Dienstag, 25. April 2017

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Lahnsteiner Werkausschuss tagte am 6. April 2017

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Lahnstein. Der Werkausschuss hat Aufträge für Kanalsanierungen mittels „Inlinertechnik“ im Stadtgebiet vergeben. Schadhafte Abwasserleitungen werden  bei diesem Verfahren dank modernster Technik günstig von innen saniert. Das Aufgraben von Straßen und Gehwegen ist hierbei nicht mehr erforderlich.

Eine Auftragsvergabe im Inlinverfahren wurde zum Einen für Arbeiten in den Verkehrsanlagen „Hintermauergasse“, „Falknersteig“, „Burgstraße“ und „Am Schillerpark“ beschlossen.  Zum anderen ist eine Auftragsvergabe für Kanalarbeiten in den Verbindungswegen der „Breslauer Straße“ und „Marienstraße“ erfolgt. Die Auftragssumme für die Inlinersanierung der Verkehrsanlagen beträgt rund 126.000 Euro. Die Inlinersanierung in den Verbindungswegen wurde für  130.000 Euro beauftragt. Die Arbeiten werden von der Fachfirma Kanaltechnik DF-Ing GmbH aus Karlstein ausgeführt.

Weiter hat der Werkausschuss ingenieurtechnische Leistungen für gesetzlich vorgeschriebene Kanaluntersuchungen in Auftrag gegeben. Die Landesverordnung über die Selbstüberwachung von Abwasseranlagen (SÜVOA) verpflichtet die Kommunen, Abwasserkanäle und –leitungen mindestens alle zehn Jahre durch optische Untersuchungen auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu überprüfen. Hierfür werden im Bereich Oberlahnstein in diesem und dem nächsten Jahr rund 11.000 Meter Kanäle und  6.000 Meter Hausanschlussleitungen optisch untersucht. Das beauftragte Büro Kämpfer wertet die optischen TV-Untersuchungen aus und arbeitet die Ergebnisse in das vorhandene Kanalkataster ein, aus dem dann die zukünftige Prioritätenplanung für Kanalsanierungen erfolgen kann. Die Auftragssumme beträgt 58.000 Euro.

Abschließend hat die Verwaltung den Werkausschuss über die Ersatzbeschaffung eines Transporters, der im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens beschafft wurde, informiert. Weiterhin wurden dem Ausschuss im Zusammenhang mit der Wildschweinproblematik geschätzte Kosten für eine mögliche Zaunerneuerung für den Friedhof „Am Allerheiligenberg“ mitgeteilt.

Weitere Informationen zum Stadtrat, den Mandatsträgern und anstehende Sitzungstermine finden sich auf der städtischen Homepage unter www.lahnstein.de (Rubrik Verwaltung, Rat und Gremien).

B 42 Lahnstein wird ab dem 18. April halbseitig gesperrt

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Bergwegbrücke bei der Abfahrt Oberlahnstein wird zur Baustelle

Lahnstein. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez plant im Rahmen seines Sanierungsprogramms zur Instandsetzung der Brücken des Bundes die Sanierung der Bergwegebrücke in Oberlahnstein. Die Brücke schließt unmittelbar an die Abfahrt Oberlahnstein in Richtung Braubach an.

Die schon lange angekündigte Sanierung der Bergwegebrücke unter Federführung des Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez soll unmittelbar nach Ostern ab Dienstag, den 18. April 2017, beginnen und bis zum Herbst 2017 andauern. Die Bauarbeiten beginnen mit der Herstellung der Verkehrsführung, der Baustelleneinrichtung sowie Einrüstarbeiten. Die Sanierung umfasst die Erneuerung der Abdichtung und Fahrbahn, der Brückenkappen mit Absturzsicherung sowie der Lager und Übergangskonstruktionen. Zudem wird die Brücke in geringem Umfang statisch verstärkt, um sie für die Anforderungen der Zukunft zu rüsten. Die baulichen Maßnahmensind zum Substanzerhalt und zur Erhaltung der Tragfähigkeit des Brückenbauwerks erforderlich.

Während der Bauphase steht die Brücke nur halbseitig in Fahrtrichtung Braubach zur Verfügung. Der überörtliche Richtungsverkehr in Fahrtrichtung Koblenz wird zur Vermeidung einer übermäßigen Belastung des Stadtgebiets großräumig über das Lahntal umgeleitet.

Der innerörtliche Verkehr in und aus Oberlahnstein in Richtung Niederlahnstein und Koblenz wird über die Braubacher Straße, Adolfstraße, Burgstraße und den Kreisel im Rheinhöhenweg über die Auffahrt Lahnstein Mitte auf die B 42 in Richtung Koblenz umgeleitet.

Die unter der Bergwegebrücke befindlichen Bushaltestellen in beiden Fahrtrichtungen werden für die Dauer der Baumaßnahme verlegt. Die ab dem 18. April angefahrenen Ersatzhaltestellen befinden sich wenige Meter entfernt oberhalb des Kreisels.

„Es gab im Vorfeld einige Abstimmungsgespräche zwischen der Stadt Lahnstein und dem Landesbetrieb Mobilität bei denen wir versucht haben, die verträglichste Lösung für alle zu finden. Aber leider kommen wir um eine Sperrung der Fahrbahn nicht herum“, so Oberbürgermeister Peter Labonte.

Über die eingerichteten Umleitungen informiert die Stadt Lahnstein im Detail auf ihrer Homepage unter www.lahnstein.de und über die örtliche Presse.

(Fotos: LBM Diez)

 

Stadt Lahnstein - Finanzen

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Eindringlicher Appell an die 36 wichtigsten deutschen Politiker

Aktionsbündnis "Für die Würde der Städte" fordert Neuordnung des Kommunalen Finanzsystems in die Wahlprogramme

Lahnstein. "Politik bewährt sich vor Ort. Steht die Handlungsfähigkeit der Kommunen in Frage oder ist sie bereits nicht mehr gegeben, sind unsere Gesellschaft und unser Staat in Gefahr. Deshalb postuliert das Grundgesetz die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse. Sie zu garantieren beziehungsweise wieder herzustellen ist aktuell von höchster politischer Dringlichkeit." So steht es in einem Offenen Brief, den das parteiübergreifende Aktionsbündnis "Raus aus den Schulden - Für die Würde unserer Städte" von 69 Kommunen mit neun Millionen Einwohnern an die Partei- und Fraktionsvorsitzenden der im Deutschen Bundestrag vertretenen Parteien, mehrere Bundesminister und die Ministerpräsidenten der Länder geschrieben hat.

Das Aktionsbündnis, dem auch die Stadt Lahnstein angehört, fordert von den 36 einflussreichsten politischen Entscheidungsträgern Deutschlands, in die Wahlprogramme zu Landtagswahlen und zur Bundestagswahl die Neuordnung des Kommunalen Finanzsystems und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse aufzunehmen. Wörtlich heißt es: "Dabei erwarten wir keine Wunderdinge, sondern zunächst nur die Bereitschaft von Bund und Ländern zur Aufnahme ergebnisoffener Verhandlungen unter Beteiligung der Kommunalen Spitzenverbände zeitnah nach der Bundestagswahl, also beginnend im Dezember 2017/Januar 2018."

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Oberbürgermeister Labonte erhält Antwort aus dem Bundeskanzleramt zur finanziellen Lage

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Lahnstein. Um die sehr schwierige finanzielle Situation der Städte explizit am Beispiel der Stadt Lahnstein zu verdeutlichen, hat Oberbürgermeister Peter Labonte sich Anfang Februar unmittelbar an den Chef des Bundeskanzleramtes, Bundesminister Peter Altmaier, gewandt. Vor wenigen Tagen ging das Antwortschreiben bei der Stadtverwaltung Lahnstein ein, darin führt Bundesminister Altmaier  folgendes aus:

Der Bund stellt seit Jahren erhebliche Finanzmittel zur Unterstützung der kommunalen Ebene zur Verfügung; darüber hinaus hat er vormals kommunale Aufgaben in seine Verantwortung übernommen und somit die Kommunen deutlich entlastet. Insgesamt stehen die meisten Kommunen in Deutschland deshalb auch finanziell gut da. Dennoch gibt es nach wie vor einige Städte und Gemeinden, vorwiegend in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die sich in einer schwierigen finanziellen Situation befinden. Auch aus mehreren Gesprächen mit dem Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“, dem auch Ihre Stadt angehört, kenne ich die Nöte der betroffenen Kommunen sehr gut. Der Bund trägt der Situation finanzschwacher Kommunen bereits besonders Rechnung, z. B. durch den künftig auf 7 Mrd. € erweiterten Kommunalinvestitionsförderungsfonds, mit dem gezielt Investitionen finanzschwacher Kommunen gefördert werden.

Die Bundesregierung steht in regelmäßigem Kontakt mit den kommunalen Spitzenverbänden und erörtert diese und andere Probleme. Der Bund unterstützt die kommunale Ebene nach besten Kräften. Gemäß der förderalen Grundordnung sind jedoch die Länder letztendlich für ihre Kommunen verantwortlich. Sie müssen für eine auskömmliche Finanzlage ihrer Städte und Gemeinden sorgen.

Ich versichere Ihnen, dass die Bundesregierung sich weiter für die Interessen der Kommunen einsetzen wird. In Gesprächen thematisieren wir regelmäßig die Notwendigkeit der Weiterleitung der vom Bund für die Kommunen bereitgestellten Mittel durch die Länder.

„Eine grundlegende Verbesserung der Finanzsituation kann nur im Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen erreicht werden, deshalb ist es wichtig, das Thema auf allen Ebenen immer wieder anzubringen“, so Oberbürgermeister Peter Labonte. „Nur gemeinsam kann dieser gordische Knoten zerschlagen werden.“

Vor 20 Jahren starb der ehemalige Oberlahnsteiner Bürgermeister und Künstler Fritz Berlin

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Lahnstein. Einem ehemaligen Bürgermeister von Oberlahnstein verdankt Niederlahnstein seinen „Baareschesser“. Das Stadtoriginal in Bronze wurde 1992 am Niederlahnsteiner Ufer eingeweiht. Sein Schöpfer, Fritz Berlin, starb am 14. April 1997 im Alter von 72 Jahren. Geboren wurde Berlin am 21.09.1924 in Koblenz. Der Zolloberinspektor wurde als parteiloser Bewerber am 25.07.1963 vom Oberlahnsteiner Stadtrat mit knapper Mehrheit zum Bürgermeister gewählt. Die 12-jährige Amtszeit endete vorzeitig durch den Zusammenschluss der beiden bis dahin selbstständigen Städte Niederlahnstein und Oberlahnstein am 7. Juni 1969, als der Jurist Rolf Weiler zum Beauftragten für Lahnstein für die Verwaltungsreform eingesetzt wurde. Bei der Wahl am 08.10.1969 wurde Rolf Weiler zum Oberbürgermeister gewählt.

Einen der Schwerpunkte seiner Amtszeit als Bürgermeister von Oktober 1963 bis Juni 1969 legte Fritz Berlin auf die Stadtsanierung (Hexenturm, Salhofplatz). In seine Amtszeit fallen neben der Verwaltungsreform auch die Aufnahme der partnerschaftlichen Beziehungen mit Vence/Frankreich und die Einweihung des Sportplatzes in Friedrichssegen 1964. Vor allem die Kurthermen Rhein-Lahn sind ganz entscheidend auf Berlins Initiative zurückzuführen. Er war deren Direktor nach seinem Eintritt in den einstweiligen Ruhestand.

Im Ruhestand widmete sich der Altbürgermeister verstärkt seinen Hobbys, der Segel- und Motorfliegerei sowie den schönen Künsten. Den alten Stadtoriginalen hatte sich Berlin verschrieben. So schuf er neben dem „Baareschesser“ auch viele Figuren in Koblenz. „Spitals Andun“, das „Pfefferminzje“, die „Donner-Wetter-Minna“, den „Reche Hennerich“, den „Schutzmann“, die „Maatfrau“ und das „Blömersch Klär“ haben Fritz Berlin in Koblenz unsterblich gemacht.

Er modellierte alle diese armen Gestalten mit viel Einfühlungsvermögen, ohne sich darüber lächerlich zu machen. Sein letztes Werk war der „Layer Kouleroffer“ in Koblenz-Lay. Ferner war er Mitinitiator des begehrten „Moddersprochpreises“, der alljährlich in Koblenz verliehen wird.

Seine Bildhauerarbeiten haben Fritz Berlin unvergesslich gemacht. Geplant war auch, den Oberlahnsteiner „Heinz“ (Gemeindebulle) auf dem Salhofplatz zu verewigen. Dazu ist es durch den frühen Tod des Künstlers nicht mehr gekommen.

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