Freitag, 26. Mai 2017

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Sylvia Groß (AfD): Vegane Ernährung für Schwangere gefährlich

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Die AfD hat für die morgige (Donnerstag, 4. Mai) Plenarsitzung des rheinland-pfälzischen Landtags einen Antrag eingebracht, der um einen Warnhinweis auf der Internetseite der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) vor veganer Ernährung während der Schwangerschaft und Kindheit bittet.

Dazu Sylvia Groß, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz: „Vegane Ernährung ist für Erwachsene nicht abzulehnen und unterliegt der Selbstbestimmung. In der Schwangerschaft ist diese Form der Ernährung aber mit Risiken verbunden, über die sehr gut aufgeklärt werden muss. Die AfD sieht hier die LZG gefordert, denn schließlich ist die Gesundheitsförderung ihre einzige Aufgabe. So gibt die Landeszentrale regelmäßige Hinweise für werdende Mütter heraus. Hierbei sollte der Bedeutung einer ausgewogenen, nährstoffreichen Ernährung für Kinder und Schwangere ein wichtiger Platz eingeräumt werden.“

Groß weiter: „Die Aufnahme von Vitamin B12 kann bei veganer Ernährung nur durch Zusatzpräparate sichergestellt werden. Das Vitamin ist für die Blutbildung insbesondere in der embryonalen und kindlichen Entwicklungsphase unerlässlich - hier darf es keine Experimente geben. Über diese Umstände sollte die LZG informieren und aufklären, damit vegan lebende Mütter ihre Kinder nicht durch den Wunsch, sie besonders gesund ernähren zu wollen, unwissentlich in Gefahr bringen. Bei nicht ärztlich begleiteter und nicht ausreichend unterstützter veganer Ernährung während der Schwangerschaft und Kindheit, kann es zu Blutarmut und Hirnschäden kommen. Eine entsprechende Aufklärung seitens der LZG kann das verhindern.“

Individuell statt Routine:

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Apotheken in Rheinland-Pfalz berieten 2016 mehr als eine Million Mal zu inhalativen Arzneimitteln

Mainz, den 28. April 2017 – Die Apotheken in Rheinland-Pfalz gaben im Jahr 2016 über 1.155.000 Fertigarzneimittelpackungen zur Inhalation bei Erkrankungen aufgrund verengter Atemwege (obstruktive Atemwegserkrankungen) wie Asthma ab. Deutschlandweit waren es fast 23,4 Millionen Packungen. „Bei den Inhalativa gegen Atemwegserkrankungen ist die individuelle Beratung wichtig, denn je nach Präparat unterscheidet sich die korrekte Anwendung erheblich“, sagt Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. Anlässlich des Weltasthmatags am 2. Mai wertete das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) Verordnungen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Verordnungen für Privatversicherte wurden nicht erfasst.

Es gibt drei Hauptgruppen an Inhalatoren bei obstruktiven Atemwegserkrankungen: Dosieraerosole, Pulverinhalatoren und Vernebler. Im Jahr 2016 gaben Apotheken in Rheinland-Pfalz fast 613.000 Packungen an Dosieraerosolen beziehungsweise deren Nachfüllungen ab. Zusätzlich gaben sie 482.074 Packungen Pulverinhalatoren (inklusive deren Nachfüllungen) ab. Beides sind Fertigarzneimittel, bei denen der Inhalator Teil der Arzneiform ist. Davon abzugrenzen sind Fertigarzneimittel für Vernebler. Diese Geräte stellen aus dem Fertigarzneimittel einen inhalierbaren Dampf her. Im Jahr 2016 wurden über 60.000 Fertigarzneimittel für Vernebler gegen obstruktive Atemwegserkrankungen abgegeben.

Die verschiedenen Inhalatortypen unterscheiden sich in der Anwendung deutlich. Zum Beispiel wäre ein Atemzug-getriggertes System für Kinder und Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion nicht geeignet. Wenn ein Dosieraerosol mit einer Inhalierhilfe (z.B. Spacer) verwendet wird, muss der Apotheker darauf achten, dass beide miteinander kompatibel sind.

Andreas Hott: „Bei der Erfüllung von Rabattverträgen kommt es immer wieder vor, dass in der Apotheke ein Inhalatortyp abgegeben werden soll, der für einen Patienten ungeeignet ist oder an den der Patient nicht gewöhnt ist. In begründeten Einzelfällen können Apotheker die Notbremse ziehen und durch die Anwendung der ‚pharmazeutischen Bedenken‘ eine Ausnahme von den ansonsten zu beachtenden Vorgaben der Rabattverträge machen. Das ist bürokratisch aufwändig – aber unsere Patienten sind es uns wert!“

 

Tipps zum Welthändehygienetag 2017

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Am 5. Mai macht der internationale Welthändehygienetag darauf aufmerksam, wie wichtig regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist. Passend dazu gibt KIMBERLY-CLARK PROFESSIONAL* Tipps zum richtigen Händetrocknen – eine entscheidende Maßnahme, um Infektionsübertragungen zu vermeiden und sich und seine Mitmenschen zu schützen.

Hände gelten als Hauptüberträger von Keimen und Krankheitserregern. Umso wichtiger ist es, auf die richtige Hygiene zu achten und die Hände regelmäßig zu reinigen. Neben dem gründlichen Waschen spielt das Händetrocknen eine zentrale Rolle. Denn eine feuchte Umgebung steigert die Vermehrung von Bakterien um das 1.000-Fache. Mit den Hygienetipps von KIMBERLY-CLARK PROFESSIONAL* lässt sich dieses Risiko reduzieren. Und so funktioniert’s:

Im ersten Schritt werden die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen. „Man sollte versuchen, die Hände komplett mit Seife zu benetzen, das heißt die Handinnenflächen, den Handrücken und die Fingerzwischenräume sowie den Daumen, der oft vergessen wird. Sinnvoll ist Schaumseife, die sich durch das Aufschäumen leichter in der Hand verteilen lässt. Sie kann gut dosiert werden und ist weniger kontaminiert als ein Stück Seife. Außerdem lässt sie sich ohne Wasser in der Hand verteilen“, erklärt Andreas Hillesheim, Marketingmanager bei KIMBERLY-CLARK PROFESSIONAL*. Der Vorgang sollte etwa 20 Sekunden dauern.

Im zweiten Schritt gilt es, auf die richtige Entnahme von Papierhandtüchern zu achten. Der Anbieter von Wischtuch-, Waschraum- und Arbeitsschutzlösungen empfiehlt berührungslose Spender mit kontrollierter Einzelblattentnahme. So fasst der Anwender jeweils nur das Tuch an, das er auch selbst verwendet. Mit dem entnommenen Handtuch werden dann die Handoberflächen gründlich abgerieben. Die Fingerzwischenräume werden im dritten Schritt getrocknet.

Zuletzt ist auf eine hygienische Entsorgung der Papierhandtücher zu achten. Wichtig ist, dass dieser Vorgang berührungslos erfolgt. Dazu empfehlen sich Mülleimer, die über ein Tretpedal geöffnet werden können.

Psychische Erkrankungen im gesellschaftlichen Wandel

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50.Veranstaltung in der Reihe „IRRwege verstehen“ am 10. Mai um 18:00 Uhr in der Volkshochschule Neuwied

Was genau ist eigentlich die Psyche oder Seele?

Man kann sie nicht sehen, aber dennoch ist sie da. Das merkt man vor allem dann, wenn das seelische Wohlbefinden aus dem Gleichgewicht kommt. Der Duden gibt darauf eine eindeutige Antwort: Unter Psyche versteht man die „Gesamtheit des menschlichen Fühlens und Empfindens“. Kommt dieses aus der Balance, spricht man von einer psychischen Störung.

Psychiatriereform in Rheinland-Pfalz

Ende 1995 trat das Landesgesetz für psychisch kranke Personen in Kraft. Die Planung und Organisation der psychiatrischen Versorgung wurde zur Aufgabe des Landkreises Neuwied. Hilfen sollten bedarfsorientiert und gut erreichbar organisiert werden. Ein weiteres Ziel war die Beteiligung der sogenannten Betroffenen, also der psychisch kranken Menschen und ihrer Angehörigen und Freunde.

Neuwieder Veranstaltungsreihe „IRRwege verstehen“

Um über psychische Erkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und um ein gemeinsames Gespräch zwischen Betroffenen als Experten in eigener Sache, Angehörigen und professionellen Helfern zu ermöglichen, wurde die Veranstaltungsreihe „IRRwege verstehen“1998 ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, die Sichtweise des jeweils Anderen zu verstehen, im gemeinsamen Gespräch Vorurteile abzubauen und dadurch die gemeindenahe Versorgung psychisch Kranker zu verbessen.

Veranstalter der Reihe sind die Volkshochschule Neuwied, die Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied sowie das Selbsthilfenetzwerk gemeindenahe Psychiatrie. Im Jahre 2012 wurde die Volkshochschule Neuwied mit der Reihe „IRRwege verstehen“ mit dem Weiterbildungspreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Die Jubiläumsveranstaltung beschäftigt sich mit zwei Fragestellungen: Zum einen die Frage, ob die Zahl psychisch kranker Menschen in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen hat. Dieser Eindruck drängt sich auf, denkt man beispielsweise an Krankheitsbilder wie Depressionen, Demenzen oder ADHS. Es könnte jedoch auch sein, dass die Bereitschaft, sich mit einer psychischen Erkrankung auseinanderzusetzen und Hilfen anzunehmen gestiegen ist. Dies führt dazu, dass mehr Menschen Hilfen in Anspruch nehmen, bedeutet aber nicht, dass die Zahl insgesamt gestiegen ist.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht zum anderen die Frage, ob Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen und psychisch kranken Menschen abgebaut werden könnten. Also ob psychische Erkrankungen heute weniger tabuisiert und stigmatisiert sind. Dabei stellt sich auch die Frage, ob dies für alle psychischen Erkrankungen gilt oder möglicherweise nur für einzelne Krankheitsbilde.

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Laute und leise Töne sichtbar machen

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26. April 2017: „Tag gegen Lärm“

Lärmampel kostenfrei bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz ausleihen

Rheinland-Pfalz Man sieht sie nicht, doch hört sie schon – Kinder schreien und lachen laut, rücken Stühle und schieben ihr Spielzeugauto laut brummend durch den Gruppenraum. Beim Spielen und Toben in der Kita sind Kinder oftmals nicht zu überhören. Das ist völlig in Ordnung. Doch ständiger Lärm bedeutet für Kinder und Beschäftigte eine erhebliche Belastung. Wichtig für alle Beteiligten ist ein ausgewogener Wechsel zwischen laut und leise sowie Rückzugszonen für Groß und Klein, falls der Krach mal zu arg an den Nerven zehrt. Darauf weist die Unfallkasse Rheinland-Pfalz anlässlich des Tages gegen Lärm am 26. April hin.

„Kitas können bei uns kostenfrei Lärmampeln ausleihen. Diese machen Lärm sichtbar und sensibilisieren Kinder für störende Geräusche“, informiert Annette Tornau von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „Die Kitagruppen finden im Spiel heraus, wie laut es in ihrer Einrichtung ist“, berichtet die Präventionsfachfrau. Je nach Geräuschpegel leuchtet auf der Ampel das „stille“ Grün oder das „laute“ Rot auf. Durch das Aufstellen der Ampel wird das Thema Lärm in der Kita aktuell – die Kinder können eigene Erfahrungen einbringen und berichten, welche Töne sie als unangenehm, und welche als angenehm empfinden. Der Einsatz einer Lärmampel kann pädagogische Maßnahmen unterstützen oder durch das Einrichten von „lauten“ und „leisen“ Bereichen eine verbesserte Atmosphäre für Jung und Alt schaffen. Gemeinsam können in den Kitagruppen Regeln aufstellen werden, um auf stressenden Lärm aufmerksam zu machen. Das kann durch Zeichen wie „Ohren zuhalten“ oder „Zeigefinger an die Lippen“ erfolgen bzw. durch die Farbanzeige und das akustische Signal der Lärmampel.

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