Mittwoch, 26. April 2017

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Psychische Erkrankungen im gesellschaftlichen Wandel

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50.Veranstaltung in der Reihe „IRRwege verstehen“ am 10. Mai um 18:00 Uhr in der Volkshochschule Neuwied

Was genau ist eigentlich die Psyche oder Seele?

Man kann sie nicht sehen, aber dennoch ist sie da. Das merkt man vor allem dann, wenn das seelische Wohlbefinden aus dem Gleichgewicht kommt. Der Duden gibt darauf eine eindeutige Antwort: Unter Psyche versteht man die „Gesamtheit des menschlichen Fühlens und Empfindens“. Kommt dieses aus der Balance, spricht man von einer psychischen Störung.

Psychiatriereform in Rheinland-Pfalz

Ende 1995 trat das Landesgesetz für psychisch kranke Personen in Kraft. Die Planung und Organisation der psychiatrischen Versorgung wurde zur Aufgabe des Landkreises Neuwied. Hilfen sollten bedarfsorientiert und gut erreichbar organisiert werden. Ein weiteres Ziel war die Beteiligung der sogenannten Betroffenen, also der psychisch kranken Menschen und ihrer Angehörigen und Freunde.

Neuwieder Veranstaltungsreihe „IRRwege verstehen“

Um über psychische Erkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und um ein gemeinsames Gespräch zwischen Betroffenen als Experten in eigener Sache, Angehörigen und professionellen Helfern zu ermöglichen, wurde die Veranstaltungsreihe „IRRwege verstehen“1998 ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, die Sichtweise des jeweils Anderen zu verstehen, im gemeinsamen Gespräch Vorurteile abzubauen und dadurch die gemeindenahe Versorgung psychisch Kranker zu verbessen.

Veranstalter der Reihe sind die Volkshochschule Neuwied, die Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied sowie das Selbsthilfenetzwerk gemeindenahe Psychiatrie. Im Jahre 2012 wurde die Volkshochschule Neuwied mit der Reihe „IRRwege verstehen“ mit dem Weiterbildungspreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Die Jubiläumsveranstaltung beschäftigt sich mit zwei Fragestellungen: Zum einen die Frage, ob die Zahl psychisch kranker Menschen in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen hat. Dieser Eindruck drängt sich auf, denkt man beispielsweise an Krankheitsbilder wie Depressionen, Demenzen oder ADHS. Es könnte jedoch auch sein, dass die Bereitschaft, sich mit einer psychischen Erkrankung auseinanderzusetzen und Hilfen anzunehmen gestiegen ist. Dies führt dazu, dass mehr Menschen Hilfen in Anspruch nehmen, bedeutet aber nicht, dass die Zahl insgesamt gestiegen ist.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht zum anderen die Frage, ob Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen und psychisch kranken Menschen abgebaut werden könnten. Also ob psychische Erkrankungen heute weniger tabuisiert und stigmatisiert sind. Dabei stellt sich auch die Frage, ob dies für alle psychischen Erkrankungen gilt oder möglicherweise nur für einzelne Krankheitsbilde.

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Laute und leise Töne sichtbar machen

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26. April 2017: „Tag gegen Lärm“

Lärmampel kostenfrei bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz ausleihen

Rheinland-Pfalz Man sieht sie nicht, doch hört sie schon – Kinder schreien und lachen laut, rücken Stühle und schieben ihr Spielzeugauto laut brummend durch den Gruppenraum. Beim Spielen und Toben in der Kita sind Kinder oftmals nicht zu überhören. Das ist völlig in Ordnung. Doch ständiger Lärm bedeutet für Kinder und Beschäftigte eine erhebliche Belastung. Wichtig für alle Beteiligten ist ein ausgewogener Wechsel zwischen laut und leise sowie Rückzugszonen für Groß und Klein, falls der Krach mal zu arg an den Nerven zehrt. Darauf weist die Unfallkasse Rheinland-Pfalz anlässlich des Tages gegen Lärm am 26. April hin.

„Kitas können bei uns kostenfrei Lärmampeln ausleihen. Diese machen Lärm sichtbar und sensibilisieren Kinder für störende Geräusche“, informiert Annette Tornau von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „Die Kitagruppen finden im Spiel heraus, wie laut es in ihrer Einrichtung ist“, berichtet die Präventionsfachfrau. Je nach Geräuschpegel leuchtet auf der Ampel das „stille“ Grün oder das „laute“ Rot auf. Durch das Aufstellen der Ampel wird das Thema Lärm in der Kita aktuell – die Kinder können eigene Erfahrungen einbringen und berichten, welche Töne sie als unangenehm, und welche als angenehm empfinden. Der Einsatz einer Lärmampel kann pädagogische Maßnahmen unterstützen oder durch das Einrichten von „lauten“ und „leisen“ Bereichen eine verbesserte Atmosphäre für Jung und Alt schaffen. Gemeinsam können in den Kitagruppen Regeln aufstellen werden, um auf stressenden Lärm aufmerksam zu machen. Das kann durch Zeichen wie „Ohren zuhalten“ oder „Zeigefinger an die Lippen“ erfolgen bzw. durch die Farbanzeige und das akustische Signal der Lärmampel.

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Rheinland-Pfalz: Pflege durch Angehörige dominiert

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Mainz, 20. April 2017 - Jeder zweite Pflegebedürftige (49,8 Prozent) in Rheinland-Pfalz lässt sich ausschließlich von Angehörigen versorgen. Das zeigt der Pflegereport der BARMER, den die Universität Bremen erstellt hat. Nur in Hessen und Berlin ist der Anteil der Pflegebedürftigen, die sich ausschließlich durch Angehörige versorgen lassen, an allen Pflegebedürftigen höher. „Bei den Rheinland-Pfälzern hat die häusliche Pflege durch Angehörige einen hohen Stellenwert“, erklärt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Nach den Worten der Landesgeschäftsführerin erscheine offenbar vielen Rheinland-Pfälzern die Pflege in Heimen oder durch ambulante Pflegedienste weniger attraktiv. In Rheinland-Pfalz lässt sich laut Report nur jeder fünfte Pflegebedürftige (21,3 Prozent) ambulant pflegen. Einzig in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und dem Saarland ist der Anteil der Menschen, die sich ambulant pflegen lassen, an allen Pflegebedürftigen geringer. Rund drei von zehn pflegebedürftigen Rheinland-Pfälzern (28,9 Prozent) erhalten stationäre Pflege. Das ergibt Platz neun in der Rangliste aller 16 Bundesländer.

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Treffen Angehöriger psychisch kranker Menschen

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Das nächste Treffen der Angehörigen psychisch kranker Menschen findet am Donnerstag, 4. Mai 2017, 19 Uhr, im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises in Simmern, Hüllstraße 13 statt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Harald Wellems, Telefon 06761 82-723 und Ute Sommer, Telefon 06761 82-721.

 

Rheinland-Pfalz: Ausgaben für Heilmittel steigen stark

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Mainz, 18. April 2017 - In Rheinland-Pfalz sind die Ausgaben für Heilmittel stark gestiegen. Allein bei der BARMER haben sie sich von 2013 bis 2015 um 17,3 Prozent von 39,4 Millionen Euro auf 46,2 Millionen Euro erhöht. Je Versicherten ist das ein Anstieg von 84,87 Euro auf 99,56 Euro. Nur in Berlin, Sachsen und Hamburg wird mehr für Heilmittel ausgegeben. Das zeigt der Heil- und Hilfsmittelreport der BARMER. „Auffällig sind erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern bei den Ausgaben für Heilmittel”, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Betrugen die Kosten für Heilmittel im Jahr 2015 je BARMER Versicherten in Bremen 65,86 Euro, lagen sie in Berlin mit 121,85 Euro 85 Prozent darüber. In der Podologie waren die Pro-Kopf-Ausgaben in Sachsen fast 210 Prozent höher als in Bremen. Bei der Ergotherapie lagen die Kosten je Versicherten in Hamburg fast 120 Prozent über denen in Bremen. Die Daten wurden nach Geschlecht und Alter standardisiert. Die Bevölkerungsstrukturen in den Bundesländern können diese Unterschiede also nicht erklären.

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