Mittwoch, 28. Juni 2017

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UNESCO-Welterbe

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Fünfzehn Jahre Welterbe Oberes Mittelrheintal - eine heraus- ragende außergewöhnliche Kulturlandschaft

Am 27. Juni vor 15 Jahren erfolgte auf der Sitzung des Welterbekomitees in Brasilia die Einschreibung des Oberen Mittelrheintals in die Liste der UNESCO-Welterbestätte. Die UNESCO würdigte das Mittelrheintal als „eine außergewöhnliche, organisch gewachsene Kulturlandschaft, deren Schönheit Künstler aller Art – Dichter, Maler und Komponisten – während der letzten zwei Jahrhunderte stark beeinflusst“ habe.

„Die Anerkennung des Oberen Mittelrheintals als UNESCO-Welterbe im Jahr 2002 war ein Ritterschlag, der die kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten der Region adelte. Damals wie auch heute ist es für uns eine Besonderheit, eine ganze Region Welterbe nennen zu dürfen – 48 Dörfer und Städte, eingebunden in eine atemberaubende Landschaft“, sagte Kulturminister Konrad Wolf heute.

Seit der Anerkennung wurden zahlreiche Vorhaben angestoßen und umgesetzt „und haben eine großartige Erfolgsgeschichte geschrieben“, betonte Wolf.

Die Liste der Projekte zur Bewahrung und Fortentwicklung des Kulturraums Welterbe Oberes Mittelrheintal sei sehr umfangreich und vielfältig. Sie reicht von der Erhaltung und Pflege von Denkmälern, wie z. B. der Sanierung der Festung „Ehrenbreitstein“, der Restaurierung der Marksburg oder der Stadtmauer in Oberwesel bis zu städtebaulichen Gestaltungen wie der Rheinufergestaltung in Bacharach.

Neben der Landesgartenschau 2008 in Bingen und der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, an den beiden Eingangstoren zum Welterbe, soll erneut eine Bundesgartenschau 2031, dann direkt im Mittelrheintal, einen erheblichen Investitionsschub für das ganze Tal bringen und wichtige Impulse setzen.
„Seit der Anerkennung als Welterbestätte im Jahr 2002 sind mehr als 540 Millionen Euro an öffentlichen Geldern in das Mittelrheintal geflossen. Derzeit wird ein Managementplan vorbereitet, der ein gutes Planungsinstrument ist, um Projekte und Entwicklungen im Tal auch zukünftig beurteilen und lenken zu können. Der Schutz und die Fortentwicklung des Welterbes Oberes Mittelrheintal ist für uns ein zentrales Anliegen. Die Landesregierung ist sich ihrer Verantwortung bewusst, dieses Glanzlicht auch zukünftigen Generationen in seiner Einzigartigkeit und Schönheit  zu erhalten“, betonte Konrad Wolf abschließend.

Gastgewerbe am Mittelrhein: IHK und Romantischer Rhein mahnen Investitionen und Bürokratieabbau an

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Koblenz, 26. Juni 2017. Quo vadis, Mittelrheintal? Erstmals zeigt jetzt eine Untersuchung, dass die Zahl der Übernachtungsbetriebe dort in den kommenden Jahren weiter sinken wird – um 13 Prozent bis 2032. Die Industrie- und Handelskammer Koblenz und die Romantischer Rhein Tourismus GmbH haben die Betriebe in der Destination jüngst nach ihrer künftigen Entwicklung befragt. Demnach wird es in 15 Jahren nur noch 268 statt 308 gewerbliche Gastgeber geben.

„Ein Mix aus privaten und öffentlichen Investitionen ist notwendig im Mittelrheintal, um Gästezufriedenheit und die bei einem Drittel der Betriebe anstehende Unternehmensnachfolge zu sichern“, betont Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz. „Der Staat muss sich dabei dem Hemmnis der behördlichen Auflagen stärker annehmen.“

Denn in Folge des demografischen Wandels reduziert sich die Anzahl an Interessenten zunehmend. Immer weniger junge Menschen entschließen sich zu einer Ausbildung oder Tätigkeit in den gastgewerblichen Berufen. Und: Bürokratie, Vorschriften, eine mangelnde Infrastruktur – etwa auch die fehlende Rheinquerung – und der Bahnlärm erschweren es den Inhabern, Nachfolger für ihre Betriebe zu finden. IHK Koblenz und die Romantischer Rhein Tourismus GmbH fordern daher den Abbau bürokratischer Hürden und bessere Finanzierungs- und Förderungsbedingungen für Nachfolgeinteressenten.

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Koblenzer Sommerfest zu „Rhein in Flammen“

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Das 62 Jahre alte Feuerspektakel „Rhein in Flammen" ist jedes Jahr der Veranstaltungshöhepunkt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Am 12. August lassen acht Feuerwerke den nächtlichen Himmel zwischen Spay/Braubach und Koblenz in phantastischen Farben erstrahlen.

Das Rahmenprogramm an Rhein- und Moselufer rund um das Deutsche Eck wird vom 11. bis zum 13. August zum Koblenzer Sommerfest, das in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfindet. Der städtische Eigenbetrieb Koblenz-Touristik als örtlicher Veranstalter bietet an drei Veranstaltungstagen und auf über acht Bühnen und Spielflächen Altbewährtes sowie neue Programmpunkte und Kooperationspartner. Dabei bleibt die Vielfältigkeit im Programmangebot erhalten. Auch in der Festung Ehrenbreitstein wird an drei Tagen das Festungsfest gefeiert. Die Seilbahn verbindet beide Veranstaltungen rechts und links des Rheins und fährt mit verlängerten Fahrtzeiten bis in die Nacht hinein.

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Tourismus bis April mit Gäste- und Übernachtungsplus

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Tourismus bis April mit Gäste- und Übernachtungsplus

Die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe verzeichneten im Zeitraum von Januar bis April 2017 einen Anstieg des Gäste- und Übernachtungsaufkommens gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten 2,19 Millionen Gäste im Land, das waren 4,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Übernachtungszahlen um 1,8 Prozent auf fast 5,51 Millionen.

Tourismusregionen

In sechs der neun Tourismusregionen erhöhte sich das Übernachtungsaufkommen, wobei der Hunsrück und die Region Westerwald-Lahn mit Zuwächsen von 6,5 bzw. 6,4 Prozent die beiden vorderen Plätze belegten. An dritter Stelle folgte die Eifel (plus 5,9 Prozent). Im Gebiet Mosel-Saar, an der Ahr und im Naheland waren die Übernachtungszahlen dagegen niedriger als in den ersten vier Monaten des Vorjahres. Sieben der neun Regionen verzeichneten einen Gästezuwachs. Mit einem Plus von 8,8 Prozent erreichte hier die Eifel die größte Steigerung.

Betriebsarten

Sechs der elf touristischen Betriebsarten verbuchten in den ersten vier Monaten 2017 höhere Übernachtungszahlen als im Vorjahreszeitraum. Um mehr als ein Drittel stiegen die Übernachtungen auf den Camping- und Reisemobilplätzen, die allerdings im Vorjahr auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau gelegen hatten. Die Hotels garnis konnten ebenfalls von einem deutlich gestiegenen Übernachtungsaufkommen profitieren (plus 8,1 Prozent). Das Schlusslicht im Ranking der Betriebsarten bilden die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, deren Übernachtungszahlen um 6,9 Prozent zurückgingen.

Herkunft

Von Januar bis April 2017 kamen acht von zehn Gästen aus dem Inland. Auf sie entfielen fast 4,45 Millionen Übernachtungen. Das waren 1,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden 1,06 Millionen Übernachtungen von Besucherinnen und Besuchern aus dem Ausland gezählt, was einer Zunahme um 2,8 Prozent entspricht.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat 34 Auswertungen, Analysen A3)

50 Jahre Treue zu Oberwesel

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Seit 50 Jahren verbringen Christel und Josef Pille aus Damme bei Oldenburg ihren Urlaub in Oberwesel-Dellhofen. Derzeit wohnen sie in der Ferienwohnung Bappert, in der sie sich sehr wohl fühlen.

In den vielen Jahren haben sie bereits in einigen Häusern übernachtet, bei vielen Gastgebern gewohnt und auch viele Freunde gefunden. „Im Gasthaus Stahl hatten wir ein nettes Ehepaar kennen gelernt, mit dem wir uns direkt gut verstanden. Im Frühjahr telefonierten wir dann und haben uns abgesprochen, wann wir uns wieder treffen.“ erzählt Josef Pille. Dies zählt mit zu den schönsten Erinnerungen des Paares. Auch viele Oberweseler und Dellhofener kennen das Ehepaar Pille gut. Leider sind einige gute Bekannte aus den vergangenen 50 Jahren bereits verstorben, an die man sich aber gerne erinnert.

Wie kamen die Beiden eigentlich nach Oberwesel? Josef Pille arbeitete in den 60er Jahren bei Mannesmann. Die Firma verlegte damals Gasleitungen in Kisselbach und Liebshausen. Dort empfahl man ihm, wenn er mal gut essen wolle, solle er zu „Stahle nach Dellwe“ fahren. Gesagt, getan und von da an fuhr er nach Feierabend dorthin. Da es ihm so gut gefiel, begeisterte er auch seine Frau Christel davon, und der Grundstein für die jahrelangen Urlaube war gelegt!

Etwas wehmütig blicken sie inzwischen auf frühere Jahre zurück, als es doch noch mehr Angebote in Oberwesel gab. Man hatte die Möglichkeit Vollpension zu buchen und auch überall zum Mittagessen einzukehren. Dies fehlt ihnen heute ein wenig bei ihren Aufenthalten.

Stadtbürgermeister Jürgen Port und die Tourist-Information gratulieren mit einem Buch über die Stadtmauer von Oberwesel und wünschen Christel und Josef Pille für die Zukunft alles Gute und viele weitere schöne Urlaube in Oberwesel!

 

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