Dienstag, 25. April 2017

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Björn Ritter ausgezeichnet

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Höchstes Niveau in der Gästeführerausbildung erreicht

Sie sind Experten und Erzähler, Mittler und Motivator: Ausgebildete Gästeführer gelten als Repräsentanten der Region, in der sie Ihre Tätigkeit ausüben.

Die Neuwieder Tourist-Information hat in Björn Ritter nun einen nach DIN-EN zertifizierten Natur- und Landschaftsführer (ZNL) in ihren Reihen, der dafür sorgt, dass sich Besucher hier willkommen fühlen und gern wiederkommen.  Ritter, jetzt   offizieller „Drei-Sterne-Gästeführer“, betreut in Neuwied die Themen „Historische Persönlichkeiten“, „Deich und Innenstadt“, zudem begleitet er Wanderungen – vor allem entlang des Limes‘ und auf dem Fürstenweg.  Kein Wunder, dass Vanessa Selent, Leiterin der  Tourist-Information, stolz auf den Mann ist, der seine Fähigkeit bewiesen hat, auf höchstem Niveau Gäste kompetent durch unsere Stadt zu führen.

Der Weg dahin ist kein einfacher: Laut den drei Mitgliedern der Prüfungskommission, die sich aus Experten des Bundesverbands der Gästeführer in Deutschland (BVGD) und des Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) zusammensetzt, hat man die Anforderungen hochgeschraubt. So haben sie den Kandidaten erst einen Tag vor der Prüfung die Themen zugelost. Umfassende Vorbereitung tut da also Not.  Für Ritter, der im März 2004 an der Neuwieder VHS sein erstes Zertifikat ablegte, hieß das zunächst, sich um den Themenkomplex Europa zu kümmern. Weiter  spezialisiert hat er sich dann auf die Sujets Weinbau, Limes und Lehmbau im Westerwald. Ritters Interesse gilt darüber hinaus dem französischen Schriftsteller Victor Hugo. Zur Ausbildung gehörten ferner die Verbesserung der Englischkenntnisse und ein spezielles Sprechtraining. Dafür muss man Zeit mitbringen. „Ich habe vor zwei Jahren mit der Zusatzausbildung begonnen“, berichtet Ritter. „Mitte März habe ich sie dann erfolgreich abgeschlossen.“ Doch Ritter weiß auch, dass man seine Kenntnisse immer wieder auffrischen muss. „Zwei- bis dreimal pro Jahr gibt es neue Informationen. Es gilt, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.“

Beurteilt werden nicht nur fundierte Fachkenntnisse, sondern auch das Auftreten der Gästeführer, ihr Wortschatz und ihre Ausdrucksfähigkeit. Dabei spielen Mimik und Gestik, angemessene Tonlage und Lautstärke sowie der souveräne Umgang mit Störungen eine wichtige Rolle. Hürden, die Ritter alle gemeistert hat. So kann der Führer nun den Zusatz „nach DIN-EN“ anfügen. Damit hat er das höchste Niveau in der Gästeführerausbildung erreicht.

Stadtarchivar Gerd Anhäuser in den Ruhestand verabschiedet

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Rund 500 bis 600 Anfragen landeten im Schnitt pro Jahr auf seinem Schreibtisch. Nur ganz selten musste Gerd Anhäuser passen, in 95 Prozent der Fälle konnte sein Haus weiterhelfen. Jetzt hat sich der Leiter des Neuwieder Stadtarchivs in den Ruhestand verabschiedet.  Und zwar fast auf den Tag genau nach 28 Jahren, denn am 1. Mai 1989 trat er den Dienst im städtischen Archiv in der Abtei Rommersdorf, das zugleich Außenstelle des Landeshauptarchivs Koblenz ist, an. „Selbständig den Laden zu leiten, da träumen viele von“, hatte er einmal seine enge Verbindung zu seinem Job ausgedrückt. Ein Job, der weit mehr ist, als in alten, verstaubten Akten zu blättern. So sind die allermeisten der verzeichneten Akten, Karten, Pläne und Fotos aus dem Neuwieder Stadtarchiv mittlerweile auch online in der Datenbank der Landesarchivverwaltung aufgelistet. „Sie waren ein kompetenter und stets hilfsbereiter Ansprechpartner für Bürger und Verwaltung“, betonte Oberbürgermeister Nikolaus Roth, als er gemeinsam mit dem Beigeordneten Michael Mang und Amtsleiter Hans-Peter Schmitz Gerd Anhäuser in den Ruhestand verabschiedete.

 

„Wir brauchen gesetzliche Vorgaben für die muslimischen Gemeinden!“

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Erwin Rüddel unterstützt Vorschlag von Jens Spahn für Islamgesetz

Kreisgebiet. Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel hat sich hinter den Vorschlag seines Bundestagskollegen Jens Spahn gestellt, gesetzliche Vorgaben für muslimische Gemeinden zu schaffen. So sollen unter anderem Moscheen registriert und Imame auf Deutschkenntnisse geprüft werden. Auch deren Ausbildung und Finanzierung werfe Fragen auf, die dringend geklärt werden müssten.

CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hält gesetzliche Regeln für muslimische Gemeinden in Deutschland für notwendig. „Wir brauchen ein Islamgesetz“, hatte Spahn erklärt. Darin sollten Vorgaben für die Ausbildung von deutschsprechenden Imamen, von muslimischen Religionslehrern und Seelsorgern aufgenommen werden. Es müsse auch ein Moschee-Register geben, da gar nicht bekannt sei, wie viele Moscheen es in Deutschland gebe, wo sie sich befänden und wer sie finanziere.

Zudem gibt es laut Spahn keinen zentralen Ansprechpartner für die in Deutschland lebenden Muslime. Die politischen Islam-Verbände, mit denen die deutsche Politik bisher zusammenarbeite, würden eine sehr konservative Ausprägung des Islams vertreten und nur für eine Minderheit der Muslime sprechen. Sie seien deshalb die falschen Partner – eine Feststellung, die sich Rüddel nach eigenen Worten „ausdrücklich zu eigen“ macht.

Rüddel unterstützt ferner die Forderung nach einer Deutschprüfung für Imame. Wir müssten wissen, was in den Moscheen passiert. Daher würden muslimische Predigten auf Deutsch helfen, Vorurteile abzubauen. „Zudem werden die hier tätigen Imame in vielen Fällen aus dem Ausland geschickt und bezahlt. Das kann auf Dauer nicht so bleiben und muss geändert werden“, bekräftigt Erwin Rüddel.

„23 Nisan“: Neuwied feiert Kinderfest

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Abwechslungsreiches Programm für Mädchen und Jungen

Zum mittlerweile sechsten Mal veranstaltet Neuwied den „23 Nisan“. Bei diesem aus der Türkei stammenden Kinderfest stehen auch die Rechte von Mädchen und Jungen im Fokus. Gefeiert wird in diesem Jahr am 30. April.

Der Türkisch-Deutsche Freundschaftsverein Neuwied e.V. hat in Kooperation mit dem städtischen Kinder- und Jugendbüro zum „23 Nisan“ für Klein und Groß ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Mehrere Vereine und jede Menge Kinder werden auf der Bühne des Amalie-Raiffeisen-Saals in der VHS für Spektakel sorgen. Zudem gibt es erneut viele Attraktionen auf dem Außengelände: So steht die Spielekiste bereit, Feuerwehr und Polizei geben Einblick in ihre Arbeit und Sportjugend-Rheinland-Pfalz präsentiert ihr Programm Integration durch Sport. Zudem stehen Spielmobil und Hüpfburg bereit. Zu den Höhepunkten zählen in diesem Jahr Arto der Clown mit seinem Zirkuscomedy-Programm, Kistenklettern und Marc Lamparter, der mit seinen Ballontieren mittlerweile zum festen Programm gehört. Das DRK bietet zudem das Verarzten eigener Stofftiere an. Wer also lernen will, wie sein Teddy verarztet werden kann, sollte diesen mit zum Fest bringen, um ihn dort mit Pflaster und Verband zu versorgen.

Unterstützt wird das Fest wie immer durch viele Vereine und freiwillige Helfer, darunter sind neben freiwilliger Feuerwehr, Polizei und Sportjugend auch der Kinderschutzbund, das Café der Volkshochschule, das Mehrgenerationenhaus und weitere Engagierte mehr.

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Kreisverband AfD Neuwied

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AfD fordert demokratischen Anstand im politischen Wettstreit

Neuwied. Der Verdi-Bezirk Süd-Ost-Niedersachen hat kürzlich mit der Broschüre „Handlungshilfe für den Umgang mit Rechtspopulisten in Betrieben und Verwaltung“ für Negativschlagzeilen gesorgt. Die Gewerkschaft fürchtet, „Rechtspopulisten“ - gemeint ist die AfD - könnten in Betrieben und der Verwaltung in Zukunft verstärkt Propaganda machen. Sie hat ihre Mitglieder deshalb aufgefordert, Kollegen, Mitarbeiter und Auszubildende nach Stasi-Manier zu bespitzeln und im Fall der Fälle gegen diese aktiv zu werden. Ein unfassbarer Vorgang, der in einer Demokratie nicht geduldet werden kann und darf. Die AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz hat deshalb eine Anfrage an die Landesregierung gerichtet, wie sie diesen Vorfall beurteilt und vergleichbare Aktivitäten zu verhindern gedenkt.

„Die AfD ist eine demokratische und vom deutschen Volk demokratisch legitimierte Partei. In einer Demokratie muss jeder ohne Furcht vor Sanktionen sagen können, was er denkt. Wer die Meinungsfreiheit auf diese Weise zu unterdrücken versucht, gefährdet die Demokratie!“ erklärt dazu der Neuwieder AfD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Dr. Jan Bollinger.

„Auf ähnliche Weise wie Ver.di versuchen verschiedene Organisationen, die teilweise zur Neutralität verpflichtet sind, die AfD direkt oder unter dem Chiffre „Rechtspopulisten“ zu diskreditieren.“ so Bollinger weiter.

„Auch die systematische Verhinderung und Sabotage von AfD-Veranstaltungen ist leider mittlerweile bundesweit zu beobachten. Letztes Jahr wurde eine Rauchbombe, während einer Veranstaltung der AfD, im „food hotel Neuwied“ geworfen, sodass das Gebäude kurzerhand geräumt werden musste. Flankierend drohte u.a. die IG Metall damit, keine Veranstaltungen mehr im food hotel durchzuführen, solange die AfD dort zu Gast sein dürfe.“

„Dank derartiger Maßnahmen hat auch der AfD-Kreisverband Neuwied Schwierigkeiten, Veranstaltungsorte für öffentliche Veranstaltungen zu finden – nicht, weil die Gastronomen Probleme mit der AfD hätten, in der Regel ist das Gegenteil der Fall, sondern weil sie Sachbeschädigungen und Umsatzeinbußen befürchten. Das ist einer Demokratie unwürdig.“

„Natürlich muss man über unterschiedliche Standpunkte in der Sache inhaltlich auch hart streiten, beim anstehenden Bundestagswahlkampf werden unsere Wahlkämpfer und Mitglieder das gerne tun. Der demokratische Anstand sollte aber derartige Maßnahmen verbieten. Wir erwarten einen Schulterschluss aller Demokraten gegen derartige Methoden!“

Opfer von Diskriminierung wegen des Bekenntnisses zur AfD können sich via E-Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) an den Kreisvorstand der AfD-Neuwied wenden.

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