Montag, 25. September 2017

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Gewaltprävention geht alle an - Wochen der Gewaltprävention erneut mit guter Resonanz.

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In diesem Jahr rund 1500 Teilnehmer bei den Angeboten

Von Petra Job

Von  Mai bis Ende Juni  veranstaltete der Arbeitskreis Gewaltprävention seine jährlichen Projektwochen. In diesem Jahr wurden rund 40 verschiedene Veranstaltungen angeboten – vom Film, über Workshops und Kurse bis hin zu Theateraufführungen und Sport. Das Angebot richtete sich an Schulen, Eltern, Kinder und Jugendliche. Getragen wird der Arbeitskreis von der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg.

Das Feld “Gewaltprävention“ ist in den vergangenen Jahren weiter und zudem undurchsichtiger geworden. Facebook, WhatsApp und viele andere Plattformen der digitalen Welt können nicht nur Segen sein, sondern auch zum Fluch werden. Dann nämlich, wenn vor allem Kinder und Jugendliche in die Mechanismen des anonymen Terrors geraten, Mobbing und Bedrohungen ausgesetzt sind. Oft fängt es schleichend an und kann schließlich sogar tödlich enden – wenn Kinder und Jugendliche keinen Ausweg mehr wissen.

War es früher der Schlag in die Magengrube oder jener auf das Nasenbein, so sind die Formen der Gewalt heute vielschichtiger, undurchschaubarer und folglich auch bedrohlicher. Mädchen müssen die Schule wechseln, weil plötzlich Nacktbilder von ihnen im Netz auftauchten, Heranwachsende werden gemobbt oder über SMS-Systeme unter psychischen Druck gesetzt – die Fälle häufen sich.

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Probealarm in Rheinland-Pfalz mit Handywarnsystem KATWARN

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Dreimal jährlich erfolgt ein Probealarm mit dem Katastrophenwarnsystem KATWARN. Am Montag, 01. August ist es wieder soweit: In den Landkreisen und kreisfreien Städten, die bereits KATWARN nutzen, erhalten die dort angemeldeten Personen kurz nach 9 Uhr eine Probewarnung auf ihrem Smartphone oder Handy. Die Anmeldung und Nutzung des Systems ist kostenlos und freiwillig.

Am Montagvormittag, 1.8. schrillen in vielen Regionen in Rheinland-Pfalz gegen 9 Uhr die Mobiltelefone mit der Meldung: „KATWARN Probealarm – gültig ab sofort“! Seit Januar 2015 unterstützt das Warnsystem KATWARN per Smartphone-App oder SMS und E-Mail die Gefahrenabwehr in Rheinland-Pfalz und sendet im Gefahrenfall Warnungen direkt zu den betroffenen Menschen. Voraussetzung: die Personen haben sich die kostenlose App bereits auf Ihr Smartphone geladen oder sich per SMS angemeldet.

„Regelmäßige Probealarme stellen sicher, dass das KATWARN-System die Menschen zuverlässig erreicht und erinnert daran, den Warnservice zu nutzen. Denn KATWARN ist neben Sirenen, Lautsprecher, Radio und Internet ein fester Bestandteil der kommunalen Gefahrenabwehr; die Anmeldung und Nutzung des kostenlosen Warnsystems ist aber freiwillig“, betont Volker Lemgen vom Referat Brand- und Katastrophenschutz bei der Kreisverwaltung Neuwied.

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Tödliche Gefahr für Pferde und Esel: Tierhalter müssen Giftpflanzen kennen

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Grünschnitt nicht an angrenzenden Weiden entsorgen

KREIS MYK. Eiben, Oleander, Rhododendron. Schöne Bäume, schöne Pflanzen - die für Esel und Pferde jedoch tödlich sein können. Tierhalter müssen darauf achten, dass keine Hecken und Anpflanzungen auf der Koppel mit Giftpflanzen begrünt sind. Darauf weist das Veterinäramt der Kreisverwaltung hin.

„Schon 100 bis 200 Gramm der Eiben-Nadeln können für Pferde und Esel tödlich wirken, wobei die schädigende Wirkung und die klinischen Erscheinungen durch das Alkaloid Taxin in erster Linie auf Atmung und Kreislauf einwirken“, so Dr. Rudolf Schneider, Leiter des Veterinäramtes der Kreisverwaltung. Neben der Eibe sind auch Buchsbaum, Lebensbaum, Oleander und Rhododendron für Pferde und Esel aufgrund ihrer Giftigkeit als Futterpflanze völlig ungeeignet.

Tierhalter müssen also darauf achten, dass keine Hecken und Anpflanzungen auf der Koppel mit Giftpflanzen begrünt sind. Besitzer von Privatgrundstücken sollten niemals Garten- und Pflanzenabfälle über angrenzende Weiden entsorgen. Schneider rät allen Tierhaltern dringend, die eigenen Weiden regelmäßig auf Giftpflanzen zu kontrollieren, da auch die Futteraufnahme des Jakobskreuzkrautes für Pferde tödlich enden kann: „Jakobkreuzkraut, eine gelb blühende und bis zu einem Meter hohe Pflanze, enthält Pyrrolizidin-Alkaloide, die bei Pferden zu Unruhe, schwankendem Gang, schwerer Leberzellschädigung und Kreislaufversagen führen kann.“ Zwar nehmen Pferde, wenn sie genügend Weidegras zur Verfügung haben, gewöhnlich diese Pflanze nicht auf, jedoch können Flächen, auf denen Weidegras zur Heugewinnung gewonnen wird, dann eine Gefahr darstellen, wenn Jakobskrautpflanzen Bestandteil der Heuballen sind.

„Ich rate auch, kein Heu oder Raufutter unbekannter Herkunft zu kaufen. Bei einem Verdacht auf eine Vergiftung sollte unbedingt ein Tierarzt hinzugezogen werden“, so Schneider. „Er kann bei langsamen Verlaufsformen mit entsprechenden Medikamenten eingreifen.“ Als Symptome können bei Vergiftungen durch Pflanzen insbesondere Muskelzittern, Kolikanfälle, Durchfall und Blutharn, verstärkter Speichelfluss und Lähmungen festgestellt werden. Wichtig ist auch, dass der Tierhalter für spätere Untersuchungen alle Futtermittel und verdächtige Pflanzenteile sicherstellt.

Weitere Informationen bei Dr. Rudolf Schneider unter Telefon 0261-108459.

 

Eine Portion Sicherheit im Gepäck

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Damit es wirklich die „schönsten Wochen des Jahres“ bleiben

Endlich – die Sommerferien stehen vor der Tür! Viele Rheinland-Pfälzer starten gleich in den ersten Ferientagen in ihren wohlverdienten Jahresurlaub. Und weil das Wetter nicht unbedingt zum Urlaub daheim und „auf Balkonien“ einlädt, werden die meisten das Weite suchen, wo es wärmer und sonniger ist.

Damit Sie entspannt in den Urlaub starten können, hier eine kleine Checkliste:

  • Auto durchgechecked und startklar für die Reise?
  • Gepäck nicht einfach in den Kofferraum gestopft, sondern sicher verstaut? Fahrräder und Dachgepäck ordnungsgemäß gesichert?
  • Wer bekommt den Schlüssel fürs Haus, um Blumen zu gießen, den Briefkasten zu leeren oder die Katze zu füttern?
  • Weiß mindestens ein Nachbar, dass Sie nicht zu Hause sind, damit er ein Auge auf „ungebetene Besucher“ haben kann?
  • Sind Kühlschrank und Mülleimer geleert, elektrische Geräte ausgeschaltet und das Wasser abgedreht?
  • Ist die Reiseapotheke mit dem Notwendigen bestückt und der Inhalt auch noch haltbar?
  • Hab ich wichtige Telefonnummern (Bank, Versicherung, Kreditkarten-Sperrnummer, Nachbarn) notiert/gespeichert und Kopien der notwendigen Dokumente im Gepäck?
  • Sind alle Tickets und Buchungsbestätigungen an Bord?
  • Für längere Autofahrten: Lieber etwas zu essen und zu trinken einpacken – dann lässt sich jeder Stau besser aushalten!
  • Informieren Sie sich über Rechte und Pflichten in den Ländern, in denen Sie unterwegs sin: Gibt es Besonderheiten bei den Verkehrsregeln, wo liegen Tempolimit und Promillegrenze, welche Strafen drohen?

Nicht vergessen: Einbrecher und Diebe machen niemals Urlaub! Deshalb bitte NICHT auf dem Anrufbeantworter die Info hinterlassen, dass sie nicht zu Hause sind, oder eMails mit der automatischen Rückmeldung „Ich bin dann mal weg…“ beantworten! Auch schöne Bilder von Ihrem Urlaubsort in den sozialen Netzwerken im Internet können potenzielle Einbrecher anlocken – denn die wissen dann, dass sie freie Bahn haben…

Damit Sie mit dem Auto oder dem Wohnmobil sicher unterwegs sind und entspannt ans Ziel kommen:

  • Sich hetzen und aufs Gas drücken, bringt gar nichts! Besser: Regelmäßig Pausen einlegen. Müdigkeit und Unkonzentriertheit können zu bösen Unfällen führen!
  • Achten Sie bei Pausen auf Park- und Rastplätzen auf ihre Sachen! Schließen Sie Ihr Fahrzeug unbedingt ab, auch wenn Sie nur kurz zur Toilette gehen oder sich in der Nähe aufhalten. Und lassen Sie Wertgegenstände nicht „auf dem Präsentierteller“ offen im Fahrzeug liegen.
  • Und falls Sie von Fremden angesprochen werden, seien Sie wachsam – es könnte ein Ablenkungsmanöver sein. Und lassen Sie sich nicht zu irgendwelchen dubiosen Kauf- oder Tauschgeschäften überreden!

Am Urlaubsziel ist Entspannung und Erholung angesagt sein. Aber Langfinger gibt es schließlich überall. Deshalb:

  • Seien Sie insbesondere in belebten Städten, im Gedränge an Touristenattraktionen oder auch in der U-Bahn auf der Hut vor Taschendieben (Stichwort: „Antanzen“)! Verschließen Sie Ihre Tragetaschen und tragen Sie sie eng am Körper! Geldbeutel und Papiere verstauen Sie am besten in Innentaschen der Kleidung, und nehmen Sie nur so viel Bargeld wie nötig mit zur „Sightseeing-Tour“!
  • Auch beim Bezahlen aufmerksam sein! Lassen Sie sich kein Falschgeld andrehen! Und achten Sie beim Bezahlen mit „Plastikgeld“ darauf, dass niemand ihre PIN ausspäht und Sie auch wirklich wieder ihre eigene Karte zurück erhalten und nicht irgendeine andere.
  • Falls der Geldautomat nicht das gewünschte Bargeld ausspuckt, laufen Sie nicht einfach weg. Es könnte eine Cash-Trapping-Masche sein. Bleiben Sie am Automat stehen und bitten Sie um Hilfe oder verständigen per Handy die Polizei!
  • Sich nicht weglocken zu lassen, ist auch ein Tipp für den Strand. Lassen Sie Ihren Liegeplatz, an dem vermutlich auch Ihre Tasche mit Kleidung und Wertgegenständen abgelegt ist, nicht unbeaufsichtigt! Nehmen Sie am besten keine wertvollen Sachen mit zum Strand, sondern lassen Sie in der Ferienwohnung, beziehungsweise im Hotel. Aber auch dort gilt: Die Sachen nicht offen herumliegen lassen, sondern am besten in einem verschließbaren Schrank (noch besser im Hotel-Safe) verstauen!
  • Falls Sie am Urlaubsort ein Internet-Café besuchen, achten Sie darauf, keine Seiten anzuklicken, bei denen Sie Ihre privaten Passwörter eingeben müssen. Online-Banking sollte besser vermieden werden. Wenn möglich, prüfen Sie, ob es eine sichere Internet-Verbindung ist. Freies W-Lan lieber nicht nutzen.
  • Es ist toll, im Urlaub neue Menschen kennenzulernen – aber bevor Sie diese nicht „gut“ kennen, sollten Sie lieber nicht zu vertrauensselig sein und jedem gleich Ihre Heimatadresse auf die Nase binden!
  • Vorsicht vor Alkohol und Drogen – erst recht im Ausland! Die Gefahr, im „berauschten“ Zustand Opfer einer Straftat zu werden, ist um ein Vielfaches höher!

Und was die Rückreise betrifft: Vorsicht vor besonderen Urlaubs-Souvenirs aus fernen Ländern! Es gibt teilweise sehr rigorose Bestimmungen, was die Ausfuhr von Antiquitäten, Steinen, Blumen, Pflanzen oder auch Tieren angeht. Informieren Sie sich!

Wir wollen, dass Sie Ihren Urlaub in schöner Erinnerung behalten!

Bei weiteren Fragen – sprechen Sie uns einfach an! Unsere Präventionsberater helfen Ihnen gerne weiter. Informationen finden Sie natürlich auch im Internet unter www.polizei-beratung.de

POLIZEIPRÄSIDIUM KOBLENZ

Gefährdung des Kindeswohls

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Mehr als 2.400 Fälle im vergangenen Jahr

Die rheinland-pfälzischen Jugendämter haben auf der Grundlage von Verdachtsmeldungen im Jahr 2015 insgesamt 6.708 Verfahren zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung abgeschlossen, 275 bzw. vier Prozent mehr als im Vorjahr. Damit waren nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gut ein Prozent aller Kinder unter 18 Jahren von einem derartigen Verfahren betroffen.

In 2.424 Fällen, also bei mehr als einem Drittel (36 Prozent) der Verdachtsmeldungen, wurde im Zusammenwirken der beteiligten Fachkräfte tatsächlich eine akute oder latente Gefährdung des Kindeswohls erkannt. Eine Kindeswohlgefährdung liegt dann vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes bzw. Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist.

Eine akute Kindeswohlgefährdung wurde in 1.069 Verfahren festgestellt (16 Prozent). Kann eine tatsächlich gegenwärtige Kindeswohlgefährdung nicht eindeutig beantwortet werden, so liegt eine latente Gefährdung vor. Die Einschätzung der Fachkräfte führte in 1.355 Fällen (20 Prozent) zu einem solchen Ergebnis.

Keine Gefährdung des Kindeswohls lag bei 4.284 aller Verdachtsfälle  vor (64 Prozent). Bei weit mehr als der Hälfte dieser Verfahren (2.405 Fälle) wurde aber dennoch ein Hilfebedarf festgestellt, etwa in Form von Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die Mütter und Väter. Kein weiterer Hilfebedarf bestand dagegen in 1.879 Verdachtsfällen.

Auf der Grundlage des Kinderschutzgesetzes sind die Jugendämter verpflichtet, eine Gefährdungseinschätzung vorzunehmen, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen vorliegen. Auf Initiative von Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft wurden 1.465 Verfahren in die Wege geleitet. Verdachtsmeldungen von Bekannten oder Nachbarn der Kinder führten zu 989 Verfahren; dies sind 70 Fälle mehr als im Vorjahr. Auch anonyme Meldungen waren häufig Ausgangspunkt derartiger Verfahren; in 659 Fällen erreichte das Jugendamt eine Verdachtsmeldung auf diesem Weg.

Zum 1. Januar 2012 trat ein neues Bundeskinderschutzgesetz in Kraft. Dieses Gesetz regelt verschiedene Maßnahmen, mit dem Ziel eines deutlich verbesserten Kinderschutzes. Über alle Verfahren zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung ist bei den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe (Jugendämtern) jährlich eine Erhebung durchzuführen (§ 98 Absatz 1 und § 99 Absatz 6 SGB VIII). Für die Statistik sind in Rheinland-Pfalz 41 Jugendämter auskunftspflichtig. Die Erhebung erstreckt sich auf die innerhalb eines Kalenderjahres abgeschlossenen Verfahren zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung.

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