Montag, 25. September 2017

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Ganze Kerle sind wieder gefragt

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KiJuB sucht engagierte Jungs für den sozialen Einsatz

Soziales Engagement ist nicht nur Frauensache. Immer mehr Männer werden in sozialen Berufen gebraucht und können dort interessante und erfolgreiche Arbeit leisten. Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neuwied möchte auch in diesem Jahr wieder Jungen ab 14 Jahren für das Projekt „Sozial engagierte Jungs“ begeistern – und damit vielleicht für eine berufliche Zukunft in sozialen Einrichtungen.

Die Erfahrungen, die bislang nicht nur das städtische Kinder- und Jugendbüro (KiJuB), sondern auch die Schulen und Kitas gemacht haben, an denen die „Sozial engagierten Jungs“ eingesetzt werden, sind derart positiv, dass man das Projekt fortsetzt. Nun können sich neue Interessierte melden. Ab Januar 2018 werden die Teilnehmer für ein Schulhalbjahr einen freiwilligen Dienst in einer Neuwieder Kindertagesstätte oder betreuenden Grundschule übernehmen und dabei zweimal wöchentlich für zwei Stunden in die pädagogische Arbeit eingebunden. So erhalten die Jugendlichen Einblicke in dieses anspruchsvolle Aufgabengebiet, können sich mit ihren Stärken und Interessen einbringen und sich für die Kinder einsetzen.

Ein Pädagoge des Jugendzentrums Big House begleitet die Jugendlichen während ihres Einsatzes als Mentor und Vermittler. Einmal im Monat treffen sich die Teilnehmer zum Austausch und zu gemeinsamen Unternehmungen. Belohnt wird der erfolgreiche Einsatz der Jugendlichen mit einem monatlichen Taschengeld sowie mit einer Urkunde und einem Zertifikat am Ende der Projektlaufzeit. Diese Auszeichnungen werden bei feierlichen Abschlusszeremonien unter anderem im Landesministerium in Mainz verliehen. Sie können bei späteren Bewerbungen sehr positiv ins Gewicht fallen.

Träger des Projektes „Sozial engagierte Jungs“ ist das KiJuB, unterstützt und gefördert vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen und der Fachstelle Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland. Paten wie die Sparda Bank Neuwied aber auch interessierte Einzelpersonen übernehmen mit ihren Spenden einen Großteil der Finanzierung des Projektes. Weitere Paten sind immer willkommen.

Jungen zwischen 14 und 16 Jahren, die sich für die Teilnahme an diesem Projekt interessieren, setzen sich mit Jonas Kern im Jugendzentrum Big House, Museumstraße 4a, in Verbindung, Telefon 02631 802 734, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Natürlich können sie auch gern persönlich vorbeikommen. Außerdem gibt es einen Flyer mit Anmeldeformular an Schulen, im Kinder- und Jugendbüro, im Bürgerbüro, in der VHS und natürlich im Jugendzentrum.

Bundesfinanzminister beim Wahlkampf-Endspurt

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Eine Wahlkampfveranstaltung der Sonderklasse bot sich gut 400 Interessierten im Forum Windhagen. Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble war dazu in die Wohngemeinde des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel gekommen, um den über die Erststimme erneut für das Bundesparlament Kandidierenden, sowie mit Achim Hallerbach (Landrat), Michael Christ (Bürgermeister VG Asbach) und Christian Robenek (Bürgermeister VG Rengsdorf-Waldbreitbach) drei weitere Wahlkandidaten im Kreis Neuwied Schützenhilfe im Wahlkampf-Endspurt zu leisten. Schon beim Empfang des Bundesministers kam

