Sonntag, 22. Oktober 2017

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Festakt zum Tag der Deutschen Einheit

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Bundesratspräsidentin Malu Dreyer wirbt für neue Diskussionskultur in Deutschland

Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat beim Festakt anlässlich des Tags der Deutschen Einheit für eine neue Diskussionskultur geworben. „Deutschland braucht den konstruktiven Streit, der Probleme wirklich erkennt, benennt und fair löst. Es ist an der Zeit, aus gewohnten Mustern herauszutreten“, sagte die Ministerpräsidentin, die in der Rheingoldhalle in Mainz rund 1.200 hochrangige Gäste aus Politik und Gesellschaft begrüßen konnte, unter ihnen Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle. Die Festrede zum 27. Jahrestag der Deutschen Einheit hielt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
„Zu oft prallen die immer gleichen Positionen unversöhnlich aufeinander. Oft sind Klicks wichtiger als Argumente, wird die Erregung zum Maß des Erfolgs, nicht der Fortschritt in der Sache. Wir haben die besten Chancen, eine gute Zukunft zu gestalten, wenn wir das, was uns gemeinsam angeht, miteinander und nicht gegeneinander aushandeln“, so die Ministerpräsidentin. Es gehe darum, die Grundwerte, die aus der Geschichte gespeist und im Grundgesetz niedergelegt seien, gemeinsam mit Leben zu erfüllen. „Dabei setze ich besonders auf junge Leute und diejenigen, die egal in welchem Lebensalter, jung und quer denken und mit ihren Ideen unsere Wirtschaft, unsere Kultur und unsere Demokratie stark machen. Genau dafür stehen die Delegationen von Bürgern und Bürgerinnen aus allen 16 Ländern, die ich herzlich willkommen heiße“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
Der Tag der Deutschen Einheit erinnere an die friedliche Revolution mutiger Bürger und Bürgerinnen, deren Freiheitswille und Entschlossenheit den Weg zur Wiedervereinigung möglich gemacht habe. Sie hätten wahrhaft Großes geleistet. „Wir haben heute allen Grund zur Zuversicht. Ihr Beispiel zeigt uns, dass wir zusammen auch unüberwindlich scheinende Hindernisse überwinden und große Ziele erreichen können“, so die Ministerpräsidentin.
Zusammenhalt gelinge, wenn man sich den Herausforderungen gemeinsam stelle, das zeige auch die Grunderfahrung von Rheinland-Pfalz. Als das Land vor genau 70 Jahren gegründet wurde, musste es erst zusammenwachsen. „Die Menschen hier haben bewiesen, dass man viel erreichen kann, wenn man an einem Strang zieht und wenn Tradition und Moderne zusammen finden. Der Rhein hat einen bunten Migrationshintergrund“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, auch in Anspielung auf die von Michael Pietsch gestaltete Puppe „Vater Rhein“, die die Dramaturgie des Festakts bestimmte. Begleitet vom Philharmonischen Staatsorchester unter Leitung des Generalmusikdirektors Hermann Bäumer wurde Vater Rhein sowohl filmisch als auch in einem Dialog mit der Schauspielerin Caroline Peters unter der Regie von Jan-Christoph Gockel und mit Texten von Harald Martenstein in Szene gesetzt.
Beim Festakt wirkten neben den professionellen Künstlerinnen und Künstlern auch Mainzer Bürgerinnen und Bürger verschiedenen Alters und Nationalität mit. Sie bildeten einen Chor, der die Vielfalt einer lebendigen Stadt repräsentierte. Mit dabei waren unter anderem Geflüchtete des Neu-Tor-Chors, in dem die musikalischen Traditionen der verschiedenen Herkunftsländer ebenso zum Repertoire gehören wie deutsches und europäisches Liedgut.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer verwies in ihrer Rede auch auf die Symbolik der Farben „Schwarz, Rot, Gold“, die seit dem Hambacher Fest für demokratische Bewegungen stehen und die auch die Farben des Festes zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz sind. „Schwarz-Rot-Gold steht nicht für deutsche Enge, sondern für Freiheit, Demokratie und Zusammenhalt, in guter Partnerschaft mit unseren europäischen Nachbarn“, so die Ministerpräsidentin. Diese Farben werden auch beim Abschluss und Höhepunkt des großen zweitägigen Bürgerfestes, der Abendshow auf dem Rhein, eine Rolle spielen.

FDP-Fraktion wählt Cornelia Willius-Senzer einstimmig zur Vorsitzenden

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Cornelia Willius-Senzer: Arbeiten weiter fokussiert an unseren Projekten

Mainz. Die FDP-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz hat heute, am 2. Oktober 2017, einstimmig Cornelia Willius-Senzer aus Mainz zur Fraktionsvorsitzenden gewählt. Frau Willius-Senzer tritt die Nachfolge des bisherigen Fraktionsvorsitzenden Thomas Roth an.

Dazu sagt Cornelia Willius-Senzer:

„Ich danke meiner Fraktion für das Vertrauen und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Kolleginnen und Kollegen. Wir werden weiterhin fokussiert an der Umsetzung unserer politischen Inhalte arbeiten. In den vergangenen Monaten haben wir zahlreiche Akzente und Impulse gesetzt. Daran knüpfen wir nahtlos an. Die gesamte Fraktion eint das Ziel, gemeinsam mit unseren Koalitionspartnern, Rheinland-Pfalz zum Land der Zukunft zu machen.“

 

Alexander Schweitzer gratuliert Cornelia Willius-Senzer

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Persönliche Entscheidung Thomas Roths verdient Respekt

Zur Wahl von Cornelia Willius-Senzer zur Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer:

„Cornelia Willius-Senzer ist eine starke Persönlichkeit mit einer klaren inneren Haltung. Rechtschaffenheit, Integrität und Verlässlichkeit zeichnen sie aus. Unter den Parlamentariern gilt die Alterspräsidentin als gewandte und mahnende Rednerin, die außerhalb wie innerhalb des Plenarsaals Wert auf gute Umgangsformen legt. Im Namen der SPD-Fraktion gratuliere ich Cornelia Willius-Senzer herzlich zur einstimmigen Wahl als Vorsitzende ihrer FDP-Fraktion. Für ihre neue Aufgabe wünsche ich ihr eine gute Hand.“

„Die persönliche Entscheidung von Thomas Roth verdient große Anerkennung und Respekt. Als SPD-Fraktion haben wir gut und solidarisch mit Thomas Roth zusammengearbeitet und gemeinsam darauf hingewirkt, der Ampelkoalition zu einem guten Start zu verhelfen. An diese verlässliche Zusammenarbeit wollen wir auch mit seiner Nachfolgerin Cornelia Willius-Senzer als neuer Fraktionsvorsitzenden anknüpfen.“

Tag der Deutschen Einheit

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer empfängt Ehrenamtliche aus allen Ländern

Als besondere Ehrengäste begrüßte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz 160 Ehrenamtliche aus allen 16 Ländern. „Mit der Einladung soll den ehrenamtlich Engagierten gedankt werden für ihren Einsatz für das Gemeinwohl, denn das ist keine Selbstverständlichkeit. Eine starke Demokratie lebt von und durch die Mitgestaltung ihrer Bürger und Bürgerinnen. Nur wenn sich alle gemeinsam für die Gesellschaft engagieren und für die Demokratie eintreten, dann ist sie zukunftsfähig“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
Die Bürgerdelegationen sind ein besonders lebendiger und fester Bestandteil der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Traditionell werden aus allen Ländern ehrenamtlich Engagierte zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit eingeladen. Bundesratspräsidentin Malu Dreyer hatte ihre Länderkollegen in diesem Jahr gebeten, als Delegationsmitglieder junge Menschen auszuwählen, die sich für die Demokratie und ein einiges, freiheitliches Europa engagieren. „Demokratie braucht Menschen, die sich aus voller Überzeugung für sie einsetzen. Dabei ist insbesondere die demokratische Mitwirkung junger Menschen unverzichtbar“, so die Ministerpräsidentin.
Die rheinland-pfälzische Bürgerdelegation spiegelt dabei das von Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Funktion als Bundesratspräsidentin gewählte Motto „Zusammen sind wir Deutschland“, welches auch für die Vielfalt des Landes steht, besonders gut wider. Die Delegationsmitglieder haben verschiedene Migrationshintergründe und Nationalitäten (Vietnam, Frankreich, Türkei). Die Engagierten stammen aus den Bereichen grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Partnerschaften, Pulse of Europe, Landesschülervertretungen und Schülerzeitungen sowie vom Projekt „Germany says Welcome“, einer länderübergreifenden Initiative junger Menschen zur Integration von Flüchtlingen.
Die Bürgerdelegationen sind ebenso wie die Spitzen der Verfassungsorgane und die rund 1.000 protokollarisch geladenen Gäste zum Gottesdienst im Hohen Dom zu Mainz, zum Festakt sowie zum Empfang des Bundespräsidenten eingeladen. Auf dem Programm stehen auch ein Besuch im Landtag sowie ein Empfang der Landeshauptstadt Mainz durch Oberbürgermeister Michael Ebling und ein Empfang auf Einladung des Landtagspräsidenten Hendrik Hering und des Chefs der Staatskanzlei Clemens Hoch im Museum für Antike Schifffahrt.  Neben diesen protokollarischen Programmpunkten werden die Ehrenamtlichen natürlich auch Gelegenheit haben, das Bürgerfest mit seinen zahlreichen Attraktionen, die Länderzelte und Bühnenprogramme zu besuchen, bevor sie sich zum Abschluss des Festes die spektakuläre Abendshow auf dem Rhein ansehen.

Tag der Deutschen Einheit

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Mainz feiert die Demokratie: Großes Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit eröffnet

Das große Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit hat begonnen. Im Länderzelt von Rheinland-Pfalz auf dem Fischtorplatz eröffneten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Oberbürgermeister Michael Ebling vor zahlreichen Besuchern und Besucherinnen das Fest. „Mit vielen Partnern und Beteiligten haben wir ein buntes, fröhliches und informatives Fest vorbereitet, mit dem wir die Einheit, Freiheit und Demokratie feiern wollen. Ich freue mich sehr, dass es nach so vielen Monaten der Planung nun soweit ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. An beiden Festtagen werden insgesamt 500.000 Besucher und Besucherinnen erwartet.
Wie die rheinland-pfälzische Bundesratspräsidentschaft stehen die Feierlichkeiten unter dem Motto „Zusammen sind wir Deutschland“. Vom Motto inspiriert wurde das gleichnamige Lied von Engagementbotschafter Andy Ost, das er bei der Eröffnung präsentierte. „Dieser Gedanke war es, der 1989 die Menschen in Ost und West miteinander verbunden hat und die Wiedervereinigung möglich machte. Mit dem Motto stellen wir das demokratische Miteinander und den Zusammenhalt, sowohl in Deutschland als auch darüber hinaus, in den Mittelpunkt. Beides ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Bei der Landespräsentation von Rheinland-Pfalz sei Demokratie neben Umwelt, Wirtschaft, Wissenschaft und Europa deshalb ebenfalls einer der Schwerpunkte.
Oberbürgermeister Michael Ebling freute sich, dass die Feierlichkeiten in der Landeshauptstadt Mainz stattfinden: „Heute gastgebende Stadt sein zu dürfen, ist für uns Mainzerinnen und Mainzer eine ganz große Ehre! Schließlich ist der Tag der Deutschen Einheit unser Nationalfeiertag, es ist der Tag, an dem Deutschland sich gemeinsam erinnert an diese absolute Ausnahmezeit rund um den Fall der Mauer vor 28 und die Wiedervereinigung vor 27 Jahren. Wir freuen uns, dass die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in diesem Jahr in der Landeshauptstadt Mainz stattfinden. Mainz feiert gerne - und das nicht nur zur fünften Jahreszeit. Was die Landeshauptstadt auszeichnet, ist ihre Weltoffenheit, die besondere Lebensfreude, die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Mainzerinnen und Mainzer. Wir werden Mainz an den beiden Tagen als weltoffene, tolerante und gastfreundliche Stadt präsentieren, in der Hass und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz finden.“
Im Rahmen der Eröffnung stellte Ministerpräsidentin Malu Dreyer auch die drei Gewinnerinnen und Gewinner zum internationalen Ideenwettbewerb „Erfinde ein Ritual für Deutschland“ vor. Die Staatskanzlei hatte als Ausrichter der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2017 in Mainz aufgerufen, ein Ritual für den Einheitstag vorzuschlagen. Die Ministerpräsidentin beglückwünschte alle Gewinnerinnen und Gewinner und dankte ihnen für ihre Ideen. Gewonnen hat das Ritual „Zusammen singen“. „Es passt perfekt zum Motto „Zusammen sind wir Deutschland“, denn Singen verbindet Menschen“, so die Ministerpräsidentin. Zudem habe es großes Potenzial, sich zu verbreiten. Das gemeinsame Singen soll nun erstmals bei den Feierlichkeiten am 3. Oktober um 16.15 Uhr stattfinden.
Auf dem Bürgerfest erwarten die Besucher und Besucherinnen am 2. und 3. Oktober zahlreiche Attraktionen: Im 1,2 Quadratkilometer großen Festgebiet präsentieren sich die 16 Bundesländer und die Verfassungsorgane. Daneben gibt es eine Landesmeile, die Blaulichtmeile, die Selbsthilfemeile, die Sponsorenmeile und ein Weindorf. Hinzu kommen Bühnen von SWR, RPR1., der ZDF-Show „Mainz feiert“, der Stadt Mainz und Rocklandradio. Mit dem DM-Kinderland, Deutschland bewegt sich, dem AOK-Kindertheater und Streetfood Startup sind auf dem Festgelände vier Aktionsflächen verteilt. Insgesamt wird es über 200 Zelte, rund 70 Außengastronomiestände und 30 Weinstände geben.
„Der 3. Oktober ist der für Deutschland wichtigste Feiertag. Er ist der Tag, an dem wir uns daran erinnern und darüber freuen, dass wir wiedervereint in Frieden und Freiheit in einer Demokratie leben können. Wir wollen mit unserer Feier dazu beitragen, dass sich bei den Menschen ein positives Gefühl zu diesem Tag einstellt. Daher lade ich alle herzlich ein, zu uns nach Mainz zu kommen, mitzufeiern und sich des Glücks der Wiedervereinigung zu erinnern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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