Dienstag, 25. April 2017

Letztes Update:04:23:45 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Ausschuss wurde über Neubau der sechsgruppigen Kindertagesstätte informiert

Drucken

Lahnstein. In seiner letzten Sitzung wurde der Fachbereichsausschuss 4 ausführlich über den aktuellen Sachstand zum Neubau der 6-gruppigen Kindertagesstätte neben der Schillerschule informiert. Die beauftragten Büros gaben Auskünfte über die bisher erarbeiteten Planungen sowie zu den Themen Statik, Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektro. Auch über den vorgesehenen Zeitplan erhielten die Ausschussmitglieder eine erste Übersicht.

Insgesamt war der Ausschuss mit den vorgelegten Informationen einverstanden, so dass die Planungen fortgeführt werden können.

Weitere Informationen zu den Lahnsteiner Gremien, den Mandatsträgern und anstehende Sitzungstermine finden sich auf der städtischen Homepage unter www.lahnstein.de (Rubrik Verwaltung, Rat und Gremien).

Vor 75 Jahren wurden Kirchenglocken erneut für Kriegszwecke beschlagnahmt

Drucken

Oberlahnsteiner Pfarrers Dekan Müller von 1927 sollte nicht lange gelten. 1942 wurden von den Nationalsozialisten auf Befehl von Reichsmarschall Hermann Göring alle Kirchenglocken außer der kleinsten beschlagnahmt. Sie sollten wie ihre Vorgänger eingeschmolzen und im Rahmen der Waffenproduktion verarbeitet werden. Stumm und verbissen, aber ohnmächtig, musste die Bevölkerung dulden, dass ihre erst 1927 feierlich eingeweihten Glocken St. Martinsglocke, St. Jakobsglocke, St. Michaelsglocke und die Ave-Maria-Glocke im März 1942 in aller Stille abgehangen und zur Sammelstelle am Braubacher Bahnhof gefahren wurden. Das Gleiche geschah mit den beiden größeren Glocken der evangelischen Kirche. Zurück blieben in der Martinuskirche die St. Margareta-Glocke und in der evangelischen Kirche die Friedensglocke mit dem mahnenden Spruch „Der Friede sei mit Euch“. Bei der Herausnahme der Glocken aus der Martinuskirche wurden auch die Schlagvorrichtung und das Triebwerk der Turmuhr mutwillig beschädigt. Niemand wagte damals zu hoffen, das einzigartige Geläut noch einmal wiederzusehen und wiederzuhören, kannte man doch das Szenario noch aus dem Ersten Weltkrieg.

Auch die Pfarrei St. Barbara in Niederlahnstein durfte nur eine Glocke behalten. Allerdings gehörten zur Pfarrei St. Barbara drei Kirchen mit insgesamt neun Glocken. Acht wurden beschlagnahmt. Gerade vier Jahre waren der jüngsten Glocke (St. Josefsglocke) im Turm der neuen St. Barbara-Kirche vergönnt, die zusammen mit den drei, 1929 gegossenen aus der alten Barbarakirche, 1939 dorthin auf- bzw. umgehängt worden waren. Nun wurden alle vier für Rüstungszwecke abgehangen, ebenso drei aus der Johanniskirche, die man im Ersten Weltkrieg erfolgreich vor der Ablieferung verteidigt hatte. Die 1900 kg schwere Johannesglocke wurde am 25. Juli 1942 regelrecht aus dem Turm herausgeworfen. Man dachte einige Strohbündel am Boden würden die Wucht des Sturzes mildern, aber sie zersprang in Stücke. Nur die älteste, um 1330 gegossene Evangelistenglocke (im Volksmund „Apolloniaglocke“), blieb von der Abgabe verschont. Die Allerheiligenbergkapelle besaß vor dem Ersten Weltkrieg drei Glocken; zwei wurden damals abgeliefert und eingeschmolzen. Die dritte war eine alte Glocke von 1583, die man im Jahr 1900 von der Kirchengemeinde Oberlahnstein käuflich erworben hatte. Sie wurde am 22. Juli 1942 für Rüstungszwecke abgegeben, ebenso das Glöcklein der Krankenhauskapelle in der Bergstraße.

Nach Kriegsende bemühten sich die Pfarreien um Auskunft über das Schicksal ihrer Glocken. Die Protestanten hatten erneut Pech: Ihre Glocken blieben verschollen und mussten durch Neuguss (1955) ersetzt werden.

