Dienstag, 21. November 2017

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In der Grillzeit haben Bakterien wieder Hochsaison

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Einhalten der Kühlkette bei steigenden Temperaturen besonders wichtig

KREIS MYK. Mit steigenden Temperaturen und sonnigen Tagen werden Grillabende wieder beliebt. „Gerade dann ist das Einhalten der Kühlkette besonders wichtig. Auf Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln sollte unbedingt geachtet werden, denn auch Bakterien haben jetzt Hochsaison“, so Dr. Rudolf Schneider. „Die kulinarischen Freuden können einem sonst heftig auf den Magen schlagen.“

Bei der sogenannten „Kühlkette“ kommt es darauf an, dass Lebensmittel bei den vom Hersteller genannten Temperaturen transportiert und gelagert werden. Nur bei ununterbrochener Einhaltung der Kühlkette könne der Verbraucher davon ausgehen, ein sicheres Lebensmittel auf den Teller zu bekommen.

Es sei daher wichtig, seinen Einkauf entsprechend zu organisieren. „Ein ausgedehnter Bummel nach dem Lebensmittelkauf schadet den im Pkw zurückgelassenen Lebensmitteln“, so Schneider. Steht das Fahrzeug in der prallen Sonne, werden leicht Temperaturen von 30 bis 40 Grad im Innenraum erreicht. Für den Einkauf an heißen Tagen gilt daher: Kühltasche und -akkus mitnehmen. Nach dem Einkauf gilt: Ohne Umweg nach Hause.

Je wärmer, desto besser: Bei hohen Temperaturen fühlen sich die Bakterien „sehr wohl“ und vermehren sich entsprechend rasch. Die Anzahl vieler Bakterien verdoppelt sich bei diesen Temperaturen in rund 20 bis 30 Minuten und kann zum Verderb der Lebensmittel führen, so dass sie ungenießbar würden. Gleiches gilt natürlich auch für die Vorbereitung von Lebensmitteln für Grillabende. Die vorbereiteten Speisen sollten direkt vom Kühlschrank auf den Grill oder den Tisch gebracht werden.

Wie das Amt weiterhin mitteilt, können sich bei sommerlichen Temperaturen auch krankmachende Bakterien vermehren, ohne dass dem Lebensmittel eine Veränderung anzumerken ist. Unterbricht man die Kühlkette, sei die Gesundheit des Verbrauchers gefährdet. „Bei Menschen mit einem gesunden Abwehrsystem führen Lebensmittelinfektionen in der Regel nur zu leichten Krankheitserscheinungen“, so Schneider. Anders sei die Situation bei Kindern, Schwangeren, alten und abwehrgeschwächten Menschen zu beobachten. Lebensmittelinfektionen bei dieser Personengruppe können zu schweren Symptomen führen.

Wichtig für den Verbraucher: Ein Hersteller von Lebensmitteln gewährleistet die Sicherheit und Haltbarkeit des hergestellten Produktes bis zum angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum nur, wenn die von ihm angegebenen Lagerungstemperaturen tatsächlich eingehalten werden. Besondere Vorsicht gilt bei Hackfleisch. Durch seine größere Oberfläche haben Bakterien besonders leichtes Spiel, das Fleisch zu verderben. Hackfleisch ist daher nicht mit einem Mindesthaltbarkeits-, sondern mit einem Verbrauchsdatum ausgezeichnet: „Ist dieses Datum überschritten: Ab in den Müll.“

Grundsätzlich gilt, dass Betriebe, die Lebensmittel herstellen, befördern oder verkaufen, die Kühlketten nicht unterbrechen dürfen. Die Lebensmittelüberwachungsbehörde beim Kreis stellt bei ihren Kontrollen vor Ort sicher, dass diese Vorschrift eingehalten wird: „Ab dem Zeitpunkt des Kaufs ist jedoch der Verbraucher selbst verantwortlich für einen sachgemäßen Umgang mit Lebensmitteln“, so Schneider. Der Experte rät daher allen Verbrauchern, im eigenen Interesse für das Einhalten der Kühlkette zu sorgen und so einem Lebensmittelverderb oder sogar einer möglichen Lebensmittelinfektion vorzubeugen.

Weitere Informationen gibt es unter Tel. 0261/108-458.

Besuch beim Zahnarzt erfolgt oft

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Koblenz, 31. Juli 2017 - Verglichen mit den anderen Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz gehen in Koblenz unterdurchschnittlich viele Menschen zum Zahnarzt. Das zeigt der Zahnreport der BARMER, der auf Daten aus dem Jahr 2015 beruht und den die Technische Universität Dresden zusammen mit AGENON Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Gesundheitswesen erstellt hat.

