Dienstag, 25. April 2017

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Baumaßnahmen der DB Netz AG

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Lahnstein. Die DB Netz AG führt Gleisbaumaßnahmen durch, die aus betrieblichen Gründen in der Nachtzeit und am Wochenende durchgeführt werden müssen.

Dadurch kann es in der Nacht von Samstag, den 28.November 2015 auf Sonntag, den 29. November 2015 in den Bereichen der Bahnhöfe Niederlahnstein und Oberlahnstein zu Lärmbelästigungen kommen.

Die beauftragten Unternehmen sind bemüht, die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten.

 

"Wir teilen in diesen Tagen die Trauer unserer französischen Freunde"

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Stadtspitze und Partnerschaftskreis drücken französischen Freunden Trauer und Mitgefühl zu den Pariser Terroranschlägen aus

Lahnstein. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist Frankreich Opfer eines schrecklichen Terroranschlages geworden, der eine hohe Zahl von Menschenleben, Verletzten und Traumatisierten forderte. Mit Entsetzen hat man die Meldungen im Lahnsteiner Rathaus und im Partnerschaftskreis Lahnstein-Vence-Ouahigouya zur Kenntnis genommen.

„Wir teilen in diesen Tagen die Trauer unserer französischen Freunde. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden, unsere Genesungswünsche gehen an die Verwundeten und unsere Bewunderung gilt den Männern und Frauen, die dem Feind entgegen getreten sind“, so Oberbürgermeister Peter Labonte. In der anstehenden Stadtratssitzung wird der Präsident des Partnerschaftskreises Lahnstein-Vence-Ouahigouya, Wolfgang Blüm, das gemeinsame Kondolenzschreiben von Stadt und Verein an die französische Partnerstadt verlesen. Anschließend werden die Ratsmitglieder stellvertretend für die 18.000 Einwohner der Stadt Lahnstein eine Gedenkminute einlegen.

„Diese Gräueltaten sind nicht nur ein Anschlag auf Paris, sie sind ein Anschlag auf die Freiheit und die gemeinsamen Werte.“ Oberbürgermeister Labonte hofft deshalb, dass die Grundidee der langjährigen Freundschaft und partnerschaftlichen Zusammenarbeit weiterhin ein wertvoller Beitrag und vor allem ein Vorbild für das friedliche Zusammenleben der Menschen und Völker bleibt.

 

Stadtarchiv erinnert an Einzelschicksale von Euthanasieopfern

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Lahnstein. Ende Oktober 2015 wurden zum Gedenken an Euthanasieopfer aus Lahnstein sieben weitere „Stolpersteine“ verlegt, darunter drei auf dem Salhofplatz. Das Stadtarchiv Lahnstein hat die Geschichten der Opfer recherchiert und erinnert durch persönliche Beiträge an die Einzelschicksale, wie das von Dr. Ernst Emil Gassen, Onkel des gleichnamigen Orthopäden.

Emil Gassen kommt am 09.06.1896 in Oberlahnstein als Sohn des Schuhmachers August Gassen und seiner Frau Helena, geb. Gerhard, auf die Welt. Ab 1924 ist er in der Hochstraße 39 gemeldet, von 1926 bis 01.02.1938 in Merseburg, zuletzt wieder in der Hochstraße 39. Hier führt sein Bruder August Wilhelm ein Schuhgeschäft, das ab 1951 von dessen Witwe, Emils Schwägerin, fortgeführt wird. Auf der Meldekarte ist als erster Vorname ‚Ernst‘ und als Beruf ‚praktizierender Arzt‘ angegeben; Familienstand ‚ledig‘; Religion ‚gottgläubig‘.

Am 22.02.1938 meldet sich Dr. Ernst Emil Gassen nach Bad Homburg ab. Nach Mitteilung der Gedenkstätte Hadamar wurde Dr. Ernst Emil Gassen am 20.06.1939 in die Zwischenanstalt Weilmünster aufgenommen, nachdem er vorher in der Nervenklinik Frankfurt Patient gewesen war. Am 27.02.1941 wird er nach Hadamar verlegt und dort gleich am ersten Tag im Rahmen der T4-Aktion vergast. Um dies zu vertuschen, wird die Krankenakte nach Hartheim/Oberdonau gesandt, um von dort am 10.03.1941 den Tod zu vermelden.

Viele Lahnsteiner erinnern sich an Dr. Ernst August Gassen, Jahrgang 1922, der ab 1966 als Orthopäde in Oberlahnstein ansässig war (heute Praxis Kremer-König). Dieser war der Neffe des Opfers, der Sohn von Ernst Emils Bruders August Wilhelm und seiner Frau Gertrud.

140 Jahre Männerchor Frohsinn Lahnstein

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Lahnstein. Macht der Männerchor Frohsinn heute durch seine gut besuchten Serenaden und Adventskonzerte Schlagzeilen, so war es in den ersten Jahrzehnten der erfolgreiche Besuch von Sängerwettstreiten. Beispielsweise kehrten im Jahr 1949 ca. 130 Männer erfolgreich von Ihrem Auftritt  in Bad Königstein/Taunus zurück, wo sie den ersten Preis gemacht hatten, und wurden zuhause wie Stars empfangen. Hunderte Menschen säumten die Straßen und jubelten „ihren“ Sängern zu, in deren Mitte der langjährige Vorsitzende Jupp Bodenstein und Dirigent Musikdirektor Josef Schell. 46 Jahre lang prägte Schell den Frohsinn, 23 Jahre lang Musikdirektor Adolf Wirz und immerhin schon 15 Jahre Franz-Rudolf Stein, bis vor kurzem Studiendirektor und stellvertretender Direktor des Goethe-Gymnasiums Bad Ems, der den Männerchor 2002 zu seinem dritten Meisterchortitel verhalf. Zuvor errang der Verein bereits 1977 und 1981 den Titel „Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz“.  Die Vereinsgeschichte begann 1875 als Theaterverein „Laetitia“. Rasch nahm man sich auch des Singens an und bot schon 1876 ein erstes Konzert. Die Fahnenweihe des Männergesangverein Frohsinn, wie er sich inzwischen nannte, fand Pfingsten 1881 im Rahmen eines großen Sängerfestes in Oberlahnstein statt. In den ersten Jahren ließen sich die jungen Sänger trotz häufiger Dirigentenwechsel und geringem Erfolg bei Wettstreiten nicht entmutigen. Ab 1896 folgten viele Klassen- und Ehrenpreise, z. B. für die ersten Plätze 1898 in Bad Ems, 1901 in Schierstein, 1904 in (Höhr-) Grenzhausen und 1909 in Erbenheim. 1911 richteten die Sänger selbst einen großen nationalen Sängerwettstreit in Oberlahnstein aus. Unterbrochen wurde die Sängertätigkeit durch zwei Weltkriege, der auch Wunden im Verein hinterließ. In den 1920er Jahren und ab 1949 folgten bei Gesangswettstreiten und Kritiksingen im In- und Ausland hohe Auszeichnungen. Doch auch in Lahnstein führte der Chor regelmäßig Konzertabende durch, in den 1920er und 1930er Jahren als „Winterkonzerte“ mit Theateraufführungen. Mit Kammersänger Heinrich Schlusnus startete der MGV Frohsinn 1948 seine Reihe von Konzerten mit Beteiligung bekannter Stargäste.

Von 1982 bis 2005 war dem Verein  auch ein Frauenchor angegliedert – leider löste er sich aus Nachwuchsmangel auf, ein Phänomen unserer Zeit, dem der Männerchor noch erfolgreich trotzen kann. Auch der Männerchor hat schon Höhen und Tiefen durchlebt. In den 1950er Jahren, als das Fernsehen noch nicht in alle Haushalte Einzug gehalten hatte und das deutsche Vereinswesen blühte, sangen weit über 100 Aktive auf der Bühne mit. Heute sind es ca. 35 Sänger, die zur wöchentlichen Singstunde im Evangelischen Gemeindehaus in der Wilhelmstraße erscheinen. Neben Auftritten bei befreundeten Vereinen oder zu besonderen Anlässen bilden die jährlichen Chor- und Solisten-Konzerte Höhepunkte im kulturellen Leben der Stadt Lahnstein. So präsentiert sich der Chor am zweiten Adventssonntag  in der fast immer ausverkauften Stadthalle Lahnstein zusammen mit international bekannten Solisten, in diesem  Jahr mit Musicalstar Anna Maria Kaufmann. Eine weitere Bereicherung sind die seit 33 Jahren stattfindenden Serenaden im Innenhof des Martinsschlosses, bei denen das Publikum getreu der Devise „Komm, hör zu, sing mit“ aktiv werden darf. Auch im Radioprogramm SWR4 ist der Chor des Öfteren zu hören, wofür die Sänger mehrfach das Rundfunkstudio in Kaiserslautern aufgesucht haben. Alle zwei Jahre verreisen die aktiven Sänger und verbinden dies mit einer Konzertveranstaltung. 2015 fuhren sie nach Leipzig und Naumburg, wo der Gottesdienst im Dom mitgestaltet wurde. Auf vielen weiteren vereinseigenen Veranstaltungen wie dem Neujahrsball oder den Wanderungen zeigt sich der „Frohsinn im Frohsinn“.  Hiervon zeugen viele Bilder, die in der Jubiläumsausstellung „140 Jahre Männerchor Frohsinn“ in der Hospitalkapelle Lahnstein zu sehen sind. Darunter befinden sich viele Aufnahmen von Karnevals- und Kirmesumzügen, an denen sich die Sängerfamilie kostümiert beteiligt hat, teils mit aufwendigen Fastnachtswagen. Auf über 200 Bildern aus 14 Jahrzehnten gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Größen des Frohsinn, die teils leider schon verstorben sind. Auch die Vereinsfahne, gestickt im Jahre 1925, sowie errungene Pokale sind mitausgestellt. Die Ausstellung, die vom Stadtarchiv Lahnstein mitgestaltet wird, ist am Samstag, den 28.11., von 15.00 bis 21.00 Uhr und am Sonntag, den 29.11., von 11.00 bis 18.00 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Es empfiehlt sich, die Besichtigung mit dem Besuch des Weihnachtsmarktes in der Hintermauergasse zu verbinden. Die Sänger werden am Samstag auch einige Lieder ihres Konzertprogramms singen.

Stadtverwaltung Mayen besuchte Lahnsteiner Baubetriebshof

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Lahnstein. Zu einem Besuch des neuen Baubetriebshofs weilte kürzlich eine Delegation der Mayener Stadtverwaltung zu Besuch in Lahnstein. Bürgermeister Adalbert Dornbusch begrüßte in Vertretung von Oberbürgermeister Peter Labonte den Mayener Oberbürgermeister Wolfgang Treis, Bürgermeister Rolf Schumacher, Fachbereichsleiter Gerd Schlich, Bereichsleiter Jürgen Caspary sowie Baubetriebshofleiter Heinz Hermes.  Mayen prüft derzeit den Bau eines neuen Baubetriebshofs und die Nutzung möglicher Synergieeffekten bzw. die Verbesserung von Arbeitsabläufen durch den Einsatz moderner Fahrzeuge und Gerätschaften.Nach einer Einführung zur Entstehungsgeschichte des Baubetriebshofs in der Didierstraße durch Bürgermeister Dornbusch wurden die Gäste fachkundig von Baubetriebshofleiter Thomas Back durch die Liegenschaft geführt, die seit 2012 in Betrieb ist. Die „Mayener“ waren begeistert und haben die ein oder andere Anregung für einen eigenen Neubau mitgenommen. Im Anschluss erfolgte noch ein Austausch zu verschiedenen Baubetriebshofthemen und –erfahrungen. Schnell war man sich einig, es nicht bei diesem Treffen zu belassen, sondern sich weiterhin zu bestimmten Baubetriebshofthemen in der Zukunft auszutauschen, da Mayen und Lahnstein viele Ähnlichkeiten haben.

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