Dienstag, 17. Oktober 2017

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Gesundheit der Lehrpersonen im Fokus

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Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld beteiligt sich am Gesundheitsprojekt der Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Münstermaifeld Wie lassen sich die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten im System Schule verbessern, erhalten bzw. steigern? Dieser Frage geht die Unfallkasse Rheinland-Pfalz in ihrem Projekt „Gesundheitsmanagement macht Schule“ nach und steht hierzu im engen Dialog mit den Bildungsstätten. Die Konzeption stellt die Gesundheit der Lehr- und Pädagogischen Fachkräfte in den Mittelpunkt. „Das Thema hat einen hohen Stellenwert, denn nur gesunde Lehrpersonen haben auch gesunde und zufriedene Schülerinnen und Schüler“, zeigt sich Andreas Hacker, Leiter der Präventionsabteilung der Unfallkasse, überzeugt. Neun rheinland-pfälzische Schulen beteiligen sich an dem Projekt. Mit dabei das Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld.

Alle Akteure trafen sich nun bei der Unfallkasse in Andernach zum ersten gemeinsamen Austausch. Grundsätzlich sind sich alle Beteiligten einig: Die Notwendigkeit für ein funktionierendes Gesundheitsmanagement ist da. In einigen Schulen hat bereits ein Veränderungsprozess mit Blick auf die eigene Gesundheit begonnen, ihn gilt es nun zu bündeln. Dazu kam der Anstoß der Unfallkasse zur Projektteilnahme gelegen. Mit der Teilnahme am Gesundheitskonzept wird auf einen innovativen Austausch gesetzt. „Dass uns Mitglieder aus dem Projektteam der Unfallkasse in unserer Schule besuchten und informierten, hat uns positiv für das Konzept gestimmt. Die Botschaft, das Thema Gesundheit über Multiplikatoren auf alle Schultern in unserer Einrichtung zu verteilen, hat überzeugt“, war der Tenor der Teilnehmenden.

Das Projekt

Die Konzeption „Gesundheitsmanagement macht Schule“ ist langfristig angelegt und soll präventive, gesundheitsfördernde und -erhaltende Strukturen und Prozesse auf Schulebene initiieren. Hierzu begleitet die Unfallkasse die teilnehmenden Schulen mit einer zweijährigen Workshopreihe. An diesen Veranstaltungen nehmen jeweils zwei Multiplikatoren aus den Schulen teil. Weitere Veranstaltungen richten sich speziell an die Schulleitungen, da die Sicherheit und Gesundheitsprävention der Lehrkräfte grundsätzlich zu ihrem Aufgabenbereich gehört.

Zentraler Ansatz des Projektangebots der Unfallkasse ist daher die Qualifizierung der Personen, die über einen größeren Wirkungs- bzw. Einflussbereich im schulischen Geschehen verfügen. Basis der Zusammenarbeit zwischen der Unfallkasse und der Schule ist eine im Vorfeld abgeschlossene Unterstützungsvereinbarung. Das Vorhaben berücksichtigt, dass jede Schule anders ist und ihren Schwerpunkt vor Ort individuell setzen kann und soll. „Dies alles kann im Wesentlichen nur gemeinsam mit den Hauptakteuren in der Schule selbst erfolgen“, erklären Sabine Leistikow und Markus Schwan, die das Projekt der Unfallkasse betreuen. „Wichtig ist ein konzeptionelles Vorgehen, da Maßnahmen, die lediglich einen Event- und Episodencharakter haben, der Gesundheitsprävention als Daueraufgabe nicht gerecht werden können“, ergänzen ihre Teamkolleginnen Dr. Sarah Ohlert und Stefanie Becker.

Diese Schulen beteiligen sich am zweiten Projektzyklus 2016-2018:

Adenau, Grundschule

Altenkirchen, Realschule plus

Bad Neuenahr-Ahrweiler, Berufsbildende Schule

Daun, Thomas-Morus-Gymnasium

Kaiserslautern, Integrierte Gesamtschule Bertha von Suttner

Mainz, Sophie-Scholl-Schule/Berufsbildende Schule 2

Münstermaifeld, Kurfürst-Balduin-Gymnasium

Remagen-Oberwinter, Grundschule

Worms, Karl-Hofmann-Schule/Berufsbildende Schule

 

Wenn die Seele im Alter krank wird

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Sprechstunden für  Angehörige und Betroffene im Juni

KREIS MYK. Regelmäßig bietet das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz Sprechstunden für Menschen mit seelischen Problemen im höheren Lebensalter (z.B. Altersverwirrtheit) und ihre Angehörigen an. Die nächsten Termine sind am 5. Dezember in Andernach, am 14. Dezember in Mayen und am 19. Dezember in Koblenz, jeweils ab 16 Uhr.

Jeweils am ersten Montag im Monat steht Dr. Marion Bauer-Hermani, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und Chefärztin der Gerontopsychiatrie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, im Gesundheitsamt Andernach Betroffenen und Angehörigen von alten und psychisch kranken Menschen zum Gespräch zur Verfügung. Jeweils am zweiten Mittwoch im Monat findet eine solche Sprechstunde im Mayener Gesundheitsamt statt. Am dritten Montag im Gesundheitsamt Koblenz.

Bei diesen Sprechstunden gibt Bauer-Hermani Betroffenen und Angehörigen Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, nennt Anlaufstellen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein.

Anmeldungen (bis spätestens 12 Uhr des jeweiligen Sprechtages) unter 02632/407-5537.

Gesundheitsamt bietet Impfberatungen an

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Sprechstunden an allen drei Standorten

KREIS MYK. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz unterhält in Koblenz, Mayen und Andernach eine Dauerimpfstelle, die Sprechstunden zu festen Sprechzeiten durchführt. Ohne Voranmeldung können Beratungs- und Impfwillige das Angebot zu den folgenden Zeiten beanspruchen: Im Gesundheitsamt Andernach jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 13.30 bis 15 Uhr; im Dezember abweichende Terminierung möglich (bitte telefonisch erfragen). In Einzelfällen sind auch Ausweichtermine nach telefonischer Vereinbarung möglich (Tel. 02632/251600). Im Gesundheitsamt Koblenz ist der Termin donnerstags von 13 bis 15 Uhr  (Tel. 0261-9148070), im Gesundheitsamt Mayen am ersten Mittwoch in jedem Monat 14  bis 15 Uhr (Abweichungen sind aber möglich, bitte zuvor telefonisch abklären, Tel. 02651/96430).

Für alle drei Standorte gilt, dass eine telefonische Beratung auch zu anderen Zeiten nach telefonischer Anfrage möglich ist. Neben den Beratungen werden die öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen gegen Masern-Mumps-Röteln, Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten kostenlos angeboten.

Zur Überprüfung des Impfstatus ist es unbedingt notwendig, das Impfbuch (Impfausweis) mitzubringen. Zusätzlich erfolgt eine Impfberatung für Fernreisen. In den Gesundheitsämtern Andernach und Mayen nach telefonischer Anfrage, im Gesundheitsamt Koblenz donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr.

BDH-Klinik Vallendar

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Frühreha wird zu „Haus Andreas“

Vallendar, 17.11.2016 - Die Abteilung der Frührehabilitation der BDH-Klinik Vallendar trägt einen neuen Namen: Patienten der Rehabilitationsphase B werden künftig von den medizinischen Teams im „Haus Andreas“ behandelt.

Die Taufe des Fachbereichs erinnert an Andreas Hahn und dessen Unfalltod im Jahre 1995. Dem Tod war eine komatöse Phase vorangegangen war, die der 14-jährige Sohn Alfred Hahns nicht überlebte. Alfred Hahn fasste das tragische Ereignis vor zwanzig Jahren als Wendepunkt seines Lebens auf und verschrieb sich mit der Gründung der Andreas-Hahn-Stiftung der Unterstützung neurologischer Therapie- und Rehaeinrichtungen in seiner Region Rheinland-Pfalz. Das Schicksal seines Sohnes lenkt den Kern des Stiftungsengagements vor allem auf die Unterstützung junger Patienten mit erworbenen Hirnschäden nach Komaphasen. So kam auch die enge Kooperation mit der Medizinisch-beruflichen Rehabilitation (MBR) der BDH-Klinik zustande. Die räumliche Nähe und die Betreuung junger Komapatienten erfüllten die Voraussetzungen für ein Stiftungsengagement.

Alfred Hahn versteht seine Stiftung als kooperative Mission zum Wohle junger Betroffener: „Es geht uns um die aktive Unterstützung junger Komapatienten, die bedingt durch körperliche oder geistige Behinderungen auf unsere Hilfe angewiesen sind. Dass die Frührehabilitation der Klinik künftig den Namen meines Sohnes tragen wird, freut mich sehr und zeigt mir, dass Kooperationen feste Fundamente schaffen.“

Klinikgeschäftsführer Thomas von Kessel dankte Alfred Hahn für sein Engagement: „Auftrag der MBR ist es, unsere jungen Patienten nach schwerer neurologischer Erkrankung wieder auf einen selbstbestimmten Lebensweg zu begleiten. Der Andreas-Hahn-Stiftung gebührt großer Dank, dass sie uns immer wieder mit Spenden unterstützte. Partner wie die Andreas-Hahn-Stiftung ebnen den Weg, um Brücken zur Teilhabe Betroffener zu bauen.“

Gesundheit

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Mehr als 6.500 Fälle von Alkoholvergiftung stationär behandelt
Vor allem Jugendliche kennen ihre Grenzen nicht

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 6.589 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer wegen eines akuten Alkoholrauschs stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 538 Personen bzw. 7,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Fast 70 Prozent der behandelten Personen waren männlich (4.575 Patienten), aber auch rund 2.000 Mädchen und Frauen landeten aufgrund übermäßigen Konsums von Alkohol im Krankenhaus.

Gut ein Fünftel der stationär behandelten Alkoholpatientinnen und -patienten waren Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (1.375 Behandlungsfälle bzw. 21 Prozent), der Großteil von ihnen war zwischen 15 und 19 Jahre alt (1.233 Behandlungsfälle). Bezogen auf 1.000 Gleichaltrige mussten sich 4,7 weibliche und 6,7 männliche 15- bis 19-Jährige wegen exzessiven Alkoholkonsums einem stationären Krankenhausaufenthalt unterziehen, bei den unter 15-Jährigen waren es 1,1 Mädchen bzw. 0,8 Jungen. Verglichen mit dem Vorjahr ist bei den Kindern und Jugendlichen lediglich für die Gruppe der männlichen 15- bis 19-Jährigen ein Rückgang der Behandlungsquote zu verzeichnen (minus 1,3 Fälle je 1.000 Einwohner dieser Altersgruppe). Zunahmen gab es dagegen bei den Jungen unter 15 Jahren (plus 0,3 Fälle je 1.000) und den weiblichen 15- bis 19-Jährigen (plus 0,2 Fälle je 1.000).

Regional betrachtet ergeben sich große Unterschiede beim Alkoholmissbrauch. Für die jungen Menschen im Alter von 15 bis 19 Jahren zeigt sich eine besondere Gefährdung für die Einwohnerinnen und Einwohner der kreisfreien Stadt Pirmasens mit 15,7 Betroffenen je 1.000 Gleichaltriger. Mit großem Abstand folgen die Landkreise Südwestpfalz (9,6) und Birkenfeld (9,5). Die relativ geringste Zahl an stationär behandelten Alkoholpatientinnen und -patienten errechnet sich für die 15- bis 19-Jährigen der kreisfreien Stadt Trier (3,4). Landesweit betrug die Behandlungsquote aufgrund akuter Alkoholintoxikation in der Altersgruppe 15 bis 19 Jahre 5,7 Behandlungsfälle je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die bundesweit in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt.

Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit einer Diagnose, der Hauptdiagnose, in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Den hier kommentierten Fällen liegt die Diagnose F10.0 – Akute Intoxikation (akuter Rausch) durch Alkoholkonsum - zugrunde.

Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

Stationäre Behandlungsfälle aufgrund akuter Alkoholintoxikation (ICD F10.0) 2015
nach Geschlecht, Alter und Verwaltungsbezirken

Verwaltungsbezirk

Insgesamt

Darunter

Frauen

im Alter von 15 bis 19 Jahre

Anzahl

je 1.000 der Bevölkerung

%

Anzahl

je 1.000 der Bevölkerung

Kreisfreie Städte

Frankenthal (Pfalz)

71

1,5

25,4

12

4,9

Kaiserslautern

188

1,9

29,8

34

6,9

Koblenz

297

2,7

31,0

34

6,7

Landau i.d.Pf.

134

3,0

33,6

17

7,4

Ludwigshafen

433

2,6

21,7

41

4,9

Mainz

201

1,0

35,3

53

5,9

Neustadt a.d.W.

107

2,0

36,4

16

6,0

Pirmasens

124

3,1

28,2

31

15,7

Speyer

86

1,7

32,6

20

7,8

Trier

183

1,6

27,9

19

3,4

Worms

147

1,8

40,1

22

5,2

Zweibrücken

92

2,7

22,8

14

8,0

Landkreise

Ahrweiler

283

2,2

30,4

40

5,7

Altenkirchen (Ww)

238

1,8

27,3

35

4,7

Alzey-Worms

167

1,3

39,5

40

5,5

Bad Dürkheim

167

1,3

24,0

28

4,0

Bad Kreuznach

244

1,6

26,6

65

7,8

Bernkastel-Wittlich

171

1,5

31,6

42

7,0

Birkenfeld

183

2,3

36,6

39

9,5

Cochem-Zell

78

1,3

37,2

17

5,0

Donnersbergkreis

131

1,7

27,5

23

5,3

Eifelkr.Bitburg-Prüm

194

2,0

35,6

47

8,5

Germersheim

203

1,6

33,0

30

4,3

Kaiserslautern

105

1,0

41,9

31

5,3

Kusel

95

1,3

29,5

30

8,1

Mainz-Bingen

231

1,1

33,8

62

5,4

Mayen-Koblenz

355

1,7

24,2

56

4,9

Neuwied

348

1,9

29,0

45

4,3

Rhein-Hunsrück-Kreis

149

1,5

30,2

35

6,2

Rhein-Lahn-Kreis

162

1,3

34,0

27

4,1

Rhein-Pfalz-Kreis

183

1,2

31,7

44

5,6

Südliche Weinstraße

162

1,5

35,2

33

5,6

Südwestpfalz

124

1,3

33,1

48

9,6

Trier-Saarburg

148

1,0

35,1

37

4,5

Vulkaneifel

126

2,1

32,5

18

5,1

Westerwaldkreis

279

1,4

26,9

48

4,2

Rheinland-Pfalz

6.589

1,6

30,6

1.233

5,7

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