Donnerstag, 22. Juni 2017

Letztes Update:03:32:22 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Gesundheitsamt bietet Impfberatungen an

Drucken

Sprechstunden an allen drei Standorten

KREIS MYK. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz unterhält in Koblenz, Mayen und Andernach eine Dauerimpfstelle, die Sprechstunden zu festen Sprechzeiten durchführt. Ohne Voranmeldung können Beratungs- und Impfwillige das Angebot zu den folgenden Zeiten beanspruchen: Im Gesundheitsamt Andernach jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 13.30 bis 15 Uhr, in Einzelfällen sind auch Ausweichtermine nach telefonischer Vereinbarung möglich (Tel. 02632/251600); im Gesundheitsamt Koblenz donnerstags von 13 bis 15 Uhr (Tel. 0261-9148070); im Gesundheitsamt Mayen am ersten Mittwoch in jedem Monat 14 bis 15 Uhr (Abweichungen sind aber möglich, bitte zuvor telefonisch abklären, Tel. 02651/96430).

Für alle drei Standorte gilt, dass eine telefonische Beratung auch zu anderen Zeiten nach telefonischer Anfrage möglich ist. Neben den Beratungen werden die öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen gegen Masern-Mumps-Röteln, Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten kostenlos angeboten.

Zur Überprüfung des Impfstatus ist es unbedingt notwendig, das Impfbuch (Impfausweis) mitzubringen. Zusätzlich erfolgt eine Impfberatung für Fernreisen. In den Gesundheitsämtern Andernach und Mayen nach telefonischer Anfrage, im Gesundheitsamt Koblenz donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr.

Blutspende hilft Leukämiepatienten

Drucken

Stefan-Morsch-Stiftung und der DRK Blutspendedienst suchen im Februar gemeinsam Lebensretter in Münstermaifeld

„Blutspender helfen Leukämiepatienten“ unter dieser Überschrift rufen der DRK-Blutspendedienst West sowie die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellspenderdatei, zur Blutspende und zur Typisierung auf. Am Donnerstag, 2. Februar, will man gemeinsam mit dem DRK Ortsverein darauf aufmerksam machen, wie durch Blutspenden und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Von 16.30 bis 20 Uhr heißt es deswegen in der Stadthalle, An den Gärten, in Münstermaifeld: „Lebensretter gesucht!“

Warum kooperiert die Stefan-Morsch-Stiftung mit dem DRK? Der überwiegende Teil der Empfänger von Bluttransfusionen sind heute Patienten mit bösartigen Erkrankungen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die beispielsweise an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt sind. Dies hängt neben der eigentlichen Erkrankung insbesondere mit der modernen Chemotherapie zusammen. Diese Chemotherapie führt in vielen Fällen zu einer vorübergehenden kompletten Unterdrückung der körpereigenen Blutbildung im Knochenmark (Aplasie). Daher sind Patienten in diesen kritischen Behandlungsphasen auf lebenswichtige Blutübertragungen angewiesen. Viele moderne und heilende Behandlungsverfahren, gerade im Kampf gegen Krebs, können nur durchgeführt werden, wenn für diese Patienten genügend Blut zur Verfügung steht. So helfen Blutspenden auch über die Wartezeit hinweg, die es dauert, um beispielsweise einen passenden Stammzellspender zu finden, wenn eine Transplantation erforderlich ist.

Jährlich erkranken allein in Deutschland rund 11 000 Menschen an Leukämie. Oft reichen Bestrahlung und Chemotherapie nicht aus, um den Blutkrebs zu besiegen. Dann ist die Transplantation von Knochenmark oder Blutstammzellen eines gesunden Spenders für die Patienten die letzte Hoffnung auf Heilung. Deshalb kann jeder Blutspender mit der Typisierung gleich zweimal zum Lebensretter werden. Unter dem Motto „1 mal Stechen, 2 mal Helfen“ bekommen Blutspender, die sich typisieren lassen wollen, einfach ein Röhrchen Blut (knapp einen Fingerhut voll) zusätzlich abgenommen. Dieses Röhrchen geht dann zur Analyse ins Labor der Stefan-Morsch-Stiftung. Die Gewebemerkmale werden dort registriert und anonymisiert an das deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm weitergegeben, wo sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung stehen.

Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahre bis 40 Jahre kostenlos registrieren lassen. Mit dem Einverständnis der Eltern kann man sich bereits ab 16 Jahren typisieren lassen. Die Eltern sollten dann die Einverständniserklärung mit unterschreiben. Über die Ausschlusskriterien kann man sich im Vorfeld unter www.stefan-morsch-stiftung.de informieren. So muss man mindestens 50 Kilo wiegen, ähnlich wie bei der Blutspende.

Bei der Blutspende sind jedoch die Altersgrenzen anders. Denn hier muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Neuspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine mit Typisierungsaktion in Wohnortnähe wissen wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen erhält man auch im Internet unter www.blutspendedienst-west.de.

Informationen zur Stammzellspende und zum Thema Stammzellspende und Typisierung finden Interessierte unter www.stefan-morsch-stiftung.de. Oder über die gebührenfreie Hotline der Stefan-Morsch-Stiftung (0800/ 76 67 724).

Gesundheit

Drucken

Rheinland-pfälzische Initiative zum Verbot der Anwendung von Frischzellen aus Tierföten erfolgreich

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler begrüßte die aktuelle Information aus dem Bundesministerium für Gesundheit an die Länder, ein Verbot der Herstellung sowie der Anwendung von Frischzellen und sogenannten xenogenen Organextrakten gesetzgeberisch auf den Weg bringen zu wollen.

Bereits vor geraumer Zeit hatte sich Bätzing-Lichtenthäler mit Blick auf mögliche Infektionsgefahren und Immunreaktionen der Frischzellentherapie an Bundesgesundheitsminister Gröhe mit der Bitte gewandt, eine gesetzliche Regelung auf Bundesebene herbeizuführen. Frischzellen, die aus Tierföten gewonnen werden, werden unter anderem im Rahmen von Schönheitstherapien injiziert. Medizinische und klinische Untersuchungen bestätigten bestehende Risiken einer Übertragung von Krankheitserregern sowie Allergierisiken durch eine derartige Therapie, ohne einen Nutzen für die Patientinnen und Patienten nachweisen zu können.

„Das Verbot ist ein wichtiger Schritt im Sinne der unverzichtbaren Patientensicherheit und des bundeseinheitlichen Verbraucherschutzes. Ein solches Verbot der Herstellung und Anwendung von Frischzellen entspricht in vollem Umfang der rheinland-pfälzischen Forderung an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Auch die Länderkammer hat sich bereits mehrfach für eine entsprechende Gesetzgebung des Bundes ausgesprochen. Das Verbot wird endlich Rechtssicherheit schaffen und eine einheitliche Vollzugspraxis gewährleisten. Es ist wichtig, dass diese Zusage des Bundesgesundheitsministers zum Wohle aller betroffenen Patientinnen und Patienten nun zeitnah umgesetzt wird“, betonte die Gesundheitsministerin heute in Mainz.

Frischzellen werden in den meisten Fällen aus den diversen Organen von Schafsföten und der Plazenta gewonnen. Xenogene Organextrakte, die keine vollständigen Zellen mehr enthalten, stammen ebenfalls von verschiedenen tierischen Organen, zumeist von Schafen, Rindern und Schweinen.

Was heißt hier Apothekenpreise?

Drucken

Was Ihr Arzneimittel kostet und wer das entscheidet

Mainz, den 17. Januar 2017 – Die meisten Arzneimittel, die in einer Apotheke abgegeben werden, sind auf einem ärztlichen Rezept verordnet. Rund 85 Prozent des Umsatzes einer niedergelassenen Apotheke machen diese verschreibungspflichtigen Arzneimittel aus. Für diese verordneten Medikamente werden die Preise nach strengen, gesetzlich festgelegten Regeln erstellt, die der Apotheker beachten muss. Nur für die restlichen etwa 15 Prozent seines Geschäftes – für die freiverkäuflichen oder apothekenpflichtigen Arzneimittel – darf der Apotheker seine Preise frei kalkulieren. Darum trifft der umgangssprachliche Begriff der „Apothekenpreise“ schon lange nicht mehr zu.

In der bundeseinheitlich geltenden Arzneimittelpreis-Verordnung (AMPreisV) sind die Preise für verordnete Arzneimittel genau geregelt, erklärt Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Pro Medikament erhält der Apotheker 8,35 Euro für die Abgabe und seine pharmazeutische Leistung sowie drei Prozent vom Apothekeneinkaufspreis für Lagerhaltung und (Vor-)Finanzierung des Arzneimittels.“ Die Arzneimittelpreis-Verordnung verbietet dem Apotheker, Rabatte an die Patienten zu gewähren. Rabatte gewährt der Apotheker lediglich den gesetzlichen Krankenkassen, so Hott, denn die bezahlten schließlich die Medikamente für die Versicherten. „Fast niemand weiß das: Aber pro abgegebenem, verordnetem Medikament erhält die Gesetzliche Krankenkasse, bei der der Patient versichert ist, von der Apotheke einen Rabatt von derzeit 1,77 Euro. So tragen auch wir Apotheker unseren Teil dazu bei, dass unser Gesundheitssystem bezahlbar bleibt. Auch die Zuzahlung zwischen 5 und 10 Euro, die Patienten zu entrichten haben, bleibt nicht in der Apotheke, sondern wird an die Krankenkassen abgeführt. Dieses Inkasso erledigen die Apotheken für die Krankenkassen unentgeltlich.“

Tendenziell sind die durchschnittlichen Arzneimittelpreise in den letzten Jahren gefallen. Neun von zehn verschriebenen Medikamenten kosten unter hundert Euro. Apotheker Hott: „Wir Apotheker haben selbst gar keinen Einfluss darauf, wie teuer oder günstig ein verschreibungspflichtiges Medikament ist. Der Preis wird in Deutschland ganz wesentlich von den Herstellern bestimmt, die dabei allerdings auch von vielen Gesetzen und Verordnungen reglementiert werden. Diese Regeln werden deshalb auch immer wieder durch Gesundheitsreformen, die gerade bei innovativen, aber hochpreisigen Arzneimitteln einen fairen Preis zwischen Herstellern und Kassen ermöglichen sollen, angepasst.“

Generell gibt es in Deutschland eine hohe Generikaquote. Das heißt, dass in der Regel preiswerte Nachahmerpräparate eingesetzt werden. Bei sogenannten Rabattverträgen verhandeln Krankenkassen mit Arzneimittelherstellern zusätzlich günstige Preise für die gängigsten Medikamente. Nicht vergessen werden darf auch, dass Deutschland mit 19 Prozent innerhalb Europas einen der höchsten Mehrwertsteuer-sätze auf Arzneimittel erhebt. Damit verdient der Staat an jedem abgegebenen Arzneimittel kräftig mit – in den meisten Fällen bekommt er mehr als der Apotheker.

Jeder vierte Rheinland-Pfälzer kommt ins Krankenhaus

Drucken

Mainz, 16. Januar 2017 – Fast jeder vierte Rheinland-Pfälzer war 2015 einmal im Krankenhaus. Nur in Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland wurden mehr Menschen stationär behandelt. Das ist das Ergebnis des „Reports Krankenhaus“ der BARMER, den das Rheinisch Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung zusammen mit AGENON – Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Gesundheitswesen erstellt hat.

„Mit den Bevölkerungsstrukturen in den Bundesländern lassen sich die Unterschiede nicht erklären. Die Ergebnisse wurden nach Geschlecht und Alter standardisiert“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. So kamen auf 1.000 Einwohner durchschnittlich 234 stationäre Behandlungen (2014: 233 stationäre Behandlungen). Die Rheinland-Pfälzerinnen sind dabei mit 241 stationären Behandlungen je 1.000 Einwohner öfter im Krankenhaus als die rheinland-pfälzischen Männer (227 stationäre Behandlungen je 1.000 Einwohner). Bundesweit waren 223 stationäre Behandlungen je 1.000 Einwohner gezählt worden.

Deutliche Unterschiede zwischen den Landkreisen in Rheinland-Pfalz

„Teils deutliche Unterschiede zeigt die Betrachtung der rheinland-pfälzischen Städte und Landkreise“, sagt Kleis. Die Stadt Zweibrücken verzeichnete 279 stationäre Behandlungen je 1.000 Einwohner. Das ist für Rheinland-Pfalz der Spitzenwert. In Mainz wurden dagegen nur 185 Fälle je 1.000 Einwohner gezählt und damit so wenige wie sonst nirgends in Rheinland-Pfalz. Die häufigste Ursache für einen Krankenhausaufenthalt in Rheinland-Pfalz ist eine Erkrankung des Kreislaufsystems.

Laut Krankenhausreport sind zudem die Kosten je Versicherten für vollstationäre Krankenhausbehandlungen gestiegen. Sie betrugen in Rheinland-Pfalz 926 Euro im Jahr 2015. Das sind 33 Euro oder 3,7 Prozent mehr als noch 2014 (893 Euro). Nur in Thüringen (960 Euro), Nordrhein-Westfalen (953 Euro) und dem Saarland (951 Euro) waren die Kosten 2015 höher. Am niedrigsten waren sie in Baden-Württemberg mit 780 Euro. Die Männer (938 Euro) verursachen dabei höhere Kosten als die Frauen (914 Euro). Auch innerhalb von Rheinland-Pfalz variieren die Kosten für Klinikbehandlungen erheblich. Spitzenreiter sind der Donnersbergkreis und der Landkreis Altenkirchen mit Kosten von 1.081 Euro je Versicherten für vollstationäre Krankenhausaufenthalte, Schlusslicht ist der Landkreis Bad Dürkheim mit 798 Euro.

Rheinland-Pfalz: Krankhafte Fettleibigkeit nimmt zu

„Sorge macht der Anteil krankhaft fettleibiger Menschen an der Bevölkerung“, betont Kleis. In Rheinland-Pfalz stieg er zwischen 2003 und 2013 von 13,6 Prozent auf 17,0 Prozent. Damit liegt Rheinland-Pfalz im Vergleich mit den anderen Bundesländern auf dem fünften Platz. Rheinland-Pfalz steht exemplarisch für eine bundesweite Zunahme krankhafter Fettleibigkeit.

Im Jahr 2014 mussten sich bundesweit rund sieben Millionen Menschen wegen Adipositas in Praxen behandeln lassen und damit 14 Prozent mehr als noch 2006. Von diesen haben immer mehr einen Eingriff zur Gewichtsreduktion vornehmen lassen. So hat sich die Anzahl der sogenannten bariatrischen Operationen im selben Zeitraum bei den BARMER Versicherten auf 1.070 Fälle mehr als versechsfacht und bei allen Krankenkassen auf 9.225 Eingriffe mehr als verfünffacht.

Kleis: Bariatrische Operationen nur in zertifizierten Zentren durchführen

„Wenn eine bariatrische Operation unvermeidbar ist, sollte sie nur in einem zertifizierten Zentrum erfolgen. Dort hat sie einen besonders hohen Qualitätsstandard und ist sicherer“, unterstreicht Kleis. Der Report Krankenhaus legt eine Operation in einem Zentrum nahe, das von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert ist. Dies bedeutet, dass die Operateure nach den Vorgaben eines normierten Zertifizierungssystems der Fachgesellschaft besonders qualifiziert und die Kliniken für bariatrische Eingriffe entsprechend gut ausgerüstet sind.

Neben mehr Patientensicherheit sprechen auch wirtschaftliche Aspekte für den Eingriff in einem zertifizierten Zentrum. Dort sind die Operation und die Folgebehandlungen nach fünf Jahren im Schnitt um mehr als 3.800 Euro günstiger als in nicht zertifizierten Einrichtungen. Allerdings hat im Jahr 2014 nur die Hälfte der betroffenen BARMER Versicherten ihre Schlauchmagen-OP in einem zertifizierten Zentrum vornehmen lassen. Bei einem Magenbypass waren es mehr als zwei Drittel.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL