Samstag, 25. März 2017

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Geflügel darf raus aus dem Stall

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Veterinäre heben Stallpflicht wegen Geflügelpest ab April auf

KREIS MYK. Das akute Geflügelpestgeschehen ist in Rheinland-Pfalz rückläufig. Daher kann die im Landkreis Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz seit November geltende Stallpflicht zum 31. März aufgehoben werden. Ab April dürfen Hühner, Gänse und anderes Nutzgeflügel wieder im Freiland gehalten werden.

Auch wenn die Stallpflicht nicht mehr gilt, rät Dr. Simone Nesselberger von der Veterinärbehörde der Kreisverwaltung den Geflügelhaltern dennoch, weiterhin die bewährten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen aufrecht zu halten, um eine erneute Ausbreitung der hochansteckenden Vogelgrippe zu verhindern: „Situationen wie im letzten Herbst, als sich die Krankheit rasant ausbreitete, können leider immer wieder eintreten. Die Geflügelhalter sollten sich auch für zukünftige Schutzmaßnahmen rüsten, um im Fall der Fälle die Auswirkungen auf ihre Tiere so gering wie möglich zu halten. Es sollte eigene Stallkleidung getragen werden, der Kontakt zwischen Haus- und Wildvögeln möglichst vermieden werden und kein Oberflächenwasser als Tränkewasser verwendet werden.“

Insgesamt gab es in Deutschland bei der jüngsten Geflügelpestwelle über 1000 betroffene Wildvögel und rund 80 bestätigte Fälle beim Hausgeflügel. In Rheinland-Pfalz waren es 22 Ausbrüche bei Wildvögeln und zwei betroffene kleinere Hausgeflügelbestände. Im Kreis Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz gab es zwei Nachweise bei Wildvögeln (Reiherenten und Möwenvogel). Durch frühzeitige und konsequent umgesetzte Biosicherheitsmaßnahmen in den Hühnerbetrieben konnte der Übergriff auf Hausgeflügelbestände komplett verhindert werden.

Neue Ausgabe der Blätter zum Land: Von Saar-Lor-Lux zur Großregion

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"Rheinland-Pfalz - Partner in der Großregion" in der Reihe "Blätter zum Land" der Landeszentrale für politische Bildung erschienen / Kostenlos erhältlich

Die Blätter zum Land der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz erschienen erstmals im Jahre 1999 und entwickelten sich zu einem Renner.

Ab sofort ist die Ausgabe 73 "Rheinland-Pfalz - Partner in der Großregion" kostenlos erhältlich. Autor Dr. Otto Schmuck präsentiert in der neuen Publikation einen Überblick über Geschichte und Aufgaben der "Großregion Saar - Lor - Lux -Rheinland-Pfalz - Wallonie - Französische und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens", die zur Vereinfachung meist "Großregion" genannt wird. Was 1974 als Großregion "Saar-Lor-Lux" - zunächst gegründet vom Saarland, von Lothringen und von Luxemburg - seinen Anfang für eine regionale Zusammenarbeit in Europa nahm, wurde 1992 durch die Gebiete Trier/Westpfalz und 1994 schließlich die Wallonie, deren Deutschsprachige Gemeinschaft und das restliche Gebiet von Rheinland-Pfalz erweitert. Die Großregion ist heute mit rund 11,5 Millionen Bewohnerinnen und Bewohnern ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor in Europa.
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Warn- und Informationssystem Katwarn wird getestet

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Probealarm am 3. April, 11 Uhr

KREIS MYK. Einen Probealarm des elektronischen Warn- und Informationssystems KATWARN, das im Landkreis Mayen-Koblenz seit März 2015 im Einsatz ist, kündigt die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz für Montag, 3. April, um 11 Uhr an. Der Probebetrieb wird 30 Minuten andauern und in allen Kommunen des Landkreises geschaltet. Es wird die Funktionsfähigkeit der  „Warnung der Bevölkerung“ überprüft.

Bei Gefahrensituationen wie Hochwasser, Großbränden oder Industrieunfällen ist es mit dem Warn- und Informationssystem zusätzlich zu den etablierten Warnungen durch Polizei, Feuerwehr sowie Fernsehen und Rundfunk möglich, den Bürgern per Smartphone-App Warnungen und Verhaltenshinweise herauszugeben. Zudem übermittelt die Anwendung Warnungen zu „extremen Unwettern“ des Deutschen Wetterdiensts. Die Anmeldung ist freiwillig und kostenfrei. Wer kein Smartphone besitzt, kann Katwarn auch als SMS- oder E-Mail-Service abonnieren.“

Die Mayen-Koblenzer Nutzer von Katwarn werden den Hinweis bekommen, dass es sich bei der Alarmierung um einen Probealarm handelt.

Weitere Informationen im Internet unter www.kvmyk.de oder www.katwarn.de .

Heimische Gehölze in Kommunen richtig pflanzen, pflegen und nutzen

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KREIS MYK. „Natur im Zwischenraum“ war Thema eines Vortrags, in dem Gärtnermeisterin Johanna Wieg Bürgermeistern, Ratsmitgliedern und Gemeindemitarbeitern die Vorteile heimischer Gehölze auf kommunalen Grünflächen näherbrachte.

„Heimische Gehölze sind all die Pflanzenarten, die schon vor der Entdeckung Amerikas in unseren Breitengraden ohne menschliches Zutun wuchsen. An diese Gehölze sind bereits viele heimische Tierarten angepasst.“ Rüdiger Kape, Koordinator der Integrierten Umweltberatung in der Kreisverwaltung, erklärt, warum es sich lohnt, heimische Gehölze anzupflanzen. Mehrere dieser Arten seien bestens für die Verwendung in der Stadt geeignet, da sie mit dem besonderen Standort Stadt gut zurechtkommen. In den Städten herrscht oft eine schlechte Luftqualität, viele Flächen sind entweder bebaut oder versiegelt, der Boden ist oft verdichtet. Staunässe oder Trockenheit können die Folge sein. Im Winter setzt den Pflanzen an vielen Stellen Streusalz zu. Generell gilt für alle Pflanzen: Der Standort muss passend gewählt werden. An ein giftiges Gewächs, beispielsweise eine Eibe  in der Nähe eines Kindergartens, dessen Früchte die Kinder verzehren könnten, ist nicht zu denken. Ebenso sind stark behangene Bäume an oder über Parkplätzen zu vermeiden, wenn durch herabfallende Früchte Autos beschädigt oder verschmutzt werden könnten. Auch müssen Pflegenotwendigkeit und Nutzung der Gehölze durch verschiedenste Tierarten bedacht werden. Vielen Gemeinden fehlen hier oft die Möglichkeiten, sich immer um jeden gepflanzten Baum zu kümmern.

Für Tiere stellen heimische Gehölze nicht selten ihre Nahrungsgrundlage und ihren Lebensraum dar. So werden etwa die Beeren der Felsenbirne gerne von Vögeln verzehrt. Einem Baum der gut für die Einzelstellung geeignet ist und der das städtische Klima verkraftet. Die Ansprüche an den Boden, in dem er eingepflanzt wird, sind wiederum gering.

Die Haselnuss kann als einzelner Strauch oder als Hecke gepflanzt werden. In beiden Formen ist sie bei zahlreichen Vögeln und Nagern gleichfalls als Nahrungsquelle beliebt. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie kaum mit anderen Pflanzen konkurriert.

Die Eiche ist wohl eines der bekanntesten Gehölze der Liste und ist nicht nur ein wichtiger Pollenlieferant, womit sie den Bienen eine Nahrungsquelle gibt, sondern sie ist auch die Nahrungsgrundlage für den Eichelhäher. Hier bezieht der Vogel besonders im Winter seine Nahrung. Zudem ist der Baum absolut robust. Die Eiche übersteht das Stadtklima problemlos und hält sogar Überschwemmungen Stand. Die tiefdringende Pfahlwurzel gelangt bis ins Grundwasser.

Ebenso zu den heimischen Gehölzen gehört die Mehlbeere. Sie bedarf keiner Pflege und ist absolut anspruchslos. Weder Trockenheit, noch ein schlechter Boden, schränken sie ein. Auch an das schadstoffreiche Stadtklima gewöhnt sich die Mehlbeere schnell.

Im Mühlental haben Amphibien nachts Vorrang

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Koblenz. Noch bis zum Ende der Hauptwanderzeit haben Kröten, Frösche, Molche und Salamander nachts im Mühlental Vorrang. Weil die Tiere in ihre Laichgebiete wandern und von dort zurück kommen, wird die Straße in der Zeit von 18.00 bis 07.00 Uhr aus Richtung Arenberg hinter der Einmündung des Kastanienwegs bis zur Abzweigung nach Ehrenbreitstein für den Durchgangsverkehr gesperrt. Anlieger dürfen die Straße langsam befahren.

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