Freitag, 24. März 2017

Letztes Update:05:34:55 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Muslimische Jugend ruft zum Schulterschluss gegen Terror auf

Selters. Als Reaktion auf den Anschlag am Montagabend in Berlin, bei dem 12 Menschen starben und Dutzende teils schwer verletzt wurden, rief die Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation zu einer bundesweiten Blutspendeaktion auf.

Die Mitglieder der Jugendorganisation hatten sich seit dem Anschlagzum Ziel genommen, in einer Woche 1000 Blutspender aus dem gesamten Bundesgebiet zu mobilisieren. An der Blutspendenaktion in Selters nahmen 12 junge Mitglieder teil.

„Wir sind fassungslos angesichts der Nachrichten aus der Bundeshauptstadt und bekunden unsere absolute Solidarität mit den Opfern, ihren Familien und Angehörigen“, erklärt Hasanat Ahmad, Bundesvorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation.

Für die Ahmadiyya Jugend gelte:

„Wer einen Menschen tötet, so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet und wer Menschenleben erhält, so ist es, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten“. (Heiliger Koran 5:33).

Mit der Aktion ruft die Jugendorganisation zu einem gesamtgesellschaftlichen Schulterschluss gegen Extremismus und Terror in der Gesellschaft auf. Es ist ihr höchstpersönlicher Beitrag dafür, dass ein ethnien- und konfessionsübergreifender Zusammenhalt in der gegenwärtigen Zeit noch stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rückt.

„Andere mögen Blut vergießen, aber inspiriert von den islamischen Wertensehen wir es als Pflicht, Menschenleben zu retten und die Gesellschaft noch lebenswerter zu machen“, erklärt der Bundesvorsitzende.

 

Treffen der Kulturämter der Region

Auf Einladung der Koblenzer Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz (5. von links) fand in Koblenz ein Informations- und Austauschtreffen der Verantwortlichen Mitarbeiter der Kulturämter in der Region Mittelrhein statt.

Als Teilnehmer nahmen teil der Mayener Oberbürgermeister Wolfgang Treis (6. von links) und Claudia Schick (7. von links) von der Stadt Andernach Charlotte Eveling (links), von der Stadt Lahnstein Ulrike Krapp (4. von links) und Walter Novortne (3. von links), von der Stadt Neuwied Petra Neuendorf (2. von links) und von der Stadt Koblenz Thomas Preußer (rechts).

Wenn unser Herz spricht…. Gedanken zu Weihnachten

Von Hans-Peter Meyer

Und wieder diese Gegensätze: Weihnachten in den Katastrophen-, Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt, nicht nur irgendwo, sondern in Syrien, in Libyen, in Ägypten, in Afghanistan, im Irak, in Pakistan, in Haiti, auf den Philippinen, in Nahost  der gewaltsame  Israelisch-Palästinensische Kriegskonflikt und  in vielen afrikanischen Ländern, aber auch auf europäischem Boden nicht weit entfernt von uns in der Ost-Ukraine. Grausame Bilder. Kinderchöre auf der einen und geschädigter Wald auf der anderen Seite. Erfolgsmeldungen einerseits – Vorurteile und Verleumdungen andererseits. Weltweit gibt es ein Viertel Reiche und drei Viertel Arme. Ein Viertel der Menschheit ist nicht in der Lage, seine Grundbedürfnisse wie Ernährung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit und Bildung zu sichern.  Millionen Menschen auf unserem Globus kämpfen täglich um die nackte Existenz. Weltweit sterben jeden Tag 30 000 Kinder an den Folgen von Hunger, Krankheit und Kriegen - eine alarmierende Zahl, die man sich immer wieder nachhaltig bewusst machen muß.

Stille Nacht hier – und Terrormeldungen dort. Wie kann das Fest da überhaupt noch unsere Herzen und Seelen erreichen?

Denn das ist es doch, was wir an Weihnachten, dem Fest Christi Geburt, vor allem suchen: dass sich unsere Seele über den Tag erhebt. Dass es wirklich „weihnachtet“ um uns, in uns, in unseren Herzen, wie Theodor Storm es in einem seiner schönsten Gedichte beschrieb.

Den äußerlichen Glanz haben wir. Die Kugeln am geschmückten Christbaum werden immer bunter, die Geschenke immer kostbarer, selbst da, wo es inzwischen finanziell schmaler zugeht.

Keine Sorge also um den äußeren Glanz, auf den wir Menschen so sehr fixiert sind.

Aber was ist mit dem Glanz tief innen bei uns? Ohne Hass, ohne Verbitterung und Neid! Wo kommt er her, wie können wir ihn für uns gewinnen, diesen inneren Glanz?

Es führen keine Schnellstraßen zu Reichtum und Glück. Eine Kerzenlänge Gefühl reicht nicht. Die Liebe und Herzlichkeit, die wir Weihnachten erfahren, sind schon beglückend. Doch sie sind nur eine Seite der Medaille. Der Schweizer Literatur-Nobelpreisträger Carl Spitteler  (*1845 +1924)  hat einmal  die Formulierung geprägt:  „Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden“. Auch diese Hoffnung verbindet die Menschen mit Weihnachten.

Der Pädagoge und Buchautor Rolf Krenzer (*1936  +2007) hat vor einigen Jahren anlässlich des Festes von Christi Geburt folgende Worte geschrieben:

Wann fängt Weihnachten an?

Wenn der Schwache

dem Starken die Schwäche vergibt,

wenn der Starke

die Kräfte des Schwachen liebt,

wenn der Habewas

mit dem Habnichts teilt,

wenn der Laute

bei dem Stummem verweilt

und begreift,

was der Stumme ihm sagen will,

wenn das Leise

laut wird

und das Laute still,

wenn das Bedeutungsvolle

bedeutungslos,

das scheinbar Unwichtige

wichtig und groß,

wenn mitten im Dunkel

ein winziges Licht

Geborgenheit

helles Leben verspricht

und du zögerst nicht,

und du gehst  so wie du bist

darauf zu,

dann, ja dann,

fängt Weihnachten an!

Denn das Wunder geschieht erst, wenn wir Liebe und Herzlichkeit geben. Das selbst gebastelte Geschenk eines Kindes, die Überraschung für die Partnerin oder den Partner. Der Besuch bei einem Kranken oder Einsamen. Der plötzliche Anruf eines Freundes von weither. Jeder von uns kann zum Frieden  und zur Gerechtigkeit beitragen.

Wenn sich Gegner, ja Feinde zur Versöhnung die Hände reichen, wenn Menschen für Menschen ihre Herzen öffnen, dann wird für uns das Wunder von Bethlehem gegenwärtig.

Das ist die andere, die hellere Seite.

Beschenkt zu werden, das ist schön. Aber Schenken – „sich selber dreingeben“ – das ist der Schlüssel für Weihnachten, das Fest der Liebe und den Friedens. Es gibt keinen anderen Schlüssel.

Weihnachten heißt, mit Hoffnung leben, sich die Hände zur Versöhnung reichen, Fremde aufnehmen, Kranke trösten,  einander helfen, das Gute zu tun, die Tränen trocknen.

Jedes Mal, wenn einer dem anderen Liebe schenkt, wenn die Not des Unglücklichen gemildert wird, wenn Herzen zufrieden und glücklich sind, steigt der Schöpfer herab vom Himmel und bringt uns das Licht:

Das ist die Botschaft zu Weihnachten…

Text und Foto: ©: Hans-Peter Meyer

 

 

 

 

 

 

 

Adventskonzerte der Montabaurer Kantorei und der Cappella Taboris

ALSBACH / MONTABAUR. Gemeinsam gaben die Montabaurer Kantorei und die Cappella Taboris mit einem Streichquartett unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller ihre traditionellen zwei großen Adventskonzerte in der ev. Nicolaikirche in Alsbach sowie in der ev. Pauluskirche Montabaur mit Werken von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Friedrich Noack, Ferdinand Schmidt, Jan Bender, Walther Schmidt und Ingo Jungbluth. Als Solisten wirkten Angelika Wies (Sopran), Monika Schlößer (Alt und Blockflöte), Hildegard Sthamer (Tenor), Jens Schawaller (Evangelist) und Ingo Jungbluth (Bass) mit Susanne Schawaller (Orgel); als Instrumentalisten wirkten im Streichquartett Cornelia Heppner (Violine), Felix Kuhl (Violine), Sophie Jungbluth (Viola da braccia) und Gudula Marxsen (Kontrabass). Möglich wurden die beiden hochkarätigen Konzerte wieder durch die freundliche Unterstützung des evangelischen Dekanates Selters und den Förderverein Musica Sacra e. V., wodurch alle Gäste in beiden Kirchen bei freiem Eintritt empfangen werden konnten.

Adventskonzert des Polizeipräsidiums

Trier. Mehr als 600 begeisterte Gäste in der Trierer Basilika

Unter der Leitung von Stefan Grefig konnten das Landespolizeiorchester, unterstützt durch Kantor Martin Bambauer an der Basilika-Orgel und die Solistin Jana Sell, wieder einmal viele Menschen begeistern und auf die Vorweihnachtszeit einstimmen.

Mehr als 600 Besuchern folgten der Einladung vom Polizeipräsident Lothar Schömann, der Evangelischen Kirchengemeinde Trier und der Polizeiseelsorge zum diesjährige Konzert des Polizeipräsidiums und füllten die Trierer Basilika.

Neben den speziell arrangierten Weihnachtsliedern des Landespolizeiorchesters setzten Kantor Martin Bambauer mit „seiner“ Orgel und Jana Sell als Gesangssolistin die diesjährigen Akzente.

Mit seinen besinnlichen und doch nachdenklich stimmenden Wortbeiträgen schaffte es Polizeiseelsorger Hubertus Kesselheim in gewohnter Art und Weise, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen und für die adventliche Besinnlichkeit zu sorgen.

Dem traditionellen Spendenaufruf des Polizeipräsidenten folgte das begeisterte Publikum offensichtlich sehr gerne. Die Spende kommt in die diesem Jahr zwei sozialen Einrichtungen zugute. So wird das „Geschwister-Projekt“ der Villa Kunterbunt unterstützt, in dem Geschwistern von schwerstkranken Kindern besondere Hilfe und Unterstützung zuteilwird.

Die zweite soziale Einrichtung ist die Evangelische Kindertagesstätte Wichernhaus. Während der Begleitung der Kinder in ihrer Entwicklung zu respektvollem und achtsamen Umgang mit anderen Menschen und der Natur liegt hier ein besonderes Augenmerk auf der sprachlichen Förderung sowohl heimischer Kinder als auch von Kindern aus Flüchtlingsfamilien.

Die Übergabe der Spende erfolgt am 13. Dezember um 11 Uhr in der JKiTa Wichernhaus.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL