Montag, 24. Juli 2017

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Trotz Vogelgrippe an Weihnachten nicht auf Geflügelbraten verzichten

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Kreis Myk. Viele Familien sind bereits in den Weihnachtsvorbereitungen. Nachdem das Veterinäramt eine Stallpflicht für Geflügel angeordnet hat, um der Verbreitung der Vogelgrippe vorzubeugen, fragen sich Verbraucher, ob sie noch guten Gewissens mit dem Weihnachtsbraten planen können. „Sie können und müssen sich den Appetit nicht verderben lassen“, sagt Kreisveterinär Dr. Rudolf Schneider – und erinnert dennoch an wichtige Hygieneregeln, die grundsätzlich bei der Zubereitung zu beachten sind.

Zurzeit macht eine hoch ansteckende Variante der Vogelgrippe die Geflügelhalter nervös. H5N8 gilt als besonders aggressive Variante des Virus. Stallpflicht, Transportbeschränkungen und Hygieneauflagen sollen ein Verbreiten verhindern. Nicht nur von Stall zu Stall: Das Risiko, dass Wildvögel das Virus verbreiten, ist besonders hoch.

Damit verbunden wäre ein enormer wirtschaftlicher Schaden für die Geflügelhalter, denn bei einem Befall muss der ganze Bestand getötet werden. Könnten sich Menschen bei einem Kontakt oder Verzehr mit Geflügelprodukten infizieren? Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verneint das: Für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleisch von infizierten Tieren gebe es bisher keine Belege. Dennoch raten das BfR wie auch Kreisveterinär Schneider, bei der Verarbeitung die Hygieneregeln zu beachten. „Wichtig ist, bei jedem Umgang mit Geflügel und als Vorsichtsmaßnahme gegen Salmonellen, sich immer nach dem Kontakt gründlich die Hände zu waschen und rohes Geflügel getrennt von anderen Lebensmitteln aufzubewahren“, so Schneider, der auch für die Lebensmittelüberwachung im Kreis zuständig ist.

Wer Geflügel in der heimischen Küche verarbeite, sollte anschließend alle Küchengeräte und die Arbeitsfläche gründlich säubern: „Der Verbraucher ist auch in der Pflicht. Bei der Tiefkühlgans muss man darauf achten, dass der Fleischsaft beim Auftauen nicht in andere Lebensmittel läuft, und in der eigenen Küche gehört das Händewaschen zwischendurch dazu, wenn ich unverpackte Lebensmittel anfasse.“ Am meisten reinigt man mit heißem Wasser und Spüli, denn Salmonellen-Erreger und das Vogelgrippe-Virus reagieren empfindlich auf Hitze. Geflügelgerichte sollten daher auch immer eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad haben: „Für eine rosa gebratene Gans braucht es eine Kerntemperatur  von 75 bis 80 Grad. Durchgegart ist Geflügel absolut unbedenklich.“

Ist die Skepsis beim Verbraucher also übertrieben? „Man muss keine Angst vor einer Infektion mit Vogelgrippe haben. Eine angemessene Aufmerksamkeit beim Umgang mit Lebensmitteln begrüße ich. Etwas mehr Skepsis würde ich beim Einkauf sogar befürworten: Glückliche Gänse, mit Biofutter natürlich aufgezogen und nicht hochgezüchtet, die haben ihren Preis. Qualität gibt´s nicht zu Fleischpreisen von ein paar Euro das Kilo.“

REGION-RHEIN wünscht Ihnen frohe und besinnliche Festtage und einen guten Start ins neue Jahr.

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Ich bedanke mich bei allen Leserinnen und Lesern für die große Resonanz und das stetig steigende Interesse, allen Anzeigenkunden für die Bannerschaltungen, ohne die REGION-RHEIN nicht möglich wäre und all jenen Menschen in Behörden, Vereinen und der Wirtschaft, die mich täglich mit Nachrichten aus der Region versorgen. Ihnen gilt mein Dank für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Dietmar Fuchs, Herausgeber von Online-Nachrichten www.region-rhein.de

Und hier noch ein Rezept für 2017: (von Katharina Goethe, der Mutter von Johann Wolfgang v. Goethe)

Man

nehme:

12 Monate

und putze sie

ganz sauber von

Bitterkeit, Geiz, Pedanterie

und Angst und zerlege jeden

Monat in 30 oder 31 Teile, so dass

der Vorrat für genau ein Jahr reicht.

Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus

1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,

1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt.

Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen!

Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten

und serviere es täglich mit einem freundlichen Wort und einem gewinnenden Lächeln!

FROHES FEST!

 

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage: Alles wichtige in neuer Broschüre und Flyer

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Neue Broschüre und neuer Flyer über das Angebot von Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage für Rheinland-Pfalz kostenlos erhältlich

Pünktlich zur 100. Schule hat die LPB gerade eine Broschüre und einen Flyer über das Angebot von Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage für Rheinland-Pfalz neu herausgebracht.

In den neuen Publikationen wird nicht nur das Angebot der Landeskoordination für die rheinland-pfälzischen Schulen dargestellt: Es werden auch besonders interessante und nachahmenswerte Schulprojekte der letzten Jahre aus Worms, Bad Kreuznach und Speyer präsentiert. Zusätzlich gibt es, neben Statements von Jugendlichen und prominenten Schulpaten wie Musiker Laith al Deen und Fechtweltmeister Peter Joppich, viele Links und Adressen von Institutionen und Projekten, die sich für Toleranz und Gewaltfreiheit in unserer demokratischen Gesellschaft einsetzen.

Broschüre und Flyer sind kostenlos bei der Landeszentrale für politische Bildung, Am Kronberger Hof 6 in 55116 Mainz (Fax-Nr. 06131/16-2980 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) erhältlich. Sie können dort, bei der LpB im Medienzentrum Pfalz im Weiterbildungszentrum Kaiserslautern, Kanalstr. 3, in der LpB im Medienladen Koblenz (2. Stock) im Kurt-Esser-Haus, Markenbildchenweg 38, und bei der LpB im Medienladen Trier, Excellenzhaus in der Zurmaiener Straße 114, auch direkt abgeholt werden.

Das Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
ist eine Initiative von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv und langfristig gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus und für eine tolerante, gewaltfreie und demokratische Gesellschaft engagieren wollen. Um den Titel zu erwerben, müssen sich mindestens 70% der Schulgemeinschaft durch ihre Unterschrift zu den Grundsätzen von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage bekennen. Diese verpflichten sich zu aktiver Mitgestaltung eines Schulklimas, das Ideologien der Ungleichwertigkeit ächtet, aktiv einschreitet bei Diskriminierung und zu solidarischer Konfliktlösung aufruft.

Das europaweite Projekt, 1988 in Belgien gegründet, läuft seit 1995 auch in Deutschland. Bundesweit gibt es über 2000 Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage mit 1,5 Millionen Jugendlichen. In Rheinland-Pfalz erreicht das Projekt derzeit mehr als 85.000 Schülerinnen und Schüler sowie über 7.000 Lehrkräfte an 100 Schulen.

Weitere Infos gibt es bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz. Telefon: 06131/16-2975; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

„Heimat schmeckt!“ empfiehlt (Apfel-)Glühwein und Kinderpunsch aus der Region

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Beim Besuch der anstehenden Weihnachtsmärkte ist es oftmals empfindlich kalt. Die Mitglieder des Vereins „Heimat schmeckt!“ empfehlen daher zum Aufwärmen an den Ständen oder auch hinterher zu Hause Glühwein von den Heimat schmeckt!-Winzern oder als Besonderheit Apfel-Glühwein.

Josef Hasdenteufel von der Alten Apfelwein-Kelterei Hasdenteufel aus Hatzenport schlägt vor: Eine Flasche „milder Apfeltischwein“, 1 Zimtstange, 2 Zitronenscheiben (ohne Schale) und Zucker nach Belieben. Den Apfelwein zusammen mit den übrigen Zutaten vorsichtig erhitzen (nicht kochen!) und anschließend durchsieben.

Sehr wohlschmeckend und wärmend ist auch Kinderpunsch aus Apfel- oder Traubensäften. „Für den Kinderpunch nehmen wir ausschließlich Traubensaft. Dieser wird auf ca. 65 C erhitzt. Dazu geben wir noch ein paar Zitronen- und Orangenscheiben“, so Karsten Lunnebach vom Weingut Karl Lunnebach in Koblenz-Güls.

„Heimat schmeckt!“ steht für hochwertige Produkte engagierter Produzenten. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist es, das Vertrauen der Verbraucher in die heimischen Produkte zu stärken. Die Transparenz gegenüber den Kunden ist den Vereinsmitgliedern daher besonders wichtig.

Weitere Informationen zu „Heimat schmeckt!“ - unter anderem auch über die „Heimat schmeckt!“-Gutscheine und -Präsentkörbe - gibt es unter www.heimat-schmeckt.de oder in der Vereinsbroschüre, die bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Dr. Rüdiger Kape, Telefon 0261/108-420, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und bei allen Mitgliedsbetrieben erhältlich ist.

Soziales

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Mehr als 314.400 Menschen erhielten im Jahr 2015 soziale Mindestsicherungsleistungen – Besonders starker Anstieg bei Asylbewerberleistungen.

Am Ende des Jahres 2015 waren in Rheinland-Pfalz 314.446 Menschen auf finanzielle Hilfen des Staates angewiesen, um ihren grundlegenden Lebensunterhalt zu sichern. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems erhielten damit 7,8 Prozent der Bevölkerung, also rund jeder 13. Einwohner, Leistungen der sozialen Mindestsicherung. Unter den Bundesländern wies Rheinland-Pfalz nach Bayern (5,2 Prozent) und Baden-Württemberg (6,0 Prozent) die drittniedrigste Quote auf. Deutschlandweit waren 9,7 Prozent der Bevölkerung auf finanzielle Hilfen des Staates angewiesen.

Seit 2012 ist ein kontinuierlicher Anstieg bei den Leistungsempfängerinnen und -empfängern zu verzeichnen. Insbesondere im Jahr 2015 erhöhte sich deren Zahl um gut 36.600 Personen bzw. 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den Jahren 2014 und 2013 betrugen die Veränderungsraten 5,1 bzw. vier Prozent (plus 13.383 bzw. 10.227 Personen gegenüber dem Vorjahr). Diese kräftigen Zunahmen sind in erster Linie auf die stark gestiegene Zahl an Empfängerinnen und Empfängern von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zurückzuführen.

Zu den Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme zählen:
  • Gesamtregelleistungen (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld) aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach SGB II (die sogenannten „Hartz IV“-Leistungen)
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII (Sozialhilfe)
  • Laufende Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen nach dem SGB XII (Sozialhilfe)
  • Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Der weitaus größte Teil der Menschen, die ihren Lebensunterhalt aufgrund von Arbeitslosigkeit oder zu geringem Einkommen nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können, erhielt den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zufolge Gesamtregelleistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach SGB II (Hartz-IV-Leistungen). In Rheinland-Pfalz betraf dies Ende 2015 mehr als 215.700 Empfängerinnen und Empfänger. Davon erhielten rund 155.300 als Erwerbsfähige Arbeitslosengeld II. Bei den restlichen knapp 60.500 handelte es sich um nicht erwerbsfähige Familienangehörige, denen das so genannte Sozialgeld gezahlt wurde.

Rund 44.100 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer erhielten Ende 2015 Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Von ihnen hatten knapp 22.700 die Regelaltersgrenze erreicht, gut 21.400 Empfängerinnen und Empfänger waren älter als 18 Jahre und bezogen die Leistungen wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung.

Die Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen hat seit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe („Hartz IV-Reform“) an Bedeutung verloren. Sie wird seit dem 1. Januar 2005 nur noch an nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige gezahlt, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln oder durch Leistungen anderer Sozialleistungsträger decken können. Dazu gehören zum Beispiel vorübergehend Erwerbsunfähige, längerfristig Erkrankte oder Vorruhestandsrentner mit niedriger Rente. In Rheinland-Pfalz waren dies Ende des Jahres 2015 fast 5.100 Personen.

Besonders stark gestiegen ist die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Am Jahresende 2015 erhielten rund 49.500 Frauen und Männer entsprechende Leistungen. Gegenüber dem Jahr 2014 hat sich die Empfängerzahl fast verdreifacht (plus 32.671 Personen bzw. 194 Prozent).

Methodische Hinweise:

Im April 2016 hat die Bundesagentur für Arbeit das bisherige Zähl- und Gültigkeitskonzept der Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II rückwirkend ab Einführung der Statistik im Jahr 2005 revidiert. Bei den hier verwendeten Daten handelt es sich um Daten nach der Revision 2016. In der amtlichen Sozialberichterstattung zählt nun – rückwirkend ab dem Jahr 2006 – die Personengruppe der Regelleistungsberechtigten zu den Empfängerinnen und Empfängern sozialer Mindestsicherungsleistungen. Diese setzt sich aus den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (Arbeitslosengeld II) und den nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (Sozialgeld) zusammen. Nicht mehr zu den sozialen Mindestsicherungsleistungen in der amtlichen Sozialberichterstattung zählen ab sofort, ebenfalls rückwirkend ab dem Jahr 2006, die Leistungen der Kriegsopferfürsorge.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur sozialen Mindestsicherung können dem gemeinsamen Internetangebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zur Sozialberichterstattung entnommen werden (www.amtliche-sozialberichterstattung.de).

Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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