Montag, 24. Juli 2017

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BI Pro Brücke: „Nun fangt endlich an“

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Weiteres Gutachten zur Mittelrheinbrücke – aber noch immer kein Beginn in Sicht

Mittelrhein. Die überparteiliche Bürgerinitiative Pro Brücke fordert die politisch Handelnden auf Landes- und Kreisebene dazu auf, die Planung und den Bau der Mittelrheinbrücke politisch zu entscheiden. Damit unterstützt die Initiative inhaltlich die Stoßrichtung der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammer.

„Die Diskussion ist an Kuriosität nicht mehr zu überbieten“, so Bernd Zorn von der Bürgerinitiative. „Sowohl Land als auch Kreise sprechen sich zwar für den Bau der Brücke aus, verheddern sich aber im Klein-Klein rechtlicher Bewertungen und reklamieren aus den Stellungnahmen jeweils für sich die Bestätigung der eigenen Ansicht. Wenn der politische Wille zum Bau der Mittelrheinbrücke wirklich da ist, dann gibt es auch einen Weg,  die Voraussetzungen für den Bau zu schaffen“.

Nach Ansicht der seit Jahren aktiven Bürgerinitiative mögen Gutachten zwar helfen unterschiedliche Positionen zu beschreiben, konkrete Entscheidungen sind aber nur durch einen sachlichen Austausch der handelnden Akteure zu erreichen. „Wer die Brücke wirklich will, der ist sicher auch zum moderierten Gespräch bereit“, so Zorn. Spätestens nach der nun vorliegenden Expertise des wissenschaftlichen Dienstes des Landtages sei klar geworden, dass das für ein Fortkommen grundlegende Raumordnungsverfahren starten kann, ohne dass sich auch nur einer der Beteiligten jetzt schon konkret zur Bauträgerschaft festlegen muss. Genau hier liegt nach Ansicht der Initiative der Ansatz, den gordischen Knoten zu durchschlagen. „Dafür muss aber miteinander gesprochen werden“.

Nachdem Landrat Bröhr seine Zusage zum Moderationsverfahren gegeben hat, wird nun die Aussage von Minister Wissing erwartet. „Wir rechnen damit, dass sich auch der Minister gesprächsbereit zeigt. Schließlich hat auch er immer wieder betont, wie wichtig die Brücke für die Menschen und Unternehmen der Region ist“, zeigt sich die BI zuversichtlich. Nach Ansicht von Bernd Zorn muss es doch möglich sein, eine Verständigung über den Weg zur Realisierung der Brücke zu finden. „Die Menschen der Region erwarten das“.