Donnerstag, 25. Mai 2017

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Diebe greifen in die Tasche

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Taschendiebstahl: Polizei zeigt Schutzmöglichkeiten für Besucher von Volksfesten und anderen Veranstaltungen

Frühlingsfeste und andere Veranstaltungen unter freiem Frühlingshimmel locken viele Besucher – und viele Taschendiebe. Wie viel die Langfinger in so einer „Saison“ an finanziellen Schaden anrichten, lässt sich schwer ermitteln, ihre jährliche Schadensbilanz lag 2014 insgesamt aber bei 45,9 Millionen Euro. Auch für 2015 zeichnet sich dieser Trend bundesweit ab. Wie sich Besucher in Feststimmung vor dem Griff in die Tasche schützen können, zeigt die Polizei.

Taschendiebstahl ist ein Delikt, das durch Menschenansammlungen in zweifacher Hinsicht begünstigt wird. Täter nutzen die unübersichtliche Lage aus, um zum einen Wertsachen zu stehlen und zum andern, um in der Menschenmenge unterzutauchen. „Deswegen sollten Festbesucher auch im Gedränge stets Abstand zu Unbekannten halten und ihre Wertsachen im Blick behalten“, sagt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Nicht nur vorbeugend können Festbesucher tätig werden. „Nach einem Diebstahl sollten Betroffene diesen auf jeden Fall der Polizei melden und ihre Girokarte auch beim polizeilichen Meldesystem KUNO sperren lassen“, empfiehlt Klotter. Wer seinen Festbesuch plant und einige Sicherheitstipps beachtet, kann sich am besten vor den langen Fingern der Taschendiebe schützen.

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Knappschaft, Deutscher Kinderschutzbund und MMC stellen „Die Cybermights – Der Fall Ann-Kathrin“ vor

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Spielend und präventiv gegen Cybermobbing und für den sicheren Umgang im Netz

(Bochum/Berlin/München, 14. April 2016). Mit ihrem Präventionsprojekt „Firewall Live“ stärken die Krankenkasse Knappschaft und der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband bereits seit 2012 die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und fördern nachhaltig deren sicheren Umgang mit dem Internet sowie den sozialen Netzwerken. Nun stellen die Knappschaft, der Deutsche Kinderschutzbund und das Spiele-Studio MMC GAMES (MMC) das Adventure-Game „Die Cybermights – Der Fall Ann-Kathrin“ vor.

In „Die Cybermights – Der Fall Ann-Kathrin“ dreht sich alles um das Thema Datenschutz, speziell um die Gefahren mit persönlichen Informationen im Internet und um einen sicheren Umgang mit eigenen und Informationen Dritter. Kinder und Jugendliche werden spielerisch auf die Gefahren beim Umgang im Netz hingewiesen, und so wird, ganz nebenbei, Medienkompetenz bei den Spielern und Spielerinnen der Altersgruppe ab 12 Jahren erlangt.

Das Spiel ist als Co-Produktion von Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (DKSB) und MMC GAMES (MMC) im Rahmen der Kooperation zum Präventionskonzept „Firewall Live“ für die Krankenkasse Knappschaft erstellt worden.
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LKA-RP: "Gefahr in bunten Tütchen"

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In Sicherheitskreisen, Kliniken oder Arztpraxen ist ein enormer Anstieg sogenannter "Medizinischer Notfälle" zu verzeichnen, die auf den Konsum von Kräutermischungen, sogenannter "Legal Highs", zurückzuführen sind.

Um was handelt es sich aber bei diesen "Kräutermischungen", nach deren Konsum es vermehrt zu Einweisungen in Krankenhäuser kommt? Kräutermischungen fallen unter die Gruppe der sogenannten "Legal Highs", synthetisch hergestellte psychoaktive Stoffe, die insbesondere von Jugendlichen und Heranwachsenden konsumiert werden. Diese Stoffe werden überwiegend im Internet,  auch in Form von Badesalzen oder Raumlufterfrischern angeboten. Nicht alle "Legal High" Produkte sind jedoch so gesetzeskonform, wie es der Name zunächst vermuten lässt. In einer Vielzahl von Fällen unterliegen diese Substanzen, je nach Inhaltstoffen, auch den Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes (BTMG). Bisherige Untersuchungen ergaben, dass etwa 30 Prozent der durch das Landeskriminalamt Rheinland Pfalz überprüften Substanzen unter die Bestimmungen des BTMG fallen. An den bunten, oft harmlos erscheinenden Verpackungen ist dies jedoch nicht zu erkennen, da die Inhaltsstoffe auf den Päckchen nicht deklariert werden. Aber auch in den Fällen, in denen diese Stoffe nicht unter das BTMG fallen, besteht eine erhöhte Gefahr für die Gesundheit nach deren Konsum. Kräutermischungen, die überwiegend in bunten Tütchen vertrieben werden, enthalten neben den Kräutern rein synthetisch hergestellte Substanzen. Diese Substanzen, meist Cannabinoide oder ähnliche Stoffe, werden auf die Kräutermischungen (Trägermaterial) aufgetragen und später geraucht. Beim Konsum dieser Kräutermischungen entsteht eine ähnliche Wirkung wie beim Konsum von Haschisch, nur oft um ein vielfaches stärker. Aus diesem Grunde besteht permanent die Gefahr einer Überdosierung bzw. Vergiftung für den Konsumenten. Nach dem Konsum von Kräutermischungen zeigten sich bisher insbesondere folgende unerwünschte Reaktionen: Kreislaufzusammenbrüche, Zittern, Herzrasen bis zum Herzinfarkt. In Einzelfällen ist auch ein mehrtägiger Aufenthalt auf der Intensivstation eines Krankenhauses oder die Unterbringung in einer Psychiatrie erforderlich.
Problematik: Die Ärzte wissen meist nicht, welche Substanzen in den Kräutermischungen enthalten sind. Aus diesem Grunde ist es aus ärztlicher Sicht auch sehr schwer entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Polizei warnt daher nochmals eindringlich vor dem Genuss dieser neuen psychoaktiven Stoffe, deren gesundheitliche Folgen zum Teil unkalkulierbar sind. Sollten diese Substanzen auch noch dem BTMG unterliegen, ist neben den gesundheitlichen Folgen auch mit rechtlichen Problemen und einer Strafanzeige durch die Polizei zu rechnen.

US-Sanktionen machen Arme in Zielländern noch ärmer

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Matthias Neuenkirch und Florian Neumeier werten Daten von 1982 bis 2011 aus

Wirtschaftssanktionen sind in der internationalen Politik ein wichtiges Instrument, um die Politik in einem Zielland durch wirtschaftlichen Schaden zu beeinflussen. Kritiker befürchten, dass sich die Sanktionen zwar gegen Regierungen richten, aber hauptsächlich die Bevölkerung und insbesondere ärmere Schichten darunter leiden. In einer Untersuchung haben Juniorprofessor Dr. Matthias Neuenkirch (Universität Trier) und Dr. Florian Neumeier (Universität Marburg) diese Befürchtungen bestätigt. Am Beispiel der Vereinigten Staaten haben sie herausgefunden, dass US-Sanktionen in den Zielländern tatsächlich zu größerer Armut führen. Der negative Effekt verschärft sich, wenn sich andere Staaten oder internationale Organisationen an den Sanktionen beteiligen.

Neuenkirch und Neumeier finden heraus, dass die „Armutslücke“ in sanktionierten Ländern um 3,8 Prozentpunkte höher ist als in der nicht sanktionierten Kontrollgruppe. Die Armutslücke beschreibt den mittleren Abstand der verfügbaren Haushaltseinkommen der armen Bevölkerung zur Armutsgrenze. Dies ist auch vor dem Hintergrund besonders unfair, dass das herrschende Regime oftmals nicht demokratisch gewählt wurde. Darüber hinaus arbeiten die beiden Autoren heraus, dass die Konsequenzen im Hinblick auf die Armut größer sind, wenn sich weitere Staaten oder internationale Organisationen den Sanktionen anschließen. Schließlich stellen die Wissenschaftler auch fest, dass die Entwicklungshilfe für die sanktionierten Länder und das Handelsvolumen in den Zielländern zurückgehen.

In der im „Journal of Development Economics“ erschienenen Studie untersuchen der Juniorprofessor an der Universität Trier und der Postdoktorand an der Philipps-Universität Marburg diese Effekte, die bis dato nur durch qualitative Evidenz anhand einzelner Länderstudien unterstützt waren. Auf der Basis eines umfangreichen Datensatzes für den Zeitraum 1982–2011 untersuchen sie den Einfluss auf Länder, die tatsächlich US‐Sanktionen ausgesetzt waren. Diese Länder setzen sie in Vergleich zu einem mit Hilfe eines „Matching-Ansatzes“ gewichteten Datensatz von Ländern, die der erstgenannten Gruppe sehr ähnlich sind, aber keinen US‐Sanktionen ausgesetzt sind. Damit wird sichergestellt, dass die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen nur durch US-Sanktionen verursacht werden und nicht durch die in den sanktionierten Ländern typischerweise schlechtere politische und ökonomische Situation.

Der vollständige Aufsatz kann hier abgerufen werden:

www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0304387816300177

Mehr als 5.700 Einbürgerungen in 2015

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Im Jahr 2015 erhielten 5.756 in Rheinland-Pfalz lebende Ausländerinnen und Ausländer einen deutschen Pass. Dies sind fast 200 Einbürgerungen mehr als im Vorjahr (plus 3,4 Prozent). Somit setzt sich der bereits 2014 zu beobachtende leichte Anstieg der Einbürgerungszahlen fort. Die Hälfte der 3.189 Frauen und 2.567 Männer lebten bereits 14 Jahre oder länger in Deutschland. Mehr als 80 Prozent waren 18 Jahre und älter; die Altersspanne der Eingebürgerten reichte von unter Einjährigen bis zu 89-Jährigen. Im Durchschnitt waren die Eingebürgerten 31 Jahre alt. Mehr als die Hälfte der volljährigen Eingebürgerten waren verheiratet.

Wie bereits in den Vorjahren wurde die mit Abstand höchste Zahl von Einbürgerungsurkunden in den kreisfreien Städten Ludwigshafen (686) und Mainz (532) ausgehändigt. Die wenigsten Einbürgerungen erfolgten in den kreisfreien Städten Zweibrücken (12) und Pirmasens (35) sowie im Landkreis Cochem-Zell (37). Gemessen an der Zahl der Ende 2015 im Ausländerzentralregister registrierten Personen belegte, wie auch in den Vorjahren, die kreisfreie Stadt Koblenz den Spitzenplatz. Hier erhielten 2,5 Prozent der dort lebenden Ausländerinnen und Ausländer einen deutschen Pass. Es folgte die kreisfreie Stadt Landau mit knapp zwei Prozent. Die relativ gesehen wenigsten Einbürgerungen gab es in der kreisfreien Stadt Zweibrücken (0,4 Prozent) sowie im Eifelkreis Bitburg-Prüm (0,5 Prozent).

Die Liste der am häufigsten eingebürgerten Nationalitäten wird wie im Vorjahr von türkischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern (1.037) angeführt. Es folgten Polen (424), Kosovaren (326), Italiener (245) und Ukrainer (230). Beschränkt man die Analyse auf Angehörige von Staaten, für die jeweils mindestens 100 Einbürgerungen zu verzeichnen waren, erhielten – gemessen an der Zahl der 2015 im Ausländerzentralregister verzeichneten Personen mit Wohnort in Rheinland-Pfalz – überproportional viele hier lebende Iraker (6,8 Prozent), Marokkaner (4,8 Prozent), Ukrainer (4,4 Prozent) und Iraner (4,1 Prozent) den von ihnen beantragten deutschen Pass.

Die Zahlen stammen aus der Einbürgerungsstatistik. Nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz haben insbesondere Personen, die mindestens acht Jahre in Deutschland leben, einen besonderen Anspruch auf Einbürgerung, wenn sie bestimmte, gesetzlich festgelegte Anforderungen erfüllen. Durch die Einbürgerung werden die Betroffenen gleichberechtigte deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger mit allen Rechten und Pflichten. Sie können in den Gemeinden, in den Ländern und auf Bundesebene wählen, selbst für ein Parlament kandidieren und damit ihre Interessen aktiv vertreten.

Autorin: Andrea Heßberger (Referat Bevölkerung, Gebiet, Zensus)

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