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70 Jahre Polizei Rheinland-Pfalz – Tag der Polizei am 21. Mai 2017 auf der Festung Ehrenbreitstein

Am Sonntag, 21. Mai 2017, feiert die Polizei Rheinland-Pfalz ihr 70-jähriges Bestehen auf der Festung Ehrenbreitstein.

Ab 09.30 Uhr findet dort zunächst ein ökumenischer Gottesdienst statt. Danach bietet sich die Gelegenheit, sich in verschiedenen Ausstellungen und Vorführungen ein Bild davon machen, dass Rheinland-Pfalz über eine moderne und gut ausgestattete bürgernahe Polizei verfügt.

Der Weg dorthin war nicht einfach.

Mit einer Verordnung, datiert auf den 14. Mai 1947, erhielt die Polizei in Rheinland-Pfalz ihre erste Struktur und Aufgaben. Zu den ersten  Aufgaben gehörte auch die Sicherung von Geldtransporten im Rahmen der Währungsreform im Sommer 1948. Die Polizei musste sich dazu noch Waffen von der damaligen Militärregierung leihen, da nur für jeden dritten Polizeibeamten eine eigene Dienstwaffe zur Verfügung stand. Der verheiratete Gendameriewachtmeister mit einem Kind verdiente damals 213,41 DM.

Schwarzmarkt, Räuberbanden und die Sicherung der Ernährung der Bevölkerung standen  auf dem täglichen Dienstplan nicht nur der rheinland-pfälzischen Beamten. Dienstfahrzeuge waren damals vor allem Fahrräder. Im Sommer 1947 standen der Polizei Rheinland-Pfalz 78 Pkw, 5 Lkw und 87 Motorräder zur Verfügung. Im Polizeidienst waren zu diesem Zeitpunkt knapp 3.800 Personen beschäftigt.

1950 dann ein weiterer Schritt zur Stabilisierung der inneren Sicherheit der noch jungen Demokratie: Durch ein Verwaltungsabkommen wird auf Bundesebene die Einrichtung von kasernierten Bereitschaftspolizeieinheiten in den Ländern beschlossen. 1951 war diese bereits auf 681 Beamte angewachsen. Zu ihren Aufgaben gehörte die Unterstützung der örtlichen Vollzugspolizei, aber auch die Ausbildung des Polizeinachwuchses. Die Landespolizeischule wird zunächst in Bad Ems untergebracht. Aufgrund der beengten und ungeeigneten Räumlichkeiten erfolgte 1959 der Umzug in eigens zum diesem Zweck errichtete Gebäude in Koblenz-Asterstein. Diesen Standort behielt die Landespolizeischule über fast vier Jahrzehnte bis 1996.

Aber auch in anderen Bereichen hat sich die Polizei weiterentwickelt. Aus der „Strompolizei“ wurde 1950 die Wasserschutzpolizei, deren Hauptaufgaben die Regelung und Überwachung des Schiffverkehrs sowie  Schifffahrtunfalluntersuchungen  auf den großen Wasserstraßen Rhein, Mosel und Lahn sind.

Das Landeskriminalamt wird bereits 1947 mit Standort Koblenz eingerichtet. Bis 1951 noch unter der Bezeichnung Landespolizeikriminalamt. Zu den zentralen Dienstleistungen zählen seitdem z.B. aufwändige Laboruntersuchungen, die Führung der Kriminalitätsstatistik, die Entwicklung von Richtlinien für die Kriminalitätsbekämpfung sowie die Vernetzung mit den Landeskriminalämtern der anderen Bundesländer und dem Bundeskriminalamt. 1982 zog das Landeskriminalamt von Koblenz in die Landeshauptstadt Mainz um.

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Sommerclassics: Internationale Künstler kommen in den Landkreis

Vier Konzerte im Juni / Tickets ab sofort erhältlich

KREIS MYK. Die vom Landkreis Mayen-Koblenz veranstaltete Konzertreihe Sommerclassics ist seit ihrer Premiere 1998 nicht mehr aus dem kulturellen Programm der Region wegzudenken. Zu moderaten Preisen begeistern internationale Künstler das Publikum. Im Juni stehen erneut vier der Sommerclassics in außergewöhnlichen Konzertstätten auf der Agenda. Das Eröffnungskonzert findet am 10. Juni auf dem Bleidenberg in Oberfell statt. Einen Tag später, am 11. Juni, geht es in die Alte Kirche nach Spay. Es folgt die Veranstaltung am 18. Juni auf Burg Namedy in Andernach. Das Abschlusskonzert ist am 24. Juni in der Sayner Hütte in Bendorf.

Landrat Dr. Alexander Saftig freut sich bereits auf die anstehenden Konzerte: „Die Sommerclassics bieten erneut ein abwechslungsreiches Programm und bringen Spitzenmusiker in die Region. In den einzigartigen Konzertstätten bietet sich den Zuhörern ein wunderbares Musikerlebnis.“ Unterstützt wird die Musikreihe von der Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz, der Kreissparkasse Mayen, der Volksbank-Rhein-Ahr-Eifel und Innogy.

Los geht es am Samstag, den 10. Juni, um 18 Uhr in der Kapelle Bleidenberg in Oberfell. Dort überbringen Sebastian Reintaller, Pavel Singer und Alexander Kuchinka „Musikalische Grüße aus Wien“. Die Künstler spielen Vokal- und Instrumentalnummern vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Als besonderes „Wiener-Schmakerl“ werden Anekdoten und wahre Begebenheiten aus den verschiedenen Zeiten erzählt. Sebastian Reintaller wurde der Berufstitel „Kammersänger der Republik Österreich“ verliehen. Aktuell ist er Sänger und Regisseur an der Bühne Baden. Pavel Singer wurde als Pianist bereits mit zahlreichen Kulturpreisen ausgezeichnet und ist ebenfalls an der Bühne Baden tätig. Alexander Kuchinka hat Regie bei zahlreichen Ur- und Erstaufführungen im Sprech- und Musiktheater geführt, oft auch nach eigenem Buch und eigener Musik.

Ein Tag später, am Sonntag, den 11. Juni, um 18 Uhr in der Alten Kirche in Spay lädt das Trio Sérénade mit Klarinette, Violine und Klavier zu einer Reise in die Klassik und Romantik ein. Klarinettist Vitalii Nekhoroshev, Violinistin Kateryna Kostiuk und Pianistin Violina Petrychenko stammen aus der Ukraine und haben sich beim Musikstudium in Köln kennengelernt. Die drei Musiker haben sich nach der Pariser Musikgesellschaft "La Sérénade" benannt. Alle haben an mit ihren Instrumenten zahlreiche Preise gewonnen.

Am Sonntag, den 18. Juni, um 18 Uhr auf Burg Namedy in Andernach treten Aude St-Pierre und Yuhao Guo als die „Junge Helden am Klavier II“ auf. Aude St-Pierre schloss ihr Klavierstudium in Kanada mit einem Premier Prix und einem Artist Diploma ab. An der Hochschule für Musik und Tanz in Köln erreichte sie einen Masterabschluss. Yuhao Guo ist in Köln geboren und studierte dort ebenfalls an der Hochschule für Musik und Tanz. Er erhielt zahlreiche Preise bei Bundeswettbewerben wie Jugend Musiziert und den Klassikpreis des WDR. St-Pierre und Guo sind herausragende Talente am Klavier und präsentieren unter anderem Werke von Haydn, Chopin und Schubert.

Das Abschlusskonzert findet am Sonntag, den 24. Juni, um 18 Uhr in der Sayner Hütte in Bendorf statt. Dort wird das bekannte SIGNUM saxophone quartet jeden Musikfreund begeistern. Die vier jungen Künstler zeigen ihr Können bei Werken von Johann Sebastian Bach bis Astor
Piazzolla und schlagen so einen musikalischen Bogen vom 17. ins 20. Jahrhundert. Das Quartett absolvierte bereits Auftritte in allen großen Konzerthäusern Europas. So auch in der Elbphilharmonie Hamburg, der Grand Philharmonic Hall in St. Petersburg und der Warschau Philharmonie.

Alle Karten kosten 15 Euro.

Tickets für die Konzerte in Oberfell, Spay und Bendorf sind telefonisch unter 0261/108-504 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. erhältlich. Eintrittskarten für das Konzert in Andernach gibt es beim Veranstaltungsmanagement der Burg Namedy unter 02632/486 25.

 

Von sprechenden Bäumen, Drachen und Brücken

Kulturfest LAHNECK LIVE bietet vom 26. - 28. Mai ein tolles Programm

Lahnstein. Einmal im Jahr, Ende Mai, verwandelt sich die Rheinpromenade in (Ober)Lahnstein in eine traumhaft schöne und liebevoll geschmückte Festival-Landschaft. Viele Menschen in der Region und auch darüber hinaus wissen, es ist wieder LAHNECK LIVE, das sympathische stil- und spartenübergreifende Open Air Festival der Lahnsteiner Musikszene. Auch für diese, die mittlerweile 28. Auflage des Festivals, haben sich die ehrenamtlichen Macher wieder ins Zeug gelegt und sich vieles einfallen lassen.

Beim Musikprogramm stehen in diesem Jahr die etwas ruhigeren und melancholischen Klänge im Vordergrund. „Wir haben in diesem Jahr eine ganze Reihe von Bands im Line Up, die so perfekt wie nie zuvor in unser Festivalkonzept passen“, so Walter Nouvortne, Chef der Planungsgruppe und Vorsitzender der Lahnsteiner Musikszene.

Headliner des Festivals ist die achtköpfige Gruppe von Brücken. Die Band rund um den ehemaligen Sänger von Jupiter Jones, Nicholas Müller, hat einen ganz eigenen folkig, poppigen Sound, der aber auch – wenn es sein muss – ordentlich losrocken kann. Behilflich dabei sind seine Mitmusiker, allesamt Multiinstrumentalisten, die auch bei Niedeckens BAP eine wesentliche Rolle spielen und gemeinsam mit Müllers unglaublicher Stimme eine perfekte Symbiose bilden.

Im Bereich Bluesrock und Soul angesiedelt, ist die Band um die junge Sängerin Jessy Martens. Gleich mehrfach mit dem „German Blues Award“ ausgezeichnet, schlägt sie musikalisch die Brücke zum Ende September stattfindenden Lahnsteiner Bluesfestival, einem weiteren Prestige – Projekt der Lahnsteiner Musikszene.

Newcomerförderung ist ein wichtiges Thema der Musikszene und so stehen, neben fünf regionalen Bands im traditionellen Rockbuster Contest am Freitag, gleich eine ganze Reihe sehr aussichtsreicher und hochtalentierter Bands auf den beiden Musikbühnen von LAHNECK LIVE. Zum Beispiel Giant Rooks aus Köln mit ihrer packenden Mischung aus Indierock, Folk und Elektro: Noch kein eigenes Album am Start, aber schon eine nahezu ausverkaufte Headliner-Tour durch Deutschland absolviert. Oder Mind Trap aus Bad Kreuznach, das sympathisch verrückte Indie-Folk Trio hat nahezu alles an Wettbewerben auf Landes- wie Bundesebene gewonnen. Mit dabei sind ebenfalls Hanne Kah und Band aus Diez, Elastiq aus der Eifel sowie die lokalen Bands Claytones und Floor 6.

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Absage Eröffnungskonzert in Vallendar

Das Mittelrhein Musik Festival leistet einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Stärkung der Region Mittelrhein - auch im Hinblick auf die Bundesgartenschau 2031. Die Konzertreihe stärkt die Identifikation mit dem UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und trägt zur Wertsteigerung des touristischen Angebotes bei. Das etablierte Festival finanziert sich aus Sponsorengeldern und öffentlichen Mitteln, denn nur aus dem Ticketverkauf kann ein solches Angebot, wie es auch in diesem Jahr präsentiert wird, nicht finanziert werden.

Von Anfang an unterstützte der Zweckverband Oberes Mittelrheintal die Festivalreihe, die in ihrer 17. Spielzeit wieder Festungen, Schlösser, Gärten, Parks und Kirchen des Rheintals bespielt und am positiven Image des Tals mitarbeitet. Doch Ende April teilte der Zweckverband mit, dass für das laufende Programm keine finanzielle Unterstützung möglich ist. Grund sind die begrenzten Mittel, die dem Verband in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Für das Festival ist das ein herber Rückschlag. Seit der Gründung der gemeinnützigen GmbH im Februar diesen Jahres in der neuen Trägerschaft ist das Festival umso mehr abhängig von Förderern, Sponsoren und Spendern.

