Mittwoch, 28. Juni 2017

Letztes Update:06:10:00 PM GMT

region-rhein.de

RSS

2016 gaben Apotheken in Rheinland-Pfalz über 1,3 Millionen kühlpflichtige Medikamente ab

Drucken

Mainz, den 26. Juni 2017 – Viele Medikamente sind nur bei kühler Lagerung dauerhaft wirksam. Bundesweit muss durchschnittlich jedes 24. zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgegebene Arzneimittel gekühlt werden, zum Beispiel einige Insuline. „Werden kühlpflichtige Arzneimittel zu warm gelagert, verlieren sie ihre Wirkung“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. „Aber niemand kann einem Medikament ansehen, wie es gelagert wurde. Deshalb müssen bei der Lagerung und dem Transport besondere Sorgfaltspflichten eingehalten werden. Apotheker informieren ihre Patienten darüber, aber es ist wichtig, dass diese Hinweise auch von Patienten beachtet werden.“ Auf jeder Packung ist vermerkt, ob ein Medikament kühl gelagert werden muss. Patienten sollten diese Medikamente im Kühlschrank bei Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad aufbewahren.

Im Jahr 2016 gaben die Apotheken in Rheinland-Pfalz zulasten der GKV über 1,3 Millionen kühlpflichtige Medikamente ab. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI). Nicht erfasst wurde die Abgabe auf Privatrezept oder in der Selbstmedikation. Insgesamt dürfte die Zahl der kühlpflichtigen Medikamente daher noch höher liegen.

Etwa ein Drittel der 1,3 Millionen kühlpflichtigen Arzneimittel (404.308 Packungen) müssen nicht nur in der Apotheke, sondern auch beim Transport von der Apotheke zum Anwendungsort gekühlt werden. Dafür eignen sich zum Beispiel Isoliertaschen oder Styroporbehälter. Ein direkter Kontakt zwischen Medikamenten und Kühlelementen sollte vermieden werden, denn ein Einfrieren könnte die Wirkung der Medikamente vermindern. Beispiele für kühlkettenpflichtige Medikamente sind Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln oder Gelbfieber. Auch einige Dosieraerosole gegen Asthma sowie einige Glaukom-Augentropfen müssen ununterbrochen gekühlt werden.

Theo Hasse, Vorsitzender des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV zeigt auf: „Dauerhaft zu kühlende Medikamenten eignen sich nur bedingt für den Versandhandel. Auch hier sichern die wohnortnahen Apotheken die flächendeckende Versorgung. Deshalb bleibt es für Patienten wichtig, eine Apotheke in der Nähe zu haben.“

Gesundheitserhaltung ist das besondere Ziel

Drucken

Erwin Rüddel: „Gesundheit, Natur, und Tourismus erfolgreich vernetzen“

Kreisgebiet. „GesundLand RheinWied“, lautete das Motto beim jüngsten „Forum ländlicher Raum“ des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel. Dabei ging es speziell um die Frage: Wie vernetze ich erfolgreich Gesundheit, Natur und Tourismus an Rhein und Wied? Zu diesem Thema wartete der Abgeordnete mit vielen und sich verzahnenden Bereiche abdeckenden Podiumsteilnehmern auf. Hauptredner war Dr. Helmut Hildebrandt, Geschäftsführer und „Macher“ der Gesundes Kinzigtal GmbH.

Der Linzer Stadtbürgermeister Dr. Hans-Georg Faust begrüßte in Vertretung des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Günter Fischer die Anwesenden und betonte, wie wichtig eine gute Vernetzung aller Akteure ist, um optimale Voraussetzungen für die Zukunft der Region sicherzustellen. Der stellvertretende Landrat Achim Hallerbach griff dies, auch als Gesundheitsdezernent, auf und betonte, dass die Zukunft einer guten Versorgung in einer guten Vernetzung von Prävention, Diagnose bis hin zur Therapie liegt. Er werde das Projekt weiter voranbringen und einen runden Tisch der beteiligten Gesundheitsakteure organisieren.

Dr. Helmut Hildebrandt stellte dazu das Konzept „Gesundes Kinzigtal“ vor – ein Gesamtkonzept zur integrativen Gesundheitsversorgung in umschriebenen ländlichen Räumen. Hier solle eine synergistische Situation zwischen Ärzten, Krankenkassen und allen relevanten Einrichtungen, mit dem Ziel der Reinvestition von ersparten Mitteln oder zusätzlichen Erträgen in Struktur und Personal erzielt werden. Dadurch ergebe sich eine deutliche Verbesserung im Sinne der Patientenbelange sowie eine bessere Betreuung im Sinne des „Gesunden Lebens“.

Ein Mittel sei da die softwaregestützte Vernetzung von Ärzten und Apothekern im Hinblick eines fortschrittlichen Patientenmanagements. Gleichwohl gehe es um eine Steigerung der Effizienz bei der Verwaltung von Medikation und Therapie. Die allgemeine Zielvorstellung des Konzeptes, so Dr. Hildebrandt, liege eher in der Förderung gesunden Lebens, denn in einer Verbesserung der etablierten Akutversorgung. „Denn Gesundheitserhaltung ist das besondere Ziel.“

„Die Stärkung einer langanhaltenden Gesundheit erfolgt durch Kooperationen mit Unternehmen, Sportvereinen und Sportstudios, der Ernährung unter ärztlicher Supervision der Patienten zur Förderung eines optimierten gesundheitsorientierten Lebensstils“, wurde angemerkt. Im Rahmen eines Investitionsfonds können Förderungen der Anwendungen und der Konzeptausbau auf weitere Regionen erfolgen.

Weiterlesen...

In der Regel schmerzhaft…

Drucken

Menstruationsbeschwerden erkennen und behandeln

Mainz, den 21. Juni 2017 – Bauchschmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Durchfall – diese Symptome machen die Menstruation für eine Vielzahl von Frauen allmonatlich beschwerlich. Statistiken geben an, dass fast rund 30 bis 50 Prozent aller Frauen regelmäßig unter Menstruationsbeschwerden leiden. Die Beschwerden können leicht ausfallen, so dass die Betroffenen lediglich geringe Leistungseinschränkungen verspüren. Bei manchen Frauen verlaufen die Menstruationsschmerzen aber so massiv, dass sie krank zuhause bleiben müssen. Die Schmerzen in Bauch, Unterleib und im unteren Rücken entstehen hauptsächlich durch die Kontraktionen der Gebärmutter. Schmerz- und krampflösende Medikamente stehen in der Selbstmedikation zur Verfügung. Einige Produkte setzen dabei auch auf pflanzliche Wirkstoffe, erläutert der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV.

Regelschmerzen treten eher bei jüngeren Frauen auf. Meist entwickeln sie sich zwei bis drei Jahre nach Beginn der regelmäßigen Blutungen. Um auszuschließen, dass sich hinter den Unterleibsschmerzen andere Erkrankungen verbergen können, sollte laut Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV, bei folgenden Symptomen gynäkologischer Rat eingeholt werden: „Stark anhaltende Schmerzen oder ein dauerhaft unregelmäßiger Zyklus sollten ärztlich kontrolliert werden. Alarmsignale sind auch eine plötzliche Veränderung im Zyklus, bei dem Schmerzen oder auch unerwartet starke oder ungewöhnliche Zwischenblutungen auftreten. Sie können krankhafte Veränderungen im Becken als Ursache haben. Das kann eine Entzündung in der Gebärmutter sein oder Gebärmuttergeschwulste, die man Myome nennt. Eine häufige weitere Ursache ist die sogenannte Endometriose. Obwohl an dieser Wucherung der Gebärmutterschleimhaut schätzungsweise jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter leidet, bleibt diese Erkrankung oftmals unentdeckt.“

Bei leichteren Menstruationsbeschwerden können Wärme, Ruhe oder ein krampflösender Tee mit Kümmel, Fenchel, Gänsefingerkraut, Schafgarbe oder Frauenmantel helfen. Um den Zyklus und die damit verbundenen Symptome langfristig zu behandeln und positiv zu beeinflussen, kann eine Therapie mit den Wirkstoffen der Traubensilberkerze angedacht werden. „Die Traubensilberkerze muss langfristig, mindestens über drei bis vier Wochen, eingenommen werden. Ihre Inhaltsstoffe haben eine dem Östrogen ähnliche Wirkung und können den Zyklus harmonisieren“, erklärt Andreas Hott. Wer aktiv gegen stärkere Beschwerden vorgehen muss, dem stehen einige gut verträgliche und wirksame Schmerzmittel zur Verfügung, die ebenfalls die Krämpfe lösen. „Wie immer gilt, dass Schmerzmittel in der Selbstmedikation nur für eine kurze Zeit eingenommen werden sollen. Halten die Schmerzen an, sollte genauer nach den Ursachen geforscht werden“, rät der Apotheker.

August-Horch-Schule und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) freuen sich über 3333 Blutspender

Drucken

Seit dem Jahr 2005 finden an der August-Horch-Schule regelmäßig Blutspende-Aktionen statt. An mehreren Tagen im Jahr kommen dabei bis zu 200 Blutspenden zusammen. So freuten sich die Organisatoren der Blutspende-Tage am 18. und 19. Mai wieder über mehr als 100 Neuspender, die zum ersten Mal ihr Blut spendeten und staunten, als Franz-Josef Schneider vom Blutspendedienst des DRK verkündete, dass man so auf insgesamt 3333 Blutkonserven in 12 Jahren komme. Die Berufsbildende Schule Andernach leistet damit einen wichtigen Beitrag, um den Bedarf an Blutkonserven in Rheinland-Pfalz zu decken. Dabei sind es nicht nur Menschen, die durch Unfälle Blut verloren haben, sondern insbesondere Krebskranke, die auf das Blut anderer angewiesen sind. Der demographische Wandel in Deutschland führt dazu, dass es immer weniger junge Neuspender gibt, während viele langjährige Blutspender alters- oder krankheitsbedingt ihr Blut nicht mehr spenden dürfen. „Dass die Spendebereitschaft an der August-Horch-Schule seit nunmehr 12 Jahren unverändert hoch ist, spricht für das besondere soziale Engagement unserer SchülerInnen und LehrerInnen“, betont der Schulleiter Rainer Finkenrath.

Motivierend wirkte gleichzeitig die Verlosung von Gutscheinen für Fahrsicherheitstraining und Erlebnistage am Nürburgring, die vom Blutspendedienst des DRK und dem Fahrsicherheitszentrum Nürburgring gesponsert wurden. „Wir möchten mit den Gutscheinen zum einen die Blutspende-Aktion an der August-Horch-Schule unterstützen und zum anderen aktiv dazu beitragen, dass vor allem Fahranfänger bei uns am Nürburgring lernen können in schwierigen Verkehrssituationen angemessen zu reagieren“, erklärte Petra Diederich, Geschäftsführerin des Fahrsicherheitszentrums Nürburgring, bei der feierlichen Übergabe der Gutscheine an die Gewinner am 14. Juni.

Gesund und fit durch den Sommer

Drucken

„Endlich Sommer“ heißt es, wenn das Thermometer in die Höhe klettert. „Während vor allem Kinder sich über dieses Wetter freuen und sich im kühlen Nass austoben, machen solche Temperaturen jedoch vielen Menschen auch zu schaffen“, gibt Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler zu bedenken. „Unterschätzen Sie nicht die Hitze und passen Sie das eigene Verhalten daran an.“ Besonders bei älteren und kranken Menschen sowie bei kleinen Kindern verläuft die Anpassung an die Hitze deutlich langsamer. Für ältere Menschen bedeutet Hitze eine enorme Kreislaufbelastung, da der Körper im Alter eine reduzierte Fähigkeit zur Hitzeregulation hat und das Durstgefühl mit zunehmendem Alter abnimmt.

„Es ist sehr wichtig, auf eine ausreichende und regelmäßige Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr zu achten“, empfiehlt Bätzing-Lichtenthäler. „Trinken Sie nicht nur Wasser, sondern auch Saftschorlen oder isotonische Getränke und salzen Sie ihr Essen ausreichend, um den Elektrolytverlust durch das Schwitzen auszugleichen.“ An heißen Tagen sind mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, bestehend aus leichter Kost, Gemüse und wasserreichem Obst, ideal. Alkohol und größere Mengen an Getränken mit Koffein sollten dagegen vermieden werden.

„Während der heißesten Zeit des Tages sollten Sie sich nicht direkt in der Sonne aufhalten und anstrengende, körperliche Tätigkeiten im Freien vermeiden“, rät Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Sollte ein Aufenthalt in der Sonne dennoch notwendig sein, wird ein angemessener Sonnenschutz wie Sonnenbrille, Sonnenhut und Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor empfohlen.

Seit über zehn Jahren wird in Rheinland-Pfalz vom Deutschen Wetterdienst für Gesundheitsämter und Einrichtungen zur Pflege und Betreuung älterer Menschen ein Hitzewarndienst angeboten. Die Warnungen werden zwischen Mai und August über einen Hitze-Newsletter an registrierte Nutzer versandt, wenn die „gefühlte Temperatur“ die Schwelle von 32 Grad (starke Wärmebelastung) beziehungsweise 38 Grad (extreme Wärmebelastung) überschreitet.

„Ich bin dem Deutschen Wetterdienst dankbar für die innovative Handy-Applikation für Smartphone-Nutzer. Hier werden seit diesem Jahr auch gezielt ältere Menschen – sofern sie mit der Handy-Technik vertraut sind – und Stadtbewohner angesprochen“, so die Ministerin. Ältere Menschen werden gewarnt, wenn die erwartete Temperatur 36 Grad übersteigt, da Hitze für Ältere bereits ab diesem Schwellenwert eine extreme Belastung darstellt. Da in der Stadt die nächtliche Abkühlung der Innenräume deutlich vermindert ist, bedeuten auch hohe nächtliche Temperaturen für Stadtbewohner eine Belastung.

Das Warnsystem des Deutschen Wetterdienstes ermöglicht den Einrichtungen, den Hitzebelastungen frühzeitig und mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken. Unter www.dwd.de/gesundheit können sich Einrichtungen für den kostenlosen Hitzewarndienst registrieren lassen und Warnungen für den entsprechenden Landkreis abonnieren.

Weitere Informationen zum Thema Hitze finden Sie auch auf der Homepage des Gesundheitsministeriums.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL