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Rheinland-Pfalz zählt Millionen Arbeitsunfähigkeitstage

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Mainz, 10. Februar 2017 - Die Rheinland-Pfälzer waren 2015 öfter krankgeschrieben als im Jahr zuvor. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsreport der BARMER, der die Daten von 185.000 rheinland-pfälzischen Erwerbspersonen auswertet. Das sind 13,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in dem Bundesland. Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, sagt: „Hauptursache für die gestiegene Zahl von Krankschreibungen war eine Zunahme der Atemwegserkrankungen.“

Laut Gesundheitsreport waren fast sechs von zehn Erwerbspersonen (58,3 Prozent) in Rheinland-Pfalz mindestens einmal krankgeschrieben (Vorjahr: 55,4 Prozent). In Rheinland-Pfalz wurden damit mehr Arbeitsunfähigkeiten beobachtet als bundesweit (57,5 Prozent). Rheinland-Pfälzische Frauen (59,9 Prozent) blieben öfter krank zuhause als die Männer in dem Bundesland (56,9 Prozent).

Junge Menschen mit hohem Risiko für Kreislauf-Krankheiten

Jeder Beschäftigte in Rheinland-Pfalz meldete sich im Schnitt 1,3 Mal (Vorjahr: 1,2) arbeitsunfähig. Eine Krankschreibung dauerte durchschnittlich 13,6 Tage (Vorjahr: 14,3). Auf jeden Beschäftigten entfielen somit 17,8 gemeldete Arbeitsunfähigkeitstage (Vorjahr: 17,2). „Insgesamt kamen über 3,5 Million Arbeitsunfähigkeitstage in Rheinland-Pfalz zusammen“, rechnet Kleis vor.

Der Krankenstand lag in Rheinland-Pfalz bei 4,9 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent). Das bedeutet, dass an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1.000 Beschäftigten 49 arbeitsunfähig gemeldet waren. Häufigste Gründe für die Fehlzeiten rheinland-pfälzischer Beschäftigter waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (22,3 Prozent, Bund: 22,1 Prozent), psychische Störungen (18,4 Prozent, Bund: 18,8 Prozent), Atemwegserkrankungen (14,7 Prozent, Bund: 14,7 Prozent) und Verletzungen (12,1 Prozent, Bund: 11,7 Prozent).

Beunruhigend: In Rheinland-Pfalz gibt es überdurchschnittlich viele junge Menschen, die an mindestens einem der für Blutkreislauf-Krankheiten bekannten Risikofaktoren Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörung leiden. In Rheinland-Pfalz betrifft das 5,6 Prozent der 16- bis 30-Jährigen. Zum Vergleich: Bundesweit sind es nur 4,8 Prozent und in Bremen lediglich 3,4 Prozent.

Grippewelle: DAK-Gesundheit in Koblenz schaltet Hotline

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Experten beraten am 15. Februar zu Schutz und Behandlung

Koblenz, 9. Februar 2017. Die Grippewelle startete in diesem Jahr besonders früh und heftig: Rund 39.000 Erkrankungen hat das Robert Koch-Institut seit Jahresbeginn erfasst – und es werden längst nicht alle Fälle gemeldet. 126 Menschen sind an der so genannten Influenza gestorben. Als Reaktion auf die Analyse bietet die DAK-Gesundheit in Koblenz eine Telefon-Hotline rund um die Grippe. Wie kann man vorbeugen? Ist die Impfung noch sinnvoll? Wie unterscheidet sich die echte Grippe von einer Erkältung? Medizinische Experten beraten am 15. Februar zwischen 8 und 20 Uhr. Das Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer  0800 1111 841 können Versicherte aller Krankenkassen nutzen.

Experten vermuten, dass sich die Grippe in den nächsten Wochen weiter ausbreiten wird. „Die Influenza oder echte Grippe sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Jürgen Wilhelm, Leiter der DAK-Gesundheit in Koblenz. „Besonders für ältere Menschen und Schwangere kann die Infektion gefährlich werden.“ Die Symptome einer echten Grippe reichen bei einem schweren Verlauf von Schüttelfrost über Husten bis hin zu starkem Fieber. „Die Betroffenen fühlen sich von jetzt auf gleich sehr krank. Das unterscheidet die echte Grippe von einer Erkältung“, so Wilhelm.

Neben der Grippeimpfung können eine Reihe weiterer vorbeugender Maßnahmen die Gefahr einer Ansteckung reduzieren. „Um Viren so schnell wie möglich wieder loszuwerden, sollte man sich häufiger als sonst die Hände waschen“, rät Wilhelm. Doch es kann noch mehr getan werden, um der Grippewelle zu entgehen – oder andere nicht anzustecken, wenn man sich selbst schon infiziert hat. Antworten auf diese und weitere Fragen geben DAK-Experten am Mittwoch, 15. Februar, von 8 bis 20 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841.

Weltkrebstag

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Bätzing-Lichtenthäler: Gesunder Lebensstil kann präventiv wirken

„Eine Krebsdiagnose ist für die meisten Menschen ein Schock, der das Leben grundlegend verändert. In dieser Ausnahmesituation braucht es Unterstützung – selbstverständlich für die Erkrankten selbst, aber auch für ihre Angehörigen“, betonte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich des Weltkrebstages, der am 4. Februar zum 11. Mal international begangen wird.

In Rheinland-Pfalz finden Betroffene Anlaufstellen wie die rheinland-pfälzischen Krebsgesellschaft e.V. und das Tumorzentrum Rheinland-Pfalz e.V., welche gemeinsam mit den Selbsthilfegruppen, Initiativen und Verbänden für die Betroffenen und ihre Angehörigen da sind, sie informieren und auch beraten. „Bei der psychosozialen Beratung und Betreuung ist die Selbsthilfe von unschätzbarem Wert und seit langem eine wichtige Partnerin der Landesregierung. Sie hilft den Betroffenen und ihren Angehörigen mit der Diagnose umzugehen und mit ihr zu leben“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Um die Versorgung krebskranker Patientinnen und Patienten in Rheinland-Pfalz weiter auszubauen und zu verbessern, hat das Land gemeinsam mit der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 2014 die Krebsregister Rheinland-Pfalz gGmbH gegründet. „Das neue Krebsregister hat die Aufgabe, flächendeckend Patientendaten über Auftreten, Behandlung und Verlauf von bösartigen Neubildungen zu erfassen, die Daten auszuwerten und an die einzelnen Leistungserbringer zurückzumelden. Damit wird die Versorgung der Patientinnen und Patienten nachhaltig verbessert“, erklärte die Ministerin.

Das diesjährige Motto des 11. Weltkrebstages „Wir können. Ich kann“ verdeutlicht, dass jeder auch selbst etwas für seine Gesundheit und schließlich die eigene Krebsprävention tun kann. Durch eine gesunde Lebensführung kann man aktiv vielen Krebsarten vorbeugen. Dazu zählen ausreichende Bewegung, eine gesunde Ernährung, nur wenig Alkohol zu trinken und Tabakerzeugnisse zu meiden.

Der Weltkrebstag wurde von der Weltkrebsorganisation UICC ausgerufen und fand 2006 zum ersten Mal statt. Seither sensibilisiert dieser alljährlich am 4. Februar für die Krankheit und klärt über die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung auf.

Wenn der Norovirus plötzlich zuschlägt

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Hygiene und Flüssigkeit sind oberste Gebote

KREIS MYK. Kreis Myk. Es begann bei den Kindern: „Von jetzt auf gleich hatten sie Magenkrämpfe, klagten über heftige Übelkeit und erbrachen sich schwallartig. Hinzu kam Schüttelfrost.“ Während sich Martin G. und seine Frau noch Sorgen um die Kinder machten, traf es auch sie. „Die ganze Familie war dann zwei Tage wie erschlagen und platt. Kein Schluck Wasser blieb drin. Und dann verschwand es so plötzlich, wie es gekommen war.“ Wie die Familie von Martin G., so trifft es derzeit viele Menschen. Diagnose: Norovirus.

Dr. Jürgen Otten, Leiter des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz, kennt das: „Der Norovirus begleitet uns quasi durchs Jahr. Derzeit stellen aber auch wir eine deutliche Häufung fest.“ Noroviren zeigen sich meist als Magen-Darm-Erkrankung. Zum Erbrechen komme häufig ein starkes Krankheitsgefühl mit Bauch- und Muskelschmerzen, gelegentlich mit leichtem Fieber und Kopfschmerzen hinzu.

Doch wo und wie steckt man sich an? „Der Erreger wird mit dem Stuhl und dem Erbrochenen ausgeschieden und ist hochinfektiös. Das sind sogenannte Schmierinfektionen. Kleinste Reste vom Stuhl oder Erbrochenem reichen aus“, so der Mediziner. „Auch das Abhusten oder mangelnde Hygiene tragen zur Verbreitung bei. Dann kann schon ein freundlicher Händedruck reichen. Ein kurzer Griff zum Mund - und der Erreger ist im Körper.“ So erklärt sich auch, dass immer wieder Kindergärten oder Schulen betroffen sind. Oder aber, wie vor ein paar Jahren, dass ein Passagierschiff zahlreiche Erkrankte an Bord hatte: Wo Menschen auf engem Raum sind, hat der Virus optimale Bedingungen.“

Während man sich bei normaler Konstitution weniger Sorgen machen muss, ist die Gefahr für Kleinkinder, Senioren oder durch Krankheit in ihrem Immunsystem geschwächte Menschen nicht zu unterschätzen. Die größte Gefahr für sie ist der große Flüssigkeitsmangel im Körper durch die Brechdurchfälle: „Der Arzt sollte dann informiert werden.“

Auch Martin G. rief den Hausarzt an: „Er gab unseren Kindern etwas gegen die Übelkeit, damit sie die Flüssigkeit nicht gleich wieder erbrechen.“ Auch wichtig: Erkrankte sollten versuchen zu schlafen, sich nicht unnötig anzustrengen und den Kontakt mit anderen Personen zu meiden. „Hin und wieder können Elektrolyt-Ersatzlösungen helfen“, sagt Otten, der auch auf leicht verdauliche Nahrung verweist: „In dieser Situation darf man auch mal etwas kräftiger salzen.“ Antibiotika machen übrigens keinen Sinn: Sie sind gegen Noroviren bislang unwirksam.

Neben den medizinischen Maßnahmen ist vor allem eins gefragt: Hygiene. Toilette reinigen und desinfizieren, Hände gründlich mit Seife waschen. Auch die (Bett-)Wäsche und Handtücher sollten häufiger gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Nach der Ansteckung bricht die Erkrankung innerhalb von zwei 2 bis 3 Tagen aus. In dieser Zeit sind die Erkrankten hoch ansteckend. Etwa zwei Tage nach Abklingen der Symptome mindert sich das Ansteckungsrisiko. „Der Arzt weiß, wann man wieder ´unter Menschen´ darf, denn es kann auch  zwei Wochen oder in Einzelfällen noch länger dauern.“ Bei Noroviren gelten zudem die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Kinder unter 6 Jahren dürfen Schulen oder Kindergärten vorübergehend nicht besuchen.

Sich selbst kann man vor einer Erkrankung nicht vollständig schützen: „Gründliche Handhygiene, insbesondere nach jedem Toilettengang sowie vor der Zubereitung von Speisen und vor dem Essen sollten so oder so selbstverständlich sein.“

KNAPPSCHAFT und der Deutsche Kinderschutzbund setzen "Firewall Live" in 2017 fort

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Präventiv gegen Cybermobbing und für den sicheren Umgang im Netz

(Bochum/Berlin, 31. Januar 2017) Mit ihrem Präventionsprojekt „Firewall Live“ stärken die Krankenkasse KNAPPSCHAFT und der Deutsche Kinderschutzbund auch in 2017 die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und fördern nachhaltig deren sicheren Umgang mit dem Internet sowie den sozialen Netzwerken. In diesem Jahr werden 20 Schulen besucht. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 31. März 2017 möglich.

Seit dem Start im Jahr 2012 waren die Krankenkasse KNAPPSCHAFT und der DKSB mit dem Projekt „Firewall Live“ bundesweit bereits an 59 Schulen unterwegs.

„Jugendliche zu befähigen, sich sicher im Netz zu bewegen und selbstständig Risiken zu erkennen, ist heutzutage ein wichtiges Thema. Ich freue mich, dass wir zusammen mit der KNAPPSCHAFT dieses wichtige Thema verfolgen“, sagt Prof. Dr. Sandra Fleischer, Vorstandsmitglied des Deutschen Kinderschutzbundes Bundesverbandes.
Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT betont: „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Thema immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das Projekt hat sich bewährt und ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund das Projekt für mindestens zwei Jahre weiterführen. Damit profitieren noch mehr Schülerinnen und Schüler in ihrem Umgang mit neuen sozialen Medien.“

Sicher im Netz
Ziel von „Firewall Live“ ist es, dass die junge Internetgeneration, lernt  sich vor Risiken im Netz zu schützen. Dazu finden Medienkurse an Schulen speziell für Kinder und Jugendliche der 6. bis 8. Jahrgangstufen sowie für deren Eltern und Lehrkräfte statt.
Cybermobbing kann bei Kindern und Jugendlichen nachweislich zu psychischen Erkrankungen führen. Ein respektvoller Umgang miteinander im Internet  fördert präventiv auch ein gesundheitsbewusstes Verhalten.

Bewerbung für „Firewall Live“
Schulen aus ganz Deutschland können sich ab sofort für einen der 20 Schulbesuche unter www.firewall-live.com bewerben. Die Bewerbungsfrist für das Schuljahr 2017 endet am 31.03.2017. Die Teilnahme am Projekt ist für die Schulen kostenlos. Zudem erhalten sie nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat.

Hintergrundinformationen
Seit 2012 waren die Krankenkasse KNAPPSCHAFT und der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. mit „Firewall Live“ bundesweit an 59 Schulen unterwegs. Dabei wurden ca. 3.120 Kinder und Jugendliche die Themen Cybermobbing und Datensicherheit näher gebracht sowie 150 Lehrkräfte und etwa 3.150 Eltern in dem Projekt geschult und aufgeklärt.

Weitere Informationen zum Projekt und die Abschlussberichte der letzten Jahre finden Sie unter www.firewall-live.com

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