Dienstag, 22. August 2017

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DFB Pokalspiel der TuS Koblenz gegen Dynamo Dresden

Das Heimspiel der TuS Koblenz im Rahmen der 1. DFB-Pokalrunde wird im Stadion von Zwickau ausgetragen. Die Nutzung des Oberwerther Stadions ist aus sicherheitstechnischen sowie zwingender Bauzeitenabläufe bis zum 15.09.2017 nicht für Sportveranstaltungen nutzbar.
Seit März 2017 müssen im Koblenzer Stadion erhebliche und unverzichtbare Baumaßnahmen durchgeführt werden:
Um das im Wasserschutzgebiet liegende Stadion  weiter erhalten und zu betreiben zu dürfen, sind wir gezwungen, diese umfangreichen Sanierungsarbeiten durchzuführen.  Die Auflagen der Obere Wasserschutzbehörde beinhalten u. a. die Erneuerung der kompletten Leitungs- und Kanalsysteme inkl. dem  Bau von Pumpwerken in spezieller Bauweise sowie die Neubefestigung aller Verkehrsflächen sowohl innerhalb des Stadions, als auch im Außenbereich. Hierzu zählt auch der Abriss und Neubau aller Fußwege sowie sämtlicher Treppen- und Rampenanlagen zu den Tribünen und innerhalb der Tribünen. Außerdem wird mit der Sanierung auch der komplette Tartanbelag erneuert - inkl. aller leichtathletischen Sportanlagen.

Der Umfang der verschiedenen Baumaßnahmen beläuft sich auf mehr als 3,2 Mio. € (2,5 Mio. € für Entwässerungsarbeiten; 0,7 Mio. € Laufbahn). Auf Wunsch und Drängen des Vereins  wurde mit Rücksicht auf den regulären Spielbetrieb der TuS Koblenz der Baubeginn auf den 15.05.2017 geschoben, damit die TuS ihr letztes Saisonspiel im Stadion Oberwerth austragen konnte.
Gleichzeitig erhielt die TuS Koblenz die Zusage der Stadt, dass sie ab dem 15.09.2017 das Stadion Oberwerth wieder als Austragungsort für die Regionalliga-Heimspiele nutzen können wird.  Diese Zusage hat jedoch nur dann Bestand, wenn  alle Gewerke und Bauabläufe ohne Unterbrechung  von den per Vertrag gebundenen Firmen ununterbrochen durchgeführt werden können.
Eine auf Bitten des TuS-Präsidiums erneute Überprüfung der Sachlage am 14.07.2017 unter Einbezug der Sicherheitsbehörden ergab eine unveränderte Bewertung,  dass aufgrund sicherheitstechnischer Gründen sowie der Einhaltung der Stadtzusage, das Stadion ab dem 15.09.2017 wieder für Heimspiele der TuS Koblenz bereitstellen zu können,  die Durchführung des Pokalspiels nicht möglich war und ist.

Nach der Pokalauslosung wurde in mehreren Gesprächsrunden sowie Sitzungen des Stadtvorstandes mit Beteiligung von Vertretern des TuS Koblenz Präsidiums die Sachlage offen und einvernehmlich erörtert.
Bei der Suche eines Ersatzstadions etwa in Köln, Frankfurt, Kaiserlautern, Mainz, Wiesbaden und Offenbach schaltete sich die Verwaltung jeweils aktiv in Abstimmung mit den TuS-Verantwortlichen ein. Außerdem führte Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig mit Amtskollegen in verschiedenen Städten Gespräche, um eine Stadionnutzung zu erreichen. Mit DFB-Vertretern fanden ebenfalls Gespräche sowie Schriftwechsel auf Arbeitsebene statt. Es wurde auch über Bundestagsabgeordnete direkt an den DFB-Präsidenten Rainer Grindel herangetreten, um eine für die TuS Koblenz akzeptable Lösung zu schaffen. Leider waren alle diese Versuche nicht von Erfolg gekrönt.
„Eine Unterstützung der TuS Koblenz durch die Stadt für den mit der Verlegung des Spielortes für das Pokalspiel entstehenden Mehraufwand wird erfolgen“, so der OB abschließend.