Freude auf. Denn Ortsbürgermeister Josef Rüddel hatte es sich ebenso wenig wie der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatsminister a.D. Heinz Schwarz den „welterfahrenen Finanzfachmann“ persönlich zu begrüßen. In seiner gleichermaßen interessanten wie kurzweiligen Rede, unter dem Motto „Erfahrung zählt“ ging Schäuble insbesondere finanzbezogen auf die Situationen der Bundesrepublik, Europa und der Weltwirtschaft ein. „Deutschland geht es gut. Steuerüberschüsse kommen auch diesem Raum zu Gute. Das belegen die Mittel für die Investitionen aus dem Bundesverkehrswegeplan sowie dem Ausbau der Kommunikationsmöglichkeiten“, sagte der Bundesfinanzminister mit auf Erwin Rüddel gerichteten Blick. Der habe sich mit Fleiß und Eifer erfolgreich für den Wahlkreis eingesetzt. Gleichzeitig verwies der „Finanzhüter“ auf eine gesunde Haushaltsführung der unionsgeführten Bundesregierung. Als Ergebnis könne die „schwarze Null“ schon im dritten aufeinanderfolgenden Haushalt ausgewiesen werden. Ein weiteres Thema war u.a. die Flüchtlingskrise. Hierzu stellte er fest, dass es „gelingen muss die Ursachen vor Ort zu bekämpfen“. Wer nämlich beispielsweise in Afrika, dem Mittleren Osten oder anderswo sein Auskommen erwirtschaften könne, habe keinen Grund seine Heimat zu verlassen. Das Abkommen mit der Türkei über die Flüchtlingsströme sieht Schäuble als wichtiges Instrument, um Schleusern ihr Handwerk zu legen. Bei allen derzeit bestehenden Disharmonien durch Präsident Erdogan, sei nicht zu verkennen, dass die Türkei die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat. „Bei den Wahlen am Sonntag ist jede Stimme wichtig,

die Erst- und die Zweitstimme für den Bundestag und die Personenstimme für die um ein kommunales Mandat antretenden Bewerber“, bekräftigte Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, dem Erwin Rüddel ein Faksimile eines Kassenbuchs des in den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied wirkenden Genossenschaftsgründers und Sozialreformers Friedrich-Wilhelm Raiffeisen überreichte. Neben den Worten der Politiker sorgten die Musikfreunde Harmonie Windhagen für die musikalischen Töne.

Vielfalt verbindet auch in der dritten Woche der IKW

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Schwerpunkt liegt auf interkulturellen Begegnungen

„Vielfalt verbindet“: Dies ist das Motto der Interkulturellen Wochen, die in Stadt und Kreis Neuwied noch bis zum 5. Oktober ein buntes Programm bieten. Die dritte Woche startet am Donnerstag, 28. September, um 16.30 Uhr in der vhs Neuwied mit einer Schulung für ehrenamtliche Helfer. Thema ist „Sprachfähig in der Flüchtlingsdebatte – Fakten und Argumente gegen rechte Parolen und Vorurteile“. Um 19 Uhr zeigt das Koordinationsteam des Kontaktkreises Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde Unkel den Film „Nur wir drei gemeinsam“. Der Streifen erzählt die wahre Geschichte einer iranischen Flüchtlingsfamilie mit einer gehörigen Portion Humor. Im Anschluss an die Filmvorführung im Rathaus Unkel beantwortet ein iranisches Ehepaar, das aus denselben Gründen geflohen ist und bei uns lebt, Fragen zu dem Thema.

Der Freitag, 29. September, steht ganz im Zeichen der Begegnung. Ab 15 Uhr können Interessierte beim gemeinsamen Grillen am Sportplatz in Unkel ihre neuen Nachbarn kennenlernen. Die Begegnungsstätte und das Vorgelände am Camp in Neuwied-Block öffnen am gleichen Tag ab 17.30 Uhr ihre Türen für Flüchtlinge, Flüchtlingshelfer und Bürger. Bei internationaler Küche und fernöstlicher Musik kann sich in lockerer Atmosphäre ausgetauscht werden. Zu einem Austausch mit dem Bischof von Patacamaya (Bolivien) lädt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung und Pfarreiengemeinschaft St. Matthias am gleichen Tag ein. Um 19 Uhr eröffnet Bischof Percy den Abend mit einer Heiligen Messe in der Pfarrkirche. Im Anschluss hält der Bischof im Friedrich-Spee-Haus einen Vortrag mit offener Diskussion.

Am Dienstag, 3. Oktober, ist bundesweit der Tag der offenen Moschee. Auch die Neuwieder Moscheen Bait-ur-Raheem, Fatih, Omar Al-Farouk und Ravza machen von 10 bis 16 Uhr mit und suchen das Gespräch, beantworten Fragen und empfangen ihre Besucher in gewohnter Gastfreundschaft.

Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen gibt es unter www.neuwied.de/ikw2017.html. Ansprechpartner sind die Integrationsbeauftragten von Stadt und Kreis Neuwied, Dilorom Jacka, Tel.: 02631 802 284, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und Andrea Oosterdyk, Tel.: 02631 803 129, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Aale im Rhein weiterhin geschützt

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Die Kreisverwaltung Neuwied weist als Untere Fischereibehörde darauf hin, dass das Fischereiverbot auf Aale im Rhein und in den angrenzenden Stillwasserflächen und Häfen mit dauerhafter Verbindung zum Rhein, in der Zeit vom 01.10. bis zum 01.03. des Folgejahres weiterhin gilt. Die zuständige Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz hat das Verbot mit einer Allgemeinverfügung für die Jahre 2017 bis 2020 verlängert. Die Schonzeit dient dazu, den Aal–Laicherbestand zu erhöhen, in dem Blankaale auf ihrer Laichwanderung in die Sargassosee (Atlantik) auch im Rhein nicht gefangen werden dürfen.  Diese Schutzmaßnahme ist Teil eines gesamteuropäischen Projekts zur Sicherung des Aalbestandes.

AfD-Wahlkreisbüro in Neuwied durch Unbekannte beschädigt

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In der Nacht von Montag auf Dienstag beschädigten Unbekannte das AfD-Wahlkreisbüro in Neuwied. Die Folierung mit dem Konterfei des rheinland-pfälzischen AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Jan Bollinger wurde abgerissen, die Folierung mit dem Parteilogo stark beschädigt. Dabei entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren hundert Euro. Die hinzugerufene Polizei konnte am Tatort Fingerabdrücke feststellen. Erst wenige Tage zuvor wurden in einer koordinierten Aktion AfD-Wahlplakate in Neuwied zerstört.

Dazu Dr. Jan Bollinger: „Die Welle der politisch motivierten Gewalt gegen die AfD ebbt nicht ab. Die Mehrheit der 2.250 im Bundestagswahlkampf begangenen Straftaten richtete sich, wie das Bundeskriminalamt mitteilte, gegen die AfD. Dabei wird von uns nur eine geringe Anzahl der Beleidigungen, Bedrohungen und Sachbeschädigungen tatsächlich angezeigt. Mit schweren Straftaten wie Brandanschläge auf Autos, Körperverletzungen gegen Unterstützer oder Sachbeschädigungen an Wahlkreisbüros versuchen Linksextreme jedoch, die Wahlkämpfe unserer Bürgerpartei komplett lahmzulegen. Damit nähern wir uns in großen Schritten Weimarer Verhältnissen.“

Dr. Bollinger weiter: „Wir beklagen auch, dass die etablierten Parteien sich nicht glaubhaft von der Gewalt gegen die AfD distanzieren. Vielmehr wird diese durch die SPD noch weiter angeheizt. Der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer rief dazu auf, die AfD zu ‚ächten‘, der schleswig-holsteinische SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner sogar dazu, ‚Positionen und Personal der Rechtspopulisten‘ zu ‚attackieren‘. Durch solches Verhalten entlarven sich die angeblichen Demokraten nur als die Antidemokraten, die sie in Wahrheit sind. Unterkriegen lassen wir uns davon erst recht nicht.

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