Donnerstag, 23. November 2017

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Vor 20 Jahren wurde die Güterabfertigung Oberlahnstein geschlossen

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Ende einer Ära als Eisenbahnerstadt

Lahnstein. Das Areal, das derzeit zu einem bundesweit beachteten Wohn- und Gewerbegebiet umgewandelt wird, wurde fast 140 Jahre als Güter- und Verladebahnhof genutzt. Als der Warentransport auf der Schiene an Bedeutung verlor, wurden zunächst die Kapazitäten verkleinert, dann Teile zurückgebaut und schließlich, im Oktober 1997, die Umladehallen ganz geschlossen. Diese Entscheidung führte nicht nur dazu, dass eine 17 Hektar umfassende Fläche brach lag, sondern sie bezeichnete zugleich den Endpunkt einer sozialen und kulturellen Prägung: Oberlahnstein war über Jahrzehnte eine Eisenbahnerstadt gewesen. So waren im Jahr 1913 von den 1560 wahlberechtigten Oberlahnsteiner Bürgern 655 Eisenbahnbedienstete, also fast jeder Zweite. Jedes größere Fabrikunternehmen hatte einen eigenen Bahnanschluss.

Bis in die 1960er Jahre galt der Güterbahnhof Oberlahnstein als einer der wichtigsten Rangier- und Umladebahnhöfe der rechtsrheinischen Strecke mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern. Er verfügte über 15 Standgleise mit einer Gesamtlänge von drei Kilometern Gleisen. Hier wurde das Frachtstückgut für das gesamte Mittelrheingebiet und sein Hinterland umgeschlagen, die Züge fuhren in Richtung Westen (z. B. Gremberg, Köln-Kalk und Köln-Eifeltor), Osten (z. B. über Mainz-Bischofsheim nach Aschaffenburg oder Mannheim-Friedrichsfeld), die Moselstrecke entlang bis Ehrang und die Lahnstrecke bis Gießen. Im Jahr 1962, in dem aufgrund der Elektrifizierung das Bahnbetriebswerk Oberlahnstein aufgelöst wurde, wurde das höchste Tagesaufkommen registriert. Über 300 Güterwagen wurden tagtäglich behandelt und 1000 Tonnen Stückgut umgeladen, das waren etwa 25.000 Frachtstücke mit einem Durchschnittsgewicht von 40 kg. 16 Gabelstapler, 40 Hubwagen, acht Elektrokarren, ein Kranwagen, 20 Anhänger und mehr als 100 Stechkarren standen den 280 Beschäftigten der Umladestelle zur Verfügung. Ab 1972 wurde auch das Stückgut für das Land Luxemburg, das im Bundesgebiet aufkam, in Lahnstein gesammelt und in einen direkten Wagen nach Luxemburg befördert bzw. Stückgut, das aus Luxemburg kam, zunächst in Lahnstein nach den verschiedenen Zielen umgeladen.

Im Verlauf der 1970er Jahre verlor der im Eigentum der Bundesbahndirektion Köln stehende Güterbahnhof Oberlahnstein, mehr und mehr seine überregionale Bedeutung. Zwar fiel er der Rationalisierung der Deutschen Bundesbahn vorerst (noch) nicht zum Opfer, doch wurde er im Jahr 1976 zum regionalen Knotenbahnhof herabgestuft, der Rangierbetrieb aufgehoben, das Umladepotential und damit auch die Arbeitsplätze reduziert. Aber noch gehörte er zu den letzten verbliebenen Umladestellen der Bundesrepublik, die von 51 (1970) auf 15 (1984) reduziert worden waren.

1986 wurden bei der Güterabfertigung Oberlahnstein als selbstständige Dienststelle täglich etwa 600 Tonnen Kleingut umgeladen. Auf Werner Klöppel folgte damals Peter Weinhold als neuer Dienststellenleiter. Der Personalstand lag bei 174 Mitarbeitern.

Zur Güterabfertigung gehörten ein DB-Lagerhaus, eine DB-TRANSA-Speditionsagentur und die Außenstellen Vallendar, Koblenz-Ehrenbreitstein, Niederlahnstein, Braubach, Osterspai und Friedrichssegen. Neben dem Verkauf von Fahrausweisen und dem Transport von Güterwagen gehörte der Umschlag von Stückfrachten zu den Hauptaufgaben in Lahnstein. Circa 220 Güterwagen traten ihre Reise zu 150 Zielen an, während im gleichen Zeitraum 250 Wagen von 160 Stückfrachtbahnhöfen ankamen. Die Hallenfläche betrug für den Versand 200 m² und für den Empfang 380 m². Vier Ladebühnen von 165 bis 252 Metern Länge mit 156 Wagenstandplätzen und fünf Gleise mit 1.100 Metern Länge für ca. 100 Wagen dienten zum Vordisponieren. Nahe den Umladehallen befanden sich die Verkehrsgerätewerkstatt, wo beschädigte Paletten repariert wurden, und das Abfertigungsbüro.

1992 kam es zur Zusammenlegung der beiden Hauptdienststellen Bahnhof (Betrieb) und Güterabfertigung (Verkehr). Lahnsteins Großdienststelle beschäftigte 330 Mitarbeiter.

Mit der Privatisierung der Deutschen Bundesbahn in die Deutsche Bahn AG wurde 1994 auch der Stückgutverkehr neu organisiert. Es entstand die Niederlassung Koblenz mit den Zweigniederlassungen Koblenz-Lützel, Limburg, Neuwied, Oberlahnstein und der Außenstelle Nassau. Oberlahnstein war noch größter Betriebsanteil mit 115 Mitarbeitern.

Zum 1. Oktober 1997 wurden Güterbahnhof und Umladestelle Oberlahnstein aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Der Stückgutumschlag wurde nach Koblenz-Lützel verlegt. Die letzten 49 Mitarbeiter verließen die Bahnrampe. Lokführer Günther Hamm hat nach eigenen Angaben am 10. Oktober 1997 die letzte Stückgutware aus der Umladehalle abgefahren.

Peter Weinhold hat dem Lahnsteiner Stadtarchiv vor einigen Jahren die Akten übergeben, einen Wagenstandanzeiger und die Glocke vermacht, die täglich Dienstbeginn und -ende läutete. Sie steht heute in der Hospitalkapelle.

Faire Städte trafen sich in Lahnstein

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Herbsttagung des Fair-Trade-Netzwerks

Lahnstein. Die Stadtverwaltung Lahnstein richtete kürzlich die Herbsttagung der rheinland-pfälzischen Fair-Trade Städte am Rhein-Lahn-Eck aus. Dazu begrüßte Bürgermeister Adalbert Dornbusch, der das Thema federführend innerhalb der Stadtspitze betreut, rund 25 Teilnehmer aus dem ganzen Land in der Stadthalle.

Das Netzwerk „Faire Kommunen in Rheinland-Pfalz“ ist der informelle Zusammenschluss aller Kommunen, die von TransFair e.V. als Fair-Trade Stadt ausgezeichnet worden sind oder sich um diese Auszeichnung bemühen.

Zweimal im Jahr treffen sich die Akteure im Land, um sich über Neuheiten, Aktionen und Programme auszutauschen. Die Koordination des Netzwerks liegt bei Katja Voss vom Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk in Rheinland-Pfalz e.V. (ELAN), die auch die Moderation der Tagung übernahm.

„Das ist eine gute Gelegenheit für die Akteure sich über Ideen und Projekten Gleichgesinnter zu informieren, Neuigkeiten auszutauschen und Anregungen für die eigene Arbeit in der Heimatkommune mitzunehmen“, so Dornbusch zum Sinn und Zweck der Herbsttagung.

Thematischer Schwerpunkt war neben dem Austausch zum Thema „Lokale Gastronomie und Einrichtungen für den fairen Handel gewinnen“ im speziellen auch die Eindrücke aus der Praxis. Dafür hatten die Organisatoren die Koblenzer Gastronomin Sandra Niebergall eingeladen, die in ihrem Betrieb mit dem klangvollen Namen „Soulfood“ eine bestimmte Philosophie im täglichen Wirken verfolgt. Sie steht für nachhaltige Produktion und einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, was sich etwa in der Verwendung von heimischem Saisongemüse lokaler Biobauern, frischer Zubereitung und der Vermeidung von Verpackungsmüll zeigt. Was es im Land nicht gibt, wird fair eingekauft wie zum Beispiel Kaffee, Tee oder Orangen. Das Angebot von fairen Produkten sieht sie in ihrem Gasthaus als wunderbare Ergänzung.

René Hofmann, ein Lieferant von Niebergall, informierte die Teilnehmer über seinen bio-dynamischen Gemüse- und Obstanbau und die Arbeit mit den Kindern im Garten der benachbarten Grundschule in Mülheim.

In der Mittagspause besichtigten die Teilnehmer den nahe liegenden Eine-Welt-Laden von Lahnstein und informierten sich über dessen Angebot. Nach einem arbeitsreichen und informativen Tag verabschiedete Bürgermeister Dornbusch die Gäste und schloss mit den Worten: „Der faire Handel hat seinen Platz auch in der Gastronomie. Er bietet ein hochwertiges Angebot für Lokale, deren Besucher es schätzen, fair gehandelte Produkte zu genießen.“

 

Baumaßnahmen der DB Netz AG

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Lahnstein. In den Nächten von Samstag, den 14. Oktober, bis einschließlich Montag, den 16. Oktober 2017, führt die DB Netz AG im Bereich des Bahnhofes in Oberlahnstein Gleisbaumaßnahmen durch, die aus betrieblichen Gründen in der Nacht durchgeführt werden müssen. Dadurch kann es zu Lärmbelästigungen kommen.

Die beauftragten Unternehmen sind bemüht, die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten. Die Stadtverwaltung Lahnstein und die Deutsche Bahn bitten die betroffenen Anwohner um Verständnis.

9. Querbeat-Konzert im Jugendkulturzentrum Lahnstein

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„Greenland“, René und „X-DREAM“ setzen am 22. Oktober die musikalische Benefiz-Tradition fort

Lahnstein. Es wird Herbst – und damit Zeit für die traditionelle Benefizveranstaltung des Lahnsteiner Jugendkulturzentrums, zugunsten von Krebspatienten und ihren Familien.

Unter dem Motto „Querbeat“ stehen in diesem Jahr wieder drei unterschiedliche Bands auf der Offbeat-Bühne in Lahnstein und sorgen für den bewährten Live-Musik-Mix: Während die sechs Musiker von „Greenland“ das Publikum mit auf eine abwechslungsreiche Reise durch die musikalischen Gefilde des Soul, R´n´B und Country nehmen, überzeugt die Band „René“, die bei dem Benefizkonzert ausnahmsweise als Trio auftritt, mit einer Mischung aus Rock und Pop mit Einflüssen aus Funk und Blues. Das Quintett „X-Dream“ hingegen präsentiert Jazz, Rock, Blues und Fusion mit spontaner Frische in Form von bekannten Musiktiteln und eigenen Kompositionen.

Wie immer steht die Marke „Querbeat“ aber auch für gelebte Solidarität mit Krebspatienten und ihren Familien in der Region. Traditionell verzichten alle Mitwirkenden auf ihre Gage, um mit dem kompletten Erlös die Arbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz zu unterstützen, damit Betroffene und ihre Angehörigen in ihrer oft schwierigen Lebensphase wieder Halt und eine neue Perspektive finden. Seit vielen Jahren fördert zudem auch die Volksbank Lahnstein diese Initiative.

Karten zum Preis von 10 Euro sind ab sofort beim Jugendkulturzentrum Lahnstein (Wilhelmstraße 59, 56112 Lahnstein, Tel. 02621/50604, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) erhältlich. Einlass und Abendkasse ab 16 Uhr.

Hexenmarkt in Lahnstein

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Verkehr wird umgeleitet

Lahnstein. Von Freitag, 13. Oktober 2017, 15 Uhr, bis Sonntag, 15. Oktober 2017, 22 Uhr findet der traditionelle „Hexenmarkt“ im Innenstadtbereich von Oberlahnstein statt. Damit die Lahnsteiner Bürger und die Gäste von außerhalb auf den Straßen und Plätzen ungestört flanieren, kaufen und feiern können, sind einige Straßensperrungen notwendig.

Folgende Straßenzüge sind betroffen: die Hochstraße von Einmündung Gutenbergstraße bis Schulstraße, die Burgstraße (Fußgängerzone) von Hochstraße bis Adolfstraße und die Kirchstraße. Der Salhofplatz ist ab Freitag, 13. Oktober 2017, ab 15 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Die ortsansässigen Einzelhandelsgeschäfte werden gebeten, die Sperrung bei der Andienung ihrer Ladenlokale am Samstag, den 14. Oktober 2017, zu beachten.

Damit die Freude am Hexenmarkt ungetrübt bleibt und gebührenpflichtige Verwarnungen und das Abschleppen verkehrsbehindernd abgestellter Fahrzeuge vermieden werden, bittet das Ordnungsamt der Stadt Lahnstein Festbesucher und Anwohner, die angeordnete Verkehrsbeschilderung, insbesondere die eingerichteten Haltverbotszonen zu beachten.

Auch werden die Busse umgeleitet: Die Buslinie 570 (Koblenz-Braubach) und die Linie 543 (Koblenz –Nastätten) fahren folgende Strecke: Brückenstraße – Nordallee – Wilhelmstraße - Burgstraße – Südallee. Die Linie 571 (Koblenz-Lahnstein-Kurzentrum) fährt ebenfalls diese Umleitung und ab der Haltstelle Adolfstraße/Südallee wieder den normalen Linienplan.

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