Samstag, 25. November 2017

Letztes Update:09:42:23 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Knappschaft warnt vor Ausspähversuchen

Drucken
Die Krankenkasse Knappschaft erhält derzeit vermehrt Hinweise auf Betrüger, die sich als Mitarbeiter der Knappschaft telefonisch an Versicherte wenden. Die Knappschaft warnt daher eindringlich vor Betrug. Beispielsweise werden Versicherte telefonisch aufgefordert, ihre IBAN mitzuteilen, da eine Prämie von 300 Euro angewiesen werden soll. Bekannt ist in diesem Zusammenhang die Telefonnummer (02203) 9898821. Die Knappschaft weist darauf hin, dass es sich in diesen Fällen nicht um Anrufe von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Knappschaft oder durch sie beauftragte Personen handelt. Niemand sollte aufgrund telefonischer Aufforderungen seine IBAN oder andere Auskünfte zu seiner Bankverbindung mitteilen. In Zweifelsfällen stehen die Mitarbeiter der Knappschaft unter der kostenlosen Servicenummer 08000 200 501 mit Rat und Hilfe zur Seite.

Zum Schulanfang: „Eltern, lasst die Kinder wieder zu Fuß gehen!“

Drucken
VCD und Deutsches Kinderhilfswerk geben Tipps für sicheren Schulweg

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD ermuntern zum Schulbeginn in Rheinland-Pfalz alle Kinder, ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Zugleich appellieren die Verbände an die Eltern, ihre Kinder dabei tatkräftig zu unterstützen. Nur so lässt sich ein souveränes Verhalten im Straßenverkehr trainieren. „Elterntaxi“, das muss nicht sein.

„Ob aus Gewohnheit oder Angst, Kinder mit dem Auto zu chauffieren, dafür gibt es meistens keinen Grund. Ganz im Gegenteil: Eltern, die ihr Kind bis vor das Schultor fahren, gefährden dabei andere Kinder. Hektisch geparkte Autos erzeugen insbesondere für Kinder unübersichtliche Situationen und den Kindern die auf der Rückbank sitzen, wird das Erfolgserlebnis verwehrt, den Schulweg eigenständig bewältigen zu können“, betont Claudia Neumann, Spielraumexpertin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Insbesondere mit jüngeren Kindern empfiehlt es sich, vor dem ersten Schultag, gemeinsam einen sicheren Weg festzulegen und mehrmals abzulaufen. Dieser Weg muss nicht der Kürzeste sein, sondern sollte schwierige Straßen und Kreuzungen möglichst umgehen.

Dort, wo das „Elterntaxi“ durch lange Schulwege oder fehlende Schulbusse nicht gänzlich zu vermeiden ist, regen die Verbände an, Fahrgemeinschaften zu gründen. Diese können das Verkehrsaufkommen vor den Schulen erheblich minimieren und so zu mehr Sicherheit beitragen. Empfehlenswert ist außerdem, in einiger Entfernung zur Schule einen gemeinsamen Punkt zum Aussteigen festzulegen oder sogar Elterntaxihaltestellen einzurichten. So können die Kinder auch hier die letzten 300 bis 500 Meter zu Fuß gehen.

Erfahrungen im Straßenverkehr vertiefen, aber auch die Vorteile des Zu- Fuß-Gehens entdecken, können Kinder während der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ zwischen dem 19. September und 30. September 2016. Zu diesen rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD gemeinsam auf. Die Anmeldung läuft bereits auf Hochtouren und jeder kann noch mitmachen unter www.zu-fuss-zur-schule.de.

Diese Aktion richtet sich gezielt nicht nur an die Kinder. Marion Laube, Mitglied im VCD-Bundesvorstand erklärt: „Während die Kinder beim Laufen Sicherheit im Straßenverkehr gewinnen, können sich die Eltern vergewissern, dass sie keine Angst um ihre Kinder haben müssen. Ganz im Gegenteil: Selbstsicherheit und Souveränität lernt man nur durch eigenständig zurückgelegte Wege. Deshalb, liebe Eltern, nehmt das neue Schuljahr zum Anlass und lasst das Auto stehen. Ihr tut euch und euren Kindern etwas Gutes.“

Übrigens: Unter allen, bis 31. August 2016 eingereichten Projektvorschlägen für die Aktionstage im September, vergeben das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD Preise im Gesamtwert von 1.000 Euro. Kreative Ideen sind gefragt! Ein Poster mit bisherigen, erfolgreichen Aktionsideen kann auf der Projektwebseite von VCD und DKHW bestellt werden. Jetzt anmelden und dem Elterntaxi eine Absage erteilen!

