Sonntag, 22. Oktober 2017

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Leseförderung

Eröffnung 10 Jahre „LESESOMMER Rheinland-Pfalz“ 2017
- die erfolgreichste Leseförderaktion des Landes feiert Jubiläum

Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur eröffnete heute den Lesesommer in der Öffentlichen Bücherei Anna Seghers in Mainz gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. Der Lesesommer Rheinland-Pfalz, die landesweit größte und erfolgreichste Leseförderaktion, feiert 2017 das zehnte Jahr seines Bestehens und findet vom 19. Juni bis 19. August statt. Die Sommeraktion richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren.

„Im Jahr 2008 startete der Lesesommer mit 88 Bibliotheken. In diesem Jahr sind es mit 180 teilnehmenden Bibliotheken mehr als doppelt so viele. Der Lesesommer hat sich in den letzten zehn Jahren zu der erfolgreichsten Leseförderaktion des Landes entwickelt und ist nun nicht mehr aus dem Sommerprogramm tausender Kinder und Jugendlicher in Rheinland-Pfalz wegzudenken. Auch bundesweit ist der Lesesommer ein Erfolgsmodell. Zwischen 2008 und 2016 beteiligten sich über 145.000 Kinder und Jugendliche an dieser Aktion“, so Wolf.

Der Minister bedankte sich ausdrücklich für das große Engagement der Bibliotheken, die diese Leseförderaktion erst möglich machen und dabei eng mit den Schulen kooperieren.

„Auch in den Sommerferien und über die Schulzeit hinaus sind Bibliotheken mit ihren Angeboten und Aktionen ein unentbehrlicher Bildungspartner für Schulen und viele andere Einrichtungen. Sie ermöglichen den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Büchern und neuen Lese- und Abenteuerwelten und unterstützen damit die Herausbildung von Lese-, Medien- und Informationskompetenz“, betonte der Minister.

Alle Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 16 Jahren, die sich in einer der teilnehmenden LESESOMMER-Bibliotheken zum Lesesommer angemeldet haben, können kostenlos aktuelle Kinder- und Jugendbücher ausleihen und lesen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zu den gelesenen Büchern sowohl online unter www.lesesommer.de Buchtipps abgeben als auch in der Bibliothek in einem Interview Fragen zum Buch beantworten. Zu jedem gelesenen Buch gibt es einen Stempel auf der Clubkarte. Wer in den Sommerferien mindestens drei Bücher liest, erhält darüber hinaus eine Urkunde. Viele Schulen vermerken die erfolgreiche Teilnahme zudem positiv im nächsten Zeugnis.

Wer zu einem gelesenen Buch eine Bewertungskarte in der Bibliothek ausfüllt und abgibt, nimmt an einem landesweiten Gewinnspiel teil. Je mehr man liest und je mehr Bewertungskarten man entsprechend abgibt, desto höher sind die Gewinnchancen. Der Hauptgewinn ist ein Gutschein für einen zweitägigen Aufenthalt für vier Personen im Europapark Rust. Weitere Preise sind u.a. ein Smartphone, ein Tablet, ein Bluetooth-Soundsystem und eine Actionkamera.

Die teilnehmenden Bibliotheken stellen in und rund um die Sommerferien eine abwechslungsreiche und aktuelle Sommerlektüre für die Lesesommer-Mitglieder zur Verfügung. Während des Lesesommers finden in vielen Bibliotheken zudem zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Lesungen für Kinder und Jugendliche statt.

Der Lesesommer ist Teil der landesweiten Kampagne „Leselust in Rheinland-Pfalz“ und wird jährlich mit über 100.000 Euro vom Land unterstützt. Die Leseförderaktion wird vom Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz koordiniert.

Der Schauspieler, Autor und Musiker Ibrahima Ndiaye präsentierte bei der Eröffnung dem Publikum eine Mischung aus traditionell senegalesischer Erzählkunst, Musik und Tanz.

Weitere Informationen unter www.lesesommer.de

Fronleichnam und seine Bedeutung

Gedanken zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Von Hans-Peter Meyer

Fronleichnam ist ein römisch katholischer Feiertag, der in einigen deutschen Bundesländern gesetzlich als Feiertag festgeschrieben ist.

Das Fronleichnamsfest findet genau zehn Tage nach Pfingsten statt und fällt somit immer auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Den spirituellen Inhalt des Festes kann man bereits über die Etymologie seiner Bezeichnung herausfinden. Das althochdeutsche Wort "fron" steht für "Herr", die Bezeichnung "Leichnam" bedeutet übersetzt so viel wie "Leib". Damit weist bereits der Name auf die zentralen Elemente der Eucharistiefeier hin.

Das Fronleichnamsfest, das den Beinamen "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" trägt, wurde zum erstmals im Jahr 1246 in der Diözese Lüttich fest eingeführt.

Die theologische Grundlage für das Fronleichnamsfest wurde mit dem von 1213-1215 stattfindenden vierten Laterankonzil gelegt, auf dem die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi, die so genannte Transsubstantiationslehre, offiziell zum Dogma erklärt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war aber an einem Feiertag zu ehren dieses Sakraments noch nicht zu denken.
Dies änderte sich erst durch die Visionen der Augustinerchorfrau Juliana von Lüttich, die seit 1207 im  Kloster Mont Cornillon lebte und dort regelmäßig von ihren Visionen berichtete. In einer dieser Visionen sei ihr Jesus Christus erschienen und habe ihr über ein Gleichnis mitgeteilt, dass es sein Wunsch sei, dass dem Altarssakrament ein eigener Festtag gewidmet werde.

