Montag, 18. Dezember 2017

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Tatort Eifel 2017

Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreicht Filmpreis ROLAND

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat im Rahmen einer Abendgala in Daun, die den feierlichen Höhepunkt des Krimifestivals Tatort Eifel bildet, den Filmpreis ROLAND überreicht. Der Preis ist eine Auszeichnung für Persönlichkeiten aus dem Filmbereich, die dem Genre Kriminalfilm in inhaltlicher oder filmästhetischer Weise wesentliche neue Impulse geben beziehungsweise gegeben haben. In diesem Jahr wurden gleich zwei ROLAND-Preise vergeben: an den Schauspieler Matthias Brandt für seine Rolle als Münchener Kommissar Hanns von Meuffels in der Reihe „Polizeiruf 110“ sowie an die Thriller-Reihe „Spuren des Bösen“ mit Heino Ferch in der Hauptrolle.

Tatort Eifel fand vom 15. bis zum 23. September 2017 an verschiedenen Orten der Vulkaneifel statt. Für zehn Tage wurde die Vulkaneifel so wieder zum Treffpunkt von Fachbesuchern der Krimiszene und Krimiliebhabern aus ganz Deutschland. Unter dem Motto „Krimi Live“ wurden über 30 Lesungen, Konzerte und Premieren an zehn Tagen angeboten. Daneben gab es ein hochkarätiges Fachprogramm für die Filmbranche.

„Tatort Eifel ist ein Aushängeschild der rheinland-pfälzischen Kultur. Mit Hillesheim und Daun verbindet man inzwischen deutschlandweit das Thema Krimi“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Schirmherrin des Festivals ist. „Tatort Eifel ist zum Stelldichein und Branchentreff für die Film- und Fernsehszene rund um den Krimi geworden. Ein erstklassiges Festival, das für die Festivalwochen die Vulkaneifel auf eine Stufe mit den deutschen Filmmetropolen Berlin oder München stellt. Die Landesregierung unterstützt Tatort Eifel über den Kultursommer deshalb sehr gerne.“

Michelsmarkt der Künste

Staatssekretär Clemens Hoch: Kulturelle Teilhabe leicht gemacht

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch, hat den Michelsmarkt der Künste in Andernach eröffnet. „Ob Künstler, Sammler oder Kenner, für viele der Besucherinnen und Besucher des Michelsmarktes in Andernach ist dieser Michelsmarkt der Künste ein Muss geworden, um das aktuelle Kunstschaffen im Rheinland und in den benachbarten Regionen kennenzulernen“, sagte Staatssekretär Clemens Hoch bei seiner Begrüßung.

Auch viele Besucherinnen und Besucher, die sich vom bunten Treiben der Krammarktstände, den vielen Fahrgeschäften und dem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm angesprochen fühlten, fänden den Weg ins historische Rathaus. „Hier wird kulturelle Teilhabe leicht gemacht“, so der Staatssekretär.

Der Michelsmarkt, den es bereits seit mehr als 600 Jahren gibt, ist eines der ältesten und größten Volksfeste am Mittelrhein. Die Jahresausstellung Michelsmarkt der Künste der Künstlerinnen und Künstler der Pellenz und der Kunstakademie Rheinland findet bereits zum 44. Mal im Historischen Rathaus statt.

Die Schau mit Exponaten, die von Künstlerinnen und Künstlern in verschiedenen Techniken geschaffen worden sind, reflektiere die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten in der bildenden Kunst und vermittele Gegenwartskunst einem Kreis interessierter Bürgerinnen und Bürger in den verschiedenen Regionen des Landes, so Staatssekretär Clemens Hoch. Sie gehöre zu den festen Terminen im Ausstellungskalender der Künstlergruppe Pellenz.

Der Chef der Staatskanzlei richtete einen besonderen Dank an Fred Schäfer-Schällhammer, Gründungsmitglied der Künstlergruppe Pellenz. „Mit ihm haben Kunstinteressierte einen kompetenten Ansprechpartner, der sie durch diesen Michelsmarkt der Künste begleitet“, so der Staatssekretär.

 

 

 

 

 

90. Geburtstag

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratuliert Harald Weinrich

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratuliert dem Wissenschaftler und Carl-Zuckmayer-Preisträger Harald Weinrich zu seinem 90. Geburtstag am 24. September. „Ihre Verdienste um die deutsche Sprache, um die Linguistik, Komparatistik, Lyrik und Prosa machen Sie zu einem der wichtigsten europäischen Gelehrten der Gegenwart. Mit Ihrem Namen wird die Entwicklung des Fachs Deutsch als Fremdsprache stets verbunden bleiben“, schrieb die Ministerpräsidentin in ihrem Glückwunschschreiben.

Harald Weinrich war zunächst als Professor für Sprach- und Literaturwissenschaft an den Universitäten Kiel, Köln, Bielefeld und München tätig. 1992 wurde er zum Professor am Pariser Collège de France ernannt, wo er bis 1998 lehrte. Seine erstmals 1993 erschienene „Textgrammatik der deutschen Sprache“ gilt als ein Standardwerk. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1998 die Carl-Zuckmayer-Medaille. Die Medaille ist die höchste kulturelle Auszeichnung der Ministerpräsidentin beziehungsweise des Ministerpräsidenten und wird in Erinnerung an den großen rheinhessischen Schriftsteller und Dramatiker Carl Zuckmayer verliehen.

„Ich freue mich, Harald Weinrich unter den Carl-Zuckmayer-Preisträgern und
-Preisträgerinnen zu wissen und wünsche ihm alles Gute, Gesundheit und Glück im neuen Lebensjahr“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der Weltkindertag - Gedanken zum Tag für die Rechte der Kinder

Von Hans-Peter Meyer

"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt". Mit diesen Worten von Albert Einstein kann man den Einstieg in den Weltkindertag beginnen.

Foto/Grafik rechts: Weltkindertag – mit den Augen eines Kindes gesehen und gemalt…

Am 20. September feiern die Menschen in Deutschland (und auch Österreich) jährlich den Weltkindertag. Dieser Tag soll daran erinnern, dass Kinder Rechte haben und darauf aufmerksam machen, dass es vielen Kindern auf der Welt schlecht geht. Sie müssen für wenig Geld harte Arbeit verrichten, leiden unter Kriegen, Krankheiten oder müssen hungern. Der barbarische Bürgerkrieg in Syrien ist ein grausames Beispiel dafür, wie unschuldige Kinder fürchterlich leiden und sterben müssen. Nicht nur in armen Ländern, sondern sogar in Deutschland leben Kinder in Armut. Auch bei uns werden Kinderrechte oft nicht eingehalten, sozusagen mit Füßen getreten. Kinder sind vollwertige Menschen, deren Wünsche, Bedürfnisse und Nöte ernst genommen werden müssen.

Bei uns feiert man den Weltkindertag - wie oben beschrieben - am 20. September, in vielen anderen Ländern der Welt am 20. November. Es wird daran erinnert, dass die Rechte der Kinder eingehalten werden müssen. UNICEF , das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat den Tag für die Rechte der Kinder im Jahr 1954 ins Leben gerufen. Das Kinderhilfswerk setzt sich für Kinder auf der ganzen Welt ein, deren Lage verbessert werden muss oder die in Not sind. Viele Kinder in ärmeren Ländern müssen Hunger leiden, leben in elenden Zuständen oder in Kriegsgebieten. Nicht überall findet der Weltkindertag am gleichen Datum statt. In den meisten Ländern ist er am 20. November.

Vor allem in "Dritte-Welt"-Ländern und Krisenregionen, aber auch bei uns geht es vielen Kindern schlecht. Viele Menschen fordern, dass die Rechte der Kinder bei politischen Entscheidungen und Regelungen viel mehr berücksichtigt werden. Die Welt wird von den Erwachsenen gestaltet, die oft kein Verständnis für die Bedürfnisse von Kindern haben. Das fängt schon bei Einrichtungen, Freizeitmöglichkeiten, Spiel- und Sportplätzen für Kinder an.

Kinderrechte im Grundgesetz?

Am Weltkindertag wird daran erinnert, dass Kinder auf der ganzen Welt festgeschriebene Rechte haben, die die Erwachsenen beachten müssen. Viele Eltern und Kinder wissen das überhaupt nicht. So dürfen Kinder zum Beispiel nicht geschlagen oder körperlich misshandelt werden. Eltern verstoßen schon gegen das Gesetz, wenn sie ihren Kindern eine Ohrfeige geben.

