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Fieber – Hitzige Körperreaktion bei Infekten

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Hausmittel und erste Hilfe bei fiebernden Kindern

Mainz, den 7. Dezember 2016 – Schnell und plötzlich auftretendes Fieber kommt bei Kindern häufig vor. Die rasch ansteigenden Temperaturen können Eltern oder Groß­eltern trotzdem erschrecken. Denn bei Kindern kann es unter hohem Fieber bis hin zu Fieberkrämpfen kommen. Mit dem richtigen Hintergrundwissen und einigen Tipps, wie man bei Fieber reagieren kann, lassen sich diese Situationen besser meistern. Bei Fieber erhält man die verlässlichsten Werte bei einer rektalen Messung im Po. Neuere Fieberthermometer kommen auch über Messungen im Innenohr zu verlässli­chen Werten. Von Fieber spricht man bei Kindern ab einer Körpertemperatur von über 38 Grad Celsius rektal gemessen – im Ohr oder Mund ab 38,5 Grad Celsius.

Fieber ist immer ein Zeichen und Symptom dafür, dass sich der Körper mit Krank­heitserregern auseinandersetzt, erklärt Andreas Hott, Vorstand des Apothekerver­bandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Fieber ist also kein Krankheit, sondern eine Abwehr­reaktion des Körpers. Kinder fiebern häufiger, weil ihr Organismus sich noch nicht mit so vielen Krankheitserregern auseinandergesetzt hat. Rund die Hälfte der Fieber­erkrankungen geht auf Viren und nicht Bakterien zurück. Kinder können auf Magen-Darm-Infekte genauso mit Fieber reagieren wie auf eine Bronchitis.“ Bei Fieber wer­den die meisten Kinder müde, abgeschlagen und oftmals quengeln sie mehr. Weitere Anzeichen sind glasige Augen, Gliederschmerzen oder Frösteln. In der Regel haben fiebernde Kinder auch wenig Appetit. „Wichtig ist in jedem Fall aber, dass das Kind genügend Flüssigkeit in Form von kühlen Getränken zu sich nimmt.“, ergänzt der Apotheker. Kühlende Wadenwickel, sind ein bewährtes Hausmittel, um Fieberspitzen erträglicher zu machen. Sie werden allerdings nicht angewendet, wenn das Fieber von Schüttelfrost begleitet wird. Dann sollte das Kind mit Wärmeflaschen oder Decken versorgt werden.

Auch medikamentös kann Fieber behandelt werden. „In den Apotheken gibt es kind­gerechte Arzneimittel, die als Saft oder Zäpfchen gut helfen. Als Wirkstoffe haben sich Paracetamol oder Ibuprofen bewährt. Kinder dürfen keine Acetylsalicylsäure (ASS) bekommen, weil ASS in seltenen Fälle eine lebensbedrohliche Leber-Hirn-Erkrankung – das so genannte Reye-Syndrom - auslösen kann.“ Generell sollte ab­gewogen werden, ob und ab wann man das Fieber medikamentös senkt. Sie sind angezeigt, wenn ein Kind zu Fieberkrämpfen neigt, das Kind durch hohes, über Tage andauerndes Fieber zunehmend erschöpft ist und nicht mehr genug Flüssigkeit auf­nehmen kann oder will. In diesen Fällen ist auch ein Arztbesuch dringend empfohlen.

 

Vogelgrippe - eine Gefahr für den Menschen?

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Kreisgesundheitsamt und Veterinäramt geben Informationen

Seit wenigen Wochen breitet sich in Deutschland die Vogelgrippe aus. Es handelt sich um eine Tierseuche, die durch verschiedene Vogel-Influenzaviren (H5N1,H7N9 und aktuell H5N8)verursacht wird. Das Virus wird über wildlebende Wasservögel im Rahmen des Vogelzuges verbreitet und ist hochansteckend für Nutzgeflügel wie Hühner, Enten, Puten und Gänse. Die Ansteckung erfolgt über virushaltige Körpersekrete, insbesondere Vogelkot. Der Eintrag des Erregers in Nutzgeflügelbetriebe soll durch Stallpflicht verhindert werden. Das Kreisveterinäramt hat bereits durch den Erlass einer Verfügung entsprechend reagiert.

Unter ungünstigen Lebensbedingungen, z.B. Zusammenleben mit infizierten Tieren auf engem Raum, ist eine Übertragung der Erkrankung auf den Menschen möglich. So waren laut Weltgesundheitsorganisation seit 2003 ca. 850 Personen- fast ausschließlich in Asien- an Vogelgrippe erkrankt, überwiegend durch den Subtyp H7N9.

Die Vogelgrippe führt 2-5 Tage nach Ansteckung zu Fieber, Gliederschmerzen, Husten und Atemnot, häufig auch zu Durchfall und Erbrechen. Eine vorbeugende Impfung gegen Vogelgrippe ist nicht verfügbar. Bei Ansteckungsverdacht sollten betroffene Personen isoliert und unverzüglich eine Diagnosesicherung angestrebt werden. Antivirale Medikamente sind nur noch kurz nach der Ansteckung wirksam, nach Ausbruch der Krankheit ist lediglich eine symptomatische Behandlung möglich.

Vom aktuellen Erreger H5N8 ist eine Übertragung auf den Menschen bislang nicht bekannt. Potentiell ist eine Übertagung der Vogelgrippe durch infiziertes Gefügelfleisch möglich, jedoch bei guter Küchenhygiene und Verzehr von durchgegartem Geflügel sehr unwahrscheinlich. Unter den genannten Voraussetzungen kann die Weihnachtsgans ohne Bedenken genossen werden. Für eine Übertragung der Vogelgrippe durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleisch gibt es bisher keine Belege.

Da eine Vermischung von Vogelgrippeviren mit menschlichen Grippeviren zu einer hochansteckenden Viruskombination hypothetisch möglich ist, wird gefährdeten Personen zur Risikominimierung die Grippeimpfung angeraten. Die Einhaltung der Basishygiene ist in der Erkältungszeit unerlässlich, dazu gehören insbesondere häufiges Händewaschen, Verwendung von Einmaltaschentüchern sowie Husten und Niesen in die Armbeuge.

 

Gefährlich: Immer unter Hochdruck

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Apotheken helfen bei regelmäßiger Kontrolle des Blutdrucks

Mainz, den 29. November 2016 – Dauerhaft erhöhter Blutdruck ist eine stille Gefahr: Betroffene Patienten spüren nicht, welchen Belastungen ihr Körper dauerhaft ausgesetzt ist. Sie fühlen sich fit, leistungsfähig und frieren beispielsweise nicht. Dabei schlägt das Herz im Dauerstress, die Gefäße werden permanent unter Druck gehalten und es kommt zur gefährlichen Gefäßwandverkalkung, der Arteriosklerose. Organische Schäden an Nieren und Augen können die Folge von dauerhaftem Bluthochdruck sein. Die Betroffenen haben zudem ein deutlich erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

Die Messung des Blutdrucks erfolgt häufig in der Arztpraxis, doch auch viele Apotheken bieten diesen Gesundheitsservice an. Patienten, bei denen ein Hochdruck bereits diagnostiziert ist, sind gehalten, den Blutdruck kontinuierlich zu kontrollieren. Die Selbstmessung ist wichtig, weiß Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes: „Mit der Messung des Bluthochdrucks sieht der Patient zum einen, wie sich der Blutdruck vielleicht schon mit einer Veränderung der Lebensgewohnheiten verändert. Schon der Ansatz von mehr Bewegung, leichterem Essen, weniger Alkohol, Stress und Zigaretten kann sich deutlich positiv auf den Blutdruck auswirken.“ Manchmal ist aber auch eine medikamentöse Behandlung nötig. „Dann verfolgt die Messung des Blutdrucks den Zweck, dass man nachvollziehen kann, ob die eingesetzten Medikamente anschlagen und ob ihre Dosis gegebenenfalls nach oben oder unten korrigiert werden muss“, so der Apotheker.

Damit diese Selbstmessungen jedoch verwertbare und aussagekräftige Ergebnisse bringen, müssen Patienten einige Regeln beachten. „Viele Patienten benutzen die bequemen Handgelenksmessgeräte. Hier ist zu beachten, dass der Arm zur Messung so liegen muss, dass sich das Messgerät auf Herzhöhe befindet. Am besten setzt man sich dazu an einen Tisch und legt den Arm vor sich auf die Platte, gegebenenfalls mit einem unterlegten Kissen oder einem anderen Gegenstand“, schlägt Hott vor. Wer neu mit Messungen startet, sollte zu Beginn zwei oder drei Messungen im Abstand von 5 Minuten machen, um zu überprüfen, ob jeweils immer dasselbe Ergebnis angezeigt wird. „Wenn es hier deutliche Schwankungen gibt, würde ich raten, sich beim Arzt oder in der Apotheke die richtige Messmethode nochmals zeigen zu lassen. Genauso wichtig ist, dass ich die Messung nicht dann mache, wenn ich gerade vom Einkaufen nach Hause gehetzt bin. Den Blutdruck sollte ich in der Regel dann messen, wenn ich ruhig und entspannt bin.“

 

 

Gesundheit der Lehrpersonen im Fokus

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Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld beteiligt sich am Gesundheitsprojekt der Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Münstermaifeld Wie lassen sich die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten im System Schule verbessern, erhalten bzw. steigern? Dieser Frage geht die Unfallkasse Rheinland-Pfalz in ihrem Projekt „Gesundheitsmanagement macht Schule“ nach und steht hierzu im engen Dialog mit den Bildungsstätten. Die Konzeption stellt die Gesundheit der Lehr- und Pädagogischen Fachkräfte in den Mittelpunkt. „Das Thema hat einen hohen Stellenwert, denn nur gesunde Lehrpersonen haben auch gesunde und zufriedene Schülerinnen und Schüler“, zeigt sich Andreas Hacker, Leiter der Präventionsabteilung der Unfallkasse, überzeugt. Neun rheinland-pfälzische Schulen beteiligen sich an dem Projekt. Mit dabei das Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld.

Alle Akteure trafen sich nun bei der Unfallkasse in Andernach zum ersten gemeinsamen Austausch. Grundsätzlich sind sich alle Beteiligten einig: Die Notwendigkeit für ein funktionierendes Gesundheitsmanagement ist da. In einigen Schulen hat bereits ein Veränderungsprozess mit Blick auf die eigene Gesundheit begonnen, ihn gilt es nun zu bündeln. Dazu kam der Anstoß der Unfallkasse zur Projektteilnahme gelegen. Mit der Teilnahme am Gesundheitskonzept wird auf einen innovativen Austausch gesetzt. „Dass uns Mitglieder aus dem Projektteam der Unfallkasse in unserer Schule besuchten und informierten, hat uns positiv für das Konzept gestimmt. Die Botschaft, das Thema Gesundheit über Multiplikatoren auf alle Schultern in unserer Einrichtung zu verteilen, hat überzeugt“, war der Tenor der Teilnehmenden.

Das Projekt

Die Konzeption „Gesundheitsmanagement macht Schule“ ist langfristig angelegt und soll präventive, gesundheitsfördernde und -erhaltende Strukturen und Prozesse auf Schulebene initiieren. Hierzu begleitet die Unfallkasse die teilnehmenden Schulen mit einer zweijährigen Workshopreihe. An diesen Veranstaltungen nehmen jeweils zwei Multiplikatoren aus den Schulen teil. Weitere Veranstaltungen richten sich speziell an die Schulleitungen, da die Sicherheit und Gesundheitsprävention der Lehrkräfte grundsätzlich zu ihrem Aufgabenbereich gehört.

Zentraler Ansatz des Projektangebots der Unfallkasse ist daher die Qualifizierung der Personen, die über einen größeren Wirkungs- bzw. Einflussbereich im schulischen Geschehen verfügen. Basis der Zusammenarbeit zwischen der Unfallkasse und der Schule ist eine im Vorfeld abgeschlossene Unterstützungsvereinbarung. Das Vorhaben berücksichtigt, dass jede Schule anders ist und ihren Schwerpunkt vor Ort individuell setzen kann und soll. „Dies alles kann im Wesentlichen nur gemeinsam mit den Hauptakteuren in der Schule selbst erfolgen“, erklären Sabine Leistikow und Markus Schwan, die das Projekt der Unfallkasse betreuen. „Wichtig ist ein konzeptionelles Vorgehen, da Maßnahmen, die lediglich einen Event- und Episodencharakter haben, der Gesundheitsprävention als Daueraufgabe nicht gerecht werden können“, ergänzen ihre Teamkolleginnen Dr. Sarah Ohlert und Stefanie Becker.

Diese Schulen beteiligen sich am zweiten Projektzyklus 2016-2018:

Adenau, Grundschule

Altenkirchen, Realschule plus

Bad Neuenahr-Ahrweiler, Berufsbildende Schule

Daun, Thomas-Morus-Gymnasium

Kaiserslautern, Integrierte Gesamtschule Bertha von Suttner

Mainz, Sophie-Scholl-Schule/Berufsbildende Schule 2

Münstermaifeld, Kurfürst-Balduin-Gymnasium

Remagen-Oberwinter, Grundschule

Worms, Karl-Hofmann-Schule/Berufsbildende Schule

 

Wenn die Seele im Alter krank wird

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Sprechstunden für  Angehörige und Betroffene im Juni

KREIS MYK. Regelmäßig bietet das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz Sprechstunden für Menschen mit seelischen Problemen im höheren Lebensalter (z.B. Altersverwirrtheit) und ihre Angehörigen an. Die nächsten Termine sind am 5. Dezember in Andernach, am 14. Dezember in Mayen und am 19. Dezember in Koblenz, jeweils ab 16 Uhr.

Jeweils am ersten Montag im Monat steht Dr. Marion Bauer-Hermani, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und Chefärztin der Gerontopsychiatrie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, im Gesundheitsamt Andernach Betroffenen und Angehörigen von alten und psychisch kranken Menschen zum Gespräch zur Verfügung. Jeweils am zweiten Mittwoch im Monat findet eine solche Sprechstunde im Mayener Gesundheitsamt statt. Am dritten Montag im Gesundheitsamt Koblenz.

Bei diesen Sprechstunden gibt Bauer-Hermani Betroffenen und Angehörigen Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, nennt Anlaufstellen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein.

Anmeldungen (bis spätestens 12 Uhr des jeweiligen Sprechtages) unter 02632/407-5537.

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