Sonntag, 26. März 2017

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Ahmadiyya Jugend: 6.500 junge Muslime starten ins neue Jahr 2017

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Die Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation startet bundesweit mit über 6.500 Mitgliedern das Jahr mit ihrer Neujahrs-Aktion. Sie kehren die Straßen und befreien sie von den Überresten der Silvesternacht.

- Die Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation startet das Jahr am 01. Januar 2017 mit ihrer bundesweiten Neujahrsputz-Aktion. Die Jugendlichen greifen am Neujahrsmorgen zu Schaufel und Besen, befreien die Straßen und Plätze ihrer Heimatorte vom Müll der nächtlichen Festlichkeiten zu Silvester. Bundesweit nehmen über 6.400 ehrenamtliche Helfer an 240 Aktionen in den lokalen Gemeinden teil.

Die Neujahrsaktion hat eine lange Tradition: Seit über 20 Jahren startet die Ahmadiyya Jugend mit dem Selbstverständnis als Teil der

Zivilgesellschaft auf diese Weise das neue Jahr. Als einer der ältesten und größten musli-mischen Jugendverbände Deutschlands ist er nicht nur ein relevanter Ak-teur in der Kinder- und Jugendarbeit. Auch das gesellschaftliche Engage-ment der Ahmadiyya Jugend ist vielfältig. Es reicht von Wertevermittlung, über außerschulische Bildungsarbeit bis hin zu Sport- und karitativen Pro-jekten, etwa Benefizläufe oder gemeinsame Blutspende-Aktionen. Der Ju-gendverband möchte sich gerne als Ansprechpartner anbieten:

„Wetteifern in guten Werken (Der Heilige Koran, 2:149) ist unser Motto.  Es ist die Aufgabe der Muslime, Gesicht zu zeigen, zum Mit- und Füreinander in Deutschland beizutragen und den gesellschaftlichen Fortschritt konstruktiv mitzugestalten. Als Jugendverband ist es unser Anliegen, unsere Mitglieder dabei zu unterstützen“, erklärt Hasanat Ahmad, Bundesvorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation. Hierfür setze man nun auch auf Sichtbarkeit, Dialog und bessere Vernetzung in der Gesellschaft.

Kurzinformation zur AMJ:

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde 1889 in Qadian (Indien) als Reformgemeinde im Islam gegründet. Seither setzt sie sich für Frieden, Toleranz, die Wahrung der Menschenrechte auf jedem Gebiet des menschlichen Lebens und eine Trennung von Politik von Religion ein. In Deutschland gehört die AMJ zu der ältesten und mit über 35.000 Mitgliedern zu den größten islamischen

Organisationen und hat als erste islamische Gemeinde auch den Körperschaftsstatus des öffentlichen Rechts erlangt.

Die Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation ist mit über 12.000 aktiven Mit-gliedern einer der ältesten und größten muslimischen Jugendverbände

Deutschlands. Mit dem Selbstverständnis als Teil der deutschen Zivilgesellschaft initiiert die Jugendorganisation Dialog- und Aufklärungsinitiativen, Benefizläufe zugunsten von Hilfsorganisationen oder die Straßenkehraktion zum Neujahr.

Weihnachtszeit, Einbruchszeit

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Der Winter ist für viele Menschen die Zeit der Besinnung und Verbundenheit, gemütlicher Abende vor dem Kamin und der vorweihnachtlichen Stimmung. Leider gibt es in dieser Zeit Menschen, die die frühe Dämmerung dazu nutzen Einbrüche ,zu begehen.

Der Zeitpunkt ist günstig, da die hiesigen Haushalte vor und nach Weihnachten mit werthaltigen, neuwertigen Geschenken und Gegenständen gefüllt sind, derer sich die Täter nur zu gern bedienen.

Beobachten lässt sich eine Tatbegehungsweise, die den meisten Einbrüchen gemein ist. Die Täter brechen in Häuser ein, die - gerade in den frühen Abendstunden - unbewohnt aussehen. Oft hinterlassen die Bewohner ihr Heim im guten Glauben unbeleuchtet. Gerade dieser Zustand erregt die Aufmerksamkeit der Täter und man geht rückwärtige oder schlecht einsehbare Bereiche an, gelangt durch Fenster oder Terrassentüren ins Objekt.

Die Folgen sind ein durchwühltes Zuhause, fehlende Wertgegenstände, oft auch von ideellem Wert für die Betroffenen. Was neben dem wirtschaftlichen Schaden für die Opfer eines Einbruchs jedoch oft schwerer wiegt, sind die emotionalen Folgen des Einbruchs. Oft werden den Beamten gegenüber Gefühle von Unsicherheit und Angst geäußert. Das Gefühl, jemand war in meiner Wohnung, hat meine Intimsphäre auf rücksichtslose Art und Weise gestört, hallt lange nach.

Allerdings ist die Polizei, wie in den meisten Bereichen ihrer Tätigkeit, kein Einzelkämpfer und auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Viele Hinweise und Zusammenhänge ergeben sich erst durch Meldungen wachsamer Nachbarn. Die Polizei braucht ihre Mithilfe, melden Sie uns alle Ihnen verdächtig vorkommenden Personen und Fahrzeuge, nach dem Motto, „Bürger und Polizei, wir brauchen uns“.

Für weitergehende Hinweise, Handlungsempfehlungen und technische Möglichkeiten der Einbruchsprävention wenden Sie sich jederzeit an Ihre örtliche Polizeidienststelle, direkt an die Kriminalinspektion Mayen (02651/801-0) oder Ihr Polizeipräsidium Koblenz (0261/103-0).

Silvesterfeuerwerk sicher abbrennen

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Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern – Informationsblatt der Polizei klärt auf

Immer wieder kommt es an Silvester zu schweren Unfällen, wie zum Beispiel Verbrennungen und Verletzungen, weil Feuerwerkskörper nicht nach Gebrauchsanleitung verwendet beziehungsweise illegale oder selbstgebaute Silvesterböller abgebrannt werden. Dass man sich dabei nicht nur in Gefahr bringt, sondern auch strafbar machen kann, ist kaum bekannt. Die Polizei klärt hierüber auf und gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Silvesterfeuerwerk.

Der Einsatz von Feuerwerkskörpern ist in Deutschland streng geregelt: Nur wer volljährig ist, darf zum Jahreswechsel Silvesterfeuerwerk nutzen und zwar nur in Deutschland zugelassene Böller. „Nicht zugelassene Feuerwerkskörper sind verboten“, betont Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Denn illegale Feuerwerkskörper können schwere Verletzungen zur Folge haben, z.B. Knalltraumata, Verbrennungen, Verlust von Gliedmaßen, Verätzungen, Atemnot oder Lungenschäden“, so Klotter weiter.

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Geflügelpest: Vorkehrungen getroffen

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Veterinäre relativ gelassen

KREIS MYK. Nach dem Fund einer Reiherente mit Verdacht auf Geflügelpest appelliert das Veterinäramt an alle Tierhalter, die bereits verfügte Stallpflicht und Desinfektionsmaßnahmen umzusetzen sowie bisher noch nicht registrierte Tiere zu melden.

„Wir warten jetzt erst einmal das Ergebnis des Friedrich-Löffler-Instituts ab“, erklärt Dr. Rudolf Schneider. Ob sich der Verdacht auf Geflügelpest nun bestätigt oder nicht: Der Kreisveterinär bleibt relativ gelassen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Schneider. Wichtig sei gewesen, dass man bereits im November eine Stallpflicht und hygienische Vorsichtsmaßnahmen verfügt habe. Mayen-Koblenz und Alzey-Worms waren die erste Kreise, die das angeordnet hatten: „Jetzt zeigt sich, dass das alles andere als Aktionismus war.“

Weitere Maßnahmen hält der Veterinär zum jetzigen Zeitpunkt nicht für notwendig. „Im Bereich des Oberwerths gibt es keine Risikotierhaltung, auch im direkten Umkreis der Verdachtsfunde am Laacher See haben wir im Landkreis keine Ställe. Bisher sind es Einzelfunde und wir beobachten die Situation natürlich sehr genau und gehen allen Hinweisen nach.“ Um eine weitere Verbreitung der Geflügelpest zu verhindern, erinnert Schneider an die Verordnung vom 14. November: „Hygiene ist das A und O, um ein Einschleppen in die Ställe zu verhindern.“

Weitere Infos und die Verordnung unter kurzlink.de/mykVogelgrippe.

Silvesterkrachen ist für Haustiere eine Qual

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Weidevieh zum Jahreswechsel aufstallen

KREIS MYK. Für Menschen ist es schöner Brauch, Böller und Kracher zu zünden, um das neue Jahr zu begrüßen. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung weist darauf hin, dass dabei nicht nur Gefahren für die Menschen lauern, sondern auch viele Hunde, Katzen und andere Haustiere regelrecht Qualen ausstehen müssen.

„Die Kracher lassen Tiere zittern und jaulen. Aber auch der Schwefelgehalt der Knaller macht vielen Haustieren zu schaffen, der  Schleimhäute und Augen reizt“, erklärt die Tierärztin Dr. Simone Schmitz. „Zwar versuchen Hunde, deren Geruchsempfindlichkeit viel höher ist als die des Menschen, den Schwefel zu meiden und auszuweichen, das ist aber oft nicht möglich." Schmitz rät, die Tiere Silvester in der Wohnung zu lassen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, damit die Lautstärke der Knaller möglichst gedämpft wird.

Die Knallerei wird häufig auch von Tierhaltern als bedrohlich empfunden und sie versuchen, das Tier zu beruhigen. Insbesondere bei Hunden verleiht diese gut gemeinte Reaktion dem Ereignis jedoch eine besondere Bedeutung und es wird ein Angstverhalten auf die Knallerei antrainiert. Durch eine nachfolgende Belohnung wird der Hund diese Reaktion zusätzlich verstärken. „Völlig ungeeignet ist es, den Hunden die Ohren zuzuhalten. Dadurch wird die Angst gesteigert.“

Beruhigungsmittel sollten nur nach Absprache mit einem Tierarzt gegeben werden. Die meisten Präparate sind bereits ein paar Tage vor Silvester täglich zu verabreichen. Besser steht man seinem Vierbeiner bei, wenn man mit ihm spielt und versucht ihn abzulenken.

„Aber nicht nur an die Tiere im Haus muss gedacht werden. Weidetiere sollten die Silvesternacht nicht draußen verbringen, sondern aufgestallt werden. Insbesondere bei Pferden und jungen Rindern besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen“, so die Veterinärin.

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