserne bündeln Stadt und BImA ihre Kompetenzen. Die BImA als Eigentümerin und die Stadt Koblenz als Trägerin der Planungshoheit sind gemeinsam abgestimmt auf der Suche nach dem richtigen Investor für diese städtebaulich hochinteressante Fläche.“

„Koblenz, nach wie vor einer der größten Standorte der Bundeswehr, hat durch die Konversion bedeutende städtebauliche Potenziale. Mit der Umnutzung der Fritsch-Kaserne können kurz- und mittelfristig dringend benötigte Wohnraumflächen geschaffen werden, die der Schwarmstadt Koblenz eine nachhaltige Weiterentwicklung sichern und gleichzeitig wichtige städtebauliche Ziele verwirklichen – ein bedeutender Faktor bei der Sicherung von Fach- und Arbeitskräften am Standort“, sagte Thomas Hammann, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Koblenz.

Die Umwandlung ehemals militärisch genutzter Flächen in Wohnraum und Gewerbeflächen unterstützt die ISB als Förderbank des Landes mit verschiedenen Förderprogrammen. Sibylle Schwalie, Leiterin des Bereichs Bürgschaften, Investitionszuschüsse bei der ISB, sagte: „Ob es um die Schaffung von Wohnraum oder um die Ansiedlung von Unternehmen geht – wir unterstützen bei der Belebung von Konversionsflächen mit einem passgenauen Mix aus Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen und stehen den finanzierenden Hausbanken als Risikopartnerin zur Seite.“ Mit dem internetbasierten Standortfinder bietet die ISB darüber hinaus ein wichtiges Instrument bei der Beratung für Unternehmensansiedlungen. „Die Möglichkeit einer speziellen Suche nach Konversionsflächen ist in Deutschland einmalig“, so Schwalie.