Weitere Informationen unter: Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“: www.zu-fuss-zur-schule.de
Tipps für den sicheren Schulweg: www.vcd.org/sicher-zur-schule.html
Erobere Dir die Straße zurück: https://www.vcd.org/strasse-zurueckerobern/

Wohnen im Alter

Drucken

Bätzing-Lichtenthäler: Land unterstützt Senioren bei Umbau der Wohnung

Wer seine Wohnung seniorengerecht umbauen will, kann in Rheinland-Pfalz einen kostenlosen Architekten-Hausbesuch zur Erstberatung und professionelle Hilfe bei der Nutzung der Finanzierungsangebote bekommen. „Wir wollen, dass ältere Menschen in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben können. Oft sind dafür Umbaumaßnahmen notwendig, die für Seniorinnen und Senioren alleine manchmal schwer zu organisieren sind. Dafür gibt es in Rheinland-Pfalz das Architekten-Team der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen sowie die praktische Unterstützung durch die Pflegestützpunkte“, erklärte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Sie ermutigt alle Betroffenen und ihre Angehörigen, die kostenlosen Beratungsangebote zu nutzen.

Die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen berät in Mainz und weiteren zwölf regionalen Beratungsstellen in Rheinland-Pfalz zu allen Fragen zum barrierefreien Bauen und Wohnen. Sie erarbeiten gemeinsam mit den Betroffenen Lösungen zu individuellen Wohnproblemen und informieren auch über passende Förderprogramme.

Weiterlesen...

Grundsicherung 2015: Erneut mehr Leistungsempfänger

Drucken

Anstieg um gut drei Prozent

Im Dezember 2015 erhielten 44.134 Menschen in Rheinland-Pfalz staatliche Unterstützung in Form von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stieg die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger dieser Sozialleistung gegenüber dem Vorjahr (damals noch Stichtagserhebung zum 31.12.) um 1.358 oder gut drei Prozent. Die Zahl erhöhte sich in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich; gegenüber 2010 ergibt sich eine Zunahme von rund 24 Prozent, im Vergleich zu 2003 – dem Jahr der Einführung dieser sozialen Leistung – errechnet sich sogar eine Steigerung um fast 90 Prozent.

Personen, deren Einkommen oder Vermögen nicht ausreicht, um den grundsätzlichen Bedarf für den Lebensunterhalt zu sichern, haben Anspruch auf Grundsicherung, wenn sie entweder die Regelaltersgrenze erreicht haben oder wenn sie mindestens 18 Jahren alt und in vollem Umfang dauerhaft erwerbsgemindert sind. Diese soziale Leistung wurde Anfang 2003 in erster Linie mit dem Ziel eingeführt, der so genannten verschämten Armut entgegenzuwirken. Vor allem ältere Menschen machten vor Einführung dieser Leistung Sozialhilfeansprüche häufig nicht geltend, da sie den Rückgriff auf ihre unterhaltsverpflichteten Kinder fürchteten. Bei der Grundsicherung werden im Regelfall weder Kinder von Grundsicherung beziehenden Senioren noch Eltern erwerbsgeminderter Kinder für ihre bedürftigen Angehörigen zur Kasse gebeten.

Die Leistungen wurden in fast 49 Prozent der Fälle von Personen im Alter zwischen 18 und der im Jahre 2015 geltenden Regelaltersgrenze (65 Jahren plus 4 Monate) wegen dauerhafter Erwerbsminderung in Anspruch genommen. Für gut 51 Prozent der Empfängerinnen und Empfänger wurde Armut im Alter gelindert. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Alter wurden hauptsächlich Frauen gewährt (62 Prozent), während Leistungen infolge einer Erwerbsminderung häufiger von Männern beansprucht wurden (55 Prozent).