Die Festivalleitung Sonja Kitz hat sich daher mit dem Vorsitzenden des Festivalfreundeskreises Uwe Hüser zu dem drastischen Schritt entschlossen, das Eröffnungskonzert abzusagen. Bislang war es Tradition, das Festival feierlich zu eröffnen und dazu namhafte Künstler einzuladen. In diesem Jahr wurde hierfür der weltberühmte Tölzer Knabenchor eingeladen. Unter der neuen finanziellen Konstellation ist das Konzert nicht finanzierbar und daher wurde beschlossen, den Festivalauftakt abzusagen und die Veranstaltung mit den Tölzern ins Jahr 2018 zu verschieben. Festivalleiterin Sonja Kitz: „Es ist meine Aufgabe als Geschäftsführerin, das Festival vor finanziellen Risiken zu schützen. Dieser Verantwortung muss ich nachkommen. Mit dieser Absage möchte ich auch ein Zeichen dahingehend setzen, dass die Finanzierung und damit die Realisierung eines Festivals bei einer solch kurzfristigen Förderabsage nicht gesichert ist.“ Noch in der Pressekonferenz Ende März hatte der Vorsitzende der Koblenzer Sparkasse Matthias Nester als einer der vier Hauptsponsoren die anderen Institutionen aufgefordert, es der Bank gleich zu tun und eine mittelfristige Zusage von 3-5 Jahren in Sachen Förderung auszusprechen. Nur dann sei eine Planungssicherheit für das Festival gegeben.

Die Absage des Zweckverbands kam derweil sehr kurzfristig - drei Wochen vor dem Start des Sommerfestivals. Mit dem Management des Chores wurde verabredet, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr stattfinden wird. Schon gekaufte Tickets für das ursprünglich am 20. Mai terminierte Eröffnungskonzert können bei Ticket Regional, der jeweiligen Vorverkaufsstelle oder im Festivalbüro zurückgegeben oder umgetauscht werden.

Wie Sonja Kitz betont, läuft der Vorverkauf für die anderen Konzerte schon sehr gut. Diese Konzerte werden in jedem Fall durchgeführt. „Mit Dianne Reeves, Nils Landgren, Jasmin Tabatabai, Helen Schneider, Maren Kroymann, Jan-Gregor Kremp, der Munich Brass Connection und vielen anderen Künstlern erwartet das Publikum im Festivalsommer 2017 noch eine ganze Reihe an hochkarätigen Open-Air- und Indoor-Konzerten an ganz besonderen Spielstätten wie der Alten Gießhalle in Sayn, Burg Namedy, Festung Ehrenbreitstein, den Koblenzer Schlössern, Jakobsberg in Boppard, der Freilichtbühne auf Maria Ruh in Oberwesel, der Johannis Kirche in Lahnstein und vielen weiteren ganz besonderen Orten des Mittelrheintals.“

Weitere Informationen unter www.mittelrheinmusik.de


VIVE LA HARPE!

Stefanie Zimmer mit einem französischen  Programm für Soloharfe bei der Stommel Stiftung

Die Harfe wurde zwar nicht von den Franzosen erfunden: ihre Wurzeln gehen einige Tausend Jahre zurück bis nach Mesopotamien und Ägypten. Dennoch stammen gerade aus Frankreich viele Beiträge zum Repertoire für dieses außergewöhnliche Instrument. Stephanie Zimmer, die Soloharfenistin der Rheinischen Philharmonie, spannt einen weiten Bogen zwischen Werken französischer Kompositionen des Barock bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts.

Dass die Harfe, die oft lediglich als Begleitinstrument im Rahmen größerer sinfonischer Besetzungen wahrgenommen wird, problemlos ein „Eigenleben“ entwickeln und mit ihrem Klang einen Saal füllen kann, demonstriert Stephanie Zimmer auf eindrucksvolle Weise. Gleichzeitig gewährt sie erzählerisch einen Einblick in die Entwicklung der Harfenmusik und die Besonderheiten ihres Instruments. In der Pause beantwortet sie gerne Fragen und falls Sie immer schon mal ausprobieren wollten, wie sich eine Harfensaite zupft, wäre dies die Gelegenheit…

Auf dem Programm stehen z.B. die Musette en rondeau von Jean Philippe Rameau, Die Fantaisie op. 95 von Camille Saint-Saëns, die 1re Arabesque von  Claude Debussy, das Scherzetto von  Jaques Ibert  sowie Werke von Francois Couperin, Claude Daquin, F.J. Naderman, Alphonse Hasselmans, Gabriel Pierne, Marcel Tournier und Marcel Grandjean.

Außerdem werden kleine Häppchen à la française sowie französischer Wein angeboten.

Das Konzert findet statt am Sonntag, den 21.05.2017 um 17.00 Uhr im Gebäude der Stommel Stiftung, Bornstraße 23 in Urbar. Karten zum Preis von 12,- € (8,- € für Jugendliche bis 16 J.) gibt es unter www.stommel-stiftung.de, beim Café Galestro (Jesuitenplatz Koblenz), bei der Sparkasse Urbar und an der Abendkasse (Restkarten).

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