Donnerstag, 29. Juni 2017

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Eine Schulsporthalle für Oberlahnstein

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Vor 50 Jahren Richtfest gefeiert

Lahnstein. Trotz der Vielzahl an Schulen, die bereits in den1960er Jahren in der Stadt Oberlahnstein standen, gab es noch keine Sporthalle, die die Goethe-Schule, die Kaiser-Wilhelm-Schule und die Sonderschule nutzen konnten. Daher beschloss im Frühjahr 1964 der Stadtrat, eine große Sporthalle zu errichten, die von den drei Schulen genutzt werden konnte. Der ortsansässige Architekt Heinz Schell wurde zu diesem Zweck beauftragt, die Planung dieser Halle zu übernehmen.

Um die 18 Meter breite, 33 Meter lange und sechs Meter hohe Sporthalle zu erbauen, wurde die Horchheimer Firma Franz Schneider beauftragt, die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten zu übernehmen und damit das Fundament der Halle anzufertigen. Außerdem waren an den Bauarbeiten unter anderem die Lahnsteiner Firmen Gebrüder Schnaß (Zimmerarbeiten), Joseph Heimbach (Dachdeckerarbeiten) und Julius Göth (Klempnerarbeiten) beteiligt. Die Gesamtkosten betrugen ca. 1 Million DM. Die Kosten teilten sich das Land Rheinland-Pfalz, die Bezirksregierung Montabaur und die Stadt Lahnstein.

Nachdem die Grundbauarbeiten erledigt waren, galt es mit der Inneneinrichtung anzufangen. Die Halle sollte den Schülern zahlreiche Sportmöglichkeiten bieten, wie zum Beispiel: Gymnastik, Tanz, Geräteturnen, Schulsonderturnen, Handball, Tischtennis, Badminton, Volleyball, Basketball, Tennis, Fechten, Judo, Boxen und Ringen. Doch auch wenn die Halle eigentlich da war, um den Sportunterricht der Schüler zu gewährleisten, sollte sie auch Platz für die Lahnsteiner Vereine und  schulische Veranstaltungen bieten. Daher wurde neben den Duschen, Umkleidekabinen, einer Trennwand, die es ermöglichte, dass zwei verschiedene Gruppen in der Halle gleichzeitig unterrichtet werden konnten, und zahlreichen Sportgeräten auch eine Bühne gebaut.

Als es schließlich am 04. April 1967 zur Übergabe der Sporthalle an die Schulleiter kam, wurde keine große Feier veranstaltet, sondern die neuen Halle wurde im Rahmen einer Stadtratssitzung an sie übergeben. Die Presse schrieb: „Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Stadt Oberlahnstein nunmehr endlich über eine zweckmäßige, moderne und auch schöne Turnhalle verfügt, die allen Anforderungen gerecht wird“.

Vier Tage später lud der Verkehrsverein Oberlahnstein die Bevölkerung zu einem Heimatabend in die neue Halle ein, bei der die Lahnsteiner Männerchöre, der TGO-Fanfarenzug und die Kapelle des Johannesgymnasiums sowie eine Laienschauspielgruppe mitwirkten.

Lahnsteins Abwasserkanäle sind in besserem Zustand

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Kontinuierliche Sanierung zeigt Wirkung

Lahnstein. Die Lahnsteiner Bäderbetriebe und die Abwasserbeseitigung standen auf der Tagesordnung in der letzten Sitzung des Werkausschusses. Zunächst wurde der Jahresabschluss der Bäderbetriebe zum 31.12.2016 vorberaten, der nun dem Stadtrat zur Feststellung vorgelegt wird.

Daran an schloss sich die Vorstellung einer aktuellen Zustandsbewertung der städtischen Abwasserkanäle durch das Ingenieurbüro Kämpfer. Rund 87.000 Meter Kanal im Stadtgebiet von Lahnstein sind bewertet und in vier sogenannte Zustandsklassen eingeordnet (von „kein Sanierungsbedarf“ bis „Sofortmaßnahme“). Mittels kleiner Filmausschnitte wurde das Innenleben von Lahnsteiner Kanälen anschaulich präsentiert. Ein Vergleich des Kanalzustandes aus dem Jahr 2015 mit 2017 zeigt, dass sich der Zustand der Kanäle im Stadtgebiet verbessert hat, was auf die kontinuierlich durchgeführten Kanalsanierungen der letzten Jahre zurückgeführt werden kann.

Für die erforderliche Fortschreibung des Kanalkatasters vergab der Werkausschuss Kanalreinigungs- und TV-Inspektionsarbeiten für rund 113.000 Euro. Außerdem wurden Reparaturarbeiten im Bereich der Burgstraße, Sebastianusstraße, Fichtenweg und im Bereich Harlos mit einem Auftragsvolumen von rund 60.000 Euro beauftragt.

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Im Juli wird nachts an Bahngleisen gebaut

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Lahnstein. Vom 08. Juli bis zum 31. Juli 2017 führt die DB Netz AG jeweils an den Wochenenden in den Nächten von Samstag bis Montag Gleisbaumaßnahmen durch, die aus betrieblichen Gründen in der Nachtzeit erfolgen müssen. Dadurch kann es im Bereich Bahnhof Oberlahnstein zu Lärmbelästigungen kommen.

Die beauftragten Unternehmen sind bemüht, die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten.

Stadtmauerhäuschen präsentierte sich zu Kaisers Geburtstag

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Nächste Aktion am 01. September 2017

Lahnstein. Von 1871 bis 1918 bestand das Deutsche Kaiserreich. In keiner Zeitung durften alljährlich zum Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. (22. März) bzw. seinem Enkel Wilhelm II. (27. Januar) Lobesgedichte oder Hinweise zu öffentlichen oder vereinsinternen Gedenkfeiern fehlen, auf denen ein Hoch auf den Kaiser ausgerufen wurde.

So stellten die Akteure des Förderkreises Stadtmauerhäuschen kürzlich dar, wie vermutlich damals in einem Privathaushalt dem Kaiser gedacht wurde. Willi Eisenbarth hatte die Pickelhaube aufgesetzt, um mit den anderen „obrigkeitstreuen Untertanen“ den Geburtstag seiner Majestät zu begehen. Da der Großteil der Einrichtung im Stadtmauerhäuschen aus jener Zeit stammt, konnten die rund 80 Besucher sich bestens in jene Zeit zurückversetzen.

Die Eingänge und Fenster waren mit Birkenreisig geschmückt, die schwarz-weiß-rote Fahne hing über der Gasse, das Tafelsilber war poliert auf dem Tisch der „Guten Stube“ ausgelegt und zur Feier des Tages ein Kuchen gebacken. Auszüge aus der Lahnsteiner Presse jener Jahre dokumentierten die kaisertreuen Medien, die auf einer Stellwand ausgestellt waren. Gedenkblätter der kaiserlichen Familie und an die Militärdienstzeit Lahnsteiner Bürger fehlten ebenso wenig.

Die nächste Aktion startet zur „langen Nacht der Lahnsteiner Museen“ am 1. September 2017. Darüber hinaus ist das Häuschen jeden Mittwoch im Rahmen der öffentlichen Stadtführung zu besichtigen.

69 Stadtchefs stellen Forderungen an die künftige Bunderegierung

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Labonte: „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auch in Lahnstein“

Berlin/Lahnstein. Während der Deutsche Bundestag am Freitag, 30. Juni, zu seiner vermutlich letzten Plenarsitzung dieser Legislaturperiode zusammentritt, wollen ebenfalls in Berlin die Bürgermeister und Landräte von 69 Kommunen aus acht Bundesländern mit insgesamt neun Millionen Einwohnern deutlich machen, was sie nach der Bundestagswahl im September von Bund und Ländern erwarten.

Unter dem Motto „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auch in meiner Stadt" verlangen sie weitere Hilfe zur Wiederherstellung kommunaler Gestaltungsfähigkeit. Denn Städte und Gemeinden sind die Orte, in denen die Zukunft konkret und wirklich wird.

Die Begründung dafür: der größte Teil, der selbst in hundert Jahren nicht zu tilgenden kommunalen Schulden, sei eine Folge von Jahrzehnte lang nicht ausreichend finanzierten Gesetzen zu Lasten der Gemeinden. „Wir brauchen hier einfach die Hilfe von Bund und Land“, so der Lahnsteiner Oberbürgermeister Peter Labonte.

Veranstaltet wird diese neuerliche Berliner Kommunalkonferenz in den Räumen des Deutschen Städtetages vom parteiübergreifenden Aktionsbündnis "Für die Würde der Städte", dem auch die Stadt Lahnstein angehört.

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