Montag, 25. September 2017

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Mit Cybermobbing nicht allein bleiben

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Cybermobbing ist eine Form der Gewalt. Wenn Personen oder Gruppen andere Personen mittels elektronischer Kommunikationsmedien, also z. B. dem Handy oder Internet, absichtlich und systematisch über einen längeren Zeitraum belästigen, bedrohen, bloßstellen und ausgrenzen, ist das kein Kavaliersdelikt. Tätern können empfindliche Strafen drohen.

Für die Opfer ist eines aber am wichtigsten: Sie sollten mit dem Cybermobbing nicht allein bleiben, sich anderen anvertrauen und in schwerwiegenden Fällen Anzeige bei der Polizei erstatten.

Tipps für Jugendliche:

- Wichtig ist, dass du dich jemandem anvertraust und darüber redest. Neben deinen Eltern können das
vielleicht auch deine Lehrer sein.

- Melde das Mobbing dem Anbieter des Sozialen Netzwerks, damit dieser den Account des Mobbers
sperren kann.

- Versuche nicht, auf die Beleidigungen zu reagieren. Den Mobber kannst du auch auf eine
"Ignorieren"-Liste setzen. Zusätzlich kannst du deine Mobilnummer, deinen Nickname und deinen Mailaccount ändern.

- Bilder und Videos von dir, die ohne deine Erlaubnis veröffentlicht werden, sollten gelöscht
werden. Das kann der Netzwerkbetreiber vornehmen. Damit keine weiteren unerwünschten Fotos oder Videos von dir ins Netz geladen werden, kann über den Anwalt eine Unterlassungsverpflichtungserklärung gegen den Cybermobber erwirkt werden.

- Erstatte eine Anzeige bei der Polizei. Für eine Anzeige ist eine Dokumentation des Mobbings
wichtig. Halte nach Möglichkeit fest, wer zu welcher Zeit das Foto, Video, die Beleidigung, Nötigung oder Bedrohung gemacht oder auch geteilt hat.
Fertige gegebenenfalls einen Screenshot und
speichere Chat-Unterhaltungen von Messenger-Diensten ab.

- Weiterer Tipp: Mobbing im Internet kann für Jugendliche zu einer ernsten Belastung werden. Das
haben sich auch die Mitglieder des klicksafe-Youth Panels gedacht und die Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App entwickelt. Mehr unter: http://www.klicksafe.de/service/aktuelles/klicksafe-apps/

Weitere Informationen unter:
www.polizeifürdich.de/deine-themen/handy-smartphone-interne
/cybermobbing.html

Vor 66 Jahren: Beim Bombenangriff im Bunker verschüttet

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Ein Tag, den die Niederadenauer nicht vergessen werden

NIEDERADENAU.   Immer zu Beginn des Monats Februar eines jeden Jahres kommen insbesondere bei den älteren Menschen die Erinnerungen zurück: Ein schwarzer Tag in der Geschichte der Niederadenauer ist der 2. Februar 1945. An diesem Tag, der sich nun zum 66 Male jährt,  starben acht Menschen, darunter drei Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren, durch einen Bombenangriff.

Obwohl es im zweiten Weltkrieg in Niederadenau keine direkten Angriffsziele für die feindlichen Bomber gab, hatten die Niederadenauer Bewohner vorsorglich in den Berg über dem heutigen „Tannenweg“ einen Schutzbunker gebaut, den die Bürger des Ortes immer dann aufsuchten, wenn es – wie man es nannte – in der Luft „murmelte“ und Flugzeuge im Anflug schienen. Allerdings waren in den letzten Kriegstagen sehr viele Soldaten in Niederadenau untergebracht. So „murmelte“ es dann auch am 2. Februar 1945 schon zeitig morgens in der Luft, und ein großer Teil der Bevölkerung suchte Schutz im Bunker. Gegen zehn Uhr eröffneten feindliche Flieger mit Bordwaffengeschützen das Feuer und setzten einige Häuser und Scheunen in Brand, so dass besonders Männer den Schutzbunker verließen, um noch zu retten, was zu retten war.

Durch einen weiteren Bordwaffenschuss wurde dabei Peter Zimmermann, 49 Jahre alt, verheiratet und Vater von fünf Kindern, so schwer verletzt, dass er am nächsten Morgen nach einer Operation im Adenauer Krankenhaus verstarb.

Gegen 12.30 Uhr, als sich die meisten Bürger um ihr Hab und Gut im Dorf kümmerten, fielen drei Bomben hinter dem heutigen „Tannenweg“, und eine Bombe detonierte genau vor dem Eingang zum Bunker, wodurch dieser verschüttet wurde. Sofort eilten Mitbürger aus dem Ort  zum Bunker, doch konnten nur noch zwei Menschen, Franz Kossmann und dessen Tochter Elisabeth (später verheiratete Meyer), lebend gerettet werden. Für die übrigen kam jede Hilfe zu spät. Im Bunker starben zwei Soldaten, drei Kinder (Werner Ginsterblum, elf Jahre alt; Erwin Schooß, sieben Jahre, und Arthur Hollender, ebenfalls sieben Jahre alt), Gertrud Kossmann und Elisabeth Kaas geb. Merten, einziges Kind ihrer Eltern und gerade seit neun Monaten verheiratet, ihr Ehemann als Soldat an der Kriegsfront.

Das Dorf war wie gelähmt, hier und da brannte es lichterloh, und dazu dann der Tod von insgesamt acht Menschen. Noch heute sagen die Bürger, das Leid wäre noch unermesslich größer gewesen, hätten nicht die meisten Bürger den Bunker wegen der Brände im Ort morgens verlassen, denn zunächst waren etwa 40 Niederadenauer in den Bunker geeilt, von denen sicherlich noch viele mehr ums Leben gekommen wären. Aber auch so bescherte der 2. Februar 1945 dem Ort Niederadenau große Trauer und unsägliches Leid.

Noch heute sieht man die Mulde des Bombeneinschlags, dort errichtete nach dem Krieg der Niederadenauer Mitbürger Matthias Ginsterblum einen Muttergottes-Bildstock mit den Namen all derer, die an diesem Tag auf so schreckliche Weise ums Leben kamen. Und auch heute nach genau sechsundsechzig  Jahren ist diese stille Gedenkstätte immer mit brennenden Kerzen und Blumen geschmückt.

Zur Erinnerung an diesen Tag vor 66 Jahren bleibt als Fazit die Mahnung: Die Toten mahnen uns täglich zum Frieden und zur Versöhnung unter den Menschen. Versöhnung ist die Wurzel, aus der Frieden wächst wie ein Baum, in dessen Schatten die Menschen Verständnis füreinander und innere Zufriedenheit finden.

Text und Foto: ©: Hans-Peter Meyer

Bevölkerung

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Weiterer Anstieg der Bevölkerung in 2016
Knapp 4,1 Millionen Menschen leben in Rheinland-Pfalz
Im Jahr 2016 ist die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz erneut gewachsen, wenn auch in geringerem Umfang als noch 2015. Wie aus einer Schätzung des Statistischen Landesamtes hervorgeht, lebten zum Jahreswechsel rund 4.073.300 Menschen im Land. Dies waren rund 20.500 Menschen mehr, als noch ein Jahr zuvor und damit die höchste Zahl in der inzwischen 70-jährigen Landesgeschichte. Grund für den erneuten Anstieg der Bevölkerungszahl ist nach Auswertung bislang vorliegender Zahlen, dass auch im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen nach Rheinland-Pfalz zu- als fortzogen. Die Zahl der Gestorbenen in 2016 dürfte hingegen wie in den Vorjahren wieder deutlich über der Geborenenzahl gelegen haben. Bislang konnten zur Ermittlung der Bevölkerungsentwicklungen in 2016 nur die Bestandszahlen der rheinland-pfälzischen Meldebehörden nach Staatsangehörigkeit sowie Alter und Geschlecht ausgewertet werden, eine genauere Quantifizierung der Zu- und Fortzüge sowie der Geburten und Sterbefälle erfolgt sukzessive in den kommenden Monaten. Nach den vorläufigen Ergebnissen stieg die Anzahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Ausländerinnen und Ausländer gegenüber dem 31. Dezember 2015 um rund 28.300 auf etwa 411.300 Personen. Ihr Anteil an der Bevölkerung lag Ende 2016 bei schätzungsweise 10,1 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Stichtag der Volkszählung am 9. Mai 2011 ist der Ausländeranteil um rund 3,3 Prozentpunkte angestiegen.

Die Altersstruktur der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer hat sich nach den vorliegenden Schätzungen zum Teil deutlich verändert. Gegenüber dem 9. Mai 2011 sank die Zahl der unter 20-Jährigen um  1,4 Prozent auf rund 746.500 Personen. Rund 2.186.300 Personen entfielen auf die Altersgruppe der 20- bis unter 60-Jährigen. Die Gruppe der Senioren ab 60 Jahre umfasste rund 1.140.500 Menschen. Damit stiegen die Bevölkerungszahlen in diesen beiden Altersgruppen im Vergleich zum 9. Mai 2011 um 0,2 Prozent bzw. 8,5 Prozent.

Bevölkerungsentwicklung regional

Die Bevölkerung in den kreisfreien Städten wuchs seit dem Zensus 2011 um schätzungsweise rund 4,6 Prozent. In der Landeshauptstadt Mainz war dieser Bevölkerungszuwachs am stärksten ausgeprägt (plus 6,7 Prozent). Rückläufig war die Einwohnerentwicklung hingegen in der kreisfreien Stadt Pirmasens (minus 0,8 Prozent). In den Landkreisen lag die Einwohnerzahl auf Grundlage der vorliegenden Schätzung im Durchschnitt um 1,2 Prozent höher als am letzten Zensusstichtag. Den stärksten Bevölkerungsgewinn gab es hier im Rhein-Pfalz-Kreis (plus 4,4 Prozent). Der höchste Rückgang war im Landkreis Kusel zu verzeichnen (minus 2,6 Prozent).

Die hier kommentierten vorläufigen Ergebnisse zum Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2016 wurden auf der Grundlage einer Schätzung ermittelt. Die Basis dieser Schätzung bilden die Ergebnisse der laufenden Bevölkerungsfortschreibung zum 31. Dezember 2015. Diese Ausgangsbasis wurde mit den Bestandsveränderungen aus der kommunalen Melderegisterstatistik für das Jahr 2016 nach Geschlecht, Altersgruppen und Staatsangehörigkeit fortgeschrieben.

Derzeit muss für die Berichtszeiträume ab 2016 in den Bevölkerungsstatistiken mit Verzögerungen von mindestens acht Monaten gerechnet werden. Angaben zu Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen für das erste Halbjahr 2016 nach Bundesländern werden aus heutiger Sicht frühestens im Mai 2017 vorliegen, für die Wanderungsstatistik und die Bevölkerungsfortschreibung frühestens im August 2017. Jahresergebnisse 2016 zu Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen, Wanderungen und den Bevölkerungsstand nach Bundesländern sind aus heutiger Sicht voraussichtlich erst Ende des 1. Quartals 2018 zu erwarten. Die Statistiken sind zurzeit von zwei grundlegenden Neuerungen betroffen. Zum einen werden sie auf ein neues technisches Aufbereitungsverfahren umgestellt. Zum anderen änderte sich für die Wanderungsstatistik zu Beginn des vergangenen Jahres der Standard der Datenlieferung von den Meldebehörden an die Statistikämter. In beiden Bereichen gab und gibt es zum Teil erhebliche Verzögerungen bei der Softwareerstellung.

Autor: Gerd Reh (Referat Bevölkerung, Gebiet, Zensus)

Geflügelpest: Stallpflicht verlängert

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Verfügung bis 31. März - Keine Entwarnung nach jüngst nachgewiesenen Fällen

KREIS MYK. Geflügelhalter müssen ihre Tiere weitere zwei Monate im Stall lassen. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung hat die seit Mitte November geltende Verfügung bis zum 31. März verlängert.

„Es ist eine gebotene Vorsichtsmaßnahme“, erklärt Kreisveterinär Dr. Rudolf Schneider. „Nach den nachgewiesenen Fällen am Laacher See und in Koblenz am Oberwerth hat der gefundene Schwan in Cochem einmal mehr gezeigt, dass die Gefahr der Infektion mit dem aggressiven Virus H5N8 nicht gebannt ist.“

Mitte November hatten die Veterinäre die Stallpflicht für den gesamten Kreis Mayen-Koblenz sowie „Biosicherheitsmaßnahmen“ verfügt. Unter letzterem sind vor allem hygienische Maßnahmen zu verstehen, damit das Virus nicht in die Ställe eingetragen wird.

Aktuell sehen die Veterinäre nach wie vor ein großes Risiko. Aktuell gibt es Funde bei Wildvögeln in Europa und in derzeit 15 betroffenen Bundesländern Deutschlands. In der Verfügung heißt es, es sei von einem „hohen Eintragsrisiko in Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel auszugehen, insbesondere bei Haltungen in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen, einschließlich Ackerflächen, auf denen sich Wildvögel sammeln.“

Die Risikobewertung berücksichtigt, , dass der Landkreis Mayen-Koblenz sowie der Stadtbereich Koblenz einerseits Wildvogeldurchzugsgebiet für wildlebende Wasservögel ist und andererseits eine hohe Wirtschaftsgeflügeldichte aufweist. Außerdem wurde berücksichtigt, dass der Landkreis Mayen-Koblenz und der Stadtbereich Koblenz mehrere Flüsse, Seen und Feuchtgebiete vorhält, an denen Wildvögel rasten.

Bei der Aviären Influenza handelt es sich um eine ansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung des Geflügels und anderer Vogelarten, die schnell epidemische Ausmaße annehmen und damit Tierverluste und große wirtschaftliche Schäden zur Folge haben kann. Im Landkreis Mayen-Koblenz und im Stadtbereich Koblenz werden zurzeit ca. 366.000 Stück Geflügel gehalten.

Der Kreisveterinär appelliert an die Geflügelhalter, die getroffenen Maßnahmen weiterhin konsequent umzusetzen: „Sie sind nach wie vor der beste Schutz.“

Weitere Infos und die Verordnung unter kurzlink.de/mykVogelgrippe.

Tote Schwäne gefunden

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TRIER. (bau) Am Moselradweg bei Zewen wurden am Freitag kurz nacheinander zwei tote Schwäne gefunden. Da der Verdacht besteht, dass die Tiere an der Vogelgrippe verendet sind, birgt die Feuerwehr die Vögel mit dem zuständigen Veterinärsamt unter Einhaltung der Sicherheitsstandards. Die Kadaver werden im Anschluss entsprechend untersucht und getestet. Spaziergänger, die tote Vögel finden, werden gebeten, diese auf keinen Fall zu berühren und die Feuerwehr zu informieren. Hunde sollten an der Leine geführt werden.

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