Donnerstag, 22. Juni 2017

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Frederik Jäckel und Rafael Klepsch bei der Stommel Stiftung

Bis auf den letzten Platz ausverkauft war der Saal der Stommel Stiftung, als dort am 03.04. der Cellist Frederik Jäckel und der Pianist Rafael Klepsch mit dem Programm TIMELINE auftraten. Die Musiker hatten sich gemeinsam mit der Stiftung auf die Fahnen geschrieben, dem Publikum eine Zeitreise durch 250 Jahre Musikgeschichte zu bieten. Von Johann Sebastian Bach bis zum zeitgenössischen Komponisten Isang Yun wurde daher der Bogen gespannt. Hochvirtuos, aber auch mit viel Sensibilität loteten Jäckel und Klepsch die ganz unterschiedlichen musikalischen Ausdrucksformen aus Barock, Klassik, Romantik und bis ins 20.Jahrhundert aus. Manche der Werke wurden für Klavier solo, manche für Cello solo und andere für beide Instrumente komponiert, so dass sich bereits formal viel Abwechslung einstellte. Sichtliches Vergnügen hatte das Publikum aber an der inhaltlichen Vielfalt der Musik. Ein ganz besonderes Verdienst der beiden Musiker war es dabei, alle Kompositionen äußerst überzeugend zu interpretieren, obwohl zwischen den einzelnen, in ihrem Charakter natürlich teils äußerst unterschiedlichen Werken nur kurze Pausen lagen und somit wenig Zeit zur gedanklichen Einstimmung blieb. Aber nicht nur diese vermeintliche Leichtigkeit auf dem Weg durch die musikalischen Jahrhunderte war beeindruckend: Besonders die Souveränität der Künstler beim Zusammenspiel war außergewöhnlich: Mit fast schlafwandlerischer Sicherheit war man auch bei plötzlichen Tempo- und Dynamikwechseln immer perfekt aufeinander eingestellt. Zu Höchstform liefen Frederik Jäckel und Rafael Klepsch dann noch einmal bei der Sonate Nr. 1 e-moll für Cello und Klavier von Johannes Brahms auf, die zum Abschluss des Abends präsentiert wurde. Abgerundet wurde das Konzert durch einen von der Stommel Stiftung erstellten fiktiven bebilderten Briefwechsel der Komponisten untereinander, durch den sich das Publikum einen Eindruck verschaffen konnte, in welchem künstlerischen und sozialen Umfeld die jeweiligen Werke entstanden waren.

Österliches Platzkonzert FRECHBLECH

MONTABAUR: Am Ostersonntagmorgen lud Frechblech – diesmal als Soloquartett des evangelischen Dekanates Selters – zum traditionellen österlichen Platzkonzert vor dem alten Rathaus in der Fußgängerzone Montabaur ein.

Mit geistlicher und modern-flotter Musik erfreute das Bläserensemble unüberhörbar die Zuhörerinnen und Zuhörer der Kreisstadt.

Es musizierten (v. l. n. r.) Rudolf Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn) und Jens Schawaller (Helikon und Leitung).

 

Collegium Musicum auf Konzertreise in China

Zwei Auftritte beim Jubiläum der Partner-Universität Xiamen

Es ist zweifellos ein Höhepunkt in der annähernd 40-jährigen Geschichte des Collegium Musicum: Am 31. März tritt das Orchester der Universität Trier eine knapp einwöchige Reise nach China an. Am 4. und 5. April wird das Ensemble zwei Konzerte an der Universität Xiamen geben. Anlass ist die 95-Jahr-Feier der Partnerhochschule der Trierer Universität.

„Es wird eine interessante Erfahrung, wir freuen uns sehr darauf“, blickt der musikalische Leiter Mariano Chiacchiarini dem Gastspiel in der chinesischen Küstenstadt erwartungsvoll entgegen. Er betritt in Xiamen nicht nur musikalisch Neuland. Der weit gereiste Argentinier mit italienischen Wurzeln besucht die Volksrepublik zum ersten Mal.

Gespannt ist er auf Land und Leute, insbesondere aber auch auf die musikalische Zusammenarbeit mit den Gastgebern. Aus organisatorischen Gründen kann das Orchester nur mit 30 statt 50 Instrumentalisten - und ohne Chor- nach Xiamen reisen. Beim ersten Konzert werden daher einige einheimische Musiker das Ensemble verstärken. Den zweiten Auftritt wird das Collegium in einer imposanten Besetzung gemeinsam mit dem Orchester und dem Chor der Universität Xiamen bestreiten.

„Das musikalisch Programm ist so gestaltet, dass unser Orchester auch in reduzierter Besetzung strahlen kann“, erklärt Mariano Chiacchiarini. Zweite Voraussetzung für die Auswahl: Die Werke sollten internationalem Standard-Repertoire entsprechen, das den Musikern der Universität Xiamen geläufig ist. Chiacchiarini und die Gastgeber entschieden sich für Werke von Beethoven und Schubert. Beethovens „Neunte“ mit der Europa-Hymne „Ode an die Freude“, gespielt und gesungen von Musikern und Sängern der Universitäten Xiamen und Trier – das dürfte fürwahr ein besonderes musikalisches und interkulturelles Erlebnis werden.

Bis dahin sind allerdings aufwändige Vorbereitungen erforderlich. Ausgerechnet der Artenschutz entwickelte ernsthaftes Gefährdungspotenzial für die Konzertreise. Bevor sie im Flugzeug transportiert und nach China eingeführt werden dürfen, müssen sämtliche Instrumente die kritische Prüfung eines Gutachters bestehen. Geigenbögen sind nicht selten mit Elfenbein verstärkt, das nach Artenschutzbestimmungen jedoch nicht eingeführt werden darf. Möglicherweise müssen die Trierer Musiker daher vor Ort ihr Instrumenten-Equipment leihweise aufstocken.

Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel hat das Gastspiel im vergangenen Jahr mit der Vizepräsidentin der Universität Xiamen, Zhan Xinli, eingefädelt. „Wir sind der Universität Xiamen für die Einladung und besonders auch dem Freundeskreis Trierer Universität, der Stadt Trier, der Stiftung Stadt Wittlich und allen anderen Förderern dankbar, die diese Reise ermöglichen“, sagt Jäckel. Er wird die Konzerte in Xiamen erleben und die Besucher dort begrüßen dürfen.

 

 

 

Was ist Ostern? Eine einfache Darstellung der Passion Christi

Von Hans-Peter Meyer

Mit dem  Palmsonntag beginnt für die Christen in aller Welt die wichtigste Woche des Jahres. In unzähligen und an Verschiedenartigkeiten kaum zu überbietenden Festen, Feiern, Umzügen und Gottesdiensten begehen sie, entweder fröhlich oder nachdenklich, die grundlegenden Ereignisse und Inhalte ihres Glaubens. Dazu kommen die Erinnerungen an die Dramatik der letzten irdischen Lebenstage ihres Glaubensstifters Jesus aus Nazaret (zwischen See Genezareth und Mittelmeer in Israel gelegen). Aber nun der Reihe nach:

Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, feiern die Christen den Einzug von Jesus in Jerusalem. Er wird dort von den Bewohnern mit Palmzweigen und Huldigungsrufen begeistert begrüßt, obwohl der auf einem jungen Esel reitende Jesus alles andere als eine herrschaftliche Figur darstellt. Aber die Gläubigen sehen in dem Vorgang die Erfüllung einer alten Weissagung, nach der der göttliche Erlöser so in Jerusalem einziehen soll.

Am Gründonnerstag – die Gegner von Jesus haben dafür gesorgt, dass sein Aufenthalt in Jerusalem lebensbedrohlich geworden ist – feiert Jesus mit seinen Jüngern zum letzten Mal ein rituelles Abendessen. So ist es unter frommen Juden in Jerusalem vor dem Passafest üblich gewesen. Während der Mahlzeit nimmt Jesus angesichts seines bevorstehenden Todes, von deinen Jüngern Abschied. Aus diesem Essen entsteht später die Feier des Heiligen Abendmahls bzw. der Heiligen Eucharistie, die zur Mitte des christlichen Gottesdienstes werden.

Am Karfreitag geschieht für die Jünger – und heute noch für alle Christen – das Unfassbare: Jesus wird verhaftet und mit dem Kreuzestod grausamst hingerichtet. In Jesus sehen die Jünger, wie heute die Christenheit, den Abgesandten, den Boten, ja den Sohn Gottes. Dass niedrige Intrigen und menschliche Machenschaften so mit Gott – ungestraft – umgehen können – und das Gott dies zulässt! – stürzt alle in tiefsten Glaubenszweifel. Das Ende der „Jesusbewegung“ sehen sie gekommen und den menschenfreundlichen Gott, den Jesus verkündete, als Irrtum entlarvt!

Doch der Ostersonntagmorgen wischt alle Zweifel, alle Ängste beiseite. Immer mehr von ihnen erzählen  von Begegnungen mit und von Erscheinungen von Jesus, die sie gehabt haben. So wird die Gewissheit geboren, dass Jesus lebt und wirkt. Sie – und nachfolgend alle Christen auf der weiten Welt – erkennen, dass seine Botschaft für alle Zeiten gültig bleibt. Auch wissen  und glauben sie, dass der Tod in jedweder Form für das liebevolle, uns Menschen zugewandte Wirken Gottes in uns und mit uns keine unüberwindbare Barriere mehr darstellt. Ein neuer Abschnitt der Menschheit hat damit begonnen.

Das ist Ostern!

© Hans-Peter Meyer

Kulturehrennadel 2016

(Koblenz: 14.03.16) Mit der Ehrennadel für kulturelles Engagement im Ehrenamt, so der offizielle Titel, werden in diesem Jahr Dr. Helga Arend, Dr. Hartmut Bierschenk und Rudi Scheuermann ausgezeichnet, teilt Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz mit.

Helga Arend leistet im Förderverein der Freunde der Stadtbibliothek „Lesen und Buch“ seit vielen Jahren mit hohem ehrenamtlichem Engagement wertvolle Arbeit. So hat es sich der Förderverein zur Aufgabe gemacht durch die Veranstaltung von Bücherflohmärkten, literarischen Abenden und szenischen Lesungen Gelder einzusammeln, die auf vielfältige Weise der Stadtbibliothek zu Gute kommen.
Ferner ist der Verein bemüht, die Leselust zu fördern. Dies geschieht durch Vorlesestunden, Vorlesetrainings und den schon genannten Literaturveranstaltungen.

Hartmut Bierschenk wird für sein ehrenamtliches Engagement in der Organisation und der Durchführung der Ehrenbreitsteiner Kulturtage ausgezeichnet. Die Kulturtage Ehrenbreitstein bieten den Besucherinnen und Besuchern vielfältige Ausstellungen in Ateliers und musikalische und künstlerische Darbietungen auf Bühnen und in Konzertsälen. Sie sind aus dem Kulturangebot der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Bierschenk ist zudem Sprecher im Kulturkreis des Ortsrings Ehrenbreitstein.

Mit Rudi Scheuermann wird ein Bildhauer geehrt, der langjähriges Mitglied der AKM ist.
Scheuermann ist 1929 in Neustadt/Weinstraße geboren und hat 1948 seine Steinbildhauerlehre abgeschlossen. 1949 bis 1954 studierte er Bildhauerei an der Mainzer Landeskunstschule und von 1955 bis 1956 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 1956 lebt Scheuermann als freiberuflicher Bildhauer in Koblenz.
Viele seiner Werke stehen in Koblenz, so etwa der Brunnen vor dem Hauptjustizgebäude, die Sandstein-Stelen vor der Berufsschule in der Beatusstraße oder die drei Portraitköpfe am Rathaus.

Kulturdezernentin Theis-Scholz freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den Kulturpolitikern des Stadtrates, auf deren Vorschläge die diesjährigen Preisträger zurückgehen. „Mir gefällt die Mischung der in diesem Jahr Geehrten. Neben einem Künstler, der für seine Lebensleistung geehrt wird, sind die ehrenamtlich Tätigen, die organisieren und fördern sehr wichtig, um überhaupt einen Kulturbetrieb am Laufen zu halten“, so die Kulturdezernentin.

Die Kulturehrennadel wird seit 2007 jährlich an höchstens drei Personen verliehen. Die Preisträger werden durch Kulturdezernentin Theis-Scholz und die kulturpolitischen Sprecher der Fraktionen im Rat ausgewählt. Die diesjährige Preisverleihung findet im Juni statt.

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