Freitag, 26. Mai 2017

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Immer mehr pflegebedürftige Menschen

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Gut die Hälfte bekommt ausschließlich finanzielle Unterstützung

Im Dezember 2015 waren in Rheinland-Pfalz rund 132.300 Menschen pflegebedürftig. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 14.400 Personen bzw. zwölf Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Gegenüber der ersten Erhebung aus dem Jahr 1999 erhöhte sich die Zahl der Pflegebedürftigen um 44 Prozent (plus 40.200 Personen).

Hintergrund dieser Entwicklung ist die wachsende Zahl älterer Menschen, die natürlicherweise einem höheren Risiko unterliegen, pflegebedürftig zu werden. Rund 80 Prozent aller Pflegebedürftigen waren im Dezember 2015 älter als 70 Jahre, nahezu 60 Prozent hatten bereits das 80. Lebensjahr vollendet. Knapp zwei Drittel aller Pflegebedürftigen waren weiblich, was in erster Linie auf den höheren Frauenanteil unter der älteren Bevölkerung zurückzuführen ist.

Art der Versorgung

Gut die Hälfte aller Pflegebedürftigen (52 Prozent bzw. 68.500 Personen) nimmt ausschließlich finanzielle Leistungen in Anspruch und wird zu Hause gepflegt, häufig von Familienangehörigen. Weitere 22 Prozent bzw. 28.800 pflegebedürftige Frauen und Männer werden von ambulanten Pflegediensten betreut. Demzufolge bekamen fast drei Viertel der Leistungsempfängerinnen und -empfänger eine pflegerische Versorgung im vertrauten häuslichen Umfeld. Die übrigen 26 Prozent (35.000 Personen) befanden sich in vollstationärer Dauerpflege in einem Pflegeheim. Gegenüber der Erhebung im Jahr 2013 ist die Zahl der Pflegebedürftigen in allen Versorgungsarten gestiegen, am stärksten im Bereich der Pflegebedürftigen, die ausschließlich Pflegegeld erhalten (plus 9.800 Personen bzw. 17 Prozent). Vergleichsweise gering war die Zunahme bei den vollstationär versorgten Frauen und Männern (plus 900 Personen bzw. 2,6 Prozent).

Pflegestufen

 

Mit 74.500 Personen fielen deutlich mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Pflegebedürftigen in die Pflegestufe I. Ein Drittel der pflegebedürftigen Frauen und Männer (44.100 Personen) wurde vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen der Pflegestufe II zugeordnet. Leistungen aufgrund der höchsten Pflegestufe III (einschließlich Härtefälle) erhielten bei der aktuellen Erhebung gut 13.400 Menschen (zehn Prozent). Zum Stichtag der Erhebung 2015 waren rund 250 Pflegebedürftige noch keiner Pflegestufe zugeordnet.

Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Seit 2013 gibt es für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz zusätzlich Leistungen der Pflegeversicherung. Bei diesen Personen handelt es sich weit überwiegend um Demenzkranke. Unter den insgesamt 132.300 pflegebedürftigen Menschen in Rheinland-Pfalz waren 2015 rund 56.100 Personen (42 Prozent) mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz. Diese zusätzlichen Leistungen können aber auch von Pflegebedürftigen beansprucht werden, die (noch) nicht das Ausmaß der Hilfebedürftigkeit für eine der drei Pflegestufen erreicht haben. Bei der Darstellung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen wird dieser Personenkreis nicht einbezogen, um eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse im Zeitablauf zu ermöglichen; zum Erhebungsstichtag 2015 waren das 8.600 Personen.

Regionale Unterschiede

Für regionale Vergleiche muss ein Bezug zum jeweiligen Bevölkerungsumfang hergestellt werden. Da sich die Pflegebedürftigkeit weitgehend auf höhere Altersjahre konzentriert, wird nur die ältere Bevölkerung ab 70 Jahren herangezogen. Im Dezember 2015 kamen in den kreisfeien Städten im Schnitt auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Alter ab 70 Jahren 194 Pflegebedürftige, in den Landkreisen waren es 215. Die – relativ gesehen – meisten Leistungsempfänger verzeichnete der Landkreis Cochem-Zell mit 287 Pflegebedürftigen je 1.000 Einwohner ab 70 Jahren. In der kreisfreien Stadt Mainz sowie im Landkreis Mainz-Bingen waren am wenigsten Menschen auf pflegerische Unterstützung angewiesen (jeweils 170 Pflegebedürftige je 1.000 Einwohner/-innen ab 70 Jahren).

Die Angaben stammen aus der Pflegestatistik zum Stichtag 15. bzw. 31. Dezember 2015. Befragt wurden die ambulanten Pflegedienste und die stationären Pflegeheime in Rheinland-Pfalz, mit denen ein Versorgungsvertrag nach dem SGB XI bestand (Stichtag 15. Dezember). Die Pflegegeldempfänger (Stichtag 31. Dezember) wurden von den Pflegekassen an das Statistische Bundesamt gemeldet und von dort den Ländern zugeordnet.
Die regionale Zuordnung der Pflegebedürftigen erfolgte bei ambulanter und stationärer Pflege nach dem Sitz des ambulanten Pflegedienstes bzw. Heimes, bei den Pflegebedürftigen, die ausschließlich Pflegegeld erhalten, nach dem Wohnsitz des Pflegebedürftigen.

Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

Trotz Vogelgrippe an Weihnachten nicht auf Geflügelbraten verzichten

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Kreis Myk. Viele Familien sind bereits in den Weihnachtsvorbereitungen. Nachdem das Veterinäramt eine Stallpflicht für Geflügel angeordnet hat, um der Verbreitung der Vogelgrippe vorzubeugen, fragen sich Verbraucher, ob sie noch guten Gewissens mit dem Weihnachtsbraten planen können. „Sie können und müssen sich den Appetit nicht verderben lassen“, sagt Kreisveterinär Dr. Rudolf Schneider – und erinnert dennoch an wichtige Hygieneregeln, die grundsätzlich bei der Zubereitung zu beachten sind.

Zurzeit macht eine hoch ansteckende Variante der Vogelgrippe die Geflügelhalter nervös. H5N8 gilt als besonders aggressive Variante des Virus. Stallpflicht, Transportbeschränkungen und Hygieneauflagen sollen ein Verbreiten verhindern. Nicht nur von Stall zu Stall: Das Risiko, dass Wildvögel das Virus verbreiten, ist besonders hoch.

Damit verbunden wäre ein enormer wirtschaftlicher Schaden für die Geflügelhalter, denn bei einem Befall muss der ganze Bestand getötet werden. Könnten sich Menschen bei einem Kontakt oder Verzehr mit Geflügelprodukten infizieren? Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verneint das: Für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleisch von infizierten Tieren gebe es bisher keine Belege. Dennoch raten das BfR wie auch Kreisveterinär Schneider, bei der Verarbeitung die Hygieneregeln zu beachten. „Wichtig ist, bei jedem Umgang mit Geflügel und als Vorsichtsmaßnahme gegen Salmonellen, sich immer nach dem Kontakt gründlich die Hände zu waschen und rohes Geflügel getrennt von anderen Lebensmitteln aufzubewahren“, so Schneider, der auch für die Lebensmittelüberwachung im Kreis zuständig ist.

Wer Geflügel in der heimischen Küche verarbeite, sollte anschließend alle Küchengeräte und die Arbeitsfläche gründlich säubern: „Der Verbraucher ist auch in der Pflicht. Bei der Tiefkühlgans muss man darauf achten, dass der Fleischsaft beim Auftauen nicht in andere Lebensmittel läuft, und in der eigenen Küche gehört das Händewaschen zwischendurch dazu, wenn ich unverpackte Lebensmittel anfasse.“ Am meisten reinigt man mit heißem Wasser und Spüli, denn Salmonellen-Erreger und das Vogelgrippe-Virus reagieren empfindlich auf Hitze. Geflügelgerichte sollten daher auch immer eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad haben: „Für eine rosa gebratene Gans braucht es eine Kerntemperatur  von 75 bis 80 Grad. Durchgegart ist Geflügel absolut unbedenklich.“

Ist die Skepsis beim Verbraucher also übertrieben? „Man muss keine Angst vor einer Infektion mit Vogelgrippe haben. Eine angemessene Aufmerksamkeit beim Umgang mit Lebensmitteln begrüße ich. Etwas mehr Skepsis würde ich beim Einkauf sogar befürworten: Glückliche Gänse, mit Biofutter natürlich aufgezogen und nicht hochgezüchtet, die haben ihren Preis. Qualität gibt´s nicht zu Fleischpreisen von ein paar Euro das Kilo.“

REGION-RHEIN wünscht Ihnen frohe und besinnliche Festtage und einen guten Start ins neue Jahr.

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Ich bedanke mich bei allen Leserinnen und Lesern für die große Resonanz und das stetig steigende Interesse, allen Anzeigenkunden für die Bannerschaltungen, ohne die REGION-RHEIN nicht möglich wäre und all jenen Menschen in Behörden, Vereinen und der Wirtschaft, die mich täglich mit Nachrichten aus der Region versorgen. Ihnen gilt mein Dank für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Dietmar Fuchs, Herausgeber von Online-Nachrichten www.region-rhein.de

Und hier noch ein Rezept für 2017: (von Katharina Goethe, der Mutter von Johann Wolfgang v. Goethe)

Man

nehme:

12 Monate

und putze sie

ganz sauber von

Bitterkeit, Geiz, Pedanterie

und Angst und zerlege jeden

Monat in 30 oder 31 Teile, so dass

der Vorrat für genau ein Jahr reicht.

Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus

1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,

1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt.

Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen!

Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten

und serviere es täglich mit einem freundlichen Wort und einem gewinnenden Lächeln!

FROHES FEST!

 

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage: Alles wichtige in neuer Broschüre und Flyer

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Neue Broschüre und neuer Flyer über das Angebot von Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage für Rheinland-Pfalz kostenlos erhältlich

Pünktlich zur 100. Schule hat die LPB gerade eine Broschüre und einen Flyer über das Angebot von Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage für Rheinland-Pfalz neu herausgebracht.

In den neuen Publikationen wird nicht nur das Angebot der Landeskoordination für die rheinland-pfälzischen Schulen dargestellt: Es werden auch besonders interessante und nachahmenswerte Schulprojekte der letzten Jahre aus Worms, Bad Kreuznach und Speyer präsentiert. Zusätzlich gibt es, neben Statements von Jugendlichen und prominenten Schulpaten wie Musiker Laith al Deen und Fechtweltmeister Peter Joppich, viele Links und Adressen von Institutionen und Projekten, die sich für Toleranz und Gewaltfreiheit in unserer demokratischen Gesellschaft einsetzen.

Broschüre und Flyer sind kostenlos bei der Landeszentrale für politische Bildung, Am Kronberger Hof 6 in 55116 Mainz (Fax-Nr. 06131/16-2980 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) erhältlich. Sie können dort, bei der LpB im Medienzentrum Pfalz im Weiterbildungszentrum Kaiserslautern, Kanalstr. 3, in der LpB im Medienladen Koblenz (2. Stock) im Kurt-Esser-Haus, Markenbildchenweg 38, und bei der LpB im Medienladen Trier, Excellenzhaus in der Zurmaiener Straße 114, auch direkt abgeholt werden.

Das Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
ist eine Initiative von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv und langfristig gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus und für eine tolerante, gewaltfreie und demokratische Gesellschaft engagieren wollen. Um den Titel zu erwerben, müssen sich mindestens 70% der Schulgemeinschaft durch ihre Unterschrift zu den Grundsätzen von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage bekennen. Diese verpflichten sich zu aktiver Mitgestaltung eines Schulklimas, das Ideologien der Ungleichwertigkeit ächtet, aktiv einschreitet bei Diskriminierung und zu solidarischer Konfliktlösung aufruft.

Das europaweite Projekt, 1988 in Belgien gegründet, läuft seit 1995 auch in Deutschland. Bundesweit gibt es über 2000 Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage mit 1,5 Millionen Jugendlichen. In Rheinland-Pfalz erreicht das Projekt derzeit mehr als 85.000 Schülerinnen und Schüler sowie über 7.000 Lehrkräfte an 100 Schulen.

Weitere Infos gibt es bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz. Telefon: 06131/16-2975; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

„Heimat schmeckt!“ empfiehlt (Apfel-)Glühwein und Kinderpunsch aus der Region

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Beim Besuch der anstehenden Weihnachtsmärkte ist es oftmals empfindlich kalt. Die Mitglieder des Vereins „Heimat schmeckt!“ empfehlen daher zum Aufwärmen an den Ständen oder auch hinterher zu Hause Glühwein von den Heimat schmeckt!-Winzern oder als Besonderheit Apfel-Glühwein.

Josef Hasdenteufel von der Alten Apfelwein-Kelterei Hasdenteufel aus Hatzenport schlägt vor: Eine Flasche „milder Apfeltischwein“, 1 Zimtstange, 2 Zitronenscheiben (ohne Schale) und Zucker nach Belieben. Den Apfelwein zusammen mit den übrigen Zutaten vorsichtig erhitzen (nicht kochen!) und anschließend durchsieben.

Sehr wohlschmeckend und wärmend ist auch Kinderpunsch aus Apfel- oder Traubensäften. „Für den Kinderpunch nehmen wir ausschließlich Traubensaft. Dieser wird auf ca. 65 C erhitzt. Dazu geben wir noch ein paar Zitronen- und Orangenscheiben“, so Karsten Lunnebach vom Weingut Karl Lunnebach in Koblenz-Güls.

„Heimat schmeckt!“ steht für hochwertige Produkte engagierter Produzenten. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist es, das Vertrauen der Verbraucher in die heimischen Produkte zu stärken. Die Transparenz gegenüber den Kunden ist den Vereinsmitgliedern daher besonders wichtig.

Weitere Informationen zu „Heimat schmeckt!“ - unter anderem auch über die „Heimat schmeckt!“-Gutscheine und -Präsentkörbe - gibt es unter www.heimat-schmeckt.de oder in der Vereinsbroschüre, die bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Dr. Rüdiger Kape, Telefon 0261/108-420, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und bei allen Mitgliedsbetrieben erhältlich ist.

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