Donnerstag, 25. Mai 2017

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140 Jahre Männerchor Frohsinn Lahnstein

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Lahnstein. Macht der Männerchor Frohsinn heute durch seine gut besuchten Serenaden und Adventskonzerte Schlagzeilen, so war es in den ersten Jahrzehnten der erfolgreiche Besuch von Sängerwettstreiten. Beispielsweise kehrten im Jahr 1949 ca. 130 Männer erfolgreich von Ihrem Auftritt  in Bad Königstein/Taunus zurück, wo sie den ersten Preis gemacht hatten, und wurden zuhause wie Stars empfangen. Hunderte Menschen säumten die Straßen und jubelten „ihren“ Sängern zu, in deren Mitte der langjährige Vorsitzende Jupp Bodenstein und Dirigent Musikdirektor Josef Schell. 46 Jahre lang prägte Schell den Frohsinn, 23 Jahre lang Musikdirektor Adolf Wirz und immerhin schon 15 Jahre Franz-Rudolf Stein, bis vor kurzem Studiendirektor und stellvertretender Direktor des Goethe-Gymnasiums Bad Ems, der den Männerchor 2002 zu seinem dritten Meisterchortitel verhalf. Zuvor errang der Verein bereits 1977 und 1981 den Titel „Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz“.  Die Vereinsgeschichte begann 1875 als Theaterverein „Laetitia“. Rasch nahm man sich auch des Singens an und bot schon 1876 ein erstes Konzert. Die Fahnenweihe des Männergesangverein Frohsinn, wie er sich inzwischen nannte, fand Pfingsten 1881 im Rahmen eines großen Sängerfestes in Oberlahnstein statt. In den ersten Jahren ließen sich die jungen Sänger trotz häufiger Dirigentenwechsel und geringem Erfolg bei Wettstreiten nicht entmutigen. Ab 1896 folgten viele Klassen- und Ehrenpreise, z. B. für die ersten Plätze 1898 in Bad Ems, 1901 in Schierstein, 1904 in (Höhr-) Grenzhausen und 1909 in Erbenheim. 1911 richteten die Sänger selbst einen großen nationalen Sängerwettstreit in Oberlahnstein aus. Unterbrochen wurde die Sängertätigkeit durch zwei Weltkriege, der auch Wunden im Verein hinterließ. In den 1920er Jahren und ab 1949 folgten bei Gesangswettstreiten und Kritiksingen im In- und Ausland hohe Auszeichnungen. Doch auch in Lahnstein führte der Chor regelmäßig Konzertabende durch, in den 1920er und 1930er Jahren als „Winterkonzerte“ mit Theateraufführungen. Mit Kammersänger Heinrich Schlusnus startete der MGV Frohsinn 1948 seine Reihe von Konzerten mit Beteiligung bekannter Stargäste.

Von 1982 bis 2005 war dem Verein  auch ein Frauenchor angegliedert – leider löste er sich aus Nachwuchsmangel auf, ein Phänomen unserer Zeit, dem der Männerchor noch erfolgreich trotzen kann. Auch der Männerchor hat schon Höhen und Tiefen durchlebt. In den 1950er Jahren, als das Fernsehen noch nicht in alle Haushalte Einzug gehalten hatte und das deutsche Vereinswesen blühte, sangen weit über 100 Aktive auf der Bühne mit. Heute sind es ca. 35 Sänger, die zur wöchentlichen Singstunde im Evangelischen Gemeindehaus in der Wilhelmstraße erscheinen. Neben Auftritten bei befreundeten Vereinen oder zu besonderen Anlässen bilden die jährlichen Chor- und Solisten-Konzerte Höhepunkte im kulturellen Leben der Stadt Lahnstein. So präsentiert sich der Chor am zweiten Adventssonntag  in der fast immer ausverkauften Stadthalle Lahnstein zusammen mit international bekannten Solisten, in diesem  Jahr mit Musicalstar Anna Maria Kaufmann. Eine weitere Bereicherung sind die seit 33 Jahren stattfindenden Serenaden im Innenhof des Martinsschlosses, bei denen das Publikum getreu der Devise „Komm, hör zu, sing mit“ aktiv werden darf. Auch im Radioprogramm SWR4 ist der Chor des Öfteren zu hören, wofür die Sänger mehrfach das Rundfunkstudio in Kaiserslautern aufgesucht haben. Alle zwei Jahre verreisen die aktiven Sänger und verbinden dies mit einer Konzertveranstaltung. 2015 fuhren sie nach Leipzig und Naumburg, wo der Gottesdienst im Dom mitgestaltet wurde. Auf vielen weiteren vereinseigenen Veranstaltungen wie dem Neujahrsball oder den Wanderungen zeigt sich der „Frohsinn im Frohsinn“.  Hiervon zeugen viele Bilder, die in der Jubiläumsausstellung „140 Jahre Männerchor Frohsinn“ in der Hospitalkapelle Lahnstein zu sehen sind. Darunter befinden sich viele Aufnahmen von Karnevals- und Kirmesumzügen, an denen sich die Sängerfamilie kostümiert beteiligt hat, teils mit aufwendigen Fastnachtswagen. Auf über 200 Bildern aus 14 Jahrzehnten gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Größen des Frohsinn, die teils leider schon verstorben sind. Auch die Vereinsfahne, gestickt im Jahre 1925, sowie errungene Pokale sind mitausgestellt. Die Ausstellung, die vom Stadtarchiv Lahnstein mitgestaltet wird, ist am Samstag, den 28.11., von 15.00 bis 21.00 Uhr und am Sonntag, den 29.11., von 11.00 bis 18.00 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Es empfiehlt sich, die Besichtigung mit dem Besuch des Weihnachtsmarktes in der Hintermauergasse zu verbinden. Die Sänger werden am Samstag auch einige Lieder ihres Konzertprogramms singen.

Stadtverwaltung Mayen besuchte Lahnsteiner Baubetriebshof

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Lahnstein. Zu einem Besuch des neuen Baubetriebshofs weilte kürzlich eine Delegation der Mayener Stadtverwaltung zu Besuch in Lahnstein. Bürgermeister Adalbert Dornbusch begrüßte in Vertretung von Oberbürgermeister Peter Labonte den Mayener Oberbürgermeister Wolfgang Treis, Bürgermeister Rolf Schumacher, Fachbereichsleiter Gerd Schlich, Bereichsleiter Jürgen Caspary sowie Baubetriebshofleiter Heinz Hermes.  Mayen prüft derzeit den Bau eines neuen Baubetriebshofs und die Nutzung möglicher Synergieeffekten bzw. die Verbesserung von Arbeitsabläufen durch den Einsatz moderner Fahrzeuge und Gerätschaften.Nach einer Einführung zur Entstehungsgeschichte des Baubetriebshofs in der Didierstraße durch Bürgermeister Dornbusch wurden die Gäste fachkundig von Baubetriebshofleiter Thomas Back durch die Liegenschaft geführt, die seit 2012 in Betrieb ist. Die „Mayener“ waren begeistert und haben die ein oder andere Anregung für einen eigenen Neubau mitgenommen. Im Anschluss erfolgte noch ein Austausch zu verschiedenen Baubetriebshofthemen und –erfahrungen. Schnell war man sich einig, es nicht bei diesem Treffen zu belassen, sondern sich weiterhin zu bestimmten Baubetriebshofthemen in der Zukunft auszutauschen, da Mayen und Lahnstein viele Ähnlichkeiten haben.

Niederlahnsteiner Carneval Verein

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Erstes "Helau" der Kampagne 2015/2016 ertönte beim NCV

Rund 70 Mitglieder und Freunde hatten sich zum ausgiebigen Frühstück im Forsthaus "Kühkopf" im Koblenzer Stadtwald bei Wirtin Petra Zahn eingefunden.

