Mittwoch, 26. Juli 2017

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Der Vatertag – Entstehung und Bedeutung…

Von Hans-Peter Meyer

REGION. Wohl die meisten Männer, die alljährlich Christi Himmelfahrt als „Vatertag“ begehen, sind sich kaum bewusst, was sie da eigentlich feiern und wie aus einem hohen kirchlichen Feiertag ein weltlicher Brauch entstand.

Um altheidnische Flurbegehungen zu verdrängen, verlegte die Kirche im 5. Jahrhundert die ursprünglichen Bet-, Gang- und Kreuzwochen von vor Ostern auf die Woche vor Christi Himmelfahrt, welches als neues Kirchenfest vierzig Tage nach der Auferstehung gefeiert wird. Man begründete das mit der Apostelgeschichte 1.12, wo die Rückkehr der Jünger vom Ölberg beschrieben ist und Prozessionen an den letzten gemeinsamen Gang Jesu mit seinen Getreuen erinnern sollten. Lange Zeit standen im Mittelpunkt des Festes solche Prozessionen, in bestimmten Regionen bis heute durchgehend der Brauch, andernorts wieder neu auflebend.

Was ursprünglich an den letzen Gang Jesu mit seinen Jüngern erinnern sollte, hat sich nach dem zweiten Weltkrieg bei vielen als regelrechter „Besäufnistag“ entwickelt, wobei die Erinnerung am folgenden Tag meist auf der Strecke bleibt. Aus der Himmelfahrt Christi  entstand ein irdisches Freudenfest, oft ausgedehnt auf das gesamte folgende Wochenende sogar mit Flugbuchungen zum Ballermann 6.

Hier soll keine Moral gepredigt oder an den Ursprung dieses hohen Festtages erinnert werden, es handelt sich lediglich um die Aufzählung von Fakten. Wie kam es zum Vatertag?

Um 1936 entstand in den Niederlanden der Brauch, an Christi Himmelfahrt ein volkstümliches Fest zu veranstalten, welches vor allem von Wirten und Tabakhändlern gefördert wurde. Die noch älter „Berliner Herrenpartie“ führte am gleichen Tag die Väter von Kneipe zu Kneipe, man wanderte, fuhr mit dem Boot über Berliner Seen, sang frohe Lieder, spielte Karten und sprach den alkoholischen Getränken reichlich zu. Es war jedoch ein Brauch der besser gestellten Herren, das einfache Volk konnte es sich aus finanziellen Gründen nicht leisten.

Damals war der Begriff „Vatertag“ noch nicht geboren, aber die „Berliner Herrenpartie“ gilt als Vorläufer.

Durch holländische und deutsche Einwanderer gelangte der Brauch in die USA. Dort wurde unter dem Motto „equal rights for fathers! (gleiches Recht den Vätern) das Auffahrtsfest sozusagen als Ausgleich zum Muttertag begründet, zuerst als Tag der Freiheit und des Dankes, später in urwüchsigere Formen übergehend. Nach dem zweiten Weltkrieg fand die Sitte in Westeuropa, besonders bei trinkfreudigen Männern, eine enorme und schnelle Verbreitung.   Mit dem Wirtschaftswunder stieg auch der Drang immer mehr in diese Richtung, besonders Kegelclubs und Stammtischler machten dem Begriff „Vatertag“ alle Ehre .Er wurde in Westdeutschland zu einer alljährlichen festen Einrichtung. Ob dies der tiefere Sinn des Vatertages ist?

Auch bei uns wird gerne angeführt, es sei ein Ausgleich zum Muttertag, aber dafür gibt es keine sachliche oder historische Grundlage, denn es ist im Grunde ein von den Herren der Schöpfung selbst eingeräumtes Privileg.

Es wäre vielleicht angebracht, einmal intensiver über den Sinn des Vatertages nachzudenken und sich in diesem Zusammenhang die Rolle des „Vater-Daseins“ wieder neu bewusst zu machen.

© Hans-Peter Meyer

 

Förderverein Musica Sacra e. V.

MONTABAUR. „Immer leerer werdende Kassen sind kein Grund zur Entmutigung, sondern ein konkreter Anlass zum Handeln“ – so beschreibt Dekanatskantor Jens Schawaller die auch in der evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) immer anspruchsvoller werdende finanzielle Situation.

„Wer auch weiterhin mit Kirchenmusik Menschen erreichen möchte, der braucht gute Qualität – die kostet aber auch immer etwas.“ Mit dieser Erfahrung begibt sich der neue Vorstand – er ist identisch mit dem alten – des als gemeinnützig anerkannten Fördervereines der Montabaurer Kantorei Musica Sacra e. V. an die Arbeit. Dem Vorstand gehören an: Michael Müller (1. Vorsitzender), Monika Schlößer (2. Vorsitzende), Hans Althöhn (Kassierer), Norbert Busch (Schriftführer), Hildegard Sthamer (Kassenprüferin), Ingo Jungbluth (Kassenprüfer) und Dekanatskantor Jens Schawaller.

Die Montabaurer Kantorei besucht über ihre Einsätze in der Kreisstadt hinaus seit ihrer Gründung im Jahr 1999 regelmäßig Kirchengemeinden im unteren Westerwald, um sowohl mit Chor- und Orchesterkonzerten als auch mit Chorgesang in unterschiedlichen Gottesdiensten präsent zu sein; dadurch hat sie die Funktion des Kammerchores des Dekanates inne. „Die qualitativ hochwertige und mitreißende Musik der Montabaurer Kantorei ist neben dem Kunstgenuss auch ein probates Mittel der Werbung für Kirche“, erklärt der evangelische A-Kantor des unteren Westerwaldes, dem auch der geistliche Schwerpunkt der Kantorei sehr am Herzen liegt.

Ohne die zusätzliche tatkräftige finanzielle Unterstützung seitens des Fördervereines Musica Sacra e. V. und des evangelischen Dekanates Selters wären die vielfältigen Aktionen der Kantorei allerdings seit einigen Jahren bereits nicht mehr möglich gewesen. „Gemeinsam können wir es schaffen, auch weiterhin zum Beispiel Notenmaterial zu kaufen oder Instrumentalisten zu engagieren, um den Chorgesang im Gottesdienst und Konzert zu pflegen – zuallermeist bei freiem Eintritt“, freut sich der Dekanatskantor des unteren Westerwaldes.

Eine Fördermitgliedschaft und Einzelspenden sind jederzeit möglich und herzlich willkommen: Kto.-Nr. 2954001 bei der Volksbank Montabaur (BLZ 570 910 00). Auskünfte erhalten Sie unter Tel.: 02602 / 994810.

„Internationale Konzerttage Mittelrhein“ gastierten in Lahnstein

„Bach meets Brubeck“

Es war schon ein außergewöhnlicher Kunstgenuss, der im Rahmen der IKM in Lahnstein geboten wurde. Das 9. Konzert der insgesamt 14 Konzerte umfassenden Reihe wurde im Wyndham Garden Hotel Lahnstein ausgerichtet. Die zahlreichen kunstbegeisterten Gäste wurden von Hoteldirektorin Katja Dietz und Volksbank-Direktor Günter Groß begrüßt, die diese Veranstaltung ermöglichten.

Die beiden Künstler, zum einen Jihye Lee aus Korea, die bereits seit ihrem 4. Lebensjahr Klavierunterricht erhielt und schon zahlreiche Preise in unterschiedlichen Kategorien erhielt und zum anderen Prof. Peter von Wienhardt, der nicht nur Preisträger zahlreicher nationaler Wettbewerbe ist, sondern zudem auch noch seit diesem Jahr die künstlerische Leitung der Internationalen Konzerttage Mittelrhein übernommen hat, überzeugten auf der ganzen Linie.

Im ersten Konzertteil begeisterten beide mit „Goldberg-Variationen“ von J. S. Bach - ein Höhepunkt barocker Variationskunst – in der Version für zwei Klaviere.

Der einleitenden Arie folgten 30 Variationen, die in rund 65 Minuten präsentiert wurden.
Nach einer Pause ging es weiter mit „Point of Jazz“, ein gut 30-minütiges weiteres gigantisches Werk auf zwei Flügeln von Dave Brubeck.

Dr. Gerhard Huthmann, der Vorsitzende des Kuratoriums IKM e. V. sowie sämtliche Gäste quittierten die phantastische Leistung der beiden Künstler mit Standing ovations, was wiederum zwei weitere Zugaben versprach.

Im Anschluss an ein gelungenes Konzert erfreuten sich die Gäste an Gaumenfreuden im Sky-Cafe des Hotels, das im 15. Stock einen herrlichen Ausblick bot.

Hans Jöres – neue Ausstellung im Museum Boppard

Änne Jöres, die einzige Tochter des Malers Hans Jöres, vermachte 1974 der Stadt Boppard das künstlerische Werk  ihres Vaters, das heute im Museum der Stadt bewahrt wird.

Der am 19. August 1876 in Odenkirchen geborene Künstler und Lehrer kam 1921 nach Boppard. 1925 wirkte er an der Gestaltung des Heimatbuches des noch damaligen Kreises St. Goar durch eine große Anzahl von Strichzeichnungen entscheidend mit.

Die Ausstellung von 1930 zeigte mit 40 Bildern in Öl, 30 in Pastell und ebenso viele Zeichnungen und Holzschnitte die künstlerische Aktivität und Vielfalt von Hans Jöres.
Mit 61 Jahren trat er 1937 aufgrund eines Leidens in den Ruhestand und starb am 5. März 1938.

Das Museum Boppard zeigt jetzt aus seinem umfangreichen Bestand eine Auswahl an Ölgemälden und einzigartigen mit Kohle gezeichneten Portraits.

Infos unter www.museum-boppard.de

Late Night – Sehnsucht

Musik, Lyrik und Tanz über die Liebe

Eine Frau erzählt von der Liebe: Vom Beginn, den ersten hoffnungsvollen Momenten, dem langsam wachsenden Vertrauen, der Geborgenheit, dem Glaube an die Unendlichkeit dieses schönen Traums. Doch – wie fühlt es sich an, wenn der geliebte Mann plötzlich nicht mehr da ist? Im Rückblick stellen sich die Fragen: Gab es diese Liebe überhaupt? Wie hat sie sich angefühlt? Und wie sieht nun die Zukunft aus? Kann man ohne diese Liebe überhaupt weiterleben?

In Liedern und Arien von Claude Debussy, Ernest Chausson, Henri Duparc, Richard Wagner und Erich Wolfgang Korngold und anderen und in Gedichten von Rainer Maria Rilke wird in dieser Late Night das ganze emotionale Spektrum der beginnenden, hoffenden, zagenden und vergehenden Liebe betrachtet.

Mit: Sieglinde Karges und Pierre Doncq
Am Klavier: Karsten Huschke

Donnerstag, 21. April 2016 um 22:00 Uhr auf der Probebühne 2 – Treffpunkt Foyer
Aufgrund der geringen Platzanzahl empfiehlt sich eine rasche Reservierung.

Kontakt, Karten und Informationen:
Theaterkasse im FORUM CONFLUENTES, Zentralplatz 1, täglich von 10:00 bis
18:00 Uhr geöffnet, Tel.: (0261) 129 2840 & 129 2841
Internet: www.theater-koblenz.de

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