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BDH-Klinik Vallendar

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Frühreha wird zu „Haus Andreas“

Vallendar, 17.11.2016 - Die Abteilung der Frührehabilitation der BDH-Klinik Vallendar trägt einen neuen Namen: Patienten der Rehabilitationsphase B werden künftig von den medizinischen Teams im „Haus Andreas“ behandelt.

Die Taufe des Fachbereichs erinnert an Andreas Hahn und dessen Unfalltod im Jahre 1995. Dem Tod war eine komatöse Phase vorangegangen war, die der 14-jährige Sohn Alfred Hahns nicht überlebte. Alfred Hahn fasste das tragische Ereignis vor zwanzig Jahren als Wendepunkt seines Lebens auf und verschrieb sich mit der Gründung der Andreas-Hahn-Stiftung der Unterstützung neurologischer Therapie- und Rehaeinrichtungen in seiner Region Rheinland-Pfalz. Das Schicksal seines Sohnes lenkt den Kern des Stiftungsengagements vor allem auf die Unterstützung junger Patienten mit erworbenen Hirnschäden nach Komaphasen. So kam auch die enge Kooperation mit der Medizinisch-beruflichen Rehabilitation (MBR) der BDH-Klinik zustande. Die räumliche Nähe und die Betreuung junger Komapatienten erfüllten die Voraussetzungen für ein Stiftungsengagement.

Alfred Hahn versteht seine Stiftung als kooperative Mission zum Wohle junger Betroffener: „Es geht uns um die aktive Unterstützung junger Komapatienten, die bedingt durch körperliche oder geistige Behinderungen auf unsere Hilfe angewiesen sind. Dass die Frührehabilitation der Klinik künftig den Namen meines Sohnes tragen wird, freut mich sehr und zeigt mir, dass Kooperationen feste Fundamente schaffen.“

Klinikgeschäftsführer Thomas von Kessel dankte Alfred Hahn für sein Engagement: „Auftrag der MBR ist es, unsere jungen Patienten nach schwerer neurologischer Erkrankung wieder auf einen selbstbestimmten Lebensweg zu begleiten. Der Andreas-Hahn-Stiftung gebührt großer Dank, dass sie uns immer wieder mit Spenden unterstützte. Partner wie die Andreas-Hahn-Stiftung ebnen den Weg, um Brücken zur Teilhabe Betroffener zu bauen.“

Gesundheit

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Mehr als 6.500 Fälle von Alkoholvergiftung stationär behandelt
Vor allem Jugendliche kennen ihre Grenzen nicht

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 6.589 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer wegen eines akuten Alkoholrauschs stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 538 Personen bzw. 7,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Fast 70 Prozent der behandelten Personen waren männlich (4.575 Patienten), aber auch rund 2.000 Mädchen und Frauen landeten aufgrund übermäßigen Konsums von Alkohol im Krankenhaus.

Gut ein Fünftel der stationär behandelten Alkoholpatientinnen und -patienten waren Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (1.375 Behandlungsfälle bzw. 21 Prozent), der Großteil von ihnen war zwischen 15 und 19 Jahre alt (1.233 Behandlungsfälle). Bezogen auf 1.000 Gleichaltrige mussten sich 4,7 weibliche und 6,7 männliche 15- bis 19-Jährige wegen exzessiven Alkoholkonsums einem stationären Krankenhausaufenthalt unterziehen, bei den unter 15-Jährigen waren es 1,1 Mädchen bzw. 0,8 Jungen. Verglichen mit dem Vorjahr ist bei den Kindern und Jugendlichen lediglich für die Gruppe der männlichen 15- bis 19-Jährigen ein Rückgang der Behandlungsquote zu verzeichnen (minus 1,3 Fälle je 1.000 Einwohner dieser Altersgruppe). Zunahmen gab es dagegen bei den Jungen unter 15 Jahren (plus 0,3 Fälle je 1.000) und den weiblichen 15- bis 19-Jährigen (plus 0,2 Fälle je 1.000).

Regional betrachtet ergeben sich große Unterschiede beim Alkoholmissbrauch. Für die jungen Menschen im Alter von 15 bis 19 Jahren zeigt sich eine besondere Gefährdung für die Einwohnerinnen und Einwohner der kreisfreien Stadt Pirmasens mit 15,7 Betroffenen je 1.000 Gleichaltriger. Mit großem Abstand folgen die Landkreise Südwestpfalz (9,6) und Birkenfeld (9,5). Die relativ geringste Zahl an stationär behandelten Alkoholpatientinnen und -patienten errechnet sich für die 15- bis 19-Jährigen der kreisfreien Stadt Trier (3,4). Landesweit betrug die Behandlungsquote aufgrund akuter Alkoholintoxikation in der Altersgruppe 15 bis 19 Jahre 5,7 Behandlungsfälle je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die bundesweit in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt.

Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit einer Diagnose, der Hauptdiagnose, in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Den hier kommentierten Fällen liegt die Diagnose F10.0 – Akute Intoxikation (akuter Rausch) durch Alkoholkonsum - zugrunde.

Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

Stationäre Behandlungsfälle aufgrund akuter Alkoholintoxikation (ICD F10.0) 2015
nach Geschlecht, Alter und Verwaltungsbezirken

Verwaltungsbezirk

Insgesamt

Darunter

Frauen

im Alter von 15 bis 19 Jahre

Anzahl

je 1.000 der Bevölkerung

%

Anzahl

je 1.000 der Bevölkerung

Kreisfreie Städte

Frankenthal (Pfalz)

71

1,5

25,4

12

4,9

Kaiserslautern

188

1,9

29,8

34

6,9

Koblenz

297

2,7

31,0

34

6,7

Landau i.d.Pf.

134

3,0

33,6

17

7,4

Ludwigshafen

433

2,6

21,7

41

4,9

Mainz

201

1,0

35,3

53

5,9

Neustadt a.d.W.

107

2,0

36,4

16

6,0

Pirmasens

124

3,1

28,2

31

15,7

Speyer

86

1,7

32,6

20

7,8

Trier

183

1,6

27,9

19

3,4

Worms

147

1,8

40,1

22

5,2

Zweibrücken

92

2,7

22,8

14

8,0

Landkreise

Ahrweiler

283

2,2

30,4

40

5,7

Altenkirchen (Ww)

238

1,8

27,3

35

4,7

Alzey-Worms

167

1,3

39,5

40

5,5

Bad Dürkheim

167

1,3

24,0

28

4,0

Bad Kreuznach

244

1,6

26,6

65

7,8

Bernkastel-Wittlich

171

1,5

31,6

42

7,0

Birkenfeld

183

2,3

36,6

39

9,5

Cochem-Zell

78

1,3

37,2

17

5,0

Donnersbergkreis

131

1,7

27,5

23

5,3

Eifelkr.Bitburg-Prüm

194

2,0

35,6

47

8,5

Germersheim

203

1,6

33,0

30

4,3

Kaiserslautern

105

1,0

41,9

31

5,3

Kusel

95

1,3

29,5

30

8,1

Mainz-Bingen

231

1,1

33,8

62

5,4

Mayen-Koblenz

355

1,7

24,2

56

4,9

Neuwied

348

1,9

29,0

45

4,3

Rhein-Hunsrück-Kreis

149

1,5

30,2

35

6,2

Rhein-Lahn-Kreis

162

1,3

34,0

27

4,1

Rhein-Pfalz-Kreis

183

1,2

31,7

44

5,6

Südliche Weinstraße

162

1,5

35,2

33

5,6

Südwestpfalz

124

1,3

33,1

48

9,6

Trier-Saarburg

148

1,0

35,1

37

4,5

Vulkaneifel

126

2,1

32,5

18

5,1

Westerwaldkreis

279

1,4

26,9

48

4,2

Rheinland-Pfalz

6.589

1,6

30,6

1.233

5,7

Apotheker geben immer weniger Antibiotika ab

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Mainz, den 17. November 2016 – Apotheker in öffentlichen Apotheken in Rheinland-Pfalz geben immer weniger Antibiotika an ihre Patienten ab – im Jahr 2015 etwa 17 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. Das ergab eine Analyse von Rezepten für gesetzlich Versicherte durch das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) anlässlich des Europäischen Antibiotikatages am 18. November. Während im Jahr 2005 noch etwa 822 Packungen Antibiotika pro 1.000 Versicherte abgegeben wurden, waren es im Jahr 2010 rund 756 Packungen und im Jahr 2015 nur noch 678 Packungen pro 1.000 Versicherte. Nicht erfasst wurden Antibiotika-Gaben in Krankenhäusern, Verordnungen von Zahnärzten und die Abgaben an Privatversicherte. „Es ist eine sehr positive Entwicklung, dass die Gabe von Antibiotika langsam zurückgeht. Diesen Trend begrüßen wir Apotheker als Heilberufler ausdrücklich. Antibiotika sind immens wichtige Medikamente. Sie sollten aber auch mit Augenmaß eingesetzt werden, weil sie sonst ihre Wirksamkeit verlieren könnten“, sagt Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV.

Patienten können durch die richtige Anwendung von Antibiotika Resistenzen vermeiden. Andreas Hott: „Im Jahr 2015 wurden mehr als 2,2 Millionen Packungen Antibiotika in rheinland-pfälzischen Apotheken abgegeben. Die Apothekenteams können die Betroffenen rund um die richtige Einnahme von Antibiotika beraten. In einem informativen Patienten-Flyer haben wir „7 Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika“ zusammengefasst.“

Die wichtigsten Inhalte:

  • Antibiotika sollten so lange und in der Dosierung eingenommen werden, wie vom Arzt vorgesehen.
  • Idealerweise nimmt man die Tabletten mit einem großen Glas Wasser ein.
    Einige Antibiotika werden durch Wechselwirkungen gestört, beispielsweise durch das Kalzium aus der Milch.
  • Reste von Antibiotika sollten nicht aufgehoben oder von Patienten bei der nächsten Infektion auf eigene Faust eingenommen werden.
  • Antibiotika dürfen nicht an Andere weitergegeben werden.
  • Antibiotika können über den Hausmüll entsorgt werden, aber nicht über die Toilette oder das Waschbecken. Die Entsorgung von Antibiotika über das Abwasser verbreitet die Substanzen in die Umwelt und kann so die Entstehung von Resistenzen fördern.

Diabetes stoppen mit Früherkennung

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Erwin Rüddel unterstützt Kampagne „Deutschland misst!“ am Weltdiabetestag
Kreisgebiet. „Diabetes zählt zu den häufigsten lebensstilbedingten Erkrankungen mit oftmals dramatischen Konsequenzen wie Herzinfarkten, Schlaganfällen, Amputationen, Erblindungen, Nierenversagen und einer deutlich geringeren Lebenserwartung. Deshalb sind Prävention und Früherkennung wichtige Säulen der Diabetesbekämpfung“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel zum Weltdiabetestag, am Montag, 14. November.

Der Weltdiabetestag ist, neben dem Weltaidstag, der zweite offizielle Tag der UN, der einer Krankheit gewidmet ist. Der Weltdiabetestag soll zum Anlass genommen werden, bundesweit auf die heute noch so unterschätzte Erkrankung Diabetes mellitus aufmerksam zu machen. „Als Gesundheitspolitiker ist es mein Ziel, aufzuklären und die Eigenverantwortung eines Jeden so zu stärken, dass Zivilisationskrankheiten wie Diabetes verhindert werden können“, betont Rüddel, der dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages angehört.
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Was wird sich ab 2017 für Pflegebedürftige ändern? Die KNAPPSCHAFT gibt Antworten!

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Was ändert sich bei der Begutachtung von pflegebedürftigen Kindern?

Pflegeberater Markus Siegmann von der Kranken- und Pflegekasse KNAPPSCHAFT erklärt, was ab 2017 neu sein wird:

„Die Begutachtung von Kindern orientiert sich ab 1. Januar 2017, genau wie bei Erwachsenen, an einem neuen Verfahren. Die Gutachter stellen nicht mehr den Hilfebedarf in Minuten fest, sondern den Grad der Selbstständigkeit in den sechs Lebensbereichen:

-        Mobilität

-        kognitive und kommunikative Fähigkeiten

-        Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

-        Selbstversorgung

-        Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen und Belastungen

-        Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte

Bei Kindern gilt als Vergleichsmaßstab die Selbstständigkeit von Kindern im vergleichbaren Alter ohne Beeinträchtigung. Im Gutachten sind ebenfalls Empfehlungen zur Hilfeplanung und zu Rehabilitationsmaßnahmen enthalten.

Bei der Begutachtung von Kleinkindern bis zu 18 Monaten gibt es eine Besonderheit. Hier werden lediglich die Bereiche ‚Verhaltensweisen und psychische Belastungen‘ sowie ‚Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen‘ begutachtet. Darüber hinaus wird festgestellt, ob es beim Kind gravierende Probleme bei der Nahrungsaufnahme gibt, die einen außergewöhnlichen pflegeintensiven Hilfebedarf mit sich bringen.

Ein Vorteil ist, dass bei dem neuen Verfahren für die Eltern häufige, oftmals belastende Begutachtungen in den ersten Lebensmonaten vermieden werden können. Denn Kleinkinder bis zu 18 Monaten werden bei gleicher Einschränkung automatisch einen Pflegegrad höher eingestuft als ältere Kinder und Erwachsene.“

Sollten Sie noch Fragen haben: Rund um das Thema Pflegereform stellt die KNAPPSCHAFT unter www.knappschaft.de/pflegereform2017 alle wichtigen Informationen zur Verfügung.




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