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Bahnüberführung gibt Rätsel auf

Lahnstein. Das beliebte „Stadtmauerhäuschen“ in der Hintermauergasse 19 wurde in der letzten Folge gesucht. Das in zwei Bogennischen der Stadtmauer angebaute Fachwerkhaus wurde um 1750 errichtet und diente den Torwächtern als Unterkunft. Über die Treppe gelangt man hinauf auf die Wehrmauer, so dass die Wächter auf der Mauer zum nahegelegenen Viehtor in der heutigen Burgstraße gehen konnten. Nach Nutzungsaufgabe der Stadtmauer (1821) diente das Stadtmauerhäuschen als Wohnhaus, ab 1880 für Schuhmacher Johann Adler (1848-1919) und seine Frau Agnes (1853-1919) mit ihren neun Kindern. Später lebte hierin Tochter Auguste mit Ehemann Otto Kurtz und zwei Kindern.

Links vom Wohngebäude schlossen sich an die Stadtmauer weiteren Anbauten, worin sich auch die Toilette befand, sowie ein Kellerbunker. Am 11.11.1944 schlug eine Bombe unmittelbar in dessen Eingang. Dreizehn Lahnsteiner Bürger, darunter Auguste und ihr Sohn Josef, kamen dabei ums Leben. Auch der Teil der Stadtmauer wurde mitzerstört.

Das Wohngebäude wurde noch bis 1970 bewohnt. Als es verkauft werden sollte, nahm die Stadt ihr Vorkaufsrecht war. Erst ab 1980 erfolgte eine mehrjährige Sanierung mit Austausch einiger Balken. Seit 1982 dient es als kleines Heimatmuseum der Wohnkultur um 1900. Die heutige Ausstattung ist von Lahnsteiner Bürgern gespendet worden. Ein Förderkreis hat sich dem kleinen Heimatmuseum angenommen und führt an den verkaufsoffenen Sonntagen vielfältige Aktionen durch, die nächste am 15. Oktober von 13 bis 18 Uhr. Sämtliche Räume können auch im Rahmen der historischen Stadtführungen besichtigt werden.

Das neue Rätselfoto entstand in den 1970er Jahren an einer Bahnüberführung, aber wo? Soviel sei verraten: Vor 20 Jahren wurde hier einiges verändert.

Aktuelle Vergleichsbilder können an das Stadtarchiv Lahnstein geschickt werden ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )Die beste Aufnahme wird mit der Auflösung in drei Wochen veröffentlicht. Weitere Bildvorschläge sind willkommen.

Lahnsteiner Persönlichkeiten werden seit 40 Jahren mit dem Hexenkrug geehrt

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Barone, Bankdirektoren und Brauereimeister ausgezeichnet

Lahnstein. Seit 40 Jahren ehrt der Kur- und Verkehrsverein Personen, Institutionen und Vereine, die sich in und um Lahnstein verdient gemacht haben mit dem sogenannten Hexenkrug.

Nachdem in diesem Jahr Stadtarchivar Bernd Geil diese Ehre zuteil geworden ist, gibt das Stadtarchiv Lahnstein heute selbst einen Überblick über die bisherigen Preisträger.

Erstmals wurde der Hexenkrug zum Heimatfest 1977 durch den Verkehrsverein Oberlahnstein (VVO) verliehen. Aus der Hand des ersten Vorsitzenden Ernst Wagner und des zweiten Vorsitzenden Eberhard Schreiner erhielt Oberbürgermeister Rolf Weiler den 5-Liter-Krug aus Ton mit dem Motiv des Oberlahnsteiner Stadtwappens.

Die Idee stammte von Eberhard Schreiner, damals auch Verwaltungsleiter der St. Martin-Brauerei. Er ließ bei der Firma Rastal die Krüge aus Ton anfertigen, seit einigen Jahren werden sie aus Westerwälder Keramik gebrannt.

Im folgenden Jahr erhielt Weilers Nachfolger Oberbürgermeister Karl-Heinz Groß die Auszeichnung.

1979 wurde der Hexenkrug an Kaufmann Werner Steinbrech verliehen, Inhaber der Firma GROKA, erster Lebensmittelgroßhandel Lahnsteins, viele Jahre an der Südallee ansässig.

Nachdem im gleichen Jahr die Verkehrsvereine in Ober- und Niederlahnstein aufgelöst wurden, um zum 30.11.1979 den Kur- und Verkehrsverein Lahnstein (KVL) zu gründen, wird seit 1980 der Krug mit dem Lahnsteiner Stadtwappen durch den KVL verliehen.

1980 wurde mit ihm Stadtamtsrat Hans Zimmerschied geehrt, der lange Jahre im Vorstand des VVO tätig war. 1981 wurde das Pionierbataillon 5 ausgezeichnet, jahrzehntelang in der Deines-Bruchmüller-Kaserne ansässig und nicht nur bei Hochwasser unverzichtbarer Helfer. Den Krug nahm ihr Kommandeur Oberstleutnant Fritz Gehrmann entgegen.

Rudi Geil, damals Staatsminister in der Landesregierung von Rheinland-Pfalz und 2005 zum Ehrenbürger ernannt, erhielt 1982 den Hexenkrug. 1983 folgte ihm Oberamtsrat Willi Ströhm, geschäftsführender Beamter der Stadtverwaltung. 1984 wurde der Krug an die Wanderfreunde im KVL (verliehen an Walter Röhrig), 1985 an Unternehmer Ernst Wagner, Ehrenvorsitzender des KVL, 1986 an Kaufmann Johannes Knauf und 1987 an Bankkaufmann Hans Ardelt überreicht. Hans Eibel, Vorarbeiter des städtischen Baubetriebshofs, nahm den Krug 1988 entgegen, Reinhard Stoltefuß 1989 für den Fanfarenzug der Turngemeinde Oberlahnstein. 1990 wurde der Hexenkrug an Volker Schwarz für das Unternehmen Zschimmer und Schwarz verliehen.

In den 1990er Jahren wurden Notar Dr. jur. Wieland Birlenbach (1991), Ministerpräsident Rudolf Scharping (1992), Dr. Rainer Fohr von der Lahnsteiner Brauerei (1993), die Lahnsteiner Rittergilde (verliehen 1994 an Willi Eisenbarth), Burgbesitzer Baron Dr. Rudolf Freiherr von Preuschen (1995), Münzmeister Willi Peter Brunner (1996), Bankdirektor Winfried Gulde (1997), Schlossbesitzer Dr. Johannes Romberg (1998) und schließlich die Gesellschaftliche Vereinigung 1924 (verliehen 1999 an den Vorsitzenden Willi Schröder) ausgezeichnet. Die Vergabe erfolgte letztmalig im Rahmen des Heimatfestes, zeitgleich mit den Feierlichkeiten zu 675-Jahrfeier.

Seit 1999 erhält der Preisträger den Krug aus den Händen des Vorsitzenden des KVL, Günter Groß. So durfte Groß im Jahr 2000 den Ideengeber Eberhard Schreiner, inzwischen Ehrenvorsitzender des KVL, mit dem Hexenkrug überraschen.

Im neuen Jahrtausend wurden Oberbürgermeister Peter Labonte (2001), die Werbegemeinschaft „Lahnstein aktiv“ (verliehen 2002 an den Vorsitzenden Karl-Josef Becker), die Turngemeinde Oberlahnstein (verliehen 2003 an Vorsitzende Annerose Thörmer), der Arbeitskreis Grube Friedrichssegen (verliehen 2004 an Sprecher Hans-Günther Christ), das Fernmeldebataillon 283 (verliehen 2005 an Kommandeur Oberstleutnant Manfred Höngesberg), die Macher der „Oldie Disco“ (verliehen 2006 an Manfred Radermacher und Hans Werner Müller), Team und Crew des Lahnsteiner Fastnachtmuseums (verliehen 2007 an Eva Bonn) und die Lahnsteiner Mineralquellen (verliehen 2008 an Inhaber Albert Wöhner) und die Lahnsteiner Musikszene (verliehen 2009 an Walter Nouvortne) geehrt. Die Verleihung 2008 fand erstmals außerhalb von Lahnstein statt, nämlich auf der Landesgartenschau in Bingen.

Henk van Hoorn, Vorsitzender des Vereins der Lahnsteiner Kirchen und Kapellen, wurde 2010 ausgezeichnet. Der Männerchor Frohsinn erhielt den Krug während der BuGa 2011 - Vorsitzender Günter Sporenberg durfte ihn auf der Bühne in Koblenz entgegennehmen.

2012 ging der Hexenkrug erstmals an zwei Preisträger. Der KVL würdigte das soziale Engagement der Veranstalter des Kinderferienlagers der AWO auf dem Aspich (Wolfgang Breitenbach) und der Stadtranderholung „Scheune Braubach“ (Sebastian Seifert), im Jahr darauf der beiden Partnerschaftskreise Lahnstein-Kettering (Axel Happe) und Kettering Twinning Comitee. 2014 wurde das Team des Eine Welt-Ladens (stellvertretend Hans Rothenbücher), 2015 die Kolpingfamilie St. Martin (Vorsitzender Axel Laumann) und 2016 das Team „Wir für Lahnstein“ (Sprecherin Erika Labonte) ausgezeichnet. Dem schloss sich in diesem Jahr Stadtarchivar Bernd Geil als 41. Preisträger an. Oberbürgermeister Labonte gratulierte ihm: „Ich habe mich mit Ihnen darüber gefreut, dass Ihr engagiertes Wirken um die Geschichte in Lahnstein – das ja oft im Verborgenen geschieht - nunmehr eine solch hohe und verdiente Auszeichnung der Allgemeinheit durch den KVL erfahren hat“.

Einwohnersprechstunde im Stadthaus

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Sie möchten mit dem Oberbürgermeister sprechen? In der regelmäßig stattfindenden Einwohnersprechstunde können Sie Ihr Anliegen persönlich und direkt bei ihm vortragen. Am

Donnerstag, 19. Oktober 2017 von 15.00 - 17.00 Uhr

steht OB Peter Labonte in seinem Büro, Stadthaus, Kirchstraße 1, Zimmer 17, für Einzelgespräche zur Verfügung.

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, melden Sie sich bitte bei Frau Wilhelm (Telefon: 02621 914-100 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) unter Angabe des Grundes Ihrer Vorsprache an. Auf diese Weise ist es vielleicht möglich, Ihnen dann bereits in der Sprechstunde eine Lösung vorzuschlagen.

Aus rechtlichen Gründen ist es nicht möglich, in laufende Verfahren vor dem Stadtrechtsausschuss oder einem Gericht einzugreifen. Sofern bereits eine rechtskräftige Entscheidung des Stadtrechtsausschusses oder ein gerichtliches Urteil vorliegt, gilt die gleiche Einschränkung.

Filmabend im Jugendkulturzentrum der Stadt Lahnstein

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Austausch im Anschluss

Lahnstein. Am Freitag, den 27. Oktober 2017, laden der Beirat für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund (BMI) und das Jugendkulturzentrum Lahnstein um 19 Uhr zu einem kostenfreien Filmabend mit anschließendem Austausch in gemütlicher Atmosphäre ein.

Um besser planen zu können, wird um eine Anmeldung und Nennung der teilnehmenden Personenzahl im Jugendkulturzentrum gebeten (Telefon 02621 50604, E-Mail jukz@ lahnstein.de)

Großprojekt ist gestartet

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Lahnsteiner Grundschule wird erweitert und modernisiert

Lahnstein. Pünktlich mit Beginn der Herbstferien geht es los an der Goetheschule in Lahnstein. An die Grundschule wird eine Mensa samt Küchentrakt angebaut, um die Kinder im Ganztagsbetrieb verpflegen zu können. Bisher essen die Schüler im benachbarten Jugendkulturzentrum der Stadt. „Das ist aber nur eine Übergangslösung", erläutert Burkhard Hahn von der Stadtverwaltung Lahnstein. Er betreut gemeinsam mit seinem Hochbaukollegen Christoph Maier das Projekt.

Abgesehen vom Neubau der Mensa passiert aber noch sehr viel mehr an der Schule. Es wird zum Beispiel ein Aufzug eingebaut und damit ein barrierefreier Zugang zu allen Stockwerken hergestellt. Die Toilettenanlagen werden komplett erneuert und auch ein Behinderten-WC wird es künftig geben. „Das Thema Inklusion spielt auch in Lahnstein eine Rolle und wir tragen dem Rechnung", so Oberbürgermeister Peter Labonte, der froh ist, dass nun die Arbeiten beginnen. „Unsere Schulen und Kindertagesstätten sind neben der Infrastruktur die drei Investitionsschwerpunkte der Stadt Lahnstein. Das hat der Stadtrat vor Jahren so beschlossen und danach handeln wir ganz konsequent."

Böden und Fenster werden ebenfalls im kompletten Gebäude ausgetauscht, so dass am Ende die Energiebilanz deutlich besser sein dürfte als sie es jetzt ist. Zudem werden Brandschutzmaßnahmen durchgeführt.

Zum Jahresende 2018 soll alles fertig sein. „Wir hoffen sehr, dass sich der Zeitplan einhalten lässt", meint der beauftragte Lahnsteiner Architekt, Stefan Jost, denn natürlich ist eine Baustelle im laufenden Schulbetrieb eine Herausforderung und auch mit Einschränkungen verbunden. Aus der Not wollen die Lahnsteiner aber eine Tugend machen. So ist geplant, dass die Kinder den Umbau ihrer Schule aktiv miterleben und die Bauarbeiter ab und an besuchen können. „Für die meisten Kinder ist es doch sehr spannend, wenn mit großen Maschinen gearbeitet wird", ist sich der zuständige Fachbereichsleiter Jürgen Becker sicher. „Vielleicht wird da sogar der ein oder andere Berufswunsch geboren", meint er augenzwinkernd.

 

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