Samstag, 25. November 2017

Letztes Update:09:42:23 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Vor 20 Jahren: Ein Brunnen für Lahnsteins Narren

Drucken

Lahnstein. „Fastnacht wird in Lahnstein großgeschrieben. Was liegt also näher, als dem närrischen Volk ein Denkmal zu setzen“, beschrieb der ehemalige  Oberbürgermeister Karl-Heinz Groß die Intention zur Errichtung eines Fastnachtsbrunnens. Köln, Mainz und Düsseldorf hatten es den Lahnsteinern vorgemacht.

Entworfen hatte den Brunnen der Lahnsteiner Künstler Hans-Georg Schleifer (Jahrgang 1940). Die Bronzeplastik wiegt 1,7 Tonnen. Gegossen wurde die Figurengruppe von der Kunstgießerei P+H (Roman Pecher, Lubomir Holecek) in Karlsbad. Dargestellt sind zwei lustige Narren, die die fünfte Jahreszeit in Lahnstein das ganze Jahr über immer lebendig erscheinen lassen. Zwar hantieren die Lahnsteiner Narren nicht mit Löffeln und Gabeln und tragen andere Kappen als hier dargestellt, dennoch ist der Brunnen eine wahre Zierde für den schönen Platz, der in Zusammenhang mit der Altstadtsanierung geschaffen wurde.

Am 11.11.1997, pünktlich zum Beginn der fünften Jahreszeit, wurde der Narrenbrunnen auf dem Blankenberg mit einem dreifachen „Lahnstein helau“ enthüllt. Groß wünschte, dass „das Wasserspiel ein belebendes Element und Anziehungspunkt wird“. Stellvertretend für die närrischen Korporationen begrüßte der damalige NTG-Kommandeur Günter Reiss die Initiative und wertete die Bronzefigur „als Anerkennung für die engagierte Arbeit der Lahnsteiner Karnevalsvereine“.

Der Narrenbrunnen bereichert seither den Platz, der seit Januar 2000 nach Jupp Bodenstein benannt ist. Jupp Bodenstein (1905-1982) gilt als „Bewahrer des heimischen Brauchtums und Mitbegründer vieler Lahnsteiner Vereine“, wie es auf einer angebrachten Hinweistafel heißt. Er war maßgeblich an der Gründung der Gesellschaftlichen Vereinigung 1924 Oberlahnstein beteiligt, der er 50 Jahre als 1. Vorsitzender vorstand. Der Karneval war Bodensteins Steckenpferd. 1934 leitete er eine Zusammenkunft aller Oberlahnsteiner Vereine, bei der eine Karnevalistische Arbeitsgemeinschaft gegründet wurde, aus der sich dann das Carneval Comité Oberlahnstein (CCO) entwickelte. Als dann 1935 der erste Rosenmontagszug durch Oberlahnsteins Straßen zog, war Bodenstein als Präsident des CCO an erster Stelle. Diesen Posten hatte er bis zu seinem 65. Geburtstag inne, anschließend wurde er Ehrenpräsident des CCO. 1950 zog er als Prinz Jupp I. durch Lahnsteins Straßen. Das CCO hat am 7. Februar 2005 die Patenschaft über den Platz übernommen.

Julia Klöckner wird 32. NCV Ehrenelferrat „humoris causa“

Drucken

Pünktlich zum Sessionstart einer Kampagne – dem 11.11. - lüftet der NCV ein bis dahin gut gehütetes Geheimnis. Wer nämlich wird neuer Ehrenelferrat „humoris causa“ des Niederlahnsteiner Carneval Vereins. 2018 wird dies Julia Klöckner (MdL) – Partei- und Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz – sein, die am 04.02.2018 zum Ehrenelferrat des Niederlahnsteiner Carneval Verein e.V. ernannt werden wird.

Was 1986 mit Rudolf Scharping im damaligen „Hotel Becker“ begann findet im Jahr 2018 mit Julia Klöckner seine Fortsetzung. Julia Klöckner ist die dritte Frau in der Riege der Ehrenelferräte. Neben ihr wurde bislang nur Ursula Scheeben und Hilde Klein diese Ehre zuteil.

Die neue Ehrenelferrätin „hc“ wurde 1972 in Bad Kreuznach geboren und ist auf dem elterlichen Weingut in Guldental aufgewachsen. Julia Klöckner war 1995 Deutsche Weinkönigin. Ihr Staatsexamen/Magister Artium hat sie in Politikwissenschaft, Theologie und Pädagogik absolviert. Weitere Stationen ihres beruflichen Werdegangs waren unter anderem das SWR Fernsehen sowie der Deutsche Bundestag, in dem sie als Abgeordnete zur Parlamentarischen Staatssekretärin aufstieg. Aktuell ist sie Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU im rheinland-pfälzischen Landtag, darüber hinaus stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende.

Karnevalistisch ist Julia Klöckner ebenfalls aktiv: sie gehört zu den prominenten Mitgliedern der Mainzer Ranzengarde.

Wenn am 4. Februar 2017 um 11.00 Uhr im Autohaus Schöntges die neue Ehrenelferrätin ihre Ernennungsurkunde und die NCV-Narrenkappe erhält, erwartet die Besucher wieder ein närrisches Spektakel.

„Schicht um Schicht“

Drucken

Ausstellung in der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg - Geschäftsstelle Lahnstein

Unter dem Motto „Schicht um Schicht“ stellt die Künstlerin Jutta Pflug ihre Werke in der Kundenhalle der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG in Lahnstein am Salhofplatz aus.

Die Ausstellung zeigt eine große Bandbreite an Bildmotiven, die ihren Ursprung in der Natur, in alten Familienfotos oder der Fantasie haben.

Die Darstellung ist gegenständlich, wobei die Motive durch Farbgebung und übereinanderliegende Strukturen eine Verfremdung erfahren.

Den Besuchern bietet sich somit die Gelegenheit, eine spannende künstlerische Vielfalt zu erleben.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bank in Lahnstein Salhofplatz vom 21. November bis zum 29. Dezember 2017 zu sehen.

Vor 240 Jahren wurde die St. Martinuskirche vergrößert

Drucken

Barockes Mittelschiff mit Orgelemporen 1777 eingeweiht

Lahnstein. Die katholische Pfarrkirche St. Martin in Oberlahnstein erhielt 1777 ein barockes Kirchenschiff. Zuvor wurde das Gebäude bis auf den gotischen Chor von 1331 und die beiden romanischen Türme aus dem 12. Jahrhundert abgetragen. Anhand der im Stadtarchiv vorhandenen Rechnungsunterlagen lassen sich die dreijährigen Umbauarbeiten belegen.

Zunächst wurde im Frühjahr 1775 das gotische Schiff der Kirche mit den beiden Seitenschiffen abgebrochen, weil die Kirche sich als zu klein erwies. Bereits im Juli 1775 wurden die Fundamente von Pfarrer Gerhard Kraft eingesegnet. Dann begann der „zopfige“, rechteckige Bau mit flacher Decke und großer Hohlkehle an den Seiten. Im Herbst 1777 war der Umbau vollendet.

Über die Einweihung melden die Pfarrakten: „Im Jahre 1777, am 9. November, am Sonntag vor dem Fest des Hl. Martinus, ist die Pfarrkirche in Bezug auf das neuerbaute Schiff der Kirche von hochwürdigsten Herrn Barth, zur Zeit Official, benediziert worden unter Assistenz des Herrn Dekans des Kapitels von Cunostein-Engers, des Herrn Pfarrers Müller von Niederlahnstein, des Herrn Frühmessers Schlemmer dort, des Herrn Kaplans Jordan aus Engers und mir, des Kaplans Cornelius Coenen in Oberlahnstein.“ Die ganze Bürgerschaft, die drei Jahre am Bau helfen musste, zB. Steine schleppen und Sand holen, erhielt zur Feier des Tages 3 ¼ Ohm Wein (1 nassauisches Ohm entspricht 160 Liter, also hier 520 Liter für rund 1.000 erwachsene Einwohner) und Wecken (vornehmlich für die Kinder) spendiert. Laut Rechnungsakten bekam Schiffsmann Anton Bornhofen für das Abholen der Geistlichkeit von Koblenz und zurück zwei Gulden und 20 Kreuzer. Sie wurden in Oberlahnstein nach der Einsegnung mit einem Mittagessen verköstigt (37 Gulden).

Weiterlesen...

Lahnsteiner Stadtrat tagte

Drucken

Umfangreiche Tagesordnung war abzuarbeiten

Lahnstein. Anlässlich seiner letzten Sitzung hatte der Lahnsteiner Stadtrat eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten.

So stand unter anderem ein Bibliothekskonzept für die Stadtbücherei Lahnstein auf der Agenda. Dieses Konzept hatte das Team der Stadtbücherei im Rahmen eines Workshops erstellt, um - nach dem Umzug in die neuen Räume am Kaiserplatz- eine professionelle Neuausrichtung sowohl im Hinblick auf die neuen Gegebenheiten als auch aufgrund des demographischen Wandels und der veränderten Mediengewohnheiten der Bibliotheksnutzer vorzunehmen. Das präsentierte Konzept fand breite Zustimmung im Stadtrat und wurde als Grundlage für die Arbeit der Stadtbücherei für die nächsten fünf Jahre einstimmig verabschiedet.

Die Versicherungsverträge für die Gebäudefeuerversicherung und die Feuerinhaltsversicherung für die städtischen Immobilien enden mit Ablauf des Jahres 2017. Nach Durchführung einer entsprechenden Ausschreibung hatte der Stadtrat nunmehr über die Auftragsvergabe zu entscheiden. Der Auftrag geht für die nächsten drei Jahre an den günstigsten Anbieter, die „Gothaer Allgemeine Versicherung“.

Weiterhin hatte sich der Stadtrat mit einer Änderung des Flächennutzungsplanes und damit einhergehend mit dem Bebauungsplan Nr. 17Ä3/39 zu beschäftigen. Hier waren Anpassungen erforderlich geworden, weil ein Einzelhandelsbetrieb in der Koblenzer Straße umsiedeln möchte. Konkret war über die in den bisher durchgeführten Beteiligungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen zu beraten und gegebenenfalls Abwägungen vorzunehmen. Mehrheitlich folgte hier der Rat den von der Verwaltung erarbeiteten Abwägungsvorschlägen und entschied zum weiteren Fortgang des Verfahrens, dass sowohl die Änderung des Flächennutzungsplanes als auch der Entwurf des in Rede stehenden Bebauungsplanes anerkannt und öffentlich ausgelegt werden. Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange, deren Aufgabenbereich durch die Planung berührt werden können, sollen von der Auslegung benachrichtigt werden.

Mit der Änderung des Bebauungsplanes Nr. 45, Rheinquartier Lahnstein, Teilgebiet Nord, stand ein weiterer Bebauungsplan auf der Agenda der Oktobersitzung. Die öffentliche Auslegung für die vorgesehenen Änderungen ist hier bereits erfolgt und es galt nun, die in diesem Verfahrensschritt vorgebrachten Stellungnahmen zu würdigen und ggf. Abwägungen vorzunehmen. Auch hier folgte der Stadtrat mehrheitlich den Abwägungsvorschlägen der Verwaltung. Der Stadtrat beschloss die Änderung als Satzung und beauftragte die Verwaltung, die Satzung nach Ausfertigung ortsüblich bekannt zu machen.

Weiterhin hatte der Stadtrat zu entscheiden, ob das Gelände der ehemaligen städtischen Gärtnerei am Friedhof in Oberlahnstein grundsätzlich veräußert werden soll. Dem Ansinnen stimmte der Stadtrat zu und beschloss im nicht öffentlichen Teil der Sitzung zudem, das Gelände an eine Bietergemeinschaft zu verkaufen.

Zu entscheiden war auch über den Auftrag für kleinere Tiefbauarbeiten im öffentlichen Straßen- und Kanalbereich für die Haushaltsjahre 2018, 2019 und 2020. Diesen vergab der Stadtrat an die Firma Sauer GmbH & Co. KG, Koblenz. Die Firma hatte im Rahmen der durchgeführten Ausschreibung das wirtschaftlichste Angebot abgegeben.

Weiterlesen...

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL