Samstag, 24. Juni 2017

Letztes Update:02:17:29 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Bis zu 100 Euro für Schwangere

Drucken

Neun Plus-Leistungen: DAK-Gesundheit beteiligt sich an zusätzlichen Untersuchungen für werdende Mütter

Koblenz, 07. November 2016. Die DAK-Gesundheit verbessert die Vorsorge für Schwangere: Unter dem Titel „Neun Plus-Leistungen“ erhalten werdende Mütter bis zu 100 Euro Zuschuss für besondere Vorsorgemaßnahmen. Die Krankenkasse beteiligt sich an Kosten, die bislang von den Versicherten als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) selbst zu tragen waren. Zur Wahl stehen neun Leistungen, für die Schwangere den Zuschuss nach eigenem Ermessen einsetzen können.

Bei den geförderten Leistungen handelt es sich um zusätzliche Untersuchungen wie Ersttrimester-Screening und Triple-Test oder auch spezielle Präparate wie Eisen, Jod und Folsäure. Ergänzend zu den gesetzlichen Empfehlungen erhalten werdende Mütter, die bei der Krankenkasse versichert sind, einen Zuschuss von bis zu 100 Euro für diese besonderen Leistungen. „Als Familienkasse mit hohem Qualitätsanspruch gehen wir bewusst über den gesetzlichen Standard hinaus“, sagt Jürgen Wilhelm von der DAK-Gesundheit in Koblenz. „Wir möchten, dass Kinder sich gesund entwickeln können und dass mögliche Risikofaktoren früh erkannt werden.“

Die neue Satzungsregelung der DAK-Gesundheit zu den sogenannten Plus-Leistungen gilt rückwirkend ab 1. Oktober 2016. Außerdem bietet die Kasse seit kurzem das neu aufgelegte Programm „Willkommen Baby!“ an, bei dem sich Frauenärzte und ihre Patientinnen einschreiben können. Im Fokus steht dabei, mit Informationen, Zusatzuntersuchungen sowie Akupunktur die natürliche Geburt gegenüber dem Kaiserschnitt zu fördern und das Frühgeburtsrisiko zu senken. „Durch die Neuerungen ergänzend zu Geburtsvorbereitungskursen, unserer Pauschale für die Hebammenrufbereitschaft und anderen Leistungen gehört die DAK-Gesundheit zu den Kassen, die sich sehr stark an den Bedürfnissen von Schwangeren ausrichten“, erklärt Jürgen Wilhelm.

 

Sechste landesweite Präventionswoche in Schulen:

Drucken

Aufklärung über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen

Eine landesweite Präventionsaktion an weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz informiert über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI). Landesweit werden Aufklärungsaktionen Jugendliche und junge Erwachsene für das wichtige Thema sexuelle Gesundheit sensibilisieren und darüber informieren, wie Infektionen vermieden werden können. Dazu gehört auch, Wissen über die Bedeutung von Intimhygiene zu vermitteln. Die Schulpräventionswoche wird getragen vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), den AIDS-Hilfen Rheinland-Pfalz sowie den Gesundheitsämtern.

„Sexuell übertragbare Infektionen dürfen nicht unterschätzt werden, denn sie können schwere gesundheitliche Folgen haben“, stellt Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt, Vorsitzender der LZG, fest. „Wichtig ist zum einen, dass sich Jugendliche vor Ansteckungen schützen, zum Beispiel mit Kondomen. Mit den Aufklärungsaktionen wollen wir Jugendliche aber auch ermutigen, ihrem Körper gegenüber aufmerksam zu sein und bei einem Infektionsverdacht schnell eine ärztliche Praxis aufzusuchen. Länger anhaltende Symptome wie Jucken, Rötungen oder Hautausschlag sind Warnzeichen, die man ernst nehmen sollte.  Ein Test oder ein Abstrich kann in vielen Fällen Klarheit schaffen und damit Schlimmeres verhindern“, so Dr. Gerhardt.

Weiterlesen...

Filmvorführung „Nicht alles schlucken“ – Krisen und Psychopharmaka

Drucken

BOPPARD Am Mittwoch, den 23. November um 19.00 Uhr lädt die Bethesda St. Martin gGmbH zum Filmabend ins Cinema Boppard, Oberstr. 141 ein. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Nicht alles schlucken“ der Regisseure Jana Kalms, Piet Stolz und Sebastian Winkels.

Der Film zeigt eine Gruppe von Menschen, die von ihren individuellen Erlebnissen mit Psychopharmaka berichten. Die Aussagen kommen dabei nicht nur von Patienten selbst, sondern auch von Angehörigen, Ärzten und weiteren Fachkräften. Das Zuhören lohnt sich. Der Eintritt ist frei.

Anders als der plakative Titel vermuten lässt, geht nicht um eine Verteufelung von Psychiatrie und Psychopharmaka oder um generalisierende Anklagen. Vielmehr ergeben die Aussagen der Menschen nach und nach ein sehr vielschichtiges Bild psychischer Krankheiten und wie sehr sie zum Menschsein dazugehören, was sie für den Einzelnen bedeuten und wie in unserer Gesellschaft heute damit umgegangen wird. Bewertungen durch die Regisseure oder bildhafte Ausschmückungen werden bewusst vermieden. Im Mittelpunkt stehen allein die Protagonisten und deren Aussagen. Der Zuschauer erfährt sich dabei als unmittelbarer Teil der Gesprächsrunde und wird ungefiltert mit den dargestellten Erfahrungen konfrontiert. Zum Beispiel wenn eine Tochter sich von ihrer akut psychotischen Mutter bedroht fühlt und diese in eine Klinik zwangseinweist. Oder wenn die Einnahme von Psychopharmaka nicht nur als Linderung der psychischen Erkrankung, sondern auch als Gefühl der allgemeinen seelischen Leere geschildert wird. Gleichzeitig berichten andere Patienten, dass sie erst durch die Einnahme von Medikamenten die Kontrolle über ihr Leben wiedererlangten.

Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch.

Was wird sich ab 2017 für Pflegebedürftige ändern? Die KNAPPSCHAFT gibt Antworten!

Drucken

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen stolpern oft über die Fachsprache im Gesundheitswesen. Was verbirgt sich beispielsweise hinter dem Begriff „einrichtungseinheitlicher Eigenanteil“ (EEE)?

Pflegeberater Markus Siegmann von der Kranken- und Pflegekasse KNAPPSCHAFT erklärt, was es hiermit auf sich hat:

„Bisher zahlen pflegebedürftige Heimbewohner einen individuellen Eigenanteil, der abhängig von der Pflegestufe ist und mit zunehmender Pflegestufe steigt. Das heißt, je höher die Pflegestufe ist, desto höher ist auch die Eigenbelastung für den Betroffenen.
Ab 1. Januar 2017 zahlen Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 einen vom Pflegegrad unabhängigen einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE).

Damit wird erreicht, dass der von den Pflegebedürftigen zu tragende Eigenanteil nicht mehr mit der Schwere der Pflegebedürftigkeit steigt. Durch diese Umstellung wird für die finanzielle Planung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen Sicherheit geschaffen.“

Pflegende Angehörige – gut für sich selbst sorgen

Drucken

Interview mit Dr. Marianne Koch im neuen Pflegemagazin der Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Pflegende Angehörige sollten regelmäßig Auszeiten von der Pflege nehmen, damit die Situation für sie nicht zu belastend wird. Schon die stundenweise Ablösung durch eine professionelle Pflegekraft schenkt zeitliche Freiräume, um den eigenen Bedürfnissen nachzukommen. Zum Beispiel in der Natur spazieren gehen oder die Zeitung lesen – ganz egal was. „Selbstsorge durch Resilienz“, also durch seelische Widerstandsfähigkeit, nennt das die bekannte Internistin Dr. Marianne Koch in einem Interview des Magazins „Zu Hause pflegen – gesund bleiben“ der Unfallkasse Rheinland-Pfalz.

Dr. Koch ist nicht nur aus der früheren Rate-Sendung „Was bin ich“ mit Robert Lembke bekannt. Sie hat auch viele Jahre in ihrer eigenen Praxis in München praktiziert und dabei immer wieder erlebt, dass viele Angehörige, die aufopfernd pflegen, zu weit über ihre psychischen und physischen Kräfte hinausgehen.


Oft folgt daraus eine soziale Isolation, die wiederum den seelischen Druck steigern kann. Deshalb ist es wichtig, so Koch, auch Freundschaften zu pflegen, eingebunden zu sein in ein Netzwerk von Freunden, Verwandten, Familie. „Wenn dies zur Verfügung steht, ist der seelische Druck viel leichter auszuhalten“, sagt sie. Das komplette Interview „Selbstsorge durch Resilienz“ mit Dr. Marianne Koch kann nachgelesen werden unter www.ukrlp.de, Webcode:  94.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL