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Let´s talk about Sex …

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Sexuell übertragbaren Krankheiten vorbeugen

Mainz, den 31. August 2017 – Sexuell übertragbare Krankheiten, die früher unter dem Begriff Geschlechtskrankheiten zusammengefasst wurden, sind weltweit wieder auf dem Vormarsch. Der Welttag der sexuellen Gesundheit am 4. September will das Thema aus der Tabuecke herausholen und deutlich Möglichkeiten aufzeigen, wie man sich und seinen Partner vor diesen Infektionen schützen kann. Wichtig ist auch, mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass sexuell übertragbare Krankheiten aufgrund mangelnder Hygiene auftreten. Diese Meinung stammt noch aus Zeiten einer eher restriktiven Sexualmoralvorstellung.

Genaue Zahlen zu sexuell übertragbaren Krankheiten liegen nicht vor, da nur ein Teil der Erkrankungen einer Meldepflicht unterliegt. In Deutschland müssen zum Beispiel Erkrankungen mit Chlamydien oder Gonokokken nicht gemeldet werden, hingegen sind Syphilis (bei Neugeboreneninfektionen) und Aids/HIV-Erkrankungen meldepflichtig. Problematisch ist auch, dass viele der Erkrankungen mit wenigen oder uncharakteristischen Symptomen einhergehen. Betroffene stellen Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen oder auch Ausfluss, leichtes Fieber oder eine Schwellung der Lymphknoten fest. Dahinter vermuten viele zunächst leichtere Erkrankungen wie einen Blaseninfekt oder eine vaginale Pilzinfektion. Die Grenzen zu ernsthafteren Erkrankungen sind fließend, erklärt Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Darum ist es wichtig, schon bei diesen leichteren Symptomen auch den Frauenarzt oder Urologen zu Rate zu ziehen. Beispielsweise verlaufen 80 Prozent der Chlamydien-Infektionen bei Frauen symptomlos. Bleiben sie unbehandelt, kann die Infektion bis zur Unfruchtbarkeit führen.“

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Treffen Angehöriger psychisch kranker Menschen

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Das nächste Treffen der Angehörigen psychisch kranker Menschen findet am Donnerstag, 7. September 2017, 19 Uhr, im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises in Simmern, Hüllstraße 13 statt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Harald Wellems, Telefon 06761 82-723 und Ute Sommer, Telefon 06761 82-721.

„Das krieg ich nicht runter“ – Ernährung bei Kau- und Schluckstörung

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Im Juni fand in der VHS Neuwied eine Gesundheitskonferenz der Kreisverwaltung zu Kau- und Schluckstörungen statt. Diese Beeinträchtigung, die nicht wenige Patienten aufgrund einer Grunderkrankung wie Schlaganfall, Parkinson, multiple Sklerose, Krebs oder Demenz entwickeln, kann  zu weiteren gesundheitlichen Problemen der Patienten führen.

Die Konzentration auf einige wenige, leicht zu schluckende Speisen führt zu einem stark eingeschränkten Speiseplan, was sowohl die Lebensqualität mindern wie auch längerfristig zu einer Mangelernährung der betroffenen Patienten führen kann.

Aus diesem Grund bietet die VHS in Kooperation mit der Gesundheitsförderung der Kreisverwaltung Neuwied für Betroffene und Angehörige einen Kochkurs an. Sie erfahren, wie genussvolles Essen trotz der Einschränkung möglich ist und erhalten Hinweise zur richtigen Küchentechnik und zu vielfältigen Rezepten die helfen, die Nahrungsaufnahme zu erleichtern.

Der Kurs wird geleitet von der zertifizierten Ernährungstherapeutin Roswitha Rösch und findet am Dienstag, 12.Sept. 2017, 17.15 – 21.00 Uhr in der VHS Neuwied statt. Der Kurs ist kostenfrei, es sind jedoch Kosten der Lebensmittelumlage in Höhe von 15,00 Euro zu tragen. Anmeldung bitte unter VHS Neuwied 0 26 31 – 3989-0

Drei Prozent mehr Krankenhauspatienten im Jahr 2016

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In den 69 rheinland-pfälzischen allgemeinen Krankenhäusern wurden im Jahr 2016 fast 929.000 Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, hat die Zahl der Behandlungsfälle im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent zugenommen.

Die Zahl der für die vollstationäre Versorgung erbrachten Behandlungstage blieb mit 6,1 Millionen gegenüber 2015 annähernd gleich (2015: 6,0 Millionen). Durchschnittlich verbrachte jede Patientin oder jeder Patient 6,6 Tage im Krankenhaus (2015: 6,7 Tage). Der Auslastungsgrad der Einrichtungen lag bei 72 Prozent, das ist der höchste Wert seit 2003.

Fachkliniken für Psychiatrie und Neurologie
Neben den allgemeinen Krankenhäusern mit einem breiten Spektrum an Fachabteilungen gab es noch 14 Fachkliniken für Psychiatrie und Neurologie. Im Jahr 2016 wurden nahezu 37.500 Patientinnen und Patienten in diesen Krankenhäusern behandelt; gegenüber 2015 verringerte sich die Zahl leicht (2015: 38.500). Im Zehnjahresvergleich haben sich die Patientenzahlen jedoch deutlich erhöht (2006: 26.900). Die Patienten verbrachten im Jahr 2016 durchschnittlich 20 Tage in der Einrichtung, dies ist nur unmerklich mehr als im  Jahr 2015 (19,2 Tage). Die psychiatrischen Krankenhäuser mit ihren 2.175 Betten weisen eine Auslastung von 94 Prozent aus.

Ambulante, vor-, nach- und teilstationäre Behandlungen
Neben der klassischen vollstationären Unterbringung werden in den Krankenhäusern (allgemeine und psychiatrische Krankenhäuser sowie Tageskliniken) seit Jahren verstärkt ambulante und teilstationäre Leistungen sowie vor- und nachstationäre Behandlungen erbracht. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 84.100 Patientinnen und Patienten ambulant operiert. Das waren zwei Prozent mehr als 2015. Annähernd 22.000 Patientinnen und Patienten wurden teilstationär – also maximal 24 Stunden – behandelt. In mehr als 186.100 Fällen erfolgte eine vorstationäre Behandlung, in der eine vollstationäre Behandlung abgeklärt oder vorbereitet wird. Nachstationäre Behandlungen, die den Behandlungserfolg eines vorangegangenen stationären Aufenthaltes sichern sollen, wurden in mehr als 33.000 Fällen erbracht.

Die Zahlen stammen aus der Krankenhausstatistik. Einmal im Jahr liefern die Krankenhäuser Eckdaten zur Krankenhausversorgung an das Statistische Landesamt.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)

Übermäßiges Schwitzen: Handschweiß

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Was tun gegen „Feuchtgebiete“?

Mainz, den 10. August 2017 – Übermäßiger Handschweiß ist kein sehr weitverbreitetes Problem. Aber wer davon betroffen ist, empfindet ihn als sehr störend, belastend und peinlich. Denn das Auftauchen von starker Schweißbildung an den Händen ist ungewöhnlich. Die meisten Menschen schwitzen eher im Bereich der Achseln oder auf der Stirn. Hervorgerufen werden kann diese Überfunktion der Schweißdrüsen durch Stress, Nervosität aber auch durch Erkrankungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen oder eine genetische Veranlagung zu vermehrtem Schwitzen. Gegen das übermäßige Schwitzen können Produkte mit Aluminiumchlorid helfen, so der Apothekerverband Rheinland-Pfalz (LAV).

Der menschliche Körper verfügt über mehrere Millionen Schweißdrüsen – an der Hand sind nur ein paar Tausend lokalisiert. „Weil es eine so ungewöhnliche Stelle für das Schwitzen ist, fällt Betroffenen diese Störung als besonders unangenehm auf. Sie scheuen sich vor dem Händedruck und empfinden soziale Kontakte manchmal als schwierig und anstrengend. Darum kann es bei manchen Betroffenen hilfreich sein, auch die psychologischen Hintergründe für das Schwitzen zu beleuchten“, erklärt Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV.

Gegen den Handschweiß kommen nach wie vor Produkte mit Aluminiumchlorid zum Einsatz. Beim Handschweiß können sie beispielsweise abends aufgetragen werden und ziehen über Nacht ein. Sie haben eine gute Wirksamkeit von bis zu 24 Stunden. Das Aluminium verengt die Schweißdrüsen, so dass sie weniger absondern. Weitere antibakterielle Wirkstoffe können zusätzlich verhindern, dass sich der Schweiß zersetzt und unangenehm zu riechen anfängt. Apotheker Andreas Hott weiter: „Wir verfolgen die aktuelle Diskussion zum Thema Aluminiumaufnahme über die Haut sehr aufmerksam. Doch leider stehen für die Hyperhydrosis, wie das übermäßige Schwitzen medizinisch korrekt heißt, kaum andere wirksame und gut erprobte Therapien zur Verfügung. Darum wird es für eine begrenzte Anwendungsdauer eingesetzt.“ Ergänzend können auch Heilpflanzen zum Einsatz kommen, ergänzt Hott: „Salbei wirkt innerlich und äußerlich angewendet. Er hat eine adstringierende, also zusammenziehende Wirkung, so dass die Haut weniger Schweiß absondert. Man bekommt ihn in der Apotheke als Tee, in Tablettenform oder kann Aufgüsse für Waschungen und Bäder zubereiten.“

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