Samstag, 25. März 2017

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Impfpass-Aktionswoche in der Schule fand sehr gute Resonanz

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Kreisgesundheitsamt informierte in der Ludwig-Erhard-Schule

Der größte Teil der 2.600 Schülerinnen und Schüler der Neuwieder Ludwig-Erhard-Schule (LES) nahm an einer Aktionswoche zum Thema Impfen mit dem Schwerpunkt Masernschutz teil. Das Kreisgesundheitsamt hatte dieses Informationsangebot für junge Erwachsene organisiert. Dr. Christiane Dockhorn zog eine positive Bilanz: "Unsere Aktionswoche in der Schule fand sehr gute Resonanz. Uns ist der Schutz gegen Masern und die Verbesserung der Impfraten insbesondere bei jungen Erwachsenen ein großes Anliegen. Wir sind froh, dass die jungen Leute offen für das Thema waren." Alle nach 1970 geborene ohne oder mit nur einer Impfung in der Kindheit sollten nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission eine Maser-Mumps-Röteln-Kombinationsimpfung erhalten.

Achim Hallerbach, 1.Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent ergänzt: "Der Schutz gegen Masern und die Verbesserung der Impfraten bei jungen Erwachsenen ist uns ein großes Anliegen. Wir sind sicher, dass durch Information und individuelle Empfehlungen das Bewusstsein für Infektionskrankheiten und die Notwendigkeit von Impfungen zum eigenen Schutz und aus Verantwortlichkeit für andere geweckt werden kann. Und ich danke der Schulleitung der LES für die Unterstützung in dieser gesellschaftlich wichtigen Frage".

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionserkrankungen und werden bereits vor dem Auftreten der typischen Masernsymptome von Mensch zu Mensch verbreitet. Bereits ein kurzer Kontakt mit einem Erkrankten führt über Tröpfcheninfektion bei ungeschützten Menschen, mit nahezu 100 Prozent Wahrscheinlichkeit zur Ansteckung. Der Anteil schwerer Begleit- und Folgeerkrankungen und sogar tödlicher Verläufe ist hoch. Lange galten Masern als Kinderkrankheit, seit einigen Jahren sind aber mehr und mehr ältere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betroffen.

In Deutschland werden seit ca. 40 Jahren Masernimpfungen durchgeführt. Der Impfstoff ist gut verträglich und bietet bei Einhaltung des empfohlenen Impfschemas einen sicheren, lebenslangen Schutz. Seit 1984 ist die Ausrottung der Masern ein wesentliches gesundheitspolitisches Ziel der WHO. "Wenn 95 Prozent der Bevölkerung einen Masernschutz aufweist, haben Masernausbrüche keine Chance mehr. Mit Impfungen schützt man nicht nur sich selbst sondern auch andere. Denn wer selbst gegen Masern geschützt ist kann auch die Erkrankung nicht weitergeben", fügt Dr. Eva Fischbach vom Kreisgesundheitsamt hinzu.

Jeden Vormittag wurden drei Vorträge zum Thema Impfen angeboten, alle Schüler hatten Gelegenheit einen Vortrag zu besuchen. Schülern und Lehrern wurden nach Durchsicht der Impfbücher individuelle Beratungen zu allen in Deutschland empfohlenen Impfungen angeboten. "Bei der Durchsicht der Impfbücher konnten erhebliche Impflücken festgestellt werden, die durch unsere Beratung nun geschlossen werden können", resümiert Dr. Christiane Dockhorn, die die Aktion verantwortlich leitete.

Die Masernimpfung kann ab einem Alter von elf Monaten durchgeführt werden. Jüngere Kinder sind darauf angewiesen, dass ihre Kontaktpersonen geschützt sind und ihnen so einen "Herdenschutz" geben.

Richtiges Heizen und Lüften verhindert Schimmelpilzbefall

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Expertentipps vom Gesundheitsamt Mayen-Koblenz

KREIS MYK. Mit der kalten Jahreszeit kommt oft auch der Schimmel. Durch hohe Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen besteht die Gefahr, dass sich in der Wohnung Schimmelpilzbefall bildet. „Richtiges Heizen und Lüften kann in den meisten Fällen die relative Luftfeuchte soweit reduzieren, dass einem Schimmelpilzbefall effektiv vorgebeugt werden kann“, so Dr. Wolfgang Dötsch, Experte für Umweltmedizin im Gesundheitsamt Mayen-Koblenz. Die relative Luftfeuchte sollte möglichst niedrig gehalten werden. Empfohlen wird ein Wert von rund 50 Prozent, führt Dötsch weiter aus.

Mit Schimmel befallene Wände sind nicht nur unschön, möglicherweise können bei den Bewohnern gesundheitliche Probleme auftreten. Je nach Art des Schimmels können sensible Personen allergisch auf die Sporen der Pilze reagieren. Symptome einer Schimmelpilzallergie sind beispielsweise Reizungen der Nasenschleimhäute, Husten, Atemnot sowie Schnupfen. Ob eine Schimmelpilzallergie vorliegt, sollte bei entsprechenden Beschwerden durch einen Arzt genau abgeklärt werden. Ansprechpartner hierfür sind Lungenärzte, Hautärzte, HNO-Ärzte oder Allergologen.

Da es sich nur durch aufwändige Laboruntersuchungen feststellen lässt, ob es sich bei dem vorhandenen Schimmelpilz um eine mehr oder weniger gefährliche Art handelt, sollte jede auftretende Schimmelpilzkultur als gesundheitsschädlich betrachtet werden.

Deshalb sollten alle mit Schimmel befallenen Materialien wie Tapete, Wandputz oder Isoliermaterialien restlos entfernt werden. Natürlich sollte in erster Linie die Ursache für die Schimmelbildung beseitigt werden, seien es Wasserschäden oder Kältebrücken durch unzureichende Dämmung. „Zudem muss die Wand gut belüftet sein und der betroffene Bereich gründlich austrocknen, denn dadurch wird dem Schimmel die Wachstumsgrundlage entzogen. Erst danach sollte wieder neu verputzt, tapeziert oder gestrichen werden – möglichst mit wasserdurchlässigen Materialien“, so Dötsch.

Zur Beantwortung von Fragen hilft das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz unter Telefon 0261/914807-0 gerne weiter.

 

 

Wenn die Seele im Alter krank wird

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Sprechstunden für  Angehörige und Betroffene im November

KREIS MYK. Regelmäßig bietet das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz Sprechstunden für Menschen mit seelischen Problemen im höheren Lebensalter (z.B. Altersverwirrtheit) und ihre Angehörigen an. Die nächsten Termine sind am 2. November in Andernach, am 9. November in Mayen und am 16. November in Koblenz, jeweils ab 16 Uhr.

Jeweils am ersten Montag im Monat steht Dr. Marion Bauer-Hermani im Gesundheitsamt Andernach Betroffenen und Angehörigen von alten und psychisch kranken Menschen zum Gespräch zur Verfügung. Jeweils am zweiten Montag im Monat findet eine solche Sprechstunde im Mayener Gesundheitsamt statt. Am dritten Montag im Gesundheitsamt Koblenz.

Bei diesen Sprechstunden gibt Bauer-Hermani Betroffenen und Angehörigen Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, nennt Anlaufstellen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein.

Anmeldungen (bis spätestens 15 Uhr des jeweiligen Sprechtages) unter 02632/407-5537.

 

Brustkrebsmonat 2015: Kreativangebot „Rosenschneiderei“

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Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jedes Jahr im Oktober wird weltweit mit Aktionen und  Projekten auf die Erkrankung „Brustkrebs“ aufmerksam gemacht. Auch in Koblenz haben sich wieder zahlreiche Kooperationspartnerinnen und –partner zusammen getan und bieten ein abwechslungs- und informationsreiches Programm.
Die Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz unterstützt die Gemeinschaftsinitiative mit dem Workshop „Rosenschneiderei“. Bei diesem kreativen Angebot verwandeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  unter Anleitung von Bärbel Hiddemann-Pahnke (www.atelier-villa-rosa.de) einen Streifen Seide in eine Rosenblüte. Diese ist sehr dekorativ und vielseitig verwendbar, z.B. als Hutschmuck, als Tischdekoration, als Ansteckblume. Arbeitsmaterial, Schnittmuster und Anleitung werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 27. Oktober 2015 in den Räumen der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Löhrstraße 119 in Koblenz. Interessierte können jederzeit zwischen 11 und 15 Uhr dazu kommen. Sie benötigen ca. 30 Minuten, um eine Rosenblüte anzufertigen. Wer möchte, kann auch gerne den ganzen Nachmittag in der Rosenschneiderei verbringen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Rahmen der Brustkrebswoche finden Sie im Internet unter www.frauen.koblenz.de oder in den Flyern, die u.a. im Rathaus der Stadt Koblenz ausliegen. Gerne können Sie sich mit Ihren Fragen zur Veranstaltung auch an die Gleichstellungsstelle der Stadtverwaltung Koblenz wenden: Telefon 0261/ 129 1051, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Droht in Koblenz eine neue Grippewelle?

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Zahl der Erkrankungen stark schwankend – DAK-Gesundheit rät Risikogruppen zur kostenlosen Impfung

Koblenz, 08. Oktober 2015. Droht in Koblenz eine neue Grippewelle? Die Anzahl der Betroffenen war in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich. Gab es in der Stadt im vergangenen Winter 53 Erkrankte, so wurden in der heftigen Grippesaison 2009/2010 511 Infektionen gemeldet. Zum Herbst 2015 warnen Fachleute vor gefährlichen Impflücken in Deutschland. Zuletzt war nur jeder Zweite der besonders gefährdeten über 60-Jährigen geimpft. Darüber informiert die DAK-Gesundheit in Koblenz mit Hinweis auf Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). In der Saison 2014/2015 gab es bundesweit rund 6,2 Millionen grippebedingte Arztbesuche und rund 31 000 Krankenhausbehandlungen.

„Die Anzahl der echten Grippeerkrankungen schwankt von Jahr zu Jahr so sehr, dass keine verlässliche Aussage für den kommenden Winter möglich ist“, sagt Jürgen Wilhelm von der DAK-Gesundheit in Koblenz. Vorausschauend sei aber eine Impfung zum Gesundbleiben für viele Menschen wichtig: Der Grippeschutz wird für alle so genannten Risikogruppen empfohlen. Dazu zählen Personen über 60 Jahre, Schwangere, sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, zum Beispiel durch eine chronische Atemwegserkrankung. Hierzu berät der Haus- oder Kinderarzt, die die Impfung direkt über die elektronische Gesundheitskarte abrechnet.

Grippe oder grippaler Infekt

Nicht jede Atemwegserkrankung ist eine Grippe. Bei einer starken Erkältung handelt es sich meistens um eine der rund 200 Virusarten, die einen grippalen Infekt hervorrufen. „Der behandelnde Arzt wird den Unterschied erkennen und die Behandlung danach ausrichten“, so Jürgen Wilhelm von der DAK-Gesundheit.

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