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Gefährlich: Immer unter Hochdruck

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Apotheken helfen bei regelmäßiger Kontrolle des Blutdrucks

Mainz, den 29. November 2016 – Dauerhaft erhöhter Blutdruck ist eine stille Gefahr: Betroffene Patienten spüren nicht, welchen Belastungen ihr Körper dauerhaft ausgesetzt ist. Sie fühlen sich fit, leistungsfähig und frieren beispielsweise nicht. Dabei schlägt das Herz im Dauerstress, die Gefäße werden permanent unter Druck gehalten und es kommt zur gefährlichen Gefäßwandverkalkung, der Arteriosklerose. Organische Schäden an Nieren und Augen können die Folge von dauerhaftem Bluthochdruck sein. Die Betroffenen haben zudem ein deutlich erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

Die Messung des Blutdrucks erfolgt häufig in der Arztpraxis, doch auch viele Apotheken bieten diesen Gesundheitsservice an. Patienten, bei denen ein Hochdruck bereits diagnostiziert ist, sind gehalten, den Blutdruck kontinuierlich zu kontrollieren. Die Selbstmessung ist wichtig, weiß Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes: „Mit der Messung des Bluthochdrucks sieht der Patient zum einen, wie sich der Blutdruck vielleicht schon mit einer Veränderung der Lebensgewohnheiten verändert. Schon der Ansatz von mehr Bewegung, leichterem Essen, weniger Alkohol, Stress und Zigaretten kann sich deutlich positiv auf den Blutdruck auswirken.“ Manchmal ist aber auch eine medikamentöse Behandlung nötig. „Dann verfolgt die Messung des Blutdrucks den Zweck, dass man nachvollziehen kann, ob die eingesetzten Medikamente anschlagen und ob ihre Dosis gegebenenfalls nach oben oder unten korrigiert werden muss“, so der Apotheker.

Damit diese Selbstmessungen jedoch verwertbare und aussagekräftige Ergebnisse bringen, müssen Patienten einige Regeln beachten. „Viele Patienten benutzen die bequemen Handgelenksmessgeräte. Hier ist zu beachten, dass der Arm zur Messung so liegen muss, dass sich das Messgerät auf Herzhöhe befindet. Am besten setzt man sich dazu an einen Tisch und legt den Arm vor sich auf die Platte, gegebenenfalls mit einem unterlegten Kissen oder einem anderen Gegenstand“, schlägt Hott vor. Wer neu mit Messungen startet, sollte zu Beginn zwei oder drei Messungen im Abstand von 5 Minuten machen, um zu überprüfen, ob jeweils immer dasselbe Ergebnis angezeigt wird. „Wenn es hier deutliche Schwankungen gibt, würde ich raten, sich beim Arzt oder in der Apotheke die richtige Messmethode nochmals zeigen zu lassen. Genauso wichtig ist, dass ich die Messung nicht dann mache, wenn ich gerade vom Einkaufen nach Hause gehetzt bin. Den Blutdruck sollte ich in der Regel dann messen, wenn ich ruhig und entspannt bin.“

 

 

Gesundheit der Lehrpersonen im Fokus

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Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld beteiligt sich am Gesundheitsprojekt der Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Münstermaifeld Wie lassen sich die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten im System Schule verbessern, erhalten bzw. steigern? Dieser Frage geht die Unfallkasse Rheinland-Pfalz in ihrem Projekt „Gesundheitsmanagement macht Schule“ nach und steht hierzu im engen Dialog mit den Bildungsstätten. Die Konzeption stellt die Gesundheit der Lehr- und Pädagogischen Fachkräfte in den Mittelpunkt. „Das Thema hat einen hohen Stellenwert, denn nur gesunde Lehrpersonen haben auch gesunde und zufriedene Schülerinnen und Schüler“, zeigt sich Andreas Hacker, Leiter der Präventionsabteilung der Unfallkasse, überzeugt. Neun rheinland-pfälzische Schulen beteiligen sich an dem Projekt. Mit dabei das Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld.

Alle Akteure trafen sich nun bei der Unfallkasse in Andernach zum ersten gemeinsamen Austausch. Grundsätzlich sind sich alle Beteiligten einig: Die Notwendigkeit für ein funktionierendes Gesundheitsmanagement ist da. In einigen Schulen hat bereits ein Veränderungsprozess mit Blick auf die eigene Gesundheit begonnen, ihn gilt es nun zu bündeln. Dazu kam der Anstoß der Unfallkasse zur Projektteilnahme gelegen. Mit der Teilnahme am Gesundheitskonzept wird auf einen innovativen Austausch gesetzt. „Dass uns Mitglieder aus dem Projektteam der Unfallkasse in unserer Schule besuchten und informierten, hat uns positiv für das Konzept gestimmt. Die Botschaft, das Thema Gesundheit über Multiplikatoren auf alle Schultern in unserer Einrichtung zu verteilen, hat überzeugt“, war der Tenor der Teilnehmenden.

Das Projekt

Die Konzeption „Gesundheitsmanagement macht Schule“ ist langfristig angelegt und soll präventive, gesundheitsfördernde und -erhaltende Strukturen und Prozesse auf Schulebene initiieren. Hierzu begleitet die Unfallkasse die teilnehmenden Schulen mit einer zweijährigen Workshopreihe. An diesen Veranstaltungen nehmen jeweils zwei Multiplikatoren aus den Schulen teil. Weitere Veranstaltungen richten sich speziell an die Schulleitungen, da die Sicherheit und Gesundheitsprävention der Lehrkräfte grundsätzlich zu ihrem Aufgabenbereich gehört.

Zentraler Ansatz des Projektangebots der Unfallkasse ist daher die Qualifizierung der Personen, die über einen größeren Wirkungs- bzw. Einflussbereich im schulischen Geschehen verfügen. Basis der Zusammenarbeit zwischen der Unfallkasse und der Schule ist eine im Vorfeld abgeschlossene Unterstützungsvereinbarung. Das Vorhaben berücksichtigt, dass jede Schule anders ist und ihren Schwerpunkt vor Ort individuell setzen kann und soll. „Dies alles kann im Wesentlichen nur gemeinsam mit den Hauptakteuren in der Schule selbst erfolgen“, erklären Sabine Leistikow und Markus Schwan, die das Projekt der Unfallkasse betreuen. „Wichtig ist ein konzeptionelles Vorgehen, da Maßnahmen, die lediglich einen Event- und Episodencharakter haben, der Gesundheitsprävention als Daueraufgabe nicht gerecht werden können“, ergänzen ihre Teamkolleginnen Dr. Sarah Ohlert und Stefanie Becker.

Diese Schulen beteiligen sich am zweiten Projektzyklus 2016-2018:

Adenau, Grundschule

Altenkirchen, Realschule plus

Bad Neuenahr-Ahrweiler, Berufsbildende Schule

Daun, Thomas-Morus-Gymnasium

Kaiserslautern, Integrierte Gesamtschule Bertha von Suttner

Mainz, Sophie-Scholl-Schule/Berufsbildende Schule 2

Münstermaifeld, Kurfürst-Balduin-Gymnasium

Remagen-Oberwinter, Grundschule

Worms, Karl-Hofmann-Schule/Berufsbildende Schule

 

Wenn die Seele im Alter krank wird

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Sprechstunden für  Angehörige und Betroffene im Juni

KREIS MYK. Regelmäßig bietet das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz Sprechstunden für Menschen mit seelischen Problemen im höheren Lebensalter (z.B. Altersverwirrtheit) und ihre Angehörigen an. Die nächsten Termine sind am 5. Dezember in Andernach, am 14. Dezember in Mayen und am 19. Dezember in Koblenz, jeweils ab 16 Uhr.

Jeweils am ersten Montag im Monat steht Dr. Marion Bauer-Hermani, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und Chefärztin der Gerontopsychiatrie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, im Gesundheitsamt Andernach Betroffenen und Angehörigen von alten und psychisch kranken Menschen zum Gespräch zur Verfügung. Jeweils am zweiten Mittwoch im Monat findet eine solche Sprechstunde im Mayener Gesundheitsamt statt. Am dritten Montag im Gesundheitsamt Koblenz.

Bei diesen Sprechstunden gibt Bauer-Hermani Betroffenen und Angehörigen Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, nennt Anlaufstellen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein.

Anmeldungen (bis spätestens 12 Uhr des jeweiligen Sprechtages) unter 02632/407-5537.

Gesundheitsamt bietet Impfberatungen an

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Sprechstunden an allen drei Standorten

KREIS MYK. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz unterhält in Koblenz, Mayen und Andernach eine Dauerimpfstelle, die Sprechstunden zu festen Sprechzeiten durchführt. Ohne Voranmeldung können Beratungs- und Impfwillige das Angebot zu den folgenden Zeiten beanspruchen: Im Gesundheitsamt Andernach jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 13.30 bis 15 Uhr; im Dezember abweichende Terminierung möglich (bitte telefonisch erfragen). In Einzelfällen sind auch Ausweichtermine nach telefonischer Vereinbarung möglich (Tel. 02632/251600). Im Gesundheitsamt Koblenz ist der Termin donnerstags von 13 bis 15 Uhr  (Tel. 0261-9148070), im Gesundheitsamt Mayen am ersten Mittwoch in jedem Monat 14  bis 15 Uhr (Abweichungen sind aber möglich, bitte zuvor telefonisch abklären, Tel. 02651/96430).

Für alle drei Standorte gilt, dass eine telefonische Beratung auch zu anderen Zeiten nach telefonischer Anfrage möglich ist. Neben den Beratungen werden die öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen gegen Masern-Mumps-Röteln, Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten kostenlos angeboten.

Zur Überprüfung des Impfstatus ist es unbedingt notwendig, das Impfbuch (Impfausweis) mitzubringen. Zusätzlich erfolgt eine Impfberatung für Fernreisen. In den Gesundheitsämtern Andernach und Mayen nach telefonischer Anfrage, im Gesundheitsamt Koblenz donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr.

BDH-Klinik Vallendar

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Frühreha wird zu „Haus Andreas“

Vallendar, 17.11.2016 - Die Abteilung der Frührehabilitation der BDH-Klinik Vallendar trägt einen neuen Namen: Patienten der Rehabilitationsphase B werden künftig von den medizinischen Teams im „Haus Andreas“ behandelt.

Die Taufe des Fachbereichs erinnert an Andreas Hahn und dessen Unfalltod im Jahre 1995. Dem Tod war eine komatöse Phase vorangegangen war, die der 14-jährige Sohn Alfred Hahns nicht überlebte. Alfred Hahn fasste das tragische Ereignis vor zwanzig Jahren als Wendepunkt seines Lebens auf und verschrieb sich mit der Gründung der Andreas-Hahn-Stiftung der Unterstützung neurologischer Therapie- und Rehaeinrichtungen in seiner Region Rheinland-Pfalz. Das Schicksal seines Sohnes lenkt den Kern des Stiftungsengagements vor allem auf die Unterstützung junger Patienten mit erworbenen Hirnschäden nach Komaphasen. So kam auch die enge Kooperation mit der Medizinisch-beruflichen Rehabilitation (MBR) der BDH-Klinik zustande. Die räumliche Nähe und die Betreuung junger Komapatienten erfüllten die Voraussetzungen für ein Stiftungsengagement.

Alfred Hahn versteht seine Stiftung als kooperative Mission zum Wohle junger Betroffener: „Es geht uns um die aktive Unterstützung junger Komapatienten, die bedingt durch körperliche oder geistige Behinderungen auf unsere Hilfe angewiesen sind. Dass die Frührehabilitation der Klinik künftig den Namen meines Sohnes tragen wird, freut mich sehr und zeigt mir, dass Kooperationen feste Fundamente schaffen.“

Klinikgeschäftsführer Thomas von Kessel dankte Alfred Hahn für sein Engagement: „Auftrag der MBR ist es, unsere jungen Patienten nach schwerer neurologischer Erkrankung wieder auf einen selbstbestimmten Lebensweg zu begleiten. Der Andreas-Hahn-Stiftung gebührt großer Dank, dass sie uns immer wieder mit Spenden unterstützte. Partner wie die Andreas-Hahn-Stiftung ebnen den Weg, um Brücken zur Teilhabe Betroffener zu bauen.“

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