Sonntag, 26. März 2017

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Grundsicherung 2015: Erneut mehr Leistungsempfänger

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Anstieg um gut drei Prozent

Im Dezember 2015 erhielten 44.134 Menschen in Rheinland-Pfalz staatliche Unterstützung in Form von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stieg die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger dieser Sozialleistung gegenüber dem Vorjahr (damals noch Stichtagserhebung zum 31.12.) um 1.358 oder gut drei Prozent. Die Zahl erhöhte sich in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich; gegenüber 2010 ergibt sich eine Zunahme von rund 24 Prozent, im Vergleich zu 2003 – dem Jahr der Einführung dieser sozialen Leistung – errechnet sich sogar eine Steigerung um fast 90 Prozent.

Personen, deren Einkommen oder Vermögen nicht ausreicht, um den grundsätzlichen Bedarf für den Lebensunterhalt zu sichern, haben Anspruch auf Grundsicherung, wenn sie entweder die Regelaltersgrenze erreicht haben oder wenn sie mindestens 18 Jahren alt und in vollem Umfang dauerhaft erwerbsgemindert sind. Diese soziale Leistung wurde Anfang 2003 in erster Linie mit dem Ziel eingeführt, der so genannten verschämten Armut entgegenzuwirken. Vor allem ältere Menschen machten vor Einführung dieser Leistung Sozialhilfeansprüche häufig nicht geltend, da sie den Rückgriff auf ihre unterhaltsverpflichteten Kinder fürchteten. Bei der Grundsicherung werden im Regelfall weder Kinder von Grundsicherung beziehenden Senioren noch Eltern erwerbsgeminderter Kinder für ihre bedürftigen Angehörigen zur Kasse gebeten.

Die Leistungen wurden in fast 49 Prozent der Fälle von Personen im Alter zwischen 18 und der im Jahre 2015 geltenden Regelaltersgrenze (65 Jahren plus 4 Monate) wegen dauerhafter Erwerbsminderung in Anspruch genommen. Für gut 51 Prozent der Empfängerinnen und Empfänger wurde Armut im Alter gelindert. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Alter wurden hauptsächlich Frauen gewährt (62 Prozent), während Leistungen infolge einer Erwerbsminderung häufiger von Männern beansprucht wurden (55 Prozent).

In Städten anteilig mehr Empfängerinnen und Empfänger

Regional betrachtet zeigen sich große Unterschiede in der Inanspruchnahme. In den Landkreisen entfielen im Durchschnitt 11 Leistungsempfänger auf 1.000 volljährige Einwohner, in den kreisfreien Städten hingegen 18,5. Die – relativ gesehen – meisten Empfängerinnen und Empfänger hatte mit 24,1 Personen die kreisfreie Stadt Kaiserslautern, den geringsten Wert wies mit 6,7 Leistungsbeziehern je 1.000 Volljährige der Rhein-Pfalz-Kreis auf.

In den kreisfreien Städten wurden rechnerisch 115 Euro pro Einwohner ab 18 Jahre aufgewendet, in den Landkreisen waren es 61 Euro. Die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben je volljährigem Einwohner wurden mit 140 Euro in der kreisfreien Stadt Koblenz aufgewendet, die niedrigsten mit 40 Euro im Rhein-Pfalz-Kreis. Die durchschnittlichen Ausgaben je Empfänger lagen in den kreisfreien Städten zwischen 5.472 (Zweibrücken) und 6.914 (Worms) und in den Landkreisen zwischen 4.525 (Vulkaneifel) und 6.359 (Trier-Saarburg).

Die Daten stammen aus der Statistik der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, die erstmals für das Jahr 2015 zentral durch das Statistische Bundesamt und erstmals für den Monat Dezember (vormals zum Stichtag 31.12.) durchgeführt wurde. Die erhobenen Angaben werden zu Auswertungszwecken den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt. Mit der Umstellung der Erhebung auf eine zentrale Bundesstatistik findet auch die seit dem Jahre 2012 eingeführte Regelaltersgrenze in den Ergebnissen Berücksichtigung. Im Erhebungszeitraum Dezember 2015 hatten, durch die jährliche Anhebung der Regelaltersgrenze bedingt, Menschen mit einem Alter von 65 Jahren und 4 Monaten Anspruch auf Altersruhegeld. Die Daten der Ausgaben kommen aus der Statistik der Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe, die weiterhin durch das Statistische Landesamt aufbereitet wird. Die Angaben erhalten die Statistischen Ämter von den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung.

Autor: Gerhard Hehl (Sachgebiet Soziale Leistungen)

Buchsbaumzünsler wieder aktiv

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Kreislaufwirtschaft rät zur schnellen Entsorgung befallener Pflanzen

KREIS MYK. Der Buchsbaumzünsler, ein aus dem asiatischen Raum eingeschleppter Schädling, hat sich in Deutschland etabliert. Die Zahl kranker und sogar abgestorbener Pflanzen hat auch in Mayen-Koblenz in den vergangenen Jahren zugenommen. Anfang August sind die großen Raupen wieder vermehrt an den Buchsbäumen zu finden. Um die weitere Verbreitung des Schädlings zu verhindern, müssen befallene Pflanzen und Pflanzenteile schnell und fachgerecht entsorgt werden, teilt die Kreislaufwirtschaft mit.

Ist der Strauch nur gering befallen, kann die Pflanze durch das Herausschneiden der befallenen Pflanzenteile gerettet werden. Diese Buchsbaumteile gehören nicht auf den Kompost im Hausgarten, denn dort leben die Raupen weiter. Die Umweltberater des Landkreises raten, dass man befallene Pflanzen über die Biotonne entsorgt. Bei der Verwertung des Bioabfalls werden alle Entwicklungsstadien des Buchsbaumzünslers zuverlässig abgetötet. Größere Mengen von befallenem Buchsbaum-Schnittgut kann man am Wertstoffhof an der Zentraldeponie Eiterköpfe an der L117 zwischen Plaidt und Ochtendung anliefern. Im Gegensatz zu den anderen Grünabfallsammelplätzen im Kreisgebiet wird hier das anfallende Schnittgut schnell entsorgt, um die Weiterverbreitung des Schädlings zu verhindern.

Weitere Informationen: Umweltberater der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz (Telefon 0261/108-441 oder, -317

So ist ihr Smartphone auch im Urlaub sicher

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Für viele Touristen ist das Smartphone mittlerweile der ideale Reisebegleiter. Mit den Geräten kann man aus den Bergen, vom Strand oder aus einer exotischenStadt sehr leicht auf alle sozialen Netzwerke zugreifen. Und einen hochauflösenden Fotoapparat hat man dann auch schon in der Tasche.

Dabei sind Smartphones auch im Urlaub ein einfacher Weg für Kriminelle, um an persönliche Daten zu gelangen. Und gerade weil man mit den Geräten kinderleicht im Internet surfen kann, sind sie bevorzugtes Ziel für Schadsoftware und Phishing.

Mit diesen Tipps können Sie die Sicherheit Ihres Smartphones auch im Urlaub gewährleisten:

- Lassen Sie Ihr Smartphone nie unbeaufsichtigt liegen. Geben Sie es auch kurzzeitig nur in Ihrem Beisein an Dritte weiter.

- Aktivieren Sie drahtlose Schnittstellen nur bei Bedarf. Eine direkte Koppelung mit anderen Geräten zum Austausch von Daten, etwa über Bluetooth oder NFC, darf nur mit vertrauenswürdigen Personen geschehen.

- Nutzen Sie fremde WLAN, z.B. öffentliche Hotspots an Flughäfen oder in Cafés nur mit einem VPN (Virtuelles Privates Netzwerk), das Ihre Internetverbindung abhör- und manipulationssicher macht.

- Nutzen Sie bei Verlust oder Diebstahl mögliche Ortungs-, Fernsperr- oder Löschdienste. Lassen Sie das Gerät sofort bei Ihrem Anbieter sperren. (+49 116 116)

- Nutzen Sie, wenn für Ihr mobiles Betriebssystem verfügbar, Antivirenprogramme und Überwachungsapps, die Ihnen die Berechtigungen von anderen Apps (z.B. Zugriff auf das Telefonbuch) anzeigen.

- Verwenden Sie Online-Banking-Apps nicht auf dem gleichen Gerät, auf dem Sie auch die mobilen TAN empfangen.

Weitere Tipps rund um das Thema Smartphone-Sicherheit finden Sie hier:

www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/smartphone-sicherheit

KEYLESS: Kein Schlüssel für Kfz-Diebe

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Wer sich derzeit einen Neuwagen zulegt, der kann bei vielen Herstellern die Sonderausstattung "KEYLESS" mitbestellen. Das System klingt praktisch: Man muss den Schlüssel nur mit sich führen und mittels Funkwellen wird das Auto dann entriegelt.Das ist jedoch mit Risiken verbunden: Dank eines einfachen Empfängers können Autodiebe das Funksignal auffangen und schnell den Wagen ausräumen oder gleich stehlen.Die Polizei gibt Ihnen grundlegende Tipps, wie Sie den Diebstahl Ihres "KEYLESS"-Fahrzeugs verhindern können:

- Legen Sie den Schlüssel nie in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür ab bzw. versuchen Sie das Funksignal durch geeignete Maßnahmen (z.B. Aluminiumhüllen) abzuschirmen. Machen Sie vorher den Selbsttest. Nur wenn das Fahrzeug sich nicht einmal dann öffnet, wenn Sie den "abgeschirmten" Schlüssel direkt neben die Fahrzeugtür halten, haben auch die Diebe mit dieser Technik keine Chance.

- Achten Sie beim Aussteigen auf Personen mit Aktenkoffer, Rucksack in Ihrer unmittelbaren Nähe. Dabei könnte es sich um professionelle Autodiebe handeln.

- Fragen Sie beim Hersteller Ihres Fahrzeugs, ob für Ihr Fahrzeug der Komfortzugang temporär deaktiviert werden kann. Manche Hersteller bieten am Schlüssel die Funktion, durch zweimaliges Drücken auf die Verriegelungs-Taste am Schlüssel, die "KEYLESS" Funktion ganz auszuschalten. Fragen Sie bei Ihrer Fachwerkstatt nach, welche Möglichkeit es speziell für Ihr Fahrzeug gibt.

Weitere Informationen zum Thema Autodiebstahl finden Sie auf der Internetseite der Polizei unter:
www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl-und-einbruch/diebstahl-rund-ums-kfz/tipps

Am Jahresende 2015 erhielten 15.700 Personen Hilfe zum Lebensunterhalt

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Ende vergangenen Jahres erhielten 15.707 Personen Hilfe zum Lebensunterhalt gemäß Kapitel 3 des Sozialgesetzbuches XII. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz waren das 90 Personen bzw. 0,6 Prozent mehr als Ende 2014. Seit 2010 ist die Anzahl der Leistungsempfänger um rund 24 Prozent gestiegen. Zum Stichtag 31.12.2015 waren in Rheinland-Pfalz 3,9 von 1.000 Einwohnern auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen (2010: 3,2 Einwohner).

Landesweit wurden im Jahr 2015 rund 50,2 Millionen Euro und damit über sechs Prozent mehr für Hilfe zum Lebensunterhalt aufgewendet als im Jahr zuvor.

Anspruch auf diese Sozialleistung haben unter anderem befristet Erwerbsunfähige, Vorruheständler mit niedriger Rente, längerfristig Erkrankte, aber auch Menschen mit Behinderungen und pflegebedürftige Personen, die in Einrichtungen leben und die Hilfe zum Lebensunterhalt als Taschengeld erhalten. Mehr als zwei Drittel der Leistungsempfänger (10.619 Personen) lebten in Einrichtungen.

Hilfe zum Lebensunterhalt erhielten in Rheinland-Pfalz fast ebenso viele Männer (49,6 Prozent) wie Frauen (50,4 Prozent). Unter den Leistungsbeziehern waren rund 1.100 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (6,9 Prozent). Zwei Drittel der Hilfebedürftigen (10.243) zählten zur Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen, 4.380 Personen (27,9 Prozent) waren 65 Jahre und älter. Das Durchschnittsalter aller Leistungsempfänger betrug 53,1 Jahre.

Die Daten stammen aus der Statistik der Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt. Die Angaben erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Landkreisen und den Delegationsgemeinden, d. h. den Verbandsgemeinden bzw. verbandsfreien Gemeinden sowie den kreisfreien Städten.

Autor: Gerhard Hehl (Sachgebiet Soziale Leistungen)

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