Sonntag, 26. März 2017

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Fünf Tipps für ein sicheres Smartphone

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Smartphone sind kleine Computer – und genauso sollten sie behandelt werden, wenn es um die Sicherheit geht. Das unterschätzen aber viele Nutzer. Wer jedoch bei der Nutzung auch an den Aspekt Sicherheit denkt, kann sein Smartphone vor Schäden und Datenverlust schützen.

Die fünf Tipps der Polizei für ein sicheres Smartphone:

- Nutzen Sie den Gerätesperrcode, die automatische Displaysperre und aktivieren Sie stets die
SIM/USIM-PIN. Passwörter sollten getrennt vom Gerät aufbewahrt werden. Achten Sie bei der Eingabe von Zugangsdaten darauf, dass niemand Ihr Passwort ausspähen kann.

- Laden Sie keine Dateien aus unsicheren Quellen herunter. Nutzen Sie nur App-Stores seriöser
Anbieter.

- Aktivieren Sie drahtlose Schnittstellen nur bei Bedarf. Eine direkte Koppelung mit anderen
Geräten zum Austausch von Daten, etwa über Bluetooth oder NFC, darf nur mit vertrauenswürdigen Partnern geschehen.

- Verwenden Sie Online-Banking-Apps nicht auf dem gleichen Gerät, auf dem Sie auch die mobilen TAN
empfangen.

- Hinterfragen Sie Provider-Updates, die Sie per SMS, MMS oder als Link erhalten

– es kann sich um
Schadsoftware handeln.

Mehr Tipps unter:
www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/smartphone-sicherheit.html

Phishing: Keine vertraulichen Daten preisgeben

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Kriminelle versuchen alles, um an persönliche Daten von Menschen heranzukommen – und damit im fremden Namen Straftaten zu begehen.

Beim sogenannten Phishing verschicken sie gefälschte E-Mails
im Namen von Banken und Kreditinstituten. Mit dem offiziellen Anschein versuchen sie ihre ahnungslosen Opfer dazu zu bewegen, Kontonummern und andere höchstpersönliche Daten preiszugeben.

Die Polizei warnt immer wieder davor, vertrauliche Daten über E-Mails oder telefonisch preiszugeben.

- Vergewissern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben. Überprüfen Sie die Adressleiste in Ihrem Browser. Bei geringsten Abweichungen sollten Sie stutzig werden. Tragen Sie ständig benötigte Internet-Adressen in die Favoritenliste Ihres Browsers.

- Klicken Sie niemals auf den angegeben Link in der übersandten E-Mail. Versuchen Sie stattdessen,
die in der E-Mail angegebenen Seiten tatsächlich auch über die Startseite Ihrer Bank zu erreichen (ohne diese in die Adresszeile einzutippen).

- Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail oder per Telefon oder
per Post von Ihnen an. Wenn Sie sich unsicher sind, halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Bank.

- Übermitteln Sie auch keine persönlichen oder vertraulichen Daten (bspw. Passwörter oder
Transaktionsnummern) per E-Mail.

Weitere Tipps gegen Phishing und zur sicheren Datenübermittlung unter:
www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/phishing/tipps.html

Mit Cybermobbing nicht allein bleiben

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Cybermobbing ist eine Form der Gewalt. Wenn Personen oder Gruppen andere Personen mittels elektronischer Kommunikationsmedien, also z. B. dem Handy oder Internet, absichtlich und systematisch über einen längeren Zeitraum belästigen, bedrohen, bloßstellen und ausgrenzen, ist das kein Kavaliersdelikt. Tätern können empfindliche Strafen drohen.

Für die Opfer ist eines aber am wichtigsten: Sie sollten mit dem Cybermobbing nicht allein bleiben, sich anderen anvertrauen und in schwerwiegenden Fällen Anzeige bei der Polizei erstatten.

Tipps für Jugendliche:

- Wichtig ist, dass du dich jemandem anvertraust und darüber redest. Neben deinen Eltern können das
vielleicht auch deine Lehrer sein.

- Melde das Mobbing dem Anbieter des Sozialen Netzwerks, damit dieser den Account des Mobbers
sperren kann.

- Versuche nicht, auf die Beleidigungen zu reagieren. Den Mobber kannst du auch auf eine
"Ignorieren"-Liste setzen. Zusätzlich kannst du deine Mobilnummer, deinen Nickname und deinen Mailaccount ändern.

- Bilder und Videos von dir, die ohne deine Erlaubnis veröffentlicht werden, sollten gelöscht
werden. Das kann der Netzwerkbetreiber vornehmen. Damit keine weiteren unerwünschten Fotos oder Videos von dir ins Netz geladen werden, kann über den Anwalt eine Unterlassungsverpflichtungserklärung gegen den Cybermobber erwirkt werden.

- Erstatte eine Anzeige bei der Polizei. Für eine Anzeige ist eine Dokumentation des Mobbings
wichtig. Halte nach Möglichkeit fest, wer zu welcher Zeit das Foto, Video, die Beleidigung, Nötigung oder Bedrohung gemacht oder auch geteilt hat.
Fertige gegebenenfalls einen Screenshot und
speichere Chat-Unterhaltungen von Messenger-Diensten ab.

- Weiterer Tipp: Mobbing im Internet kann für Jugendliche zu einer ernsten Belastung werden. Das
haben sich auch die Mitglieder des klicksafe-Youth Panels gedacht und die Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App entwickelt. Mehr unter: http://www.klicksafe.de/service/aktuelles/klicksafe-apps/

Weitere Informationen unter:
www.polizeifürdich.de/deine-themen/handy-smartphone-interne
/cybermobbing.html

Vor 66 Jahren: Beim Bombenangriff im Bunker verschüttet

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Ein Tag, den die Niederadenauer nicht vergessen werden

NIEDERADENAU.   Immer zu Beginn des Monats Februar eines jeden Jahres kommen insbesondere bei den älteren Menschen die Erinnerungen zurück: Ein schwarzer Tag in der Geschichte der Niederadenauer ist der 2. Februar 1945. An diesem Tag, der sich nun zum 66 Male jährt,  starben acht Menschen, darunter drei Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren, durch einen Bombenangriff.

Obwohl es im zweiten Weltkrieg in Niederadenau keine direkten Angriffsziele für die feindlichen Bomber gab, hatten die Niederadenauer Bewohner vorsorglich in den Berg über dem heutigen „Tannenweg“ einen Schutzbunker gebaut, den die Bürger des Ortes immer dann aufsuchten, wenn es – wie man es nannte – in der Luft „murmelte“ und Flugzeuge im Anflug schienen. Allerdings waren in den letzten Kriegstagen sehr viele Soldaten in Niederadenau untergebracht. So „murmelte“ es dann auch am 2. Februar 1945 schon zeitig morgens in der Luft, und ein großer Teil der Bevölkerung suchte Schutz im Bunker. Gegen zehn Uhr eröffneten feindliche Flieger mit Bordwaffengeschützen das Feuer und setzten einige Häuser und Scheunen in Brand, so dass besonders Männer den Schutzbunker verließen, um noch zu retten, was zu retten war.

Durch einen weiteren Bordwaffenschuss wurde dabei Peter Zimmermann, 49 Jahre alt, verheiratet und Vater von fünf Kindern, so schwer verletzt, dass er am nächsten Morgen nach einer Operation im Adenauer Krankenhaus verstarb.

Gegen 12.30 Uhr, als sich die meisten Bürger um ihr Hab und Gut im Dorf kümmerten, fielen drei Bomben hinter dem heutigen „Tannenweg“, und eine Bombe detonierte genau vor dem Eingang zum Bunker, wodurch dieser verschüttet wurde. Sofort eilten Mitbürger aus dem Ort  zum Bunker, doch konnten nur noch zwei Menschen, Franz Kossmann und dessen Tochter Elisabeth (später verheiratete Meyer), lebend gerettet werden. Für die übrigen kam jede Hilfe zu spät. Im Bunker starben zwei Soldaten, drei Kinder (Werner Ginsterblum, elf Jahre alt; Erwin Schooß, sieben Jahre, und Arthur Hollender, ebenfalls sieben Jahre alt), Gertrud Kossmann und Elisabeth Kaas geb. Merten, einziges Kind ihrer Eltern und gerade seit neun Monaten verheiratet, ihr Ehemann als Soldat an der Kriegsfront.

Das Dorf war wie gelähmt, hier und da brannte es lichterloh, und dazu dann der Tod von insgesamt acht Menschen. Noch heute sagen die Bürger, das Leid wäre noch unermesslich größer gewesen, hätten nicht die meisten Bürger den Bunker wegen der Brände im Ort morgens verlassen, denn zunächst waren etwa 40 Niederadenauer in den Bunker geeilt, von denen sicherlich noch viele mehr ums Leben gekommen wären. Aber auch so bescherte der 2. Februar 1945 dem Ort Niederadenau große Trauer und unsägliches Leid.

Noch heute sieht man die Mulde des Bombeneinschlags, dort errichtete nach dem Krieg der Niederadenauer Mitbürger Matthias Ginsterblum einen Muttergottes-Bildstock mit den Namen all derer, die an diesem Tag auf so schreckliche Weise ums Leben kamen. Und auch heute nach genau sechsundsechzig  Jahren ist diese stille Gedenkstätte immer mit brennenden Kerzen und Blumen geschmückt.

Zur Erinnerung an diesen Tag vor 66 Jahren bleibt als Fazit die Mahnung: Die Toten mahnen uns täglich zum Frieden und zur Versöhnung unter den Menschen. Versöhnung ist die Wurzel, aus der Frieden wächst wie ein Baum, in dessen Schatten die Menschen Verständnis füreinander und innere Zufriedenheit finden.

Text und Foto: ©: Hans-Peter Meyer

Bevölkerung

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Weiterer Anstieg der Bevölkerung in 2016
Knapp 4,1 Millionen Menschen leben in Rheinland-Pfalz
Im Jahr 2016 ist die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz erneut gewachsen, wenn auch in geringerem Umfang als noch 2015. Wie aus einer Schätzung des Statistischen Landesamtes hervorgeht, lebten zum Jahreswechsel rund 4.073.300 Menschen im Land. Dies waren rund 20.500 Menschen mehr, als noch ein Jahr zuvor und damit die höchste Zahl in der inzwischen 70-jährigen Landesgeschichte. Grund für den erneuten Anstieg der Bevölkerungszahl ist nach Auswertung bislang vorliegender Zahlen, dass auch im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen nach Rheinland-Pfalz zu- als fortzogen. Die Zahl der Gestorbenen in 2016 dürfte hingegen wie in den Vorjahren wieder deutlich über der Geborenenzahl gelegen haben. Bislang konnten zur Ermittlung der Bevölkerungsentwicklungen in 2016 nur die Bestandszahlen der rheinland-pfälzischen Meldebehörden nach Staatsangehörigkeit sowie Alter und Geschlecht ausgewertet werden, eine genauere Quantifizierung der Zu- und Fortzüge sowie der Geburten und Sterbefälle erfolgt sukzessive in den kommenden Monaten. Nach den vorläufigen Ergebnissen stieg die Anzahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Ausländerinnen und Ausländer gegenüber dem 31. Dezember 2015 um rund 28.300 auf etwa 411.300 Personen. Ihr Anteil an der Bevölkerung lag Ende 2016 bei schätzungsweise 10,1 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Stichtag der Volkszählung am 9. Mai 2011 ist der Ausländeranteil um rund 3,3 Prozentpunkte angestiegen.

Die Altersstruktur der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer hat sich nach den vorliegenden Schätzungen zum Teil deutlich verändert. Gegenüber dem 9. Mai 2011 sank die Zahl der unter 20-Jährigen um  1,4 Prozent auf rund 746.500 Personen. Rund 2.186.300 Personen entfielen auf die Altersgruppe der 20- bis unter 60-Jährigen. Die Gruppe der Senioren ab 60 Jahre umfasste rund 1.140.500 Menschen. Damit stiegen die Bevölkerungszahlen in diesen beiden Altersgruppen im Vergleich zum 9. Mai 2011 um 0,2 Prozent bzw. 8,5 Prozent.

Bevölkerungsentwicklung regional

Die Bevölkerung in den kreisfreien Städten wuchs seit dem Zensus 2011 um schätzungsweise rund 4,6 Prozent. In der Landeshauptstadt Mainz war dieser Bevölkerungszuwachs am stärksten ausgeprägt (plus 6,7 Prozent). Rückläufig war die Einwohnerentwicklung hingegen in der kreisfreien Stadt Pirmasens (minus 0,8 Prozent). In den Landkreisen lag die Einwohnerzahl auf Grundlage der vorliegenden Schätzung im Durchschnitt um 1,2 Prozent höher als am letzten Zensusstichtag. Den stärksten Bevölkerungsgewinn gab es hier im Rhein-Pfalz-Kreis (plus 4,4 Prozent). Der höchste Rückgang war im Landkreis Kusel zu verzeichnen (minus 2,6 Prozent).

Die hier kommentierten vorläufigen Ergebnisse zum Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2016 wurden auf der Grundlage einer Schätzung ermittelt. Die Basis dieser Schätzung bilden die Ergebnisse der laufenden Bevölkerungsfortschreibung zum 31. Dezember 2015. Diese Ausgangsbasis wurde mit den Bestandsveränderungen aus der kommunalen Melderegisterstatistik für das Jahr 2016 nach Geschlecht, Altersgruppen und Staatsangehörigkeit fortgeschrieben.

Derzeit muss für die Berichtszeiträume ab 2016 in den Bevölkerungsstatistiken mit Verzögerungen von mindestens acht Monaten gerechnet werden. Angaben zu Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen für das erste Halbjahr 2016 nach Bundesländern werden aus heutiger Sicht frühestens im Mai 2017 vorliegen, für die Wanderungsstatistik und die Bevölkerungsfortschreibung frühestens im August 2017. Jahresergebnisse 2016 zu Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen, Wanderungen und den Bevölkerungsstand nach Bundesländern sind aus heutiger Sicht voraussichtlich erst Ende des 1. Quartals 2018 zu erwarten. Die Statistiken sind zurzeit von zwei grundlegenden Neuerungen betroffen. Zum einen werden sie auf ein neues technisches Aufbereitungsverfahren umgestellt. Zum anderen änderte sich für die Wanderungsstatistik zu Beginn des vergangenen Jahres der Standard der Datenlieferung von den Meldebehörden an die Statistikämter. In beiden Bereichen gab und gibt es zum Teil erhebliche Verzögerungen bei der Softwareerstellung.

Autor: Gerd Reh (Referat Bevölkerung, Gebiet, Zensus)

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