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Neuwieder Gesundheitskonferenz am 22. März 2017

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Erwerbsarbeit – zwischen Broterwerb und zentralem Lebenssinn

Kreis Neuwied – Die 4. Neuwieder Gesundheitskonferenz zum Thema „Psychosoziale Belastungsstörungen am Arbeitsplatz“ wird am Mittwoch, den 22. März 2017, ab 14 Uhr in der Volkshochschule in Neuwied im Amalie-Raiffeisen-Saal fortgesetzt und befasst sich aktuell mit dem Sinn der Erwerbsarbeit. Es geht diesmal um Fragen der Befriedigung materieller Bedürfnisse, der persönlichen Zufriedenheit, der Anerkennung und das persönliche Glücksempfinden des arbeitenden Menschen. „Die Grundvoraussetzung dafür, dass wir unserer Arbeit mit Freude nachgehen und unsere Arbeit selbst als wertschätzend empfinden ist, dass wir sie als sinnvoll einschätzen“, so der 1. Kreisbeigeordnete und Dezernent für Gesundheit, Achim Hallerbach.

Schon immer war Erwerbsarbeit für die Einen „nur“ Broterwerb - für andere Menschen hingegen „zentraler Sinn des Lebens“. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft diente der Beruf, bzw. die Erwerbsarbeit schon immer auch dem Statuserwerb, sie sichert den Lebensstandard und letztlich auch die gesellschaftliche, soziale Anerkennung.

„Arbeit und ihre Bedeutung sind jedoch heute mehr denn je einem Wandel unterzogen. Nicht zuletzt des steigenden Technikeinsatzes, die Globalisierung oder die steigenden Mobilitätsanforderungen können zur Überlastungen in der Arbeitswelt führen. Entgrenzung infolge der bedingungslosen Erreichbarkeit und Deregulierung von Arbeitszeiten und Arbeitsorten belasten die Menschen,“ betont Achim Hallerbach. Gleichzeitig werden Verhaltensmuster, einstmals für die Arbeit typisch, auf die Freizeit, als Gegenentwurf zur Arbeit übertragen. Die Taktung einer Vielzahl von Freizeitaktivitäten strukturiert und gestaltet die einst freie Zeit und die Freizeit verliert häufig den Charakter der „Erholungszeit“, sodass heute über die sogenannten „Work-Life-Balance“, also das ausgewogene Verhältnis von Arbeit und Erholungszeit diskutiert wird.

Gesundheitsdezernent Achim Hallerbach: „Im Rahmen der Gesundheitskonferenz werden die verschiedenen Aspekte des Sinns der Erwerbsarbeit beleuchtet werden. Besondere Berücksichtigung werden dabei die Wertvorstellungen und Einstellungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.“ Als kompetente Fachreferenten konnten Dipl.-Psychologe Markus Schmitt, Leiter des Betrieblichen Gesundheitsmanagements des Koblenzer Eichenberg-Instituts und Juliane Klein, Präventologin und Trainerin für Gesundheit und Lebenskompetenz gewonnen werden.

Die Veranstalterinnen, die Gleichstellungsstelle, Psychiatriekoordination und die Gesundheitsförderung des Landkreises Neuwied laden alle Interessierten herzlich zur Gesundheitskonferenz am Mittwoch, 22. März, 14.00 Uhr in die Volkshochschule Neuwied, Heddesdorfer Str. 33 in Neuwied ein. Die Teilnahme ist kostenfrei!

An Infotischen stellen verschiedene Krankenkassen und Dienste aus dem Landkreis ihre Arbeit und ihre Leistungen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement vor. Die Zertifizierung der Veranstaltung ist bei der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz beantragt.

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Telefon 02631–803-732 od. -722.

 

 

Neue Regelung für Abfallanlieferungen

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Alle Wertstoffhöfe des Kreises betroffen

Kreis Neuwied. Die Kreisverwaltung informiert darüber, dass Anlieferer von Sperrmüll und Baustellenabfällen einschließlich Bauschutt ab sofort eine Erklärung unterschreiben müssen. Dies gilt auch für private Anlieferungen zu den Wertstoffhöfen Linz, Neuwied und Linkenbach.

Mit dieser Erklärung bestätigt der Anlieferer, dass er keine gefährlichen Abfälle wie Asbest, Mineralfasern oder Teer „unerlaubt und ungesehen“ in die Container abgeworfen hat. Der Hintergrund: Eine Vermischung von gefährlichen Abfällen mit Sperrmüll oder anderen Abfällen ist unzulässig. Gefährliche Abfälle müssen aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes zwingend separat erfasst und speziellen Entsorgungswegen zugeleitet werden. Die Abgabe von Glasfasern, Steinwolle, Asbest und teerhaltigen Abfällen kann deshalb nur getrennt voneinander und nur am Wertstoffhof Linkenbach erfolgen. Wegen der Verwechslungsgefahr von Bitumen und Teer müssen auch Dachpappe, Schweißbahnen, Onduline u.ä. in Linkenbach abgegeben werden.

Die Anlieferungserklärung sollte nach Möglichkeit bereits vor einer geplanten Anlieferung unter www.abfall-nr.de heruntergeladen und vorbereitet werden. Das vermindert Wartezeiten an den Wertstoffhöfen. Die Kreisverwaltung bittet um Verständnis für diese notwendig gewordene Maßnahme. Info: Bürgertelefon der Abfallberatung, Tel. 02631 803-308.

Kreative Resteküche – für die Tonne zu schade

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Kochkurs zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln

Kreis Neuwied - Die Wertschätzung von Lebensmitteln lässt stark nach. Jahr für Jahr landen in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von circa 25 Milliarden Euro im Müll. Um diese Menge zu transportieren, sind 275.000 Sattelschlepper notwendig. Hintereinander gestellt, ergibt das die Strecke von Düsseldorf nach Lissabon und zurück.

Wir wissen nicht mehr genau, woher Produkte kommen und wie viel Arbeit und Ressourcen in ihnen stecken. So verlieren wir den Bezug zu unseren Lebensmitteln, die schnelle Mahlzeit und der Einkauf zwischendurch bestimmen unseren Alltag.

„Über die Hälfte aller Lebensmittelabfälle im Haushalt sind vermeidbar. Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln kann zu Einsparungen von 230 Euro pro Person und mehr führen. Damit wird nicht nur die Umwelt entlastet sondern gleichzeitig der Geldbeutel geschont“, erklärt der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.

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Runder Tisch zu Bildungschancen von Flüchtlingen

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Momentan leben allein im Landkreis Neuwied etwa 3000 Flüchtlinge, unter ihnen eine Vielzahl an schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen. Um ihnen eine gute Job-Perspektive hier in Deutschland zu ermöglichen, müssen viele Verantwortliche zusammen arbeiten. Das ist auch eines von Dr. Martin Corrells Zielen, der seit Oktober vergangenen Jahres in der Kreisverwaltung Neuwied als Bildungskoordinator für Neuzugewanderte arbeitet.

Seiner Einladung zu einem Runden Tisch folgten diese Woche etwa 40 Schulleiter und Lehrer von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie Verantwortliche der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). In der Aula der Berufsschule des Heinrich-Hauses (BBS Heinrich-Haus) kamen sie zusammen, um zu diskutieren wie alle Bildungsangebote zu koordinieren sind. Hierbei geht es vor allem darum, dass eine sinnvolle Verteilung der Jugendlichen an alle Schulen und Schularten erfolgt, aber auch individuell geprüft wird, ob die jungen Flüchtlinge bereits sprachlich und schulisch fit genug für eine Ausbildung sind oder noch während eines Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) intensiv Deutsch lernen müssen. Solche sogenannten Sprach-BVJ (BVJ-S) gibt es unter anderem im Heinrich-Haus, aber auch an der Alice-Salomon-Schule. Denn darin sind sich alle Beteiligten einig: Die jungen Frauen und Männer aus so verschiedenen Ländern wie Syrien, Afghanistan, Pakistan oder auch Somalia müssen ein gutes Sprachniveau erreichen, damit sie im Berufsleben Fuß fassen können.

In Mainz gibt es bereits seit zwei Jahren eine solche Organisationsstruktur. Katja Zimmermann, die unter anderem dafür an einer Mainzer Berufsschule zuständig ist, berichtete von ihren Erfahrungen, was die Zuhörer interessiert verfolgten. Im Anschluss daran diskutierten Schulleiter und Lehrer gemeinsam mit Dr. Martin Correll ob und wie ein solches Modell im Landkreis ebenfalls eingeführt wird. Alle waren sich einig, dass die neu zugewanderten Schüler einen guten Übergang von den allgemeinbildenden Schulen zu den Berufsschulen brauchen. Im Herbst wollen sich die Teilnehmer des Runden Tisches wieder treffen und erste Ergebnisse vorstellen.

Erwin Rüddel unterstüzt Wettbewerb zur Wertschätzung von Pflegekräften

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Kreisgebiet. „Die mehr als 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland in der Kranken- und Altenpflege hart arbeiten, verdienen große Anerkennung und Wertschätzung. Denn die Frauen und Männer sind auch hier im Kreis Neuwied eine wesentliche und unverzichtbare Stütze unseres Gesundheitssystem“, betont der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag möchte mit dieser Äußerung auf einen Wettbewerb vom Verband der Privaten Krankenkasse e.V. (PKV) aufmerksam machen: „Gesucht: Deutschlands beliebteste Pflegeprofis“. Dazu können Patienten sowie Angehörige, Kollegen oder Freunde ihre Lieblingspflegerin bzw. ihren Lieblingspfleger mit einer persönlichen Botschaft nominieren und als „Deutschlands beliebtesten Pflegeprofi“ vorschlagen.

Die Nominierung sollte eine kurze überzeugende Begründung beinhalten, weshalb der Pflegeprofi oder das Pflegeteam diese Auszeichnung verdient hat. Dabei ist es gleich welcher Sparte der oder die Nominierte angehören: Krankenpflege, Altenpflege, Kinderkrankenschwester oder Hebamme – ob in Ausbildung oder mit langjähriger Praxis – ob im Pflegeheim, Krankenhaus oder zu Hause. „Nur durch das große Engagement der Pflegekräfte kann Deutschland das hohe Niveau der gesundheitlichen Versorgung tagtäglich sicherstellen“, so der Gesundheitspolitiker.

Auf der Internetplattform www.deutschlands-pflegeprofis.de können ab sofort bis zum 30. April 2017 die beliebtesten Pflegeprofis vorgeschlagen werden. Diejenigen, die in der Online-Abstimmung die meisten Stimmen im jeweiligen Bundesland erhalten, dürfen sich auf ein „Fest der Pflegeprofis“ in Berlin freuen. Im Rahmen einer Preisverleihung im Reichstagsgebäude werden die beliebtesten Pflegerinnen und Pfleger ausgezeichnet. „Der Wettbewerb ist eine gute Maßnahme die Wertschätzung in der Pflege zu dokumentieren und voranzutreiben“, bekräftigt Erwin Rüddel.

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