Donnerstag, 25. Mai 2017

Letztes Update:05:16:58 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Vor der Grippewelle impfen lassen

Drucken

Früher Infektionsschutz beugt vor – Gesundheitsamt Mayen-Koblenz gibt Tipps

KREIS MYK. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz ruft zur Grippe-Impfung auf. Von jetzt an bis November sei dafür der beste Zeitraum, erklärt dessen Leiter, Dr. Jürgen Otten: „Nach der Impfung dauert es etwa zwei bis drei Wochen, bis der Schutz richtig aufgebaut ist.“

Empfohlen wird die Impfung vor allem für Menschen ab 60 Jahren und für Schwangere ab dem vierten Monat. Denn für sie ist eine Grippe besonders gefährlich, ebenso wie für Menschen mit bestimmten Krankheiten, beispielsweise an der Lunge oder dem Herz-Kreislauf-System. Impfen sollten sich laut Otten aber auch die Menschen, die mit vielen anderen Menschen zu tun haben und damit auch viele anstecken könnten: „Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, sich jedes Jahr aufs Neue gegen Grippe impfen zu lassen. Der Grund: Die Viren-Stämme ändern sich immer wieder.“

Der Hals schmerzt, die Nase läuft, die Augen sind gerötet – mit dem Herbst kommen kühlere Temperaturen und das Gesundheitsrisiko steigt. Am häufigsten ist die Erkältung, die die meisten Betroffenen 14 Tage lang plagt, aber relativ harmlos ist. Sie ist aber nicht zu verwechseln mit der Grippe: „Die Gefahren der Grippe werden unterschätzt“, weiß Otten. Er wünscht sich mehr Menschen, die sich frühzeitig gegen die Grippe impfen lassen. „Es gibt immer noch große Lücken, aber insgesamt wächst die Bereitschaft, sich die kleine Spritze verabreichen zu lassen.“ Häufig übernehmen auch Betriebsärzte bei jenen die Impfung, die beruflich viel mit anderen Menschen zu tun haben. Dazu zählen Pflegepersonen, öffentlicher Dienst oder andere Berufe mit hohem Publikumsverkehr. Verzichten sollten auf die Impfung Menschen, bei denen eine Allergie auf Hühnereiweiß, aus dem der Impfstoff gewonnen wird, vorliegt. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Antibiotika oder andere Medikamente sowie Allergikern rät Otten, die Impfung mit dem Hausarzt abzuklären.

Rechtzeitig handeln, das ist ein weiteres Gebot, so der Amtsleiter: „Es macht keinen Sinn zu warten, bis erste Anzeichen einer Erkältung auftreten.“ Das könnte die Beschwerden sogar verschlimmern. Otten rät daher, sich impfen zu lassen, wenn man noch gesund sei und die Grippewelle uns noch gar nicht erreicht hat.

Die Impfung wirkt etwa zwei Wochen nach der Spritze. So lange benötigt der Körper, um den spezifischen Impfschutz aufzubauen. Sie hält ungefähr ein Jahr. Eine längere Wirkungsdauer wäre nicht sinnvoll, denn die Struktur der Viren verändert sich ständig. „Die Weltgesundheitsorganisation überwacht Vorkommen und Ausbreitung der Viren. Mit den Ergebnissen wird jährlich der Virusstamm neu definiert, aus dem die neuen Impfstoffe gewonnen werden.“

Zwar bietet die Spritze gegen die Grippe keinen absoluten Schutz, doch liegt die Sicherheit immerhin bei 70 bis 90 Prozent:

Für Risikogruppen ist die Impfung kostenlos und wird auch sonst häufig von der Krankenkasse übernommen. „Eine schwere Infektion ist kein Zuckerschlecken“, warnt der Mediziner abschließend. „Wer durch eine Grippe mehrere Wochen ans Bett gefesselt ist, mit Fieber oder im schlimmen Fall mit einer Lungenentzündung, kann über Wochen die Folgen spüren. Das äußert sich in leichter Ermüdbarkeit, körperlicher Schwäche und auch einer größeren Anfälligkeit für andere Krankheiten, weil dem Immunsystem die Reserven fehlen.“ Der Gang zum Haus- oder Betriebsarzt lohnt sich also.

Weitere Informationen gibt es beim Gesundheitsamt in Koblenz unter Telefon  0261/9148070, im Gesundheitsamt Mayen unter Telefon 02651/9643-0  oder im Gesundheitsamt Andernach unter Telefon 02632/2516-00.

Wenn die Seele im Alter krank wird

Drucken

Sprechstunden für  Angehörige und Betroffene im November

KREIS MYK. Regelmäßig bietet das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz Sprechstunden für Menschen mit seelischen Problemen im höheren Lebensalter (z.B. Altersverwirrtheit) und ihre Angehörigen an. Die nächsten Termine sind am 2. November in Andernach, am 9. November in Mayen und am 16. November in Koblenz, jeweils ab 16 Uhr.

Jeweils am ersten Montag im Monat steht Dr. Marion Bauer-Hermani im Gesundheitsamt Andernach Betroffenen und Angehörigen von alten und psychisch kranken Menschen zum Gespräch zur Verfügung. Jeweils am zweiten Montag im Monat findet eine solche Sprechstunde im Mayener Gesundheitsamt statt. Am dritten Montag im Gesundheitsamt Koblenz.

Bei diesen Sprechstunden gibt Bauer-Hermani Betroffenen und Angehörigen Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, nennt Anlaufstellen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein.

Anmeldungen (bis spätestens 15 Uhr des jeweiligen Sprechtages) unter 02632/407-5537.

Prellungen und Verstauchungen: Kleiner Ausrutscher, schmerzhafte Folgen

Drucken

Rasche Hilfe bei kleinen Wander- oder Sportblessuren

Mainz, den 22. Oktober 2015 - Verletzungen des Fuß- oder Sprunggelenks rangieren bei Sportverletzungen ganz weit vorn. Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen sind die Folge. Freizeitsportler können solche Blessuren im ersten Schritt häufig selbst behandeln. Die sogenannte PECH-Strategie hilft dabei. Andreas Hott, Apotheker und Vorstandsmitglied des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz erklärt, was sich dahinter verbirgt: „PECH steht als Eselsbrücke für die vier Maßnahmen, die bei Verstauchungen, Prellungen und auch bei Zerrungen helfen können. P wie Pause machen: nach der Verletzung mindestens 20 Minuten ruhen. E wie Eis: die betroffene Stelle muss gekühlt werden mit Eisbeuteln oder Eisspray. Dabei bitte drauf achten, dass die Stelle nicht zu kalt wird. C wie Compression – das Gelenk sollte mit einem Verband plus einer schmerzstillenden Salbe verbunden werden. So können die Schwellung oder Blutergüsse in Zaum gehalten werden. Und zuletzt das H wie Hochlagern: das verletzte Gelenk am besten auf Kissen, auf eine Kiste oder in der Natur auf eine Bank oder einen Stein auflegen.“

Bei den schmerzstillenden Salben, die zur ersten Hilfe benutzt werden können, ist die Auswahl groß. Neben den Produkten auf Pflanzenbasis - meist mit Arnikaextrakten - gibt es noch Produkte mit Schmerzmitteln, wie zum Beispiel dem Wirkstoff Diclofenac, so Hott: „Das wirkt zusätzlich entzündungshemmend. Alle Salben oder Gele sollten vorsichtig auf die Schwellung aufgetragen werden. Ein leichter Druckverband darüber verhindert, dass die Schwellung weiter wächst und dass sich Blutergüsse stark ausdehnen.“

Bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen ist Wärme direkt nach der Verletzung nicht  angesagt. „Wärmende Sportsalben können frühestens nach 48 Stunden eingesetzt werden“, führt der Apotheker aus. „Die durchblutungsfördernde Wirkung solcher Salben ist direkt nach dem Unfall kontraproduktiv. Das würde Blutergüsse nur wachsen lassen und auch bei Entzündungen ist Wärme nicht gut. Wir wollen ja genau das Gegenteil: Die Gefäße sollen sich bei Prellungen oder Verstauchungen zusammenziehen und verengen. Darum sollten Entzündungen gekühlt werden.“

Über uns:
Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. - LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit

diesen Verträge ab. Von den gut 1.000 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

 

Krankenhausreformgesetz in der Diskussion

Drucken
Sichere Patientenversorgung muss trotz demografischen Wandels sichergestellt werden
Krankenhäuser brauchen mehr Geld und Planungssicherheit vom Land

Kreis Neuwied - Vor dem Hintergrund, dass die Ergebnisse einer Bund-Länder-Kommission im Herbst zu einem Krankhausreformgesetz in Berlin führen werden, hatte jetzt der 1.Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach Vertreter von Krankenhäusern im Kreis Neuwied und des Gesundheitsamtes in die Kreisverwaltung eingeladen. Als Diskussionspartner hatte der Kreisbeigeordnete den heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, der die CDU/CSU-Fraktion im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages vertritt und auch mit der Thematik bestens vertraut ist, eingeladen.

Gleich zu Beginn des Meetings machte Achim Hallerbach deutlich, dass die gesicherte Existenz der Krankenhäuser im Kreis Neuwied oberste Priorität genieße. "Insbesondere der ländliche Raum braucht die vorhandenen Krankenhäuser in Linz, Asbach und Dierdorf", betont der Kreisgesundheitsdezernent. Dazu brauche es aber vor allem eine ausreichende Finanzierung des Landes. Die Länder haben sich aktuell weder im Rahmen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe noch im Gesetzgebungsprozess zu der erforderlichen deutlichen Aufstockung der Investitionsfinanzierung verpflichten lassen. "Dies ist aber zwingend notwendig, um die Krankenhausfinanzierung dauerhaft auf eine sichere Grundlage zu stellen. Das Land lässt damit die Krankenhäuser allein und in eine unsichere Zukunft gehen", hebt Achim Hallerbach hervor.
Weiterlesen...

MS und Fatigue – Vortrag am 16.11.

Drucken

Fatigue ist nicht nur eines der häufigsten Symptome der MS, sondern wird oft von Betroffenen auch als eines der belastendsten erlebt. Wie entsteht nun diese „bleierne Müdigkeit“, welche aktuellen Therapiekonzepte gibt es, was für Risiken haben sie und wir wirksam sind sie überhaupt? Auf diese und ähnliche Fragen wollen wir in diesem Vortrag Antworten geben.

Leitung: Marko Bartholomäus, Dipl. Psych.

Termin: Montag, 16.11, 19:00 Uhr

Ort: TIMS, Saarstraße 51-53, 54290 Trier

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL