Donnerstag, 22. Juni 2017

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Vierbeiner an Badegewässern: „Wir müssen leider draußen bleiben!“

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Wasserqualität hängt entscheidend von wichtigen Regeln ab

KREIS MYK. Die ersten sommerlichen Temperaturen laden zu Ausflügen und zum Baden auch an den Waldsee Rieden und den Waldsee Kruft, die beiden Badeseen im Landkreis Mayen-Koblenz ein. Beide bieten eine hervorragende Wasserqualität. Damit das so bleibt, appellieren Wasserbehörde und Gesundheitsamt des Kreises jedoch, gewisse Regeln zu beachten - insbesondere wenn es um begleitende Vierbeiner geht.

„Während der Badesaison von Juni bis zum August überwachen wir besonders die strengen Vorgaben“, erklärt Astrid Dott von der Naturschutzbehörde. Das übernimmt das Gesundheitsamt mit der Unteren Wasserbehörde und dem Landesamt für Umwelt. Dabei geht es vor allem um zwei Punkte: den Gesundheitsschutz für den Menschen und den Schutz der Natur.

So ist an allen Badeseen und Badestellen (Liegewiesen) in Rheinland-Pfalz das Baden und Mitbringen von Hunden verboten: „Auch wenn wir in der Badesaison genauer hinschauen: Dieses Verbot gilt ganzjährig“, so Dott. Selbst in den angrenzenden Freizeitanlagen und Spazierwegen besteht Anleinpflicht. „Leider ist das bei einigen Haltern nicht so selbstverständlich, wie wir uns das wünschen. Noch ärgerlicher sind die hinterlassenen ´Tretminen´ der Hunde“, sagt auch Dr. Jürgen Otten, Leiter des Gesundheitsamtes. Diese Nachlässigkeiten können in den Badeseen zu massiven Problemen bei der Wasserqualität führen, im schlimmsten Fall zur Schließung: „Wir ziehen alle zwei bis drei Wochen Proben. Dabei werden auch die Infrastruktur und Sanitäreinrichtungen sowie die Uferzone der Badebereiche besichtigt.“ Gibt es Mängel, wird deren Beseitigung veranlasst. Die Wasserproben werden mikrobiologisch untersucht. Gibt es coliforme Keime oder Salmonellen?

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Internationale Führerscheine rechtzeitig beantragen

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KREIS MYK. Die Urlaubszeit lockt viele ins Ausland. Zu den Vorbereitungen gehört neben einem Blick auf die Gültigkeit der Ausweisdokumente und der notwendigen Impfungen manchmal auch die Frage, ob der eigene Führerschein in dem Urlaubsland überhaupt anerkannt wird. In Europa meist kein Problem mit einem Kartenführerschein, aber außerhalb kann ein internationaler Führerschein notwendig sein. „Auch in Europa kann es mit dem ´rosa oder grauen Lappen´ schon mal zu Verwirrungen kommen“, weiß Birgit Gellert, Referatsleiterin im Kreishaus.

Der internationale Führerschein ist bei der für den Wohnort zuständigen Führerscheinstelle möglichst vier bis sechs Wochen vor Reiseantritt zu beantragen. „Nötig ist ein gültiger Personalausweis, ein biometrisches Passfoto und einen Euro-Kartenführerschein. Die Gebühren für den internationalen Führerschein halten sich mit 16 Euro überschaubar“, so Gellert. Hat der Fahrer noch keinen Euro-Kartenführerschein, ist dieser gleichzeitig zu beantragen und der „alte Lappen“ umzutauschen. Dann wird ein weiteres biometrisches Passfoto und eine Abschrift der bisherigen Führerscheinstelle als ausstellende Behörde benötigt. Die Gebühren für die Umstellung betragen 24 Euro.

Um unliebsame Überraschungen beim Ausleihen eines Kfz oder bei Kontrollen am Urlaubsort zu vermeiden, empfiehlt die Führerscheinstelle allen Reisenden, insbesondere außerhalb Europas, sich auch über die notwendigen Führerscheinregeln im Urlaubsland zu informieren: „Diese Informationen sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes oder auch bei den Botschaften und vielen Automobilclubs kostenfrei zu erhalten, wo auch meistens zusätzliche Tipps für Reisende den Urlaub noch verschönern können“, so Gellert.

 

 

Nur wenige Wochen für die Schafschur

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KREIS MYK. Schäfer müssen für eine tierschutzgerechte Ernährung und Pflege sowie eine verhaltensgerechte Unterbringung ihrer Tiere sorgen. Hierzu zählen auch eine regelmäßige Klauenpflege und Entwurmung. Darauf weisen die Veterinäre der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hin.

„Schafe müssen im Mai/Juni geschoren werden. Dadurch ist im Herbst und Winter ein ausreichender Wärmeschutz durch die Wolle  gewährleistet“ und im Sommer werden Hitzeschäden vermieden, so Dr. Simone Schmitz.

„Bei nassem Wetter und Temperaturen unter Null Grad muss ein spezieller Schutz vor Regen für trächtige Schafe und Mutterschafe mit ihren Sauglämmern bis zur vierten Lebenswoche zur Verfügung stehen. Ein dreiseitig geschlossener Unterstand mit Stroheinstreu reicht aus“, so Schmitz. Sollte ein Pferch in Flussauen errichtet werden, so muss auch bei höherem Wasserstand ausreichend trockene Fläche vorhanden sein. „Weitere Mindestforderungen bestehen auch bezüglich der Ernährung der Schafe, indem auf ein ausreichendes und tierartgerechtes Futter sowie sauberes und regelmäßig angebotenes Tränkwasser zu achten ist.“

Info unter 0261/108-605

 

Ausländische HU-Plakette wird nicht anerkannt

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Kfz-Hauptuntersuchungen im Urlaub oder bei längeren Auslandsaufenthalten

KREIS MYK. Viele genießen ihren Urlaub im Ausland und nicht wenige fahren mit dem eigenen Fahrzeug. Neben den üblichen Funktionskontrollen vor der Abfahrt sollte auch ein Blick auf die HU-Plakette geworfen werden: „Wer im Ausland feststellt, dass seine HU abgelaufen ist, muss zwar nicht seinen Urlaub abbrechen, aber nach der Rückkehr in die Bundesrepublik muss die  fällig gewordene Haupt- und Abgasuntersuchung oder Sicherheitsprüfung unverzüglich nachgeholt werden“, sagt Birgit Gellert, Leiterin des Referats Straßenverkehr im Kreishaus.

Die Fahrzeugprüfung im Ausland – auch innerhalb Europas – durchführen zu lassen, entbindet nicht von der HU-Pflicht in Deutschland und wird auch nicht anerkannt. „Die HU-Plakette und die Eintragung der erfolgreichen Haupt- und Abgasuntersuchungen sind national-staatlich geregelte Aufgaben, daher ist ein ausländisches Prüfungsprotokoll in Deutschland nicht gültig.“

Maßgeblich ist das Land der Zulassung. So kann für ein in Deutschland zugelassenes Kfz trotz längeren Aufenthalts im Ausland, etwa zum Studium oder zur Arbeit, nur in Deutschland eine gültige HU durchgeführt werden: „Das bedeutet, ein Fahrzeug ist von den örtlichen Prüfstellen in dem Land zu überprüfen, in dem es angemeldet ist.“ Die Zulassung des Kraftfahrzeugs richtet sich auch international allerdings nach dem Wohnsitz seines Halters: „Autos mit deutschem Kennzeichen, die länger im Ausland gefahren werden, müssen in Deutschland abgemeldet und in dem jeweiligen Land zugelassen werden“, so Gellert. Sie empfiehlt, sich rechtzeitig bei den Automobilclubs, anerkannten HU-Prüfstellen oder auch bei den jeweiligen Botschaften und Konsulaten über die nationalen Regeln zu informieren.

Stummer Protest gegen Lärm

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Mahnwachen zum „Internationalen Tag gegen Lärm“ – Pro Rheintal ruft die Bevölkerung zur Mitwirkung auf

Zum Internationalen Tag gegen Lärm, am Mittwoch, 27. April 2016, rufen das Bürgernetzwerk Pro Rheintal und weitere Initiativen die Bevölkerung im Rheintal und Rheingau auf, sich in ihrer jeweiligen Gemeinde mittags zu einer Mahnwache zu versammeln. Mit dem stillen Protest soll insbesondere auf die nach wie vor unerträgliche Bahnlärmbelastung auf beiden Seiten des Rheins aufmerksam gemacht werden. Die Bürgerinnen und Bürger demonstrieren dafür, dass das einzigartige und wunderschöne Tal endlich Ruhe bekommt.

Die Mahnwachen beginnen um 5 vor 12 Uhr und dauern etwa eine halbe Stunde. „5 vor 12 ist natürlich auch symbolisch gemeint“, erklärt Pro-Rheintal-Sprecher Frank Gross, „denn für die seit Jahren lärm­geplagten Anwohner zeigen sich die Effekte von Bahnlärm durch Gesundheitsschäden, Leerstände, Immobilienwertverluste und Infra­strukturabbau immer deutlicher.“

Eine vordringliche Forderung ist, dass an der Rheintalstrecke endlich der Bestandsschutz fällt und die Menschen einen Rechtsanspruch auf Lärmvorsorge erhalten. Als die Betriebsgenehmigungen erteilt wurden, gab es nachts keinen Schienengüterverkehr und die Waggons hatten eine Zulassung für 2,5 Tonnen Achslast, während es heute 25 Tonnen sind. Für die Anwohner würde die Aufhebung des Bestandsschutzes einen Anspruch auf die 11 dB(A) besseren Vorsorgewerte und damit einen wichtigen Schritt zu mehr Ruhe bedeuten. Neben der Umrüstung der Waggons, dem Instandsetzen der Strecken und den zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen aus der Machbarkeitsuntersuchung müssen außerdem die Schienen und Fahrzeuge nachhaltig überwacht und gepflegt werden. Pro Rheintal hat bereits vor Jahren Lösungsvorschläge für die einzelnen Rheingemeinden und das Tal insgesamt vorgestellt – daran muss jetzt weiter gearbeitet werden, sagt Gross.

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