Dienstag, 21. November 2017

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Runder Tisch zu Bildungschancen von Flüchtlingen

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Momentan leben allein im Landkreis Neuwied etwa 3000 Flüchtlinge, unter ihnen eine Vielzahl an schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen. Um ihnen eine gute Job-Perspektive hier in Deutschland zu ermöglichen, müssen viele Verantwortliche zusammen arbeiten. Das ist auch eines von Dr. Martin Corrells Zielen, der seit Oktober vergangenen Jahres in der Kreisverwaltung Neuwied als Bildungskoordinator für Neuzugewanderte arbeitet.

Seiner Einladung zu einem Runden Tisch folgten diese Woche etwa 40 Schulleiter und Lehrer von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie Verantwortliche der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). In der Aula der Berufsschule des Heinrich-Hauses (BBS Heinrich-Haus) kamen sie zusammen, um zu diskutieren wie alle Bildungsangebote zu koordinieren sind. Hierbei geht es vor allem darum, dass eine sinnvolle Verteilung der Jugendlichen an alle Schulen und Schularten erfolgt, aber auch individuell geprüft wird, ob die jungen Flüchtlinge bereits sprachlich und schulisch fit genug für eine Ausbildung sind oder noch während eines Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) intensiv Deutsch lernen müssen. Solche sogenannten Sprach-BVJ (BVJ-S) gibt es unter anderem im Heinrich-Haus, aber auch an der Alice-Salomon-Schule. Denn darin sind sich alle Beteiligten einig: Die jungen Frauen und Männer aus so verschiedenen Ländern wie Syrien, Afghanistan, Pakistan oder auch Somalia müssen ein gutes Sprachniveau erreichen, damit sie im Berufsleben Fuß fassen können.

In Mainz gibt es bereits seit zwei Jahren eine solche Organisationsstruktur. Katja Zimmermann, die unter anderem dafür an einer Mainzer Berufsschule zuständig ist, berichtete von ihren Erfahrungen, was die Zuhörer interessiert verfolgten. Im Anschluss daran diskutierten Schulleiter und Lehrer gemeinsam mit Dr. Martin Correll ob und wie ein solches Modell im Landkreis ebenfalls eingeführt wird. Alle waren sich einig, dass die neu zugewanderten Schüler einen guten Übergang von den allgemeinbildenden Schulen zu den Berufsschulen brauchen. Im Herbst wollen sich die Teilnehmer des Runden Tisches wieder treffen und erste Ergebnisse vorstellen.

Erwin Rüddel unterstüzt Wettbewerb zur Wertschätzung von Pflegekräften

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Kreisgebiet. „Die mehr als 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland in der Kranken- und Altenpflege hart arbeiten, verdienen große Anerkennung und Wertschätzung. Denn die Frauen und Männer sind auch hier im Kreis Neuwied eine wesentliche und unverzichtbare Stütze unseres Gesundheitssystem“, betont der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag möchte mit dieser Äußerung auf einen Wettbewerb vom Verband der Privaten Krankenkasse e.V. (PKV) aufmerksam machen: „Gesucht: Deutschlands beliebteste Pflegeprofis“. Dazu können Patienten sowie Angehörige, Kollegen oder Freunde ihre Lieblingspflegerin bzw. ihren Lieblingspfleger mit einer persönlichen Botschaft nominieren und als „Deutschlands beliebtesten Pflegeprofi“ vorschlagen.

Die Nominierung sollte eine kurze überzeugende Begründung beinhalten, weshalb der Pflegeprofi oder das Pflegeteam diese Auszeichnung verdient hat. Dabei ist es gleich welcher Sparte der oder die Nominierte angehören: Krankenpflege, Altenpflege, Kinderkrankenschwester oder Hebamme – ob in Ausbildung oder mit langjähriger Praxis – ob im Pflegeheim, Krankenhaus oder zu Hause. „Nur durch das große Engagement der Pflegekräfte kann Deutschland das hohe Niveau der gesundheitlichen Versorgung tagtäglich sicherstellen“, so der Gesundheitspolitiker.

Auf der Internetplattform www.deutschlands-pflegeprofis.de können ab sofort bis zum 30. April 2017 die beliebtesten Pflegeprofis vorgeschlagen werden. Diejenigen, die in der Online-Abstimmung die meisten Stimmen im jeweiligen Bundesland erhalten, dürfen sich auf ein „Fest der Pflegeprofis“ in Berlin freuen. Im Rahmen einer Preisverleihung im Reichstagsgebäude werden die beliebtesten Pflegerinnen und Pfleger ausgezeichnet. „Der Wettbewerb ist eine gute Maßnahme die Wertschätzung in der Pflege zu dokumentieren und voranzutreiben“, bekräftigt Erwin Rüddel.

23 neue Wehrleute feierlich verpflichtet

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Die stolze Zahl von 23 neuen ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen konnte Oberbürgermeister Nikolaus Roth als Chef der Feuerwehr der Stadt Neuwied verpflichten. Die 23 Kameraden und Kameradinnen verteilen sich auf sieben der insgesamt acht Löschzüge der Stadt. Die förmliche Verpflichtung ist ein gesetzlich vorgegebener Akt, mit dem die Aktiven in das besondere Dienst- und Vertrauensverhältnis der Feuerwehr eingeführt werden. Im Anschluss an den OB hießen auch Wilfried Hausmann, Wehrleiter der Stadt, und Frank Hachemer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, die Neuzugänge willkommen - nicht ohne die Besonderheiten des Ehrenamtes Feuerwehr zu würdigen. Verpflichtet wurden: Torin Heinz, Lasse Blachutzik, Mirmahdi Yeilaghi, Michael Büsch, Marcos Linn und Sebastian Stümper aus dem Löschzug Neuwied, Hüseyin Deniz, Markus Schwarz-Proff und Jörg Odenbreit aus dem Löschzug Irlich, Markus Adams und Lisa Radermacher aus dem Löschzug Feldkirchen, Pascal Mahler, Thorsten Oesterle, Fabian Strüder und Dirk Zeppenfeld aus dem Löschzug Niederbieber-Segendorf, Nils Geuder und Robin Kurz aus dem Löschzug Oberbieber, Kevin Leuer aus dem Löschzug Heimbach-Weis, Kathrin Bach, Ahmad Mamo, Marcel Grätz, Julius Oestreich und Mike-Oliver Groß aus dem Löschzug Engers. „Die 23 Verpflichteten bringen unterschiedliche Motive und Geschichten mit und stehen somit für die Verschiedenheit und Vielfalt, der man im Feuerwehrleben begegnen kann", freute sich OB Roth über die Verstärkung. Unter den neuen Mitgliedern finden sich sowohl Neulinge als auch Wiedereinsteiger, Jüngere als auch Ältere, ebenso Wehrleute mit Migrationshintergrund.

Foto: Benedikt Wolter

 

 

Durch Interesse an Deutschland verblasst Heimweh

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Erwin Rüddel besuchte PPP-Stipendiaten Nicholas Melnikov in Neuwied

Kreisgebiet. „Ich liebe es Sprachen zu lernen. Ein dreiwöchiger Berlin-Aufenthalt hat mein Interesse an Deutschland und seiner Kultur geweckt. Inzwischen habe ich viel mehr Verständnis für Land und Leute. Auch mein politisches Interesse hat sich deutlich erhöht. Was mich hingegen nicht so tangiert ist Heimweh“, sprudelte es aus Nicholas Melnikov heraus, beim Zusammentreffen mit dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Neuwied/Altenkirchen Erwin Rüddel. Der hat im Rahmen des gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem US Kongress getragenen Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) für den gut neunmonatigen Deutschland-Aufenthalt die Patenschaft über das Stipendium des 16-Jährigen aus Georgia in Atlanta (USA) übernommen.

Wie bedeutsam das sich dem Austausch von Schülerinnen und Schülern sowie jungen Berufstätigen der beiden Nationen widmende PPP ist, zeigte sich im Gespräch des Teenagers mit dem Abgeordneten. „Es ist nicht nur, dass ich hier die Sprache verbessern kann, sondern dass ich Land und Leuten hautnah begegne. Mein Wusch in Deutschland integriert zu sein, hat sich erfüllt“, sagte der Jugendliche mit georgischen Wurzeln, der in Amerika vier Jahre lang eine Militärschule besucht hat und in Neuwied Zehntklässler der IGS ist.

„Es wird immer wichtiger, junge Menschen für die globale Welt mit ihrer kulturellen Vielfalt und auf ein verständnisvolles Miteinander vorzubereiten und zu begeistern. Genau dazu bietet das Parlamentarische Patenschafts-Programm beste Voraussetzungen“, konstatierte Erwin Rüddel. Bejahend antwortete Nicholas: „Ich habe sehr positive Erfahrungen gemacht, auch durch den Unterschied von Vorstellung und Realität. Das geht sogar so weit, dass ich heute eher wie ein Deutscher, denn wie ein Amerikaner denke – und handle.“

Dazu hat die freundliche und integrierende Aufnahme bei seinen Gasteltern Birgit Muscheid-Henn und Stephan Henn, sowie deren Kindern Colin und Melina sicher beigetragen. Dort fand der US-Amerikaner ein eigenes Reich, wo er sich in „seinen“ Zimmern frei bewegen und entfalten kann. „Die familiäre Aufnahme und das Zusammenleben freuen mich immens. Ich finde das alles hier sehr toll“, erwähnte der interessierte junge US-Amerikaner. Dass er auch eine deutsche Freundin gefunden hat, blieb da nicht verborgen.

Voll des Lobes ist die Gastfamilie über ihren willkommenen Schützling. So sagte Birgit Muscheid-Henn, die vor 25 Jahren selbst Stipendiatin des PPP war: „Nicholas ist Mitglied in einem Turnverein, als Kickboxer und ihn hat auch das Karnevalsfieber voll erwischt.“ Das klang wie Musik in Rüddels Ohren, der Bezirksvorsitzender der Rheinische Karnevals-Korporationen (RKK) und bekennender Karnevalist ist. „Damit leben und erleben Sie rheinisches Brauchtum“, lobte der Bundestagsabgeordnete. „Yes, I like it“, entgegnete Melnikov.

Vielzählige Freizeitaktivitäten, Besuche und Ausflüge haben dem neugierigen Kosmopoliten Deutschland zusätzlich interessant gemacht. Besuche eines Mittelaltermarktes, im Phantasialand, der Römerwelt, im Haus der Geschichte, sind nur einige Stationen. Besonders stolz kann Nicholas Melnikov, der keine Berührungsängste kennt und anderen gegenüber sehr offen auftritt, auf ein schulisches Angebot sein – er könnte hier in Deutschland das Abitur machen. Seiner Zukunft sieht der Austauschschüler, der sich für BWL und Politik interessiert, gelassen entgegen. In Erwägung gezogen wird dabei ein Studium bei der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar.

„Ich wünsche Ihnen, dass Ihre positiven Eindrücke und Erlebnisse hier in Deutschland auf Dauer bleiben. Denn diese Einstellung mit dem Bekenntnis sind absolut positiv und ein Beweis für die Wichtigkeit und den Erfolg des Parlamentarischen Patenschafts-Programm. Sie transportieren und leben den PPP-Gedanken in überzeugender Weise“, bekräftigte Erwin Rüddel.

 

Im Kirchengebäude toben jetzt die Kids

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Kindertagesstätte in der Sonnenstraße feiert Einweihung

Wie lässt sich die Zahl der Plätze einer Kindertagesstätte mehr als verdoppeln? Kein Problem. Man nimmt das Kirchengebäude direkt nebenan dazu und schon stehen insgesamt 110 Plätze zur Verfügung. So geschehen in Neuwied in der neuen Evangelischen Kindertagesstätte in der Sonnenstraße. Eingezogen sind die Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen schon vergangenen Sommer, aber jetzt wurde offiziell Einweihung gefeiert

Genauer gesagt besuchen 33 Kinder unter drei Jahren und 77 Kinder über drei Jahre die Einrichtung, die damit über sechs Gruppen verfügt. Und die übrigens eine ziemlich „bunte“ Kindertagesstätte ist, denn etwa die Hälfte der Kids kommt aus Familien mit Migrationshintergrund, 20 Nationen und sieben Konfessionen sind hier vertreten.

Nach den Worten des zuständigen Jugenddezernenten, Beigeordneter Michael Mang, wurde mit der vom Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen betriebenen Kita nicht nur ein weiterer wichtiger Beitrag zur Schaffung von Kindertagesstätten-Plätzen geleistet. „Wir können hier auch tagtäglich erleben, welche wertvolle pädagogische Arbeit Einrichtungen wie diese leisten und wie sie darüber hinaus soziales Miteinander fördern“, fügte er hinzu.

Pfarrerin Freyja Eberding von der Evangelischen Friedenskirchengemeinde sprach  von einem „Haus der Kinder“ und ergänzt mit Blick auf den interkulturellen Ansatz und die wachsenden pädagogischen Herausforderungen, dass Kindereinrichtungen wie die Kita in der Sonnenstraße heute oftmals auch ein stückweit „Gesellschaft gestalten“.

Während der Einweihung unterstrich Oberbürgermeister Nikolaus Roth das Bestreben, bei der Schaffung von Kindergartenplätzen ein möglichst breites Spektrum mit vielen Trägern zu realisieren, damit Eltern eine gewisse Auswahl haben, um das passende Angebot zu finden.

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