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Schnullerkinder: Wenn das Nuckeln zum Problem wird

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Mainz, den 7. Juli 2017 – 60 bis 80 Prozent aller Eltern benutzen Schnuller bei Babys und Kleinkindern. Sie dienen vor allem als Einschlafhilfe oder wenn das Kind unruhig ist. Das Nuckeln oder Saugen scheint das Wohlbefinden des Kindes zu erhöhen, weil es an das Saugen an der Mutterbrust erinnert. Diese positive Wirkung des Schnullers kann aber auch zum Nachteil werden: Wenn der Schnuller verstärkt während der Stillzeit zum Einsatz kommt, kann es sein, dass das Kind nur noch nuckelt und nicht mehr kräftig genug an der Brust saugt.

Bei langfristigem Einsatz kann der Schnuller auch die Gebissentwicklung beeinträchtigen. Darauf weist Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV hin: „Eltern sollten darauf achten, dass der Schnuller nicht ständig im Babymund ist. Allerdings muss man sagen, dass das Lutschen am Daumen die größere Gefahr darstellt und zu einem deutlichen Überbiss führen kann. Bei größeren Kindern – so etwa im Alter von zwei bis drei Jahren – kann der Schnuller zu einer verzögerten und gestörten Sprachentwicklung führen. Die Kinder erlernen das Sprechen einfach nicht gut und deutlich, wenn der Schnuller zwischen den Lippen klemmt.“ Ein weiterer möglicher Nachteil von Schnullern kann sein, dass Kleinkinder ab etwa einem halben Jahr ein etwas erhöhtes Infektionsrisiko für Mittelohr- und Magendarm-Infekte aufweisen. „Hier geht man davon aus, dass diese Infekte durch das Nuckeln hervorgerufen werden können. Darum soll gut darauf geachtet werden, dass der Schnuller so sauber als möglich gehalten wird. Es gibt auch geteilte Meinungen dazu, ob es sinnvoll ist, wenn Eltern den Schnuller fürs Baby ablecken, nachdem er runtergefallen ist. Ich persönlich finde kurz abspülen oder mit einem sauberen Tuch abwischen hygienischer.“

Bei der Nutzung von Schnullern ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Schnuller nicht zu groß ist und nach Möglichkeit anatomisch geformt ist. Man sollte den Schnuller auch mit Augenmaß verwenden, rät Hott: „Nicht immer sollte ein weinendes Kind mit dem Schnuller ruhiggestellt werden – und den Schnuller in Honig oder Zucker zu tunken ist ein absolutes No-Go. Eltern sollten schon darauf achten, welche Empfindung tatsächlich hinter dem Weinen oder der Unruhe steckt. Denn das Kind kann sich nur so ausdrücken.“

Gesundheitsgespräch

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Gesundheitsgespräch am 28. Juni  2017 in Asbach zum Thema „Der Tod sitzt im Darm - das Leben aber auch!“

Mehr als 70 Teilnehmer informierten sich in einem Gesundheitsgespräch am 28.06.2017 in Asbach, zu dem die Initiative Region Koblenz- Mittelrhein e.V. gemeinsam mit der KreisVolkshochschule Neuwied e.V. eingeladen hatte.

Werner Schmitt begrüßte eingangs als stellv. Vorsitzender der Initiative die Teilnehmer und insbesondere die Referentin des Abends, die Heilpraktikerin Sigrun Birkelbach, Inhaberin der Phönix Naturheilpraxis für Schmerzerkrankungen, chronische und Schwersterkrankungen in Asbach. Sein Dank ging auch an Frau Gabriele Lahr, der Leiterin der Außenstelle Asbach der KreisVolkshochschule Neuwied e.V., die für die Organisation vor Ort verantwortlich war.

Foto: v.l.n.r.: Gabriele Lahr, Leiterin der Außenstelle Asbach der KreisVolkshochschule Neuwied e.V., Werner Schmitt, stellv. Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Sigrun Birkelbach, Inhaberin der Phönix Naturheilpraxis für Schmerzerkrankungen, chronische und Schwersterkrankungen in Asbach.

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Pflegezeit: berufliche Auszeit für pflegende Angehörige

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Eine Pflegebedürftigkeit tritt nicht selten sehr kurzfristig auf. Wenn ein älterer Mensch, der bislang noch problemlos seinen Alltag alleine bewältigen konnte, einen Unfall erleidet oder akut erkrankt, ist rasch Hilfe vonnöten, und nicht immer steht sofort ein Platz im Pflegeheim oder ein häuslicher Pflegedienst zur Verfügung. Deshalb gibt es für Arbeitnehmer, die pflegebedürftige Angehörige haben, die Möglichkeit, kurzzeitig eine sogenannte Pflegezeit zu nehmen.

Auszeit für Angehörige

Wenn ein Elternteil oder ein anderer Familienangehöriger unerwartet pflegebedürftig wird, sind Angehörige oft von der Situation überfordert, insbesondere, wenn rasch eine 24 Stunden Betreuung gesucht werden muss. Dies wird noch verstärkt, dass sie im Normalfall durch berufliche und familiäre Verpflichtungen zu sehr eingespannt sind, um in einem solchen Notfall die Betreuung kurzfristig zu organisieren. Selbst wenn die Angehörigen grundsätzlich bereit und in der Lage sind, die Pflege selbst zu übernehmen, benötigen sie etwas Zeit, um alles zu regeln. Deshalb sieht der Gesetzgeber vor, dass sich Arbeitnehmer in einem solchen Fall für bis zu zehn Tage von der Arbeit freistellen lassen können. Für diesen Zeitraum wird zwar kein Gehalt gezahlt, aber um finanzielle Engpässe zu vermeiden, können Betroffene bei der zuständigen Pflegekasse Pflegeunterstützungsgeld bewilligt bekommen.

Zeit für die Pflege

Wenn bereits bekannt ist, dass nach einem Unfall oder bei einer Erkrankung die Pflegebedürftigkeit nur für einen bestimmten Zeitraum bestehen wird, haben pflegende Angehörige auch die Möglichkeit, etwas länger in ihrem Beruf zu pausieren. Sie haben ein Anrecht darauf, bis zu sechs Monate ganz oder teilweise von der Arbeit freigestellt zu werden. Falls lediglich eine Reduzierung der Wochenarbeitsstunden notwendig ist, kann dies im Rahmen der Familienpflegezeit erfolgen. Die nicht geleistete Arbeitszeit wird auch in diesem Fall nicht entlohnt. Ein Darlehen der Pflegekasse kann den Verdienstausfall etwas abfedern. Außerdem kann es sinnvoll sein, eine Pflegestufe zu beantragen, wie unter http://www.24-stunden-pflege.net/ ausführlich dargelegt wird, da das damit verbundene Pflegegeld  durchaus dazu genutzt werden kann, Angehörigen die häuslichen Pflege zu ermöglichen.

Jungen Rheinland-Pfälzern brummt oft der Schädel

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Mainz, 29. Juni 2017 - In Rheinland-Pfalz leiden junge Erwachsene besonders oft unter Kopfschmerzen. Das zeigt der Arztreport der BARMER, der sich auf Daten aus dem Jahr 2015 stützt. Demnach erhielten 14,5 Prozent der 18- bis 27-Jährigen in dem Bundesland eine Kopfschmerzdiagnose von ihrem Arzt. Über alle Altersgruppen hinweg war dies bei nur 9,4 Prozent der Rheinland-Pfälzer der Fall. „Die Zahlen könnten ein Indiz für einen besonders hohen Leistungsdruck bei Jüngeren sein“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Junge Frauen (18,7 Prozent) in Rheinland-Pfalz erhalten deutlich öfter Kopfschmerzdiagnosen als junge Männer (10,6 Prozent). Auffällig sind aber auch die Unterschiede zwischen den rheinland-pfälzischen Landkreisen und kreisfreien Städten. Während im Landkreis Vulkaneifel mit 10,6 Prozent die wenigsten Kopfschmerzfälle unter jungen Erwachsenen dokumentiert wurden, lagen sie in Zweibrücken mit 19,4 Prozent deutlich darüber. Unterschiede zeigt auch die Betrachtung über alle Altersgruppen hinweg. Während im Landkreis Vulkaneifel nur 8,0 Prozent der Einwohner eine Kopfschmerz-Diagnose erhielten, waren es zum Beispiel im Landkreis Kusel 12,0 Prozent.

„Kopfschmerzen sind eines der häufigsten Volksleiden“

Insgesamt haben rund 380.000 Rheinland-Pfälzer im Jahr 2015 eine Kopfschmerzdiagnose erhalten, 69.000 von ihnen waren zwischen 18 und 27 Jahre alt. „Die Dunkelziffer der von Kopfschmerzen Betroffenen dürfte höher liegen“, vermutet Kleis. Kopfschmerzen seien eines der häufigsten Volksleiden.

Eine besondere Form des Kopfschmerzes ist die Migräne. Sie zeichnet sich durch pochende und pulsierende Schmerzen aus, die mit Übelkeit und Erbrechen sowie einer Überempfindlichkeit gegen Licht und Lärm einhergehen. In kaum einem anderen Bundesland leiden weniger Menschen an Migräne als in Rheinland-Pfalz. „Nur im Saarland und in Bremen gibt es weniger Menschen, die von ihrem Arzt die Diagnose Migräne erhalten“, sagt Kleis. 4,3 Prozent der Rheinland-Pfälzer sind von Migräne betroffen. Das sind rund 173.000 Menschen.

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2016 gaben Apotheken in Rheinland-Pfalz über 1,3 Millionen kühlpflichtige Medikamente ab

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Mainz, den 26. Juni 2017 – Viele Medikamente sind nur bei kühler Lagerung dauerhaft wirksam. Bundesweit muss durchschnittlich jedes 24. zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgegebene Arzneimittel gekühlt werden, zum Beispiel einige Insuline. „Werden kühlpflichtige Arzneimittel zu warm gelagert, verlieren sie ihre Wirkung“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. „Aber niemand kann einem Medikament ansehen, wie es gelagert wurde. Deshalb müssen bei der Lagerung und dem Transport besondere Sorgfaltspflichten eingehalten werden. Apotheker informieren ihre Patienten darüber, aber es ist wichtig, dass diese Hinweise auch von Patienten beachtet werden.“ Auf jeder Packung ist vermerkt, ob ein Medikament kühl gelagert werden muss. Patienten sollten diese Medikamente im Kühlschrank bei Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad aufbewahren.

Im Jahr 2016 gaben die Apotheken in Rheinland-Pfalz zulasten der GKV über 1,3 Millionen kühlpflichtige Medikamente ab. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI). Nicht erfasst wurde die Abgabe auf Privatrezept oder in der Selbstmedikation. Insgesamt dürfte die Zahl der kühlpflichtigen Medikamente daher noch höher liegen.

Etwa ein Drittel der 1,3 Millionen kühlpflichtigen Arzneimittel (404.308 Packungen) müssen nicht nur in der Apotheke, sondern auch beim Transport von der Apotheke zum Anwendungsort gekühlt werden. Dafür eignen sich zum Beispiel Isoliertaschen oder Styroporbehälter. Ein direkter Kontakt zwischen Medikamenten und Kühlelementen sollte vermieden werden, denn ein Einfrieren könnte die Wirkung der Medikamente vermindern. Beispiele für kühlkettenpflichtige Medikamente sind Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln oder Gelbfieber. Auch einige Dosieraerosole gegen Asthma sowie einige Glaukom-Augentropfen müssen ununterbrochen gekühlt werden.

Theo Hasse, Vorsitzender des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV zeigt auf: „Dauerhaft zu kühlende Medikamenten eignen sich nur bedingt für den Versandhandel. Auch hier sichern die wohnortnahen Apotheken die flächendeckende Versorgung. Deshalb bleibt es für Patienten wichtig, eine Apotheke in der Nähe zu haben.“

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