Die Katholiken in Niederlahnstein bekamen nur eine Glocke im März 1948 zurück, nämlich die alte Martinsglocke von 1583. Sie hatte einen Sprung und musste umgegossen werden. Seither hängt sie wieder in der Kapelle auf dem Allerheiligenberg. Für die Barbarakirche wurden 1951 bzw. 1964 jeweils zwei neue Glocken beschafft und aufgehängt. Auch das Glöcklein der Krankenhauskapelle Bergstraße blieb verschollen und bekam aus Spenden von Freunden und Nachbarn ein neues Glöckchen.

Die Katholiken in Oberlahnstein hatten dieses Mal Glück, ihren Glocken blieb das Schicksal des Einschmelzens erspart. Auf eine langwierige Umfrage bei den verschiedensten Stellen teilte 1947 der Provinzialkonservator von Schleswig-Holstein mit, dass drei Glocken von Oberlahnstein auf einem Sammellager in Hamburg-Altona gefunden wurden, wohin sie im Mai 1942 auf Wartestellung abgestellt worden waren. Per Schiff wurden sie nun vom Hamburger Hafen über Holland nach Koblenz gebracht. Im Koblenzer Moselhafen wurden sie von der Firma Otto Kaiser abgeholt und zur Kirmes 1947 feierlich in Lahnstein begrüßt. Pfarrer Paul Hergenhahn segnete die Glocken und sprach mit bewegter Stimme: „Mit der Heimkehr dieser Glocken schließt nun wieder eine Wunde in unserer Gemeinde“.

Die größte Glocke der Martinuskirche, die St. Martin-Glocke, wurde von einem Privatmann namens Carl Kirchner aus Leimbach im Südharz auf einem Lagerplatz in Hettstedt/ Harz entdeckt Sein Brief an den Kirchenvorstand traf am 11.6.1946 in Oberlahnstein ein. Der Lagerplatz befand sich in der sowjetischen Besatzungszone und es erschien aussichtlos, sie von dort in die Westzonen zu überführen. Nach dreijähriger Verhandlungszeit gelang es den Behörden, die Glocke im Zuge eines Austauschs über Düsseldorf in den Westen zu bekommen. Zur Kirmes 1949 war es dann endlich soweit. Ein mit vier Pferden bespannter Wagen brachte die mit Girlanden geschmückte 5,7 Tonnen schwere Glocke zum Kirchenvorplatz, wo sie von der Geistlichkeit, den Fahnenträgern und einer tausendköpfigen Menge empfangen wurde. Der Kirchenchor sang „Die Himmel rühmen“, Pfarrer Paul Hergenhahn segnete die Glocke, mit dem Wunsch, dass sie „nur noch die Stunden des Friedens mit ihrer ehernen Stimme einläuten möge“. In der folgenden Woche wurde sie von den Firmen Kaiser und Schnaß im Südturm wieder aufgehängt. Bereits am 24. September 1949 erklang ihr Läuten aus dem noch offenen Glockenstuhl. Sie ist bis heute die größte Glocke zwischen Köln und Mainz.

Foto 1 zeigt die Glocken der kath. Kirche St. Martin beim Abtransport 1942 (Foto Karl Pott)

Foto 2: Feierlicher Empfang anlässlich der Rückkehr 1947 (Slg. Stadtarchiv Lahnstein)

Foto 3: Einbau der großen Martinsglocke 1949 (Slg. Stadtarchiv Lahnstein)

Neue Lahnsteiner Kita geht an den Start

Drucken

Räume in der C.-S.-Schmidt-Straße sind fertig

Niederlahnstein Kinder beherbergt. Von 1996 bis 2010 war hier das Kinderhaus Morgenstern untergebracht, das dann in die Bergstraße umzog. 2014 brachte die Stadt Lahnstein hier mit dem EinSteinchen ihre erste kommunale Kindertagesstätte provisorisch unter, bis die Räume am Kaiserplatz fertig waren.

Jetzt - drei Jahre und einige Umbauarbeiten später, stehen die Räume zur dauerhaften Unterbringung von insgesamt 30 Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren in zwei altersgemischten Gruppen zur Verfügung (25 Ganztags- und 5 Teilzeitplätze).

Die Stadt Lahnstein hat mit den Gebäudeeigentümern einen Mietvertrag über 20 Jahre abgeschlossen und in den vergangenen sechs Monaten die Immobilie nach den heutigen Anforderungen kindgerecht umgebaut. Einen Namen hat die neue Kita noch nicht, der wird später zusammen mit den Kindern ausgesucht. Leiten wird die Einrichtung Björn Schrewe-Mangold. Ihm zur Seite stehen vier Erzieherinnen und eine Hauswirtschaftskraft. Montag bis Donnerstag ist von 7 bis 17 Uhr geöffnet, freitags bis 14 Uhr, täglich frische Mittagsverpflegung inklusive.

Rund 240.000 Euro haben Umbau, Ausstattung und die Herrichtung des Außenspielgeländes insgesamt gekostet. Das Land Rheinland-Pfalz hat davon 189.000 Euro getragen, der Kreis ist mit 21.000 Euro beteiligt. Den Rest hat die Stadt Lahnstein bezahlt

„Wir freuen uns, dass wir nun weitere 30 Betreuungsplätze in Lahnstein anbieten können. Die Nachfrage, speziell im U3-Bereich, ist nach wie vor hoch“, so Oberbürgermeister Peter Labonte bei der Vorstellung der Räumlichkeiten.

Ab dem 10. April 2017 ziehen die Kinder ein. Dann werden die neuen Räume mit Leben gefüllt.

Bürgermeister Dornbusch gratulierte Ehepaar Wehlitz zur Eisernen Hochzeit

Drucken

Lahnstein. Hartmut Wehlitz und seine Frau Welly blickten am 28. März auf 65 gemeinsame Ehejahre zurück und feierten dies entsprechend in der Allerheiligenbergsiedlung. Auch der Bürgermeister der Stadt Lahnstein, Adalbert Dornbusch, reihte sich in die Gratulantenschar ein und überbrachte stellvertretend die Glück- und Segenswünsche von Oberbürgermeister Peter Labonte, Landrat Frank Puchtler und Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Für die Stadt Lahnstein überreichte Dornbusch dem Jubelpaar einen Präsentkorb mit fair gehandelten Produkten aus dem Eine-Welt-Laden.

Bereits am Vorabend brachten sechzig Siedler dem Jubiläumshochzeitspaar ein Ständchen, um anschließend im Siedlerheim kräftig zu feiern.

Welly Wehlitz stammt aus Niederschlesien, ihr heutiger Mann aus Ostpreußen. 1946 wurden sie, unabhängig voneinander, vertrieben und kamen nach Niedersachsen. Dort arbeiteten beide in der Landwirtschaft, wo sie sich kennen- und lieben lernten. 1952 wurde geheiratet. Hartmut Wehlitz arbeitete im Kalibergwerk, bevor er sich 1956  bei der Bundeswehr bewarb. Zunächst als Soldat in Koblenz stationiert, verrichtete er später seinen Dienst in der Lahnsteiner Deines-Bruchmüller-Kaserne.

Seit 1970 wohnen die Wehlitze in der Allerheiligenbergsiedlung und fühlen sich dort richtig wohl. Besonders stolz sind sie auf ihre drei Kinder, sieben Enkelkinder und die drei Urenkel.

Die LahnKobolde laden ein

Drucken

Städtischer Waldkindergarten öffnet am 08. April für Besucher

Lahnstein. Am Samstag, den 08. April 2017, findet im Waldkindergarten der Stadt Lahnstein von 10 bis 14.30 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Oberbürgermeister Peter Labonte lädt dazu gemeinsam mit den kleinen LahnKobolden und dem Kitateam Sandy Wagenbach und Annika Weingart alle Interessierten auf das Spielgelände in der Dr. Max-Otto-Bruker-Straße ein.

Mit dabei werden auch Ilse Gutjahr-Jung und Dr. Mathias Jung von der Dr. Max-Otto-Bruker-Stiftung sein, die mit dem benachbarten Kindergarten eng verbunden sind.

Die Besucher können an diesem Tag das Gelände frei oder in geführten Entdeckungstouren (Beginn um 11 Uhr und 13 Uhr) erkunden und praktische Waldtätigkeiten an verschiedenen Stationen ausprobieren. Daneben bleibt Zeit zum Austausch untereinander und in Bezug auf die spezielle Konzeption eines Waldkindergartens. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL