Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Bahnüberführung gibt Rätsel auf

Lahnstein. Das beliebte „Stadtmauerhäuschen“ in der Hintermauergasse 19 wurde in der letzten Folge gesucht. Das in zwei Bogennischen der Stadtmauer angebaute Fachwerkhaus wurde um 1750 errichtet und diente den Torwächtern als Unterkunft. Über die Treppe gelangt man hinauf auf die Wehrmauer, so dass die Wächter auf der Mauer zum nahegelegenen Viehtor in der heutigen Burgstraße gehen konnten. Nach Nutzungsaufgabe der Stadtmauer (1821) diente das Stadtmauerhäuschen als Wohnhaus, ab 1880 für Schuhmacher Johann Adler (1848-1919) und seine Frau Agnes (1853-1919) mit ihren neun Kindern. Später lebte hierin Tochter Auguste mit Ehemann Otto Kurtz und zwei Kindern.

Links vom Wohngebäude schlossen sich an die Stadtmauer weiteren Anbauten, worin sich auch die Toilette befand, sowie ein Kellerbunker. Am 11.11.1944 schlug eine Bombe unmittelbar in dessen Eingang. Dreizehn Lahnsteiner Bürger, darunter Auguste und ihr Sohn Josef, kamen dabei ums Leben. Auch der Teil der Stadtmauer wurde mitzerstört.

Das Wohngebäude wurde noch bis 1970 bewohnt. Als es verkauft werden sollte, nahm die Stadt ihr Vorkaufsrecht war. Erst ab 1980 erfolgte eine mehrjährige Sanierung mit Austausch einiger Balken. Seit 1982 dient es als kleines Heimatmuseum der Wohnkultur um 1900. Die heutige Ausstattung ist von Lahnsteiner Bürgern gespendet worden. Ein Förderkreis hat sich dem kleinen Heimatmuseum angenommen und führt an den verkaufsoffenen Sonntagen vielfältige Aktionen durch, die nächste am 15. Oktober von 13 bis 18 Uhr. Sämtliche Räume können auch im Rahmen der historischen Stadtführungen besichtigt werden.

Das neue Rätselfoto entstand in den 1970er Jahren an einer Bahnüberführung, aber wo? Soviel sei verraten: Vor 20 Jahren wurde hier einiges verändert.

Aktuelle Vergleichsbilder können an das Stadtarchiv Lahnstein geschickt werden ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )Die beste Aufnahme wird mit der Auflösung in drei Wochen veröffentlicht. Weitere Bildvorschläge sind willkommen.