Ob jünger oder älter, ob Tänzer oder Redner, Aktive oder Nichtaktive - aus allen Bereichen des Vereins waren die Karnevalisten gekommen und hatten einen sehr unterhaltsamen Vormittag!

Um genau 11.11 Uhr eröffneten Elferratspräsident Günter Groß und Vorsitzender Uwe Unkelbach mit einem "dreifach Helau" und Sektumtrunk die neue Session.

Dann gab es Comedy mit Lahnstein's Neubürger Rainer Kroth alias Rainer Zufall alias "dä Hejel aus Kowelenz".

Mit seiner Partnerin Ada Fürstenau strapazierte dieser die Lachmuskeln des Publikums mit dem Programm "Szenen einer Ehe".

Kartenvorverkauf für Sitzungen startet am 28.11.2015

Der Niederlahnsteiner Carneval Verein startet den Kartenvorverkauf am Samstag, 28. November 2015, ab 10.00 Uhr in der Vorverkaufsstelle in der Bahnhofstr. 11. Ab diesem Tag können in der Gothaer Versicherung von Sascha Weinbach die Karten für die NCV-Sitzungen zum Preis von 14,-- Euro erworben werden.

Der NCV bietet eine Nachmittagssitzung, am Sonntag, 17. Januar 2016, 14.00 Uhr und eine Abendsitzung am Samstag, 23. Januar 2016 um 19.00 Uhr an.

Beide Veranstaltungen finden in der Stadthalle Lahnstein statt. Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Karten! Natürlich eignen sich diese auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk!

 

Hilde Klein wird 30. NCV Ehrenelferrat „humoris causa“

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Pünktlich zum Sessionstart einer Kampagne – dem 11.11. - lüftet der NCV ein bis dahin gut gehütetes Geheimnis. Wer nämlich wird neuer Ehrenelferrat humoris causa des Niederlahnsteiner Carneval Vereins? 2016 wird dies Hilde Klein - Obermöhn des Möhnenclubs Immerfroh – sein, die am 31.01.2016 zum Ehrenelferrat des Niederlahnsteiner Carneval Verein e.V. ernannt werden wird.

Was 1986 mit Rudolf Scharping im damaligen „Hotel Becker“ begann findet im Jahr 2016 mit Hilde Klein seine Fortsetzung.

Hilde Klein ist erst die zweite Frau in der Riege der Ehrenelferräte. Neben ihr wurde bislang nur Ursula Scheeben diese Ehre zuteil.

Die neue Ehrenelferrätin „hc“ ist ein echt „Lohnschdener Mädchen“. Seit ihrer Geburt wohnt und lebt sie in ihrer Heimatstadt, in der sie auch die Schule besucht hat.

Eine kaufmännische Lehre absolvierte sie in Koblenz, wo sie noch mit der Straßenbahn hinfuhr.

In diesem Jahr ist sie bereits seit 50 Jahren (!) Mitglied bei den „immer frohen Möhnen“ und kann sich noch gut an die Anfänge im ehemaligen Cafe Allmang erinnern.

Vor über 30 Jahren stand sie dann – als der Möhnenclub seine Sitzungen für die Öffentlichkeit (wenn auch zunächst nur weibliche) freigab – als Büttenrednerin auf der Bühne.

Anschließend begann eine bis heute anhaltende sehr erfolgreiche Zeit mit ihrer Bühnenpartnerin Heidi Schlösser, mit der sie gemeinsam im „Zwiegespräch“ brilliert. Darüber hinaus hat sie mit Edel Zmudzinski eine weitere Partnerin, mit der sie seit 16 Jahren für Klamauk und echten Kokolores sorgt. Ob Nassauer Hof, Zelt auf dem Marktplatz, die Rhein-Lahn-Halle oder die Stadthalle: Hilde Klein kennt sämtliche Bühnen in Lahnstein und es gibt wahrscheinlich kaum einen Lahnsteiner Karnevalisten, der sie nicht kennt.