„Im Jahr 2015 haben 68,2 Prozent der Einwohner in Koblenz einen Zahnarzt aufgesucht. Damit lagen sie unter dem Rheinland-Pfalz-Durchschnitt von 68,6 Prozent und unter dem Bundesdurchschnitt von 71,7 Prozent“, berichtet der BARMER Regionalgeschäftsführer in Koblenz, Thomas Esch. Im Vergleich aller 36 rheinland-pfälzischen Landkreise und kreisfreien Städte nimmt Koblenz bei der Häufigkeit der Zahnarztbesuche seiner Einwohner Platz 18 ein.

Kontrolluntersuchungen schützen am besten vor Parodontose

„Besonders bedenklich sind die Ergebnisse des Zahnreports, weil konsequentes Zähneputzen und regelmäßige Inanspruchnahme von Kontrolluntersuchungen der beste Schutz vor Parodontose sind“, sagt Esch. Parodontose ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats und Hauptursache für Zahnverlust in der zweiten Lebenshälfte.

Gesetzliche Krankenkassen bezahlen alle zwei Jahre eine Parodontose-Untersuchung. Knapp jeder vierte (23,4 Prozent) Rheinland-Pfälzer hat diese im Jahr 2015 in Anspruch genommen. Nur im Saarland sowie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen taten dies anteilig weniger Menschen. „Parodontose wird durch Beläge auf den Zähnen und in den Zwischenräumen ausgelöst“, erklärt Esch.

Diabetiker mit erhöhtem Parodontose-Risiko

„Zahnentfernungen nach einer Parodontose-Therapie erfolgen bei Diabetikern häufiger, da die Therapie bei ihnen schlechter anschlägt. Besonders wichtig sind daher Früherkennungs- und Nachsorgeuntersuchungen zu Parodontose bei Zuckerkranken“, erläutert Esch. Nach den Worten des Regionalgeschäftsführers sollte die Zahnvorsorge bei Diabetikern Teil der strukturierten Behandlungsprogramme für Diabetiker werden. Darin sind bereits jetzt regelmäßige Augenuntersuchungen oder die Kontrolle der Füße enthalten.

Auch Raucher sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem und viel Stress haben ein erhöhtes Risiko an Parodontose zu erkranken. Zudem können erbliche Faktoren eine Rolle spielen. „Parodontose ist zunächst weitgehend schmerzfrei. Erste Warnsignale sind Zahnfleischbluten sowie geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch“, sagt Esch. Er ruft dazu auf, frühzeitig bei ersten Anzeichen für Parodontose zum Arzt zu gehen: „Eine beginnende Parodontose ist noch leicht und schmerzarm behandelbar.“

Ein Jahr Bundesfachstelle Barrierefreiheit

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Ein Jahr nach der Eröffnung ist die Bundesfachstelle Barrierefreiheit der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) ein fester Begriff in der Fachwelt. Die Bereiche Ausschreibungsverfahren und barrierefreies Bauen haben sich aktuell  als Schwerpunktthemen etabliert.

Seit dem Start im Juli 2016 hat das Team der Bundesfachstelle Barrierefreiheit bis heute rund 300 Anfragen bearbeitet, telefonische Erstberatung und Netzwerkarbeit geleistet sowie Projekte und Kooperationen eingeleitet. Dabei arbeitet die Bundesfachstelle mit Behörden und Netzwerkpartnern zusammen. „Die Arbeit ist gut angelaufen, unsere Kontakte zu Behörden und Unternehmen sind vielfältig. Die Themen Ausschreibungen und Rahmenverträge wollen wir aufgrund der Anfragen im kommenden Jahr weiter intensivieren“, kündigt Dr. Volker Sieger, Leiter der Bundesfachstelle Barrierefreiheit, an.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales arbeitet die Bundesfachstelle seit Anfang 2017 an der Erstellung eines Erfassungsbogens, um den Stand der Barrierefreiheit der Bundesgebäude zu ermitteln. Denn bis zum 30. Juni 2021 müssen alle Bundesbehörden hierzu einen Bericht sowie einen Plan vorlegen, wie bestehende Barrieren beseitigt werden sollen. Die Vorlage der Bundesfachstelle soll es den Behörden ermöglichen, ihre Berichte unkompliziert, einheitlich und vergleichbar erledigen zu können.

Einen standardisierten Erfassungsbogen für die Bundesbehörden mit einer Vielzahl von Gebäuden und Liegenschaften zu erarbeiten, ist eine Herausforderung, der wir uns natürlich gerne stellen. Die Aufgabe spiegelt wider, was die Arbeit der Bundesfachstelle tagtäglich ausmacht: Lösungen für komplizierte Probleme zu finden, um so das Thema Barrierefreiheit voranzubringen“, erklärt Peter Grothues, Direktor der DRV KBS.

Nach der parlamentarischen Sommerpause führt die Bundesfachstelle eine Fachveranstaltung in Zusammenarbeit mit mehreren Bundesministerien durch. Nach den bisherigen Aktivitäten für Behörden und Unternehmen geht es hier erstmals um den privaten Bereich. Das Thema: Wie können die Anstrengungen von Bund und Ländern verbessert werden, um in ausreichendem Maße barrierefreien Wohnraum zu schaffen?

Informationen zum Thema barrierefreies Bauen und zu weiteren Themen der Barrierefreiheit finden Sie unter www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de.

Hintergrund:
Die Bundesfachstelle wurde durch das Gesetz zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts errichtet. Sie soll vornehmlich die Behörden und Verwaltungen bei der eigenverantwortlichen Umsetzung der Barrierefreiheit beraten und unterstützen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales führt die Fachaufsicht.



Rheinland-Pfälzer unterschätzen Parodontose-Gefahr

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Zudem erinnerte er daran, dass die Verbandsgemeinde Linz in Zusammenarbeit mit der Stadt Linz vor einigen Jahren gemeinsam einen Pendlerparkplatz gebaut hat. „Weiterhin“, so Stefan Betzing, „hat sich die Verbandsgemeinde aufgrund der überregionalen Bedeutung bereit erklärt, sich auch an den Kosten für den Umbau zu beteiligen. Dass die Maßnahme ohne Angabe von Gründen nun von 2018 auf 2020 verschoben wird, betrachtet die CDU als Schlag ins Gesicht.“

„Gerade unter dem Aspekt des demografischen Wandels, mit immer mehr älteren Bürgerinnen und Bürgern, und vor dem Hintergrund eines guten ÖPNV auf der Schiene, sollte Barrierefreiheit bei Bahnhöfen ein Muss werden. Das gilt auch für unseren Landkreis. Gleichzeitig möchte ich daran erinnern, dass der ÖPNV bis zum 1. Januar 2022 auf die Belange der in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen besonders Rücksicht nehmen muss, um bis zum genannten Datum eine vollständig barrierefreie Nutzung der öffentlichen Nahverkehrsangebote zu erreichen“, betonte Achim Hallerbach.

„Barrierefreie Bahnhöfe und die Halbierung des Bahnlärms bis 2020 mit der Umsetzung von mehr passiven Lärmschutz hier bei uns am unteren Mittelrhein sind Ziele, für die ich auch weiterhin engagiert kämpfen werde“, bekräftigte Erwin Rüddel unter Beipflichtung des Parlamentarischen Staatssekretärs Peter Bleser.

Voll auf die Zwölf

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Erste Hilfe bei Beulen aus der Hausapotheke

Mainz, den 24. Juli 2017 – Ein Sturz beim Sport oder die übersehene Schrankecke: Beulen entstehen durch einen Schlag oder Stoß am Kopf. In der Folge strömt Gewebeflüssigkeit in die Stelle und führt zu der Schwellung. Wird die Haut am Kopf bei dem Stoß zusätzlich beschädigt, können sehr starke Blutungen die Folge sein, weil sich am Kopf viele Blutgefäße befinden. Wer sich den Kopf angestoßen hat, sollte sich als erste Maßnahme hinlegen und den Kopf leicht erhöht lagern. Darauf weist Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV, hin.

Ein Stoß am Kopf führt häufig zu den folgenden Symptomen: Kopfschmerzen, Benommenheit und Schwindel. Schwerere Schäden können Bewusstseinsstörungen und Koordinationsprobleme gefolgt von Übelkeit und Erbrechen sein, zählt Hott auf. „So einfach sich eine Beule am Kopf anhören mag, so umsichtig sollte man mit ihr umgehen und sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn alle Symptome, die über normale Kopfschmerzen hinausgehen, können auf eine schwerere Schädigung hindeuten. Das kann von einer Gehirnerschütterung bis hin zum Schädel-Hirn-Trauma bei einem heftigen Aufprall reichen. Hier sprechen wir von starken bis massiven Schäden, die umgehend ärztlich behandelt und kontrolliert werden müssen“, rät der Apotheker.

Auch einfache Beulen, die unauffällig verlaufen, sollten etwa für 24 Stunden beobachtet werden. Treten nachträglich Verschlechterungen wie Schwindel oder Erbrechen auf, muss auch noch Stunden nach dem Missgeschick rasch ein Arzt aufgesucht werden. „Darum gilt für mich“, fährt Hott fort, „dass die Hausapotheke bei Beulen wirklich nur für die erste Hilfe gedacht ist.“

Bei Beulen am Kopf kann man sich für diese Erstversorgung an der PECH-Regel orientieren: P steht für Pause machen, E steht für Eis – also das Kühlen, C für den leichten Druck einer Kompresse und das H für Hochlegen. „Für die schnellere Abheilung der Beule empfehlen sich außerdem Gele und Cremes mit Arnika, Beinwell oder Ringelblume, die alle eine abschwellende Wirkung haben. Gele haben den Effekt, dass sie zusätzlich kühlen und so die Beule rascher zurückgeht“, so Hott.

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