Samstag, 19. August 2017

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Drei Prozent mehr Krankenhauspatienten im Jahr 2016

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In den 69 rheinland-pfälzischen allgemeinen Krankenhäusern wurden im Jahr 2016 fast 929.000 Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, hat die Zahl der Behandlungsfälle im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent zugenommen.

Die Zahl der für die vollstationäre Versorgung erbrachten Behandlungstage blieb mit 6,1 Millionen gegenüber 2015 annähernd gleich (2015: 6,0 Millionen). Durchschnittlich verbrachte jede Patientin oder jeder Patient 6,6 Tage im Krankenhaus (2015: 6,7 Tage). Der Auslastungsgrad der Einrichtungen lag bei 72 Prozent, das ist der höchste Wert seit 2003.

Fachkliniken für Psychiatrie und Neurologie
Neben den allgemeinen Krankenhäusern mit einem breiten Spektrum an Fachabteilungen gab es noch 14 Fachkliniken für Psychiatrie und Neurologie. Im Jahr 2016 wurden nahezu 37.500 Patientinnen und Patienten in diesen Krankenhäusern behandelt; gegenüber 2015 verringerte sich die Zahl leicht (2015: 38.500). Im Zehnjahresvergleich haben sich die Patientenzahlen jedoch deutlich erhöht (2006: 26.900). Die Patienten verbrachten im Jahr 2016 durchschnittlich 20 Tage in der Einrichtung, dies ist nur unmerklich mehr als im  Jahr 2015 (19,2 Tage). Die psychiatrischen Krankenhäuser mit ihren 2.175 Betten weisen eine Auslastung von 94 Prozent aus.

Ambulante, vor-, nach- und teilstationäre Behandlungen
Neben der klassischen vollstationären Unterbringung werden in den Krankenhäusern (allgemeine und psychiatrische Krankenhäuser sowie Tageskliniken) seit Jahren verstärkt ambulante und teilstationäre Leistungen sowie vor- und nachstationäre Behandlungen erbracht. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 84.100 Patientinnen und Patienten ambulant operiert. Das waren zwei Prozent mehr als 2015. Annähernd 22.000 Patientinnen und Patienten wurden teilstationär – also maximal 24 Stunden – behandelt. In mehr als 186.100 Fällen erfolgte eine vorstationäre Behandlung, in der eine vollstationäre Behandlung abgeklärt oder vorbereitet wird. Nachstationäre Behandlungen, die den Behandlungserfolg eines vorangegangenen stationären Aufenthaltes sichern sollen, wurden in mehr als 33.000 Fällen erbracht.

Die Zahlen stammen aus der Krankenhausstatistik. Einmal im Jahr liefern die Krankenhäuser Eckdaten zur Krankenhausversorgung an das Statistische Landesamt.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)

Übermäßiges Schwitzen: Handschweiß

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Was tun gegen „Feuchtgebiete“?

Mainz, den 10. August 2017 – Übermäßiger Handschweiß ist kein sehr weitverbreitetes Problem. Aber wer davon betroffen ist, empfindet ihn als sehr störend, belastend und peinlich. Denn das Auftauchen von starker Schweißbildung an den Händen ist ungewöhnlich. Die meisten Menschen schwitzen eher im Bereich der Achseln oder auf der Stirn. Hervorgerufen werden kann diese Überfunktion der Schweißdrüsen durch Stress, Nervosität aber auch durch Erkrankungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen oder eine genetische Veranlagung zu vermehrtem Schwitzen. Gegen das übermäßige Schwitzen können Produkte mit Aluminiumchlorid helfen, so der Apothekerverband Rheinland-Pfalz (LAV).

Der menschliche Körper verfügt über mehrere Millionen Schweißdrüsen – an der Hand sind nur ein paar Tausend lokalisiert. „Weil es eine so ungewöhnliche Stelle für das Schwitzen ist, fällt Betroffenen diese Störung als besonders unangenehm auf. Sie scheuen sich vor dem Händedruck und empfinden soziale Kontakte manchmal als schwierig und anstrengend. Darum kann es bei manchen Betroffenen hilfreich sein, auch die psychologischen Hintergründe für das Schwitzen zu beleuchten“, erklärt Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV.

Gegen den Handschweiß kommen nach wie vor Produkte mit Aluminiumchlorid zum Einsatz. Beim Handschweiß können sie beispielsweise abends aufgetragen werden und ziehen über Nacht ein. Sie haben eine gute Wirksamkeit von bis zu 24 Stunden. Das Aluminium verengt die Schweißdrüsen, so dass sie weniger absondern. Weitere antibakterielle Wirkstoffe können zusätzlich verhindern, dass sich der Schweiß zersetzt und unangenehm zu riechen anfängt. Apotheker Andreas Hott weiter: „Wir verfolgen die aktuelle Diskussion zum Thema Aluminiumaufnahme über die Haut sehr aufmerksam. Doch leider stehen für die Hyperhydrosis, wie das übermäßige Schwitzen medizinisch korrekt heißt, kaum andere wirksame und gut erprobte Therapien zur Verfügung. Darum wird es für eine begrenzte Anwendungsdauer eingesetzt.“ Ergänzend können auch Heilpflanzen zum Einsatz kommen, ergänzt Hott: „Salbei wirkt innerlich und äußerlich angewendet. Er hat eine adstringierende, also zusammenziehende Wirkung, so dass die Haut weniger Schweiß absondert. Man bekommt ihn in der Apotheke als Tee, in Tablettenform oder kann Aufgüsse für Waschungen und Bäder zubereiten.“

Gemeindeschwestern plus informieren über Vorsichtsmaßnahmen für den Notfall

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Wenn ein Notfall eintritt, muss es schnell gehen, damit keine wertvolle Zeit verstreicht. Sollte ein (ungeplanter) Krankenhausaufenthalt anstehen, ist die Aufregung selbstverständlich groß. Gerade Angehörige stellen nicht selten fest, dass sie wichtige Unterlagen, die Aufschluss über die Krankengeschichte des Erkrankten geben, nicht griffbereit haben.

Deshalb haben die Gemeindeschwestern plus des Kreises Neuwied, Christa Reutelsterz, Brigitte Siebenmorgen und Roswitha Rosenmüller, einen kurzen SOS-Wegweiser entwickelt. Dieses Faltblatt enthält eine Liste mit Gegenständen und vor allem auch Unterlagen, die im Idealfall in einer Tasche bereit liegen sollten. Dazu gehören beispielsweise Kopien von Diagnosen, aktuellem Medikamentenplan, Krankenkassenkarte, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Allergieausweis.

Eine nach diesem System gepackte Tasche beinhaltet somit nicht nur die klassischen Utensilien, die für einen Krankenhausaufenthalt nötig sind, sondern auch alle wichtigen Informationen, die dazu beitragen können, dass bestmöglich geholfen werden kann.

Der SOS-Wegweiser ist kostenlos bei den Gemeindeschwestern plus erhältlich. Christa Reutelsterz hat ihr Büro in der Heddesdorferstr. 7 in der Innenstadt Neuwied (Tel.: 02631 / 939 11 31). Brigitte Siebenmorgen und Roswitha Rosenmüller erreichen Sie im Sändchen 3, 53545 Linz am Rhein (Tel.: 02644 / 406 33 00).

Die Gemeindeschwestern plus sind darüber hinaus Ansprechpartnerinnen für Seniorinnen und Senioren, die noch zuhause leben und keinen Pflegebedarf haben, aber denen der Alltag manchmal schwer fällt. Sie beraten kostenlos, neutral und kommen auf Wunsch auch zu den Seniorinnen und Senioren nach Hause. Fragen, die häufig besprochen werden, sind: Was kann man tun, um Stürze zu Hause zu verhindern? Welche Hilfsmittel gibt es, um das Leben zu erleichtern? Wo gibt es passende Freizeitmöglichkeiten?

Die Gemeindeschwestern plus möchten die Seniorinnen und Senioren dabei unterstützen, so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause zu leben und dabei auch die Lebensqualität zu erhalten oder gar zu verbessern.

Am 8. November wird es im Rahmen der Demografiewoche einen Informationsnachmittag geben. Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung werden zuvor noch bekanntgegeben.

Impfung im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung in Simmern

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Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge bietet das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern in regelmäßigen Abständen kostenfrei Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten und Poliomyelitis (Kinderlähmung) an. Der Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie soll nach erfolgter Grundimmunisierung alle zehn Jahre durch eine Impfung aufgefrischt werden. Gegen Poliomyelitis ist man im Erwachsenenalter nach erfolgter Grundimmunisierung dauerhaft geschützt. Nur bei Reisen in Länder mit Poliomyelitis-Risiko wird noch eine Auffrischimpfung als Reiseimpfung empfohlen.

Der nächste Impftermin im Gesundheitsamt Simmern, Hüllstraße 13, ist am Mittwoch, 23. August 2017 von 14 bis 17 Uhr. Wichtig: Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis mit! Weitere Infos zu den Impfungen erhalten Sie unter der Telefonnummer 06761 82-701.

Ernährung im Alter und bei Krankheit

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Bei einer immer älter werdenden Gesellschaft rückt die richtige Ernährung im Alter immer mehr ins Blickfeld. Zu Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Alter trägt neben Bewegung, eine ausgewogene, genussvolle Ernährung entscheidend bei. Aber worauf sollte man dabei genau achten? Diese Frage wurde in der Gesundheitskonferenz der Kreisverwaltung Neuwied nach der Begrüßung und Einführung in das Thema durch den ersten Kreisbeigeordneten und Gesundheitsdezernenten, Herrn Achim Hallerbach, erörtert.

Dr. Dieter Pöhlau, Arzt für Neurologie und Geriatrie, Chefarzt der Neurologischen Abteilung der DRK Kamillus Klinik Asbach wies in seinem Vortrag „Sind Vitamin - und Nährstoffmangel im Alter unausweichlich?“ auf soziale und medizinische Faktoren hin, die eine ausreichende Versorgung des Körpers mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen im höheren Lebensalter erschweren können. Er empfahl jedoch keine pauschale Einnahme von Vitamintabletten und Nahrungsergänzungsmitteln. Eine Ausnahme bildet die Gabe von Vitamin D. Da bei fast allen älteren Menschen aufgrund zurückgehender Eigenproduktion der Haut bei Laborbefunden ein Vitamin D Mangel bestätigt wird, sollte in diesen Fällen eine regelmäßige Vitamin D Substitution stattfinden.

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