Sonntag, 26. März 2017

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Auch Weidetiere vor Hitze schützen

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Landwirtschaft: Pferde und Rinder brauchen Unterstände und ausreichend Wasser

KREIS MYK. Unter der Hitzewelle leiden nicht nur die Menschen. Sengende Hitze kann für Pferde und Rinder sehr gefährlich werden. Die Veterinäre der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz weisen daher darauf hin, dass die Tiere gut geschützt stehen und ausreichend mit Wasser versorgt werden müssen.

„Den Tieren muss ausreichend Schutz vor widrigen Witterungseinflüssen gewährt werden. So steht es auch in den tierschutzrechtlichen Vorgaben“, weiß Dr. Simone Nesselberger, Veterinärin der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Werden die Tiere der Witterung schutzlos ausgesetzt, leiden sie: „Sonnenbrand an hellen Körperstellen wie Euter und Kopf, grippale Infekte infolge starken Windes auf nassem Fell, entzündete Augen durch permanente Sonneneinstrahlung sind nur einige der Leiden, die die Tiere davontragen können. Die Tiere werden außerdem häufig von Insektenstichen geplagt.“

Wie der Witterungsschutz auf den Weiden auszusehen hat, ist durch Gesetze und Verordnungen genau festgelegt worden. Auf den Weiden sind Unterstände zu gestalten, die ausreichend Schutz gegen Sonne, Regen und Wind bieten. „Dies kann teilweise durch einen guten Baumbesatz auf der Weide ersetzt werden“, weiß Nesselberger. „Durch die Unterstände werden die Tiere nicht mehr so häufig von Insekten gestochen.“

Einer der wichtigsten Punkte bei der Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren auf der Weide ist deren Versorgung mit Wasser. „50 bis 100 Liter Trinkwasser benötigt ein ausgewachsenes Rind oder Pferd am Tag. Bei Hitze steigt der Verbrauch erheblich.“ Das allein stellt für viele Landwirte schon ein Problem dar, da sie mehrmals am Tag die Wasserbehälter auffüllen müssen. Diese Strapazen bleiben den Landwirten nicht erspart, da sie sonst eine artgerechte Haltung der Tiere nicht gewährleisten können. „Wichtig für die Tiere ist also das ganze Jahr ausreichend Schutz vor jeder Witterung und immer genügend Trinkwasser“, so die Veterinärin abschließend.

Chic mit Kolping

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Recycling-Taschen zur Unterstützung der Bolivienhilfe

Von Andreas Kossmann

Koblenz/Trier. Eine weitere von zahlreichen Ideen zur Förderung der Partnerschaftsarbeit mit Bolivien sind die Recycling-Taschen, die das Kolpingwerk Trier verkauft. Martina Linden aus dem Gebiet Koblenz hatte die Idee und zwischenzeitlich sind schon zahlreiche Modelle entstanden. „Sehr viele sind es mittlerweile und dabei ist jede einzelne ein Unikat", so die Hobby-Taschengestalterin. Ihre Arbeit ist ehrenamtlich. Der Verkaufserlös ist für den guten Zweck bestimmt. Gestaltet werden die Taschen in zwei Größen aus alten Verpackungen, die normalerweise auf dem Müll landen würden. Hier bekommen sie eine Wiederverwertung, ein optischer Blickfang entsteht dabei ebenfalls. Nicht nur für Shopping-Queens sind sie also der ideale Begleiter!

Informationen zum Erwerb der Taschen gibt es im Gebietsbüro Koblenz bei Petra Heusler, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bzw. Tel. (02 61)  91455071.

Gewaltprävention geht alle an - Wochen der Gewaltprävention erneut mit guter Resonanz.

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In diesem Jahr rund 1500 Teilnehmer bei den Angeboten

Von Petra Job

Von  Mai bis Ende Juni  veranstaltete der Arbeitskreis Gewaltprävention seine jährlichen Projektwochen. In diesem Jahr wurden rund 40 verschiedene Veranstaltungen angeboten – vom Film, über Workshops und Kurse bis hin zu Theateraufführungen und Sport. Das Angebot richtete sich an Schulen, Eltern, Kinder und Jugendliche. Getragen wird der Arbeitskreis von der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg.

Das Feld “Gewaltprävention“ ist in den vergangenen Jahren weiter und zudem undurchsichtiger geworden. Facebook, WhatsApp und viele andere Plattformen der digitalen Welt können nicht nur Segen sein, sondern auch zum Fluch werden. Dann nämlich, wenn vor allem Kinder und Jugendliche in die Mechanismen des anonymen Terrors geraten, Mobbing und Bedrohungen ausgesetzt sind. Oft fängt es schleichend an und kann schließlich sogar tödlich enden – wenn Kinder und Jugendliche keinen Ausweg mehr wissen.

War es früher der Schlag in die Magengrube oder jener auf das Nasenbein, so sind die Formen der Gewalt heute vielschichtiger, undurchschaubarer und folglich auch bedrohlicher. Mädchen müssen die Schule wechseln, weil plötzlich Nacktbilder von ihnen im Netz auftauchten, Heranwachsende werden gemobbt oder über SMS-Systeme unter psychischen Druck gesetzt – die Fälle häufen sich.

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Probealarm in Rheinland-Pfalz mit Handywarnsystem KATWARN

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Dreimal jährlich erfolgt ein Probealarm mit dem Katastrophenwarnsystem KATWARN. Am Montag, 01. August ist es wieder soweit: In den Landkreisen und kreisfreien Städten, die bereits KATWARN nutzen, erhalten die dort angemeldeten Personen kurz nach 9 Uhr eine Probewarnung auf ihrem Smartphone oder Handy. Die Anmeldung und Nutzung des Systems ist kostenlos und freiwillig.

Am Montagvormittag, 1.8. schrillen in vielen Regionen in Rheinland-Pfalz gegen 9 Uhr die Mobiltelefone mit der Meldung: „KATWARN Probealarm – gültig ab sofort“! Seit Januar 2015 unterstützt das Warnsystem KATWARN per Smartphone-App oder SMS und E-Mail die Gefahrenabwehr in Rheinland-Pfalz und sendet im Gefahrenfall Warnungen direkt zu den betroffenen Menschen. Voraussetzung: die Personen haben sich die kostenlose App bereits auf Ihr Smartphone geladen oder sich per SMS angemeldet.

„Regelmäßige Probealarme stellen sicher, dass das KATWARN-System die Menschen zuverlässig erreicht und erinnert daran, den Warnservice zu nutzen. Denn KATWARN ist neben Sirenen, Lautsprecher, Radio und Internet ein fester Bestandteil der kommunalen Gefahrenabwehr; die Anmeldung und Nutzung des kostenlosen Warnsystems ist aber freiwillig“, betont Volker Lemgen vom Referat Brand- und Katastrophenschutz bei der Kreisverwaltung Neuwied.

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Tödliche Gefahr für Pferde und Esel: Tierhalter müssen Giftpflanzen kennen

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Grünschnitt nicht an angrenzenden Weiden entsorgen

KREIS MYK. Eiben, Oleander, Rhododendron. Schöne Bäume, schöne Pflanzen - die für Esel und Pferde jedoch tödlich sein können. Tierhalter müssen darauf achten, dass keine Hecken und Anpflanzungen auf der Koppel mit Giftpflanzen begrünt sind. Darauf weist das Veterinäramt der Kreisverwaltung hin.

„Schon 100 bis 200 Gramm der Eiben-Nadeln können für Pferde und Esel tödlich wirken, wobei die schädigende Wirkung und die klinischen Erscheinungen durch das Alkaloid Taxin in erster Linie auf Atmung und Kreislauf einwirken“, so Dr. Rudolf Schneider, Leiter des Veterinäramtes der Kreisverwaltung. Neben der Eibe sind auch Buchsbaum, Lebensbaum, Oleander und Rhododendron für Pferde und Esel aufgrund ihrer Giftigkeit als Futterpflanze völlig ungeeignet.

Tierhalter müssen also darauf achten, dass keine Hecken und Anpflanzungen auf der Koppel mit Giftpflanzen begrünt sind. Besitzer von Privatgrundstücken sollten niemals Garten- und Pflanzenabfälle über angrenzende Weiden entsorgen. Schneider rät allen Tierhaltern dringend, die eigenen Weiden regelmäßig auf Giftpflanzen zu kontrollieren, da auch die Futteraufnahme des Jakobskreuzkrautes für Pferde tödlich enden kann: „Jakobkreuzkraut, eine gelb blühende und bis zu einem Meter hohe Pflanze, enthält Pyrrolizidin-Alkaloide, die bei Pferden zu Unruhe, schwankendem Gang, schwerer Leberzellschädigung und Kreislaufversagen führen kann.“ Zwar nehmen Pferde, wenn sie genügend Weidegras zur Verfügung haben, gewöhnlich diese Pflanze nicht auf, jedoch können Flächen, auf denen Weidegras zur Heugewinnung gewonnen wird, dann eine Gefahr darstellen, wenn Jakobskrautpflanzen Bestandteil der Heuballen sind.

„Ich rate auch, kein Heu oder Raufutter unbekannter Herkunft zu kaufen. Bei einem Verdacht auf eine Vergiftung sollte unbedingt ein Tierarzt hinzugezogen werden“, so Schneider. „Er kann bei langsamen Verlaufsformen mit entsprechenden Medikamenten eingreifen.“ Als Symptome können bei Vergiftungen durch Pflanzen insbesondere Muskelzittern, Kolikanfälle, Durchfall und Blutharn, verstärkter Speichelfluss und Lähmungen festgestellt werden. Wichtig ist auch, dass der Tierhalter für spätere Untersuchungen alle Futtermittel und verdächtige Pflanzenteile sicherstellt.

Weitere Informationen bei Dr. Rudolf Schneider unter Telefon 0261-108459.

 

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