Samstag, 25. März 2017

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Fütterungsverbot für Wasservögel

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KOBLENZ. Seit Jahren gibt es im Freibad Oberwerth große Probleme mit den Hinterlassenschaften von Gänsen. Während der Freibadesaison entsteht so morgens vor der Öffnung des Bades ein hoher zusätzlicher Reinigungsaufwand. Es wurden viele verschiedene Maßnahmen ergriffen, die Gänse vom Freibadgelände fern zu halten. Bisher leider ohne dauerhaften Erfolg.

In diesem Zusammenhang wurde auch immer wieder das Füttern der Tiere durch Spaziergänger und auch Badegästen beobachtet. Die Stadtverwaltung weist daher ausdrücklich auf ein bestehendes Fütterungsverbot hin.

Sowohl Kanadagans als auch Nilgans gehören zu den potentiell invasiven Arten und stehen auf der Beobachtungsliste des Bundesamtes für Naturschutz. Beide Arten verbreiten sich expansiv, verhalten sich in ihrem Brutrevier sehr aggressiv und verdrängen unsere heimischen Wasservogelarten. Nilgänse zerstören auch Gelege, töten Jungtiere der heimischen Arten und nehmen deren Nester in Beschlag.

Diese Tiere verursachen durch ihre Hinterlassenschaften in den öffentlichen Bereichen und hier vor Allem im Freibad Oberwerth große Probleme mit einem hohen Reinigungsaufwand. Durch den Kontakt mit Gänsekot können gesundheitsgefährdende Folgen für den Menschen nicht ausgeschlossen werden.

Die Fütterung dieser Gänsevögel ist im Hinblick auf ihre Natur und die damit verbundene zusätzliche Reproduktionsfähigkeit unbedingt zu unterlassen.
Die Stadtverwaltung weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf ein bestehendes Fütterungsverbot hin.

"§2 Abs. 1 Nr. 10 Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Koblenz:
Auf öffentlichen Straßen und in öffentlichen Anlagen ist es verboten, Tauben oder Wasservögel zu füttern, Futter auszulegen oder auszustreuen…"

Amphibien wandern wieder!

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Die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis bittet auch in diesem Jahr um Rücksichtnahme auf die jetzt, durch steigende Temperaturen und feuchte Witterung, massiv einsetzenden Amphibienwanderungen. Die Tiere suchen zur Fortpflanzung ihre traditionellen Laichgewässer auf. Auf dem Weg dorthin müssen die Kröten und Molche häufig Straßen und Wege überqueren. An einigen Straßen im Kreisgebiet sind daher Leiteinrichtungen und Warnschilder zum Schutz der Tiere angebracht. Auch sammeln ehrenamtliche Helfer Tiere ein und tragen sie über die Straße. Pro Saison können so an einer Straße durchaus ca. 5.000 Amphibien gerettet werden.

Trotz aller Schutzmaßnahmen werden aber jedes Jahr viele Amphibien durch Fahrzeuge getötet. An allen Querungsstellen Zäune aufzustellen und Umsetzaktionen durchzuführen ist leider nicht möglich. Angesichts der akuten Bestandsgefährdung der heimischen Amphibienarten bittet die Kreisverwaltung alle Autofahrer, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden, durch eine angemessene Fahrweise auf die wandernden Tiere Rücksicht zu nehmen. Ebenso sollte verstärkt auf die ehrenamtlichen Helfer, die in den Morgenstunden bei Ihren Umsetzaktionen häufiger die Straße überqueren müssen, geachtet werden.

Krötenwanderungen können im gesamten Kreisgebiet auftreten. In erhöhtem Maße auf folgenden Straßenabschnitten:

L108: Tiefenbach – Kreershäuschen

K19, K 18 - B50: Simmern – Nannhausen – Nickweiler

L220: Bereich Tongrube bei Pleizenhausen

L 214: zwischen Leiningen und Sauerbrunnen

K 46: zwischen Kleinweidelbach und der B50 im Bereich des Ellerner Weihers

L 212 und dem Abzweig der K 118: zwischen Weiler und Bad Salzig in Höhe der LVA Mittelrheinklinik

 

Brandanschlag auf Fahrzeug von Familie Uwe Junge (AfD)

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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verübten unbekannte Täter im Raum Mayen einen Brandanschlag auf ein Fahrzeug von Familie Junge. Nachbarn haben das brennende Auto am Donnerstag gegen 3:00 Uhr entdeckt und sofort Feuerwehr und Polizei alarmiert. Dadurch konnte eine größere Inbrandsetzung des Wohnhauses von Familie Junge verhindert werden. Die Spurensicherung wurde von der Kriminalpolizei vorgenommen. Der entstandene Sachschaden beschränkt sich zurzeit auf das total ausgebrannte Fahrzeug und einen noch nicht definierbarerer Schaden am Wohnhaus, der durch die vom Fahrzeug übergreifende Flammen verursacht wurde. Familie Junge blieb unverletzt.

Klimawandel gefährdet Heuschrecken

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Vermehrte Dürren dezimieren Populationen des Sumpfgrashüpfers und führen zu genetischer Verdrängung

In einer mehrjährigen Untersuchung haben Wissenschaftler der Universität Trier ermittelt, dass Populationen des gefährdeten Sumpfgrashüpfers (Chorthippus montanus) besonders stark einbrechen. Als Folge davon nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Kreuzung mit der deutlich häufiger vorkommenden Schwesterart zu, dem Gemeinen Grashüpfer (Chorthippus parallelus). Diese Ergebnisse einer Untersuchung wurden kürzlich unter der Leitung des Biogeographen Dr. Axel Hochkirch von der Universität Trier in der Zeitschrift „Functional Ecology“ publiziert.  

Über mehrere Jahre hat die Biogeographin Dr. Katja Rohde zwei Populationen des Sumpfgrashüpfers bei Reinsfeld im Hunsrück (Kreis Trier-Saarburg) untersucht. Der Sumpfgrashüpfer gehört zur Familie der Feldheuschrecken. Hierbei zeigte sich bei beiden Populationen ein deutlicher Rückgang und zwar von 99 Prozent und 75 Prozent.

Am auffälligsten war der Rückgang im Zeittraum 2011 bis 2012. Durch Korrelationen mit Klima-Daten stellten die Biogeographen fest, dass dafür vor allem längere Dürre-Perioden im Winterhalbjahr verantwortlich waren. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die dann im Boden liegenden Eier eine ständige Wasserzufuhr benötigen. Aber auch ein verregneter Frühling macht der Art zu schaffen, da die Jungtiere viel Sonne für die Entwicklung benötigen.
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„Eh da“: Konzept für mehr Artenvielfalt in Kommunen

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Projekt kommunalen Vertretern vorgestellt

KREIS MYK. Die Artenvielfalt in Kommunen zu erhöhen: Das ist Ziel des „Eh da“-Projektes, das in der Kreisverwaltung kommunalen Vertretern vorgestellt wurde.

„Eh da“-Flächen sind Flächen, die, wie der saloppe Name sagt, „sowieso vorhanden“ sind. „Es sind unter anderem Flächen in Siedlungsbereichen, die weder einer wirtschaftlichen Nutzung noch einer gezielten naturschutzfachlichen Pflege unterliegen“, so Mark Deubert von der landeseigenen RLP AgroScience, der mit Professor Christoph Künast (E–Sycon)  Bürgermeistern, Räten und Gemeindemitarbeitern das Konzept vorstellte.  „Beispiele sind wegbegleitende Flächen: Straßenböschungen, Wegränder, Verkehrsinseln oder Gemeindegrün. Diese Flächen bieten Raum für eine ökologische Aufwertung.“

Das Konzept zielt nicht auf Einzelmaßnahmen, sondern auf eine spezifische und vernetzende Aufwertung von Flächen. Sie sind nach einer ersten Analyse in Absprache mit Flächeneignern und zuständigen Institutionen festzulegen, bevor es an die Umsetzung geht.

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