Nach dem Tod der später heilig gesprochenen Juliana im Jahr 1258, setzte ihr Freundin Eva, heute bekannt unter dem Beinamen "die Seelige" , ihr Werk fort. Auf ihr Drängen hin bemühte sich Heinrich von Geldern, der damalige Bischof von Lüttich bei Papst Urban IV um ein entsprechendes Dekret. 1264 kündige Papst Urban IV, der vor der Wahl zum Papst Archidiakon in Lüttich war, in einem Brief an, dass Fronleichnamsfest allgemein einzuführen.

Bedingt wurde diese Einführung durch das so genannte "Blutwunder von Bolsena" aus dem Jahr 1263. Der sich auf Pilgerfahrt nach Rom befindende böhmische Priester Peter von Prag feierte in der nach Christina von Bolsena benannten Kirche Messe. Sein erschütterter Glaube an die Transsubstantiation während der Eucharistiefeier fand neue Festigung, als während der Gabenbereitung aus der Hostie einige Tropfen Blut auf das Tuch, auf dem Kelch und Hostienteller standen, tropften.

Dieses Wunder war für Papst Urban IV der letzte Beweis, den Drängen nach einem Feiertag für das Altarssakrament endgültig nachzugeben. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings der zweite Donnerstag nach Pfingsten als Termin noch nicht festgelegt, dies erfolge erst 1317 durch Papst Johannes XXII.

Das Fronleichnamsfest erfreute sich bei der Bevölkerung relativ schnell einer großen Begeisterung, was vor allem auf die prachtvollen Fronleichnamsprozessionen zurückzuführen ist. Bei diesen Prozessionen trägt der Priester die "Monstranz", in welcher die Hostie verwahrt wird, durch die Straßen, während ihm die Gemeinde folgt. An in der Regel insgesamt vier verschiedenen Altären werden Fürbitten gebetet und Segenssprüche verteilt. Dieser Form der Prozession, die auch heute noch beibehalten wird, lässt sich aufgrund von Zeugnissen bis mindestens auf das Jahr 1273 zurückdatieren, als in Benediktbeuern die erste Fronleichnamsprozession abgehalten wurde. Für das Jahr 1277 ist außerdem die erste Prozession für die Stadt Köln verbrieft.
Konflikte um das Fronleichnamsfest entbrannten während der Reformation im 16. Jahrhundert. Martin Luther war ein entschiedener Gegner des Festes, weil dieses seiner Ansicht nach einer Art Reliquienkult gleichkomme und nicht selten zur Gewinnung von Ablassgeldern genutzt werde.

Die katholische Kirche reagierte auf dem von 1545-1563 tagenden Konzil von Trient, bei dem das Fronleichnamsfest zu einer Art von gegenreformatorischer Machtdemonstration aufgewertet wurde.

Dieser Konflikt führte dazu, dass die Katholiken in bestimmten Gebieten wie z.B. Teilen der USA bis heute auf die Fronleichnamsprozession verzichten, da sie fürchten, dass die Prozession als Provokation aufgefasst werden könnte.

In hiesigen Landen wird Fronleichnam immer noch der alten Tradition entsprechend mit einer Prozession durch die Straßen mit Priester und Monstranz gefeiert, wobei die  katholischen Christen ihre Religion auch in der Öffentlichkeit bekunden können und dies  zur Festigung des Glaubens beitragen soll.

Text und Foto © Hans-Peter Meyer

Kulturdezernentin dankt Festivalgründer Georg Schmitz

Studenten, Künstler, Dozenten und Juroren aus aller Welt finden sich zum alljährlichen Koblenz International Guitar Festival in der Stadt an Rhein und Mosel ein.

In Konzerten präsentiert sich hierbei regelmäßig die Weltelite der Gitarre, gleichzeitig werden in Workshops, Meisterkursen, Vorträgen und bei der "Junior Guitar Academy", junge Gitarristen gefördert. In der Musikwelt genießt das achtägige Festival höchste Wertschätzung. Allein dies ist im Normalfall schon ein Grund zum Feiern, in diesem Jahr kam aber noch ein weiterer dazu: Das Guitar Festival fand zum 25. Mal statt.

Dieses schöne Jubiläum nahm Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz zum Anlass, sich nach Ablauf der Veranstaltung, bei Festivalgründer und -direktor Georg Schmitz herzlich für dessen Engagement in all diesen Jahren zu bedanken.

„Schwer erleuchtet“

In seinem neuen Roman „Schwer erleuchtet“ erzählt der SPIEGEL-Redakteur und erfolgreiche Buch-Autor Dieter Bednarz die humorvolle Geschichte um den ebenso weisen wie lebensfrohen buddhistischen Mönch Siri und ein ziemlich normales Paar aus Hamburg, um einen Zusammenprall der Kulturen, um Buddhismus und das Geheimnis eines erfüllten Lebens.

Dafür lieferte, wie schon bei den früheren Büchern von Dieter Bednarz, die Biographie des Autors die entscheidende Anregung: Wie die Roman-Figuren Daniel und Maya heirateten auch  Dieter Bednarz und seine Frau Esther während einer Ayurveda-Kur auf Sri Lanka und