Mittwoch, 20. September 2017

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Rheingemeinde verabschiedet Pfarrer Rein in Ruhestand

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Theologe wirkte 33 Jahre in der evangelischen Kirchengemeinde St. Goarshausen


ST.GOARSHAUSEN/RHEIN-LAHN. (13. September 2017) 33 Jahre war Günter Rein Gemeindepfarrer der evangelischen Kirchengemeinde St. Goarshausen. Nachdem er seinen Ruhestand bereits Anfang August angetreten hat, wurde er nun auch offiziell entpflichtet und für seinen weiteren Lebensweg in einem bewegenden Abschiedsgottesdienst gesegnet.

Bestens gefüllt war die evangelische Kirche der Loreleystadt, als Propst Oliver Albrecht Pfarrer Rein aus dem aktiven Dienst für die Kirchengemeinde entpflichtete und ihn zusammen mit Dekanin Renate Weigel segnete. Eine Kirche, die nah bei den Menschen und mitten in der Gesellschaft verankert ist, habe Rein vertreten und gelebt, sagte der Propst. Dazu habe auch ein Pfarrhaus gehört, das für die Menschen stets offen gewesen sei, für solche, die Hilfe brauchten und um mit anderen Freude zu teilen. „Pfarrer und Günter Rein – das ist wie ein und dasselbe Wort“, so Albrecht.

Viel Beifall gab es für den jetzigen Pfarrer im Ruhestand (i.R.) zum Abschluss des Gottesdienstes, der von den Bläsern des Loreley-Ensembles und von Christiane Paul-Roß an der Orgel musikalisch festlich mitgestaltet wurde, bevor zu einem Empfang in die Stadtmühle umgezogen wurde.

Viele Weggefährten seiner Amtszeit meldeten sich zu Wort, um Rein für sein engagiertes und beherztes Wirken zu danken und ihm Gottes Segen für den Ruhestand zu wünschen, den er in St. Goarshausen verbringen wird. Für den Dekanatssynodalvorstand des Dekanats Nassauer Land erinnerte Pfarrer Kristian Körver sowohl an Reins Kollegialität im Pfarrkonvent als auch an dessen fast achtjährige Tätigkeit als Dekan des ehemaligen Dekanats St. Goarshausen. Sehr bewegend auch die Worte seines katholischen Amtsbruders Pfarrer Königstein in der zum Veranstaltungsort umgebauten Stadtmühle, die früher einmal eine katholische Kirche war; die beiden Theologen verband nicht nur die unmittelbare Nachbarschaft der Gotteshäuser an der Rheinfront, sondern mit den Jahren auch eine ökumenische Verbundenheit und Freundschaft.

Die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Rita Hofmann stimmte mit ihrem Team ein Segenslied an. Gislinde Buschmann vom Kirchenvorstand gab Rein ein Gedicht von Reiner Kunze übers Glockengeläut mit auf den Weg. Reins Engagement sei in Gold nicht aufzuwiegen, sagte Kirchenvorstandsvorsitzender Manfred Köhn; ersatzweise überreichte er dem neuen Pensionär eine goldene Luther-Münze.

Über die Nachfolge Reins ist noch nicht entschieden; über die jeweilige Kasualvertretung informiert das Pfarrbüro.