Damit die Kinderrechte auch in Deutschland wirklich beachtet werden, fordern viele Politiker, dass sie extra im Grundgesetz festgehalten werden. Dort sind alle Rechte, die die Menschen in Deutschland haben, niedergeschrieben. Diese gelten zwar auch für Kinder - aber viele Menschen sind dafür, dass ihre Rechte zusätzlich ins Grundgesetz geschrieben werden. Aber es geschieht einfach zu wenig.

Weltweit leben Kinder in elenden Zuständen

In vielen armen Ländern - besonders in Afrika, Südamerika und Asien - kämpfen Kinder täglich ums Überleben. Sie haben wenig zu essen und zu trinken, müssen für einen Hungerlohn hart arbeiten - und viele von ihnen leben auf der Straße. Eine Menge Produkte, die man bei uns kaufen kann, - zum Beispiel Spielzeug, Kleidung, Teppiche, Textilien und Lebensmittel - stammen aus ausbeuterischer Kinderarbeit.

Wenn man sich die gegenwärtige Flüchtlingskrise und die barbarischen Bilder in den Medien vor Augen führt, was Kinder alles Fürchterliches erleben und erdulden müssen, da kann ein normal empfindender Mensch nicht mehr tatenlos zusehen, da ist Humanität und vor allem dringend tatkräftige Hilfe geboten.  Jeder zweite Flüchtling auf der Welt ist ein Kind oder Jugendlicher, eine erschreckende Erkenntnis.

Manche ziehen sogar als Kindersoldaten in Kriege. Auch Kinderprostitution ist vor allem in armen Ländern weit verbreitet: Mädchen und auch Jungen verkaufen ihren Körper, um sich mit dem dadurch verdienten Geld durchzuschlagen. Sie sehen keine andere Möglichkeit, an Geld für etwas zu essen zu kommen, oder sie werden von Erwachsenen dazu gezwungen.

Viele von ihnen stecken sich dann mit Aids und Geschlechtskrankheiten an. Einige Kinder, vor allem in afrikanischen Ländern, kommen schon HIV-positiv auf die Welt, weil ihre Mutter das Virus in sich trägt. Einige Kinder haben ihre Eltern durch einen Bürgerkrieg oder eine Krankheit verloren und sind gezwungen, alleine klarzukommen. Viele Kinder in armen Ländern besitzen keine Geburtsurkunde. Niemand hilft ihnen, wenn sie krank werden.

Arme Kinder in reichen Ländern

Aber sogar in unserer eigentlich wohlhabenden Gesellschaft gibt es Kinderarmut. Die betroffenen Kinder können keine angesagte Markenkleidung tragen, haben keinen Computer und müssen auch auf sonstige Luxusartikel, die für viele andere selbstverständlich sind, verzichten. Ihre Eltern sind arbeitslos geworden oder verdienen mit ihren Jobs kaum Geld. Einige Kinder bekommen zu Hause nicht mal jeden Tag ein warmes Essen. Sie leiden meist im Stillen darunter. Nicht selten sind sie Außenseiter und werden auch noch von anderen Kindern verspottet.

Vielleicht haben wir Anregungen, was geändert werden sollte und wie man die Welt verbessern kann. Der Weltkindertag ist eine Gelegenheit, Vorschläge und Ideen mit Freunden aufzugreifen, zu sammeln und an Eltern, Pädagogen und vor allem mit Nachdruck an Politiker weiterzugeben.

Der Theologe, Psychotherapeut und Schriftsteller Eugen Drewermann äußert sich wie folgt: „Das ist das ganze Geheimnis eines Kindes, dass es uns durch sein bloßes Dasein nötigt, es zu lieben, und dass es davon lebt, für nichts geliebt zu werden…“

Nicht nur am 20. September ist Kindertag, jeder Tag sollte ein Kindertag sein, ein "Tag zum Wohle unserer Kinder".

Pablo Casals (1876-1973), der große spanische Cellist, Dirigent und  Komponist, hat es einmal in einer Hommage an alle Kinder dieser Welt sehr treffend formuliert:

Du bist ein Wunder.

Jede Sekunde unseres Lebens ist ein neuer und

einzigartiger Augenblick auf dieser Welt –

Ein Augenblick, der sich nie wiederholen wird.

Und was bringen wir unseren Kindern bei?

Wir bringen ihnen bei, dass zwei und zwei vier ist

und Paris die Hauptstadt von Frankreich.

Wann werden wir ihnen beibringen, was sie sind?

Wir sollten jedem Kind sagen: Weißt du, was du bist?

Du bist ein Wunder.

Du bist einzigartig.

In all den Millionen von Jahren, die vergangen sind,

hat es niemals ein Kind wie dich gegeben.

Schau deinen Körper an, welch ein Wunder! Deine Beine, deine Arme, deine geschickten

Finger,

die Art wie du dich bewegst.

Aus dir kann ein Skakespeare, ein Michelangelo, ein Beethoven werden.

Du kannst alles erreichen, es gibt nichts, was du nicht werden könntest.

Ja, du bist ein Wunder.

Und wenn du groß bist, kannst du zu anderen böse sein,

die ebenso wie du ein Wunder sind?

Wir alle müssen daran arbeiten-,

die Welt für unsere Kinder lebenswert zu machen.

Ja, du bist ein Wunder!

Soweit die  bemerkenswerten Worte von Pablo Casals.

Die Worte des ägyptischen Jesuiten, Mystikers und Buchautors  Henri Boulad sollten alle Eltern begleiten: Sie lauten: „…Und die heranwachsenden Kinder! Bitte, nehmt euch Zeit, liebe Eltern, wenn sie (die Kinder) mit brodelndem Herzen in die Wohnung stürmen und eine schäumende Freude mit euch teilen wollen oder ein starkes Erlebnis loswerden möchten… Bitte, verbietet Ihnen niemals den Mund mit der furchbaren Ausrede: „ICH HABE JETZT KEINE ZEIT“, sondern lasst alles stehen und liegen, weil in diesen wenigen Minuten keine Arbeit wichtiger ist als jetzt   Euer  Z U H Ö R E N, Eure Aufnahmebereitschaft, Euer Einfühlen, Euer Mitfühlen. Andernfalls erinnert ihr euch später reuevoll an diese unwiederholbaren Augenblicke und die versäumten Chancen, mit Eurem Sohn, Eurer Tochter, wichtige Kontakte geknüpft zu haben…“

Und mit Dante Alighieri möchte ich schließen: "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die (lachenden) Augen eines Kindes".

Kinder sind unser Reichtum, unsere Zukunft und der beste Teil von uns selbst.

Machen wir uns das an jedem Tag neu bewusst!

Hans-Peter Meyer

Kulturehrennadeln vergeben

Am Sonntag überreichten Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig und Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz im großen Rathaussaal Dr. Uwe Baur und Dietmar Weidenfeller die Kulturehrennadel der Stadt Koblenz für ihr besonderes kulturelles Engagement. Die dritte Preisträgerin Ruth Duchstein war verhindert, an der Verleihung teilnehmen zu können.

Ruth Duchstein wurde als eine „Botschafterin für die Welt des Lesens und der Bücher“ ausgezeichnet. Sie hat sich unter anderem mit dem Literaturfestival „Koblenz ganz Ohr“ und den damit verbundenen vielen Lesungen namhafter Autoren um Koblenz und die Kultur verdient gemacht.

Dr. Uwe Baur hat sich neben seinem Beruf als Musiklehrer und später stellvertretendem Leiter der Koblenzer Musikschule ehrenamtlich um das Koblenzer Musikleben verdient gemacht. Zuvorderst ist hier seine mehr als 30 Jahre währende Tätigkeit als Vorstandsmitglied des Koblenzer Musik-Instituts zu nennen. Seit 1969 verfasst er die Werk-Kommentare in den Programmheften der Konzerte des Musik-Instituts. Ferner ist sein umfangreiches schriftstellerisches Werk zu nennen.

Dietmar Weidenfeller erhielt die Ehrennadel, weil er den Männergesangverein „Frohsinn“ in Pfaffendorf mit großem Erfolg führt. Mittlerweile hat der Verein noch einen Frauen- und einen Projektchor. Ferner übernahm Weidenfeller 2009 die Leitung des Kreis-Chorverbandes Koblenz, und konnte auch hier Erfolge verbuchen.

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