In Städten anteilig mehr Empfängerinnen und Empfänger

Regional betrachtet zeigen sich große Unterschiede in der Inanspruchnahme. In den Landkreisen entfielen im Durchschnitt 11 Leistungsempfänger auf 1.000 volljährige Einwohner, in den kreisfreien Städten hingegen 18,5. Die – relativ gesehen – meisten Empfängerinnen und Empfänger hatte mit 24,1 Personen die kreisfreie Stadt Kaiserslautern, den geringsten Wert wies mit 6,7 Leistungsbeziehern je 1.000 Volljährige der Rhein-Pfalz-Kreis auf.

In den kreisfreien Städten wurden rechnerisch 115 Euro pro Einwohner ab 18 Jahre aufgewendet, in den Landkreisen waren es 61 Euro. Die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben je volljährigem Einwohner wurden mit 140 Euro in der kreisfreien Stadt Koblenz aufgewendet, die niedrigsten mit 40 Euro im Rhein-Pfalz-Kreis. Die durchschnittlichen Ausgaben je Empfänger lagen in den kreisfreien Städten zwischen 5.472 (Zweibrücken) und 6.914 (Worms) und in den Landkreisen zwischen 4.525 (Vulkaneifel) und 6.359 (Trier-Saarburg).

Die Daten stammen aus der Statistik der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, die erstmals für das Jahr 2015 zentral durch das Statistische Bundesamt und erstmals für den Monat Dezember (vormals zum Stichtag 31.12.) durchgeführt wurde. Die erhobenen Angaben werden zu Auswertungszwecken den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt. Mit der Umstellung der Erhebung auf eine zentrale Bundesstatistik findet auch die seit dem Jahre 2012 eingeführte Regelaltersgrenze in den Ergebnissen Berücksichtigung. Im Erhebungszeitraum Dezember 2015 hatten, durch die jährliche Anhebung der Regelaltersgrenze bedingt, Menschen mit einem Alter von 65 Jahren und 4 Monaten Anspruch auf Altersruhegeld. Die Daten der Ausgaben kommen aus der Statistik der Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe, die weiterhin durch das Statistische Landesamt aufbereitet wird. Die Angaben erhalten die Statistischen Ämter von den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung.

Autor: Gerhard Hehl (Sachgebiet Soziale Leistungen)

Buchsbaumzünsler wieder aktiv

Drucken

Kreislaufwirtschaft rät zur schnellen Entsorgung befallener Pflanzen

KREIS MYK. Der Buchsbaumzünsler, ein aus dem asiatischen Raum eingeschleppter Schädling, hat sich in Deutschland etabliert. Die Zahl kranker und sogar abgestorbener Pflanzen hat auch in Mayen-Koblenz in den vergangenen Jahren zugenommen. Anfang August sind die großen Raupen wieder vermehrt an den Buchsbäumen zu finden. Um die weitere Verbreitung des Schädlings zu verhindern, müssen befallene Pflanzen und Pflanzenteile schnell und fachgerecht entsorgt werden, teilt die Kreislaufwirtschaft mit.

Ist der Strauch nur gering befallen, kann die Pflanze durch das Herausschneiden der befallenen Pflanzenteile gerettet werden. Diese Buchsbaumteile gehören nicht auf den Kompost im Hausgarten, denn dort leben die Raupen weiter. Die Umweltberater des Landkreises raten, dass man befallene Pflanzen über die Biotonne entsorgt. Bei der Verwertung des Bioabfalls werden alle Entwicklungsstadien des Buchsbaumzünslers zuverlässig abgetötet. Größere Mengen von befallenem Buchsbaum-Schnittgut kann man am Wertstoffhof an der Zentraldeponie Eiterköpfe an der L117 zwischen Plaidt und Ochtendung anliefern. Im Gegensatz zu den anderen Grünabfallsammelplätzen im Kreisgebiet wird hier das anfallende Schnittgut schnell entsorgt, um die Weiterverbreitung des Schädlings zu verhindern.

Weitere Informationen: Umweltberater der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz (Telefon 0261/108-441 oder, -317

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL