Dienstag, 25. April 2017

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Hochschule

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Land und Hochschulen starten Dialog über Hochschulzukunfts-programm – Expertenkommission unterstützt mit eigenen Impulsen

Heute ist ein Kreis von Expertinnen und Experten erstmals zusammengetreten, der den Dialog zwischen den Hochschulen des Landes und dem Wissenschaftsministerium über die Weiterentwicklung des rheinland-pfälzischen Hochschulsystems begleiten soll. Ziel ist ein „Hochschulzukunftsprogramm“, das zu einer neuen Dynamik für das Hochschul- und Wissenschaftssystem führen soll.

Die Beteiligten erwarten wertvolle Impulse von der hochrangig besetzten Kommission. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf hat 16 renommierte Persönlichkeiten zur Mitwirkung in der Runde eingeladen. Den Vorsitz übernimmt Prof. Dr. Holger Burckhart, Rektor der Universität Siegen und Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz. Weitere prominente Mitglieder der Kommission sind die Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Dorothee Dzwonnek und der ehemalige Vorsitzende des Wissenschaftsrats und heutige Vorstandsvorsitzende des Helmholtz-Forschungszentrums Jülich, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt. Im engen Dialog mit den Hochschulen wird die Kommission bis zum Frühjahr 2018 Empfehlungen zur Weiterentwicklung des rheinland-pfälzischen Hochschulsystems erarbeiten.

„Auf der Grundlage der Empfehlungen werden wir gemeinsam mit den Hochschulen eine neue, solide Grundlage für die Zukunftsfähigkeit und die erfolgreiche Weiterentwicklung des Wissenschaftslands Rheinland-Pfalz legen“, so der Wissenschaftsminister. „Wesentliches Ziel des Landes ist die Stärkung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen im internationalen Wettbewerb. Dazu werden wir alle Leistungsbereiche in den Blick nehmen – von Studium und Lehre über Forschung und Transfer bis zu wesentlichen Querschnittsthemen wie Digitalisierung oder Internationalisierung“, so Wolf weiter.

Daran anknüpfend erklärte Prof. Dr. Jens Hermsdorf, Präsident der Hochschule Worms und amtierender Vorsitzender der Landeshochschulpräsidentenkonferenz (LHPK): „Die rheinland-pfälzischen Hochschulen begrüßen die Initiative des Landes für einen konzentrierten Dialog über die wesentlichen Zukunftsaufgaben und Herausforderungen, denen wir uns gemeinsam stellen müssen. Auf der Grundlage einer Zustandsbeschreibung gilt es, vorhandene Stärken auszubauen und Potenziale für die erfolgreiche Profilbildung einzelner Hochschulen ebenso zu nutzen wie Möglichkeiten für noch mehr Kooperation zwischen den Hochschulen.“

Der Präsident der Universität Trier und stellvertretende LHPK-Vorsitzende Prof. Dr. Michael Jäckel unterstrich die Chancen, die der fachkundige Blick von außen und die im Dialog mit den Hochschulen entwickelten Empfehlungen der Expertenkommission böten. „Sich dem kritischen Blick erfahrener Kolleginnen und Kollegen zu stellen, ist in der Wissenschaft ein bewährtes Verfahren. Wer selbst in einer Hochschulleitung tätig ist, der bringt ein besonderes Verständnis und eigene Erfahrungen mit, die den Dialog mit dem Ministerium ergänzen und bereichern können“, so Jäckel.

Der Vorsitzende der Expertenkommission, Prof. Dr. Holger Burckhart, erklärte: „Ich habe den Auftrag von Minister Wolf mit großem Respekt vor der Aufgabe und mit einer noch größeren Vorfreude auf die gemeinsame Arbeit mit der Kommission und den Hochschulen angenommen. Vor uns liegt ein hoch spannender Prozess, der enormes Potenzial für eine dynamische Weiterentwicklung des rheinland-pfälzischen Hochschulsystems bietet.“ Besonders wichtig sei ihm und der gesamten Kommission der dialogorientierte Charakter des Vorhabens. „Die gemeinsame Suche nach den besten Lösungen für die Zukunft – das ist die Aufgabe, der Hochschulen und Land sich stellen wollen. Ich bin davon überzeugt, dass wir dabei hilfreiche Impulse geben können“, so Burckhart abschließend.

Auf der Grundlage der Empfehlungen und unter Einbeziehung bestehender Entwicklungsplanungen der Hochschulen werden sich Land und Hochschulen im kommenden Jahr auf einen Rahmenvertrag für die Weiterentwicklung des Hochschulsystems verständigen und anschließend in Verhandlungen über Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen dem Land und den einzelnen staatlichen Hochschulen eintreten.

 

 

Treffen der europäischen Parlamentspräsidenten in Bratislava

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Bundesratspräsidentin Malu Dreyer: Parlamente sind Herzstück der repräsentativen Demokratie

„Parlamente sind das Herzstück unserer repräsentativen Demokratie. Wichtig ist, dass die Menschen sie positiv wahrnehmen und ihre Entscheidungen nachvollziehen können. Dazu gehört auch, dass Abgeordnete die Sorgen und Nöte der Menschen aufnehmen und sich um gute Lösungen kümmern.“ Das unterstrich Bundesratspräsidentin Malu Dreyer heute beim jährlichen Treffen der Parlamentspräsidentinnen und -präsidenten der EU-Mitgliedsstaaten und des Europäischen Parlamentes in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Angesichts gezielt verbreiteter Falschmeldungen und manipulierter Meinungsäußerungen sei es wichtig, eine Grundlage von objektiven Informationen und verlässlichen Fakten zu schaffen, auf der sich die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung bilden könnten. „Dazu müssen wir uns noch stärker mit den neuen Möglichkeiten moderner Kommunikation auseinandersetzen“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin.

Die überwältigende Mehrheit der Menschen nutze das Internet ohne Hass und Hetze. Aber viel zu oft seien Debatten im Netz im Schutz der Anonymität geführt aggressiv, verletzend oder gar von Hass geprägt, vielfach werde Meinungsmache durch gezielte Falschinformation, Provokation und Diffamierung betrieben. „Diese Entwicklung ist eine Gefahr für die parlamentarische Demokratie, denn sie schwächt eine ihrer Grundlagen, die Meinungsfreiheit. Wir müssen daher die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation nutzen, um den Zugang zu vertrauenswürdigen Informationen zu gewährleisten. Wer Verfahren und Prozesse nachvollziehen und Informationen richtig einordnen kann, ist weniger anfällig für Falschmeldungen“, so die Bundesratspräsidentin.

Der Bundesrat setze daher schon seit Jahren verstärkt auf politische Bildung. Auf unterschiedlichen Informationskanälen würden Verfahren und Abläufe erklärt und erlebbar gemacht. Ein besonderes Augenmerk gelte dabei jungen Menschen, die zum Beispiel bei Rollenspielen Einblicke in politische Entscheidungsprozesse bekommen. Der Bundesrat biete darüber hinaus Schulungen für Lehrerinnen und Lehrer oder Unterrichtsmaterial an; in Filmen auf You-Tube erklärten Jugendliche anderen Jugendlichen, wie Politik funktioniere. Plenarsitzungen des Bundesrates könnten per Live-Stream verfolgt werden, alle Dokumente würden im Internet veröffentlicht, die wichtigsten Beratungsgegenstände würden redaktionell aufbereitet. Damit würden oftmals abstrakte Gesetzesvorlagen allgemein verständlich und zugänglich gemacht. Über seinen Twitterkanal biete der Bundesrat nicht nur aktuelle Informationen, sondern mit Wissensfragen und kleinen Umfragen auch die Möglichkeit zum Mitmachen.

„Neben der Bereitstellung von Informationen müssen wir Vertrauen in unsere Informationen schaffen. Das geht am besten über Transparenz“, so die Bundesratspräsidentin. Es müsse zum Beispiel erkennbar sein, wie eine Entscheidung zustande gekommen ist. Darüber hinaus habe das Parlament eine Bringschuld gegenüber dem Bürger und der Bürgerin. Daher sollte auch über zusätzliche Anreize nachgedacht werden, um die Menschen anzusprechen, etwa durch Diskussionsrunden, Bürgerforen oder kulturelle Veranstaltungen im Parlament, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

- und Islam-Beraterkreis um Julia Klöckner:

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Verbindliche Regelungen für die Klassenzusammensetzungen schaffen, damit Integration für alle besser gelingen kann

Ein Integrations- und Islam-Beraterkreis um die CDU-Politikerin Julia Klöckner unterstützt den Vorschlag von Bildungsministerin Johanna Wanka und fordert die Länderminister auf, verbindliche Regelungen für die Klassenzusammensetzungen zu schaffen, damit Integration für alle besser gelingen kann!

 

Arbeitsmarkt/DIALOG SOZIAL

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Bätzing-Lichtenthäler/Scheele/Schulz: Erfolgreiches Modellprojekt gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Armut wird ins Land getragen

Neue Wege zur wirksamen Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit und Armut standen im Mittelpunkt der heutigen Veranstaltung DIALOG SOZIAL des Arbeitsministeriums in Mainz. Mit dem Modellprojekt „Westpfalzinitiative“ sind das Land Rheinland-Pfalz und die Bundesagentur für Arbeit neue Wege gegangen.

Unter dem Titel „Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen – Erkenntnisse der ‚Westpfalzinitiative‘ nutzen“ diskutierten Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele und Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, diese neuen Wege und Möglichkeiten eines weiteren Ausbaus des Modellprojektes. An der Gesprächsrunde nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften, der kommunalen Spitzenverbände und regionale Projektpartner teil.

Die „Westpfalzinitiative“ richtet sich an Hartz-IV-Empfänger und Empfängerinnen sowie ihre Familien, die seit vielen Jahren Sozialleistungen beziehen und bisher mit den üblichen Arbeitsmarktmaßnahmen der Jobcenter nicht in eine Erwerbstätigkeit vermittelt werden konnten. Dabei werden die gesamten Lebensumstände der Betroffenen – wie zum Beispiel das soziale Umfeld, die Familie und die gesundheitliche Situation – mit einbezogen. Erprobt wird das Modell seit April 2014 in Kaiserslautern und Pirmasens, zwei rheinland-pfälzische Städte mit einem hohen Anteil an Langzeitleistungsbeziehern.

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler betonte, dass bei der Integration von Langzeitleistungsbeziehern nicht auf kurzfristige Erfolge gesetzt werden könne. „Die Betroffenen müssen in kleinen Schritten wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Der innovative Ansatz ist erfolgreich: Seit Projektbeginn wurden insgesamt 501 Erwachsene und 606 Kinder in 311 Familien betreut. In 735 Fällen konnte ein Integrationsfortschritt verzeichnet werden. Dieser reichte von Praktika, Umschulung, Weiterbildung und Minijobs bis hin zu einer Reduzierung der Hilfebedürftigkeit, Aufnahme einer schulischen beziehungsweise beruflichen Ausbildung oder eines Beschäftigungsverhältnisses. Das Ergebnis bezeugt eine hohe Akzeptanz der „Westpfalzinitiative“ bei den betroffenen Familien und zeigt, dass das Projekt der richtige Weg ist.“

Für Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, ist die Prävention ein wesentlicher Hebel zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit: „Dazu gehört, dass wir die gesamte Familie in den Blick nehmen und unser Augenmerk auf die Kinder langzeitarbeitsloser Eltern richten. Sie sollten von der Kita bis zum Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt werden, damit ein möglichst reibungsloser Einstieg ins Berufsleben gelingt. Damit wollen wir auch den Kreislauf der „Vererbung“ der Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit durchbrechen. Dies braucht Zeit und fordert die Zusammenarbeit aller beteiligten Partner: Bundesagentur für Arbeit, Kommunen, Schulträger und Sozialpartner. Die Westpfalz-Initiative zeigt auf vorbildliche Weise, wie eine solche Kooperation gelingen und Familien mit langzeitarbeitslosen Elternteilen neue Perspektiven eröffnen kann.“

„Der Erfolg im Projekt ist der Nachweis dafür, dass Menschen mit sozialen und beruflichen Integrationsproblemen durch gezielte Hilfe und passgenaue Unterstützung eine Chance auf Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt haben“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „So individuell wie Langzeitarbeitslosigkeit entsteht, so individuell muss auch der Lösungsansatz der Integration in den Arbeitsmarkt sein.“

„Die Erkenntnisse aus dem Modellprojekt ‚Westpfalzinitiative‘ zeigen, dass langzeitarbeitslose Menschen in problematischen Lebenslagen mit einer intensiven, beschäftigungsorientierten und ganzheitlichen Betreuung wirkungsvoll und nachhaltig unterstützt werden können“, bilanzierte Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Ich freue mich, wenn die guten Erfahrungen ab dem 1. Juli 2017 auch in den Regionen Worms und Zweibrücken genutzt werden können. Zwei weitere Modellprojekte befinden sich dort in Vorbereitung. Für 2018 plane ich im Rahmen eines neuen ESF-Förderansatzes einen flächendeckenden Ausbau in Rheinland-Pfalz“.

 

Ärztliche Versorgung

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Bätzing-Lichtenthäler: Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf – Land startet Kurse für Ärzte

Ärztinnen und Ärzte, die aus unterschiedlichen Gründen längere Zeit nicht in ihrem Beruf gearbeitet haben, sollen mithilfe eines neuen Projektes des Gesundheitsministeriums und der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz beim Wiedereintritt ins Berufsleben unterstützt werden. In Kooperation mit der Akademie für Ärztliche Fortbildung startet nun der erste Wiedereinstiegskurs, der von der rheinland-pfälzischen Landesregierung im Rahmen des Zukunftsprogramms Gesundheit und Pflege 2020 finanziert wird.

„Wir haben in Rheinland-Pfalz viele ausgebildete Ärztinnen und Ärzte, die ihren Beruf nicht oder nicht mehr ausüben, weil sie sich beispielweise die ärztliche Tätigkeit nach einer längeren Erziehungszeit nicht mehr zutrauen. Ziel des Kurses ist es, sie wieder mit dem medizinischen Alltag vertraut zu machen und mögliche Hürden zum Wiedereinstieg abzubauen“, erklärte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Im Mittelpunkt des Wiedereinstiegskurses wird die hausärztiche Versorgung stehen. Relevante Themen aus der täglichen Praxis wie beispielsweise die Behandlung von dementen Patientinnen und Patienten oder neue Erkenntnisse zu Diabetes und Adipositas sollen im Verlauf des Kurses besprochen werden. Dabei sind auch praktische Übungen vorgesehen, mit denen die Ärztinnen und Ärzte mit dem aktuellen Stand der allgemeinärztlichen Versorgung vertraut gemacht werden.

Der neue Kurs soll Ärztinnen und Ärzten helfen, Kenntnisse und Fähigkeiten nach einer längeren Berufspause aufzufrischen. „Wir möchten, dass sich diese Ärztinnen und Ärzte wieder sicher und fit fühlen und ihre ärztliche Kompetenz wieder gerne in ihrem Berufsleben einsetzen“, so Dr. Günther Matheis, Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. Ziel des Kurses ist es auch, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Hausarztberuf zu begeistern und ihnen aufzuzeigen, dass Beruf und Familie mit einer hausärztlichen Tätigkeit gut zu vereinbaren sind.

„Es ist schön zu sehen, dass der Kurs so gut angenommen wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen wieder Sicherheit und stärken ihre ärztliche Kompetenz. Letztendlich profitieren davon die Patientinnen und Patienten: Denn die Freude am Beruf wirkt sich auch positiv auf die Arzt-Patienten-Beziehung aus“, betonte Bätzing-Lichtenthäler.

Nach Abschluss des Kurses wollen die Kooperationspartner evaluieren, wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weg zurück in die kurative Versorgung gefunden haben.

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