Dienstag, 25. April 2017

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Silvesterfeuerwerk sicher abbrennen

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Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern – Informationsblatt der Polizei klärt auf

Immer wieder kommt es an Silvester zu schweren Unfällen, wie zum Beispiel Verbrennungen und Verletzungen, weil Feuerwerkskörper nicht nach Gebrauchsanleitung verwendet beziehungsweise illegale oder selbstgebaute Silvesterböller abgebrannt werden. Dass man sich dabei nicht nur in Gefahr bringt, sondern auch strafbar machen kann, ist kaum bekannt. Die Polizei klärt hierüber auf und gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Silvesterfeuerwerk.

Der Einsatz von Feuerwerkskörpern ist in Deutschland streng geregelt: Nur wer volljährig ist, darf zum Jahreswechsel Silvesterfeuerwerk nutzen und zwar nur in Deutschland zugelassene Böller. „Nicht zugelassene Feuerwerkskörper sind verboten“, betont Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Denn illegale Feuerwerkskörper können schwere Verletzungen zur Folge haben, z.B. Knalltraumata, Verbrennungen, Verlust von Gliedmaßen, Verätzungen, Atemnot oder Lungenschäden“, so Klotter weiter.

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Geflügelpest: Vorkehrungen getroffen

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Veterinäre relativ gelassen

KREIS MYK. Nach dem Fund einer Reiherente mit Verdacht auf Geflügelpest appelliert das Veterinäramt an alle Tierhalter, die bereits verfügte Stallpflicht und Desinfektionsmaßnahmen umzusetzen sowie bisher noch nicht registrierte Tiere zu melden.

„Wir warten jetzt erst einmal das Ergebnis des Friedrich-Löffler-Instituts ab“, erklärt Dr. Rudolf Schneider. Ob sich der Verdacht auf Geflügelpest nun bestätigt oder nicht: Der Kreisveterinär bleibt relativ gelassen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Schneider. Wichtig sei gewesen, dass man bereits im November eine Stallpflicht und hygienische Vorsichtsmaßnahmen verfügt habe. Mayen-Koblenz und Alzey-Worms waren die erste Kreise, die das angeordnet hatten: „Jetzt zeigt sich, dass das alles andere als Aktionismus war.“

Weitere Maßnahmen hält der Veterinär zum jetzigen Zeitpunkt nicht für notwendig. „Im Bereich des Oberwerths gibt es keine Risikotierhaltung, auch im direkten Umkreis der Verdachtsfunde am Laacher See haben wir im Landkreis keine Ställe. Bisher sind es Einzelfunde und wir beobachten die Situation natürlich sehr genau und gehen allen Hinweisen nach.“ Um eine weitere Verbreitung der Geflügelpest zu verhindern, erinnert Schneider an die Verordnung vom 14. November: „Hygiene ist das A und O, um ein Einschleppen in die Ställe zu verhindern.“

Weitere Infos und die Verordnung unter kurzlink.de/mykVogelgrippe.

Silvesterkrachen ist für Haustiere eine Qual

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Weidevieh zum Jahreswechsel aufstallen

KREIS MYK. Für Menschen ist es schöner Brauch, Böller und Kracher zu zünden, um das neue Jahr zu begrüßen. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung weist darauf hin, dass dabei nicht nur Gefahren für die Menschen lauern, sondern auch viele Hunde, Katzen und andere Haustiere regelrecht Qualen ausstehen müssen.

„Die Kracher lassen Tiere zittern und jaulen. Aber auch der Schwefelgehalt der Knaller macht vielen Haustieren zu schaffen, der  Schleimhäute und Augen reizt“, erklärt die Tierärztin Dr. Simone Schmitz. „Zwar versuchen Hunde, deren Geruchsempfindlichkeit viel höher ist als die des Menschen, den Schwefel zu meiden und auszuweichen, das ist aber oft nicht möglich." Schmitz rät, die Tiere Silvester in der Wohnung zu lassen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, damit die Lautstärke der Knaller möglichst gedämpft wird.

Die Knallerei wird häufig auch von Tierhaltern als bedrohlich empfunden und sie versuchen, das Tier zu beruhigen. Insbesondere bei Hunden verleiht diese gut gemeinte Reaktion dem Ereignis jedoch eine besondere Bedeutung und es wird ein Angstverhalten auf die Knallerei antrainiert. Durch eine nachfolgende Belohnung wird der Hund diese Reaktion zusätzlich verstärken. „Völlig ungeeignet ist es, den Hunden die Ohren zuzuhalten. Dadurch wird die Angst gesteigert.“

Beruhigungsmittel sollten nur nach Absprache mit einem Tierarzt gegeben werden. Die meisten Präparate sind bereits ein paar Tage vor Silvester täglich zu verabreichen. Besser steht man seinem Vierbeiner bei, wenn man mit ihm spielt und versucht ihn abzulenken.

„Aber nicht nur an die Tiere im Haus muss gedacht werden. Weidetiere sollten die Silvesternacht nicht draußen verbringen, sondern aufgestallt werden. Insbesondere bei Pferden und jungen Rindern besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen“, so die Veterinärin.

Adventskranz nicht unbeaufsichtigt lassen

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Tipps der Feuerwehr zum achtsamen Umgang mit Kerzen

KREIS MYK. Gemütliche Abende mit Plätzchen und Kerzenschein: Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Damit diese nicht durch Brände überschattet wird, weist Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell auf aktuelle Tipps Deutsche Feuerwehrverbands hin, die zu einem sorgsamen Umgang mit Kerzen mahnen. „Zum Jahresende fallen stets zahlreiche Feuerwehreinsätze an, die im unbeaufsichtigten Adventskranz oder Weihnachtsbaum ihren Ursprung haben. Unachtsamkeit ist Brandursache Nummer eins“, so Nell.

Zehn einfache Tipps helfen, Brände zu verhindern:

Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.

Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können.

Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind.

Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz auf.

Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.

Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.

Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit.

Entsteht dennoch ein Brand, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.

Verstellen Sie nicht Fluchtwege wie Fenster, Türen, Flure und Treppen.

Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, denn sie schlagen rechtzeitig Alarm. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel – übrigens passen sie perfekt als Geschenk auf den Gabentisch.

 

Immer mehr pflegebedürftige Menschen

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Gut die Hälfte bekommt ausschließlich finanzielle Unterstützung

Im Dezember 2015 waren in Rheinland-Pfalz rund 132.300 Menschen pflegebedürftig. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 14.400 Personen bzw. zwölf Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Gegenüber der ersten Erhebung aus dem Jahr 1999 erhöhte sich die Zahl der Pflegebedürftigen um 44 Prozent (plus 40.200 Personen).

Hintergrund dieser Entwicklung ist die wachsende Zahl älterer Menschen, die natürlicherweise einem höheren Risiko unterliegen, pflegebedürftig zu werden. Rund 80 Prozent aller Pflegebedürftigen waren im Dezember 2015 älter als 70 Jahre, nahezu 60 Prozent hatten bereits das 80. Lebensjahr vollendet. Knapp zwei Drittel aller Pflegebedürftigen waren weiblich, was in erster Linie auf den höheren Frauenanteil unter der älteren Bevölkerung zurückzuführen ist.

Art der Versorgung

Gut die Hälfte aller Pflegebedürftigen (52 Prozent bzw. 68.500 Personen) nimmt ausschließlich finanzielle Leistungen in Anspruch und wird zu Hause gepflegt, häufig von Familienangehörigen. Weitere 22 Prozent bzw. 28.800 pflegebedürftige Frauen und Männer werden von ambulanten Pflegediensten betreut. Demzufolge bekamen fast drei Viertel der Leistungsempfängerinnen und -empfänger eine pflegerische Versorgung im vertrauten häuslichen Umfeld. Die übrigen 26 Prozent (35.000 Personen) befanden sich in vollstationärer Dauerpflege in einem Pflegeheim. Gegenüber der Erhebung im Jahr 2013 ist die Zahl der Pflegebedürftigen in allen Versorgungsarten gestiegen, am stärksten im Bereich der Pflegebedürftigen, die ausschließlich Pflegegeld erhalten (plus 9.800 Personen bzw. 17 Prozent). Vergleichsweise gering war die Zunahme bei den vollstationär versorgten Frauen und Männern (plus 900 Personen bzw. 2,6 Prozent).

Pflegestufen

 

Mit 74.500 Personen fielen deutlich mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Pflegebedürftigen in die Pflegestufe I. Ein Drittel der pflegebedürftigen Frauen und Männer (44.100 Personen) wurde vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen der Pflegestufe II zugeordnet. Leistungen aufgrund der höchsten Pflegestufe III (einschließlich Härtefälle) erhielten bei der aktuellen Erhebung gut 13.400 Menschen (zehn Prozent). Zum Stichtag der Erhebung 2015 waren rund 250 Pflegebedürftige noch keiner Pflegestufe zugeordnet.

Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Seit 2013 gibt es für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz zusätzlich Leistungen der Pflegeversicherung. Bei diesen Personen handelt es sich weit überwiegend um Demenzkranke. Unter den insgesamt 132.300 pflegebedürftigen Menschen in Rheinland-Pfalz waren 2015 rund 56.100 Personen (42 Prozent) mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz. Diese zusätzlichen Leistungen können aber auch von Pflegebedürftigen beansprucht werden, die (noch) nicht das Ausmaß der Hilfebedürftigkeit für eine der drei Pflegestufen erreicht haben. Bei der Darstellung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen wird dieser Personenkreis nicht einbezogen, um eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse im Zeitablauf zu ermöglichen; zum Erhebungsstichtag 2015 waren das 8.600 Personen.

Regionale Unterschiede

Für regionale Vergleiche muss ein Bezug zum jeweiligen Bevölkerungsumfang hergestellt werden. Da sich die Pflegebedürftigkeit weitgehend auf höhere Altersjahre konzentriert, wird nur die ältere Bevölkerung ab 70 Jahren herangezogen. Im Dezember 2015 kamen in den kreisfeien Städten im Schnitt auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Alter ab 70 Jahren 194 Pflegebedürftige, in den Landkreisen waren es 215. Die – relativ gesehen – meisten Leistungsempfänger verzeichnete der Landkreis Cochem-Zell mit 287 Pflegebedürftigen je 1.000 Einwohner ab 70 Jahren. In der kreisfreien Stadt Mainz sowie im Landkreis Mainz-Bingen waren am wenigsten Menschen auf pflegerische Unterstützung angewiesen (jeweils 170 Pflegebedürftige je 1.000 Einwohner/-innen ab 70 Jahren).

Die Angaben stammen aus der Pflegestatistik zum Stichtag 15. bzw. 31. Dezember 2015. Befragt wurden die ambulanten Pflegedienste und die stationären Pflegeheime in Rheinland-Pfalz, mit denen ein Versorgungsvertrag nach dem SGB XI bestand (Stichtag 15. Dezember). Die Pflegegeldempfänger (Stichtag 31. Dezember) wurden von den Pflegekassen an das Statistische Bundesamt gemeldet und von dort den Ländern zugeordnet.
Die regionale Zuordnung der Pflegebedürftigen erfolgte bei ambulanter und stationärer Pflege nach dem Sitz des ambulanten Pflegedienstes bzw. Heimes, bei den Pflegebedürftigen, die ausschließlich Pflegegeld erhalten, nach dem Wohnsitz des Pflegebedürftigen.

Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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