Nach zwei Jahrzehnten als stellvertretende Obermöhn wurde die 80-jährige vor 4 Jahren gefragt, ob sie nicht als Obermöhn die weiblichen Narren durch die närrischen Kampagnen führen wolle. Die Lahnsteiner Möhnen, die 2016 ihr 60-järhiges Jubiläum feiern - freuen sich ganz sicher mit ihrer Obermöhn über die Auszeichnung.

Hilde Klein wurde vor 10 Jahren mit der Ehrennadel der Stadt geehrt und erhielt 2015 vom RKK die Ehrennadel in Gold am Band.

Wenn am 31. Januar 2016 um 11.00 Uhr im Autohaus Schöntges die neue Ehrenelferrätin ihre Ernennungsurkunde und die NCV-Narrenkappe erhält, erwartet die Besucher wieder ein närrisches Spektakel. Laudator des Morgens ist der „hc 2015“ Johannes Lauer.

Zur Erinnerung an den Kunstmaler Fritz Zschiesche (1926-2012)

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Lahnstein. Seine Bilder zeigen meist romantische Landschaften, die den Betrachter in eine Stimmung der Behaglichkeit und Freude versetzen. Ob Winterlandschaft mit spielenden Kindern, warmer Sommertag mit Ernteszenen, farbenfrohe Frühlingsszenen oder zeitlose Herbstwälder. All seine Werke sind dabei stets von einer großen Liebe zum Detail geprägt.

Geboren wurde Fritz Zschiesche am 25. September 1926 in Halle an der Saale. Er absolvierte dort Studien bei den Kunstmalern Otto Fischer-Lamberg und Schmitt-Calm. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte er in Düsseldorf  bei der Firma Henkel eine Ausbildung als Reklamemaler. Er besuchte die Werkkunstschule in Düsseldorf. Für das Unternehmen malte er großflächige Reklamebilder auf Hauswänden, Zügen und LKW. In Düsseldorf lernte er auch seine Frau kennen, die er 1955 heiratete. Mitte der 1960er Jahre zogen sie nach Dahlheim, 1967 nach Lahnstein, wo sie in Friedland ansässig wurden. Hier lebte er bis zu seinem Tod 2012 mit seiner Frau und zwei Söhnen.

1961 machte er sein Hobby zum Beruf und wurde freischaffender Künstler. Er begann im Akkord zu malen, da er erkannt hatte, dass Großhändler und Galerien einen großen Bedarf an seiner  Art von Gemälden hatten. Da sich auch viele Abnehmer in den USA für seine Werke interessierten und dort sein Name schwer auszusprechen war, signierte er fortan seine Gemälde mit dem Pseudonym I. Neuberger und arbeitete diese noch detaillierter aus. Mediterrane Motive verkaufte er zur besseren Vermarktung unter den Alias-Namen F. Oswald und Gustave. Am Liebsten malte er romantische Landschaften im deutschsprachigen Raum, vor allem die Wälder und sehr oft Motive aus der Region. Gelegentlich malte er alte Stiche in Öl nach, auch Spitzweg-Motive hat er oft und gern kopiert.

Einen Querschnitt seiner Bilder, ob Heidelandschaften, Rheinlandschaften oder  die Alpenregion, bietet eine Ausstellung im Kloster auf dem Allerheiligenberg, die sein Sohn zusammengestellt hat. Die Werke von Fritz Zschiesche, auch Lahnsteiner Ansichten wie das Alte Rathaus, das Martinsschloss oder das Wirtshaus an der Lahn, können ab Sonntag, den 15. November, an den sechs Sonntagen vor Weihnachten von 13.00 bis 18.00 Uhr besichtigt und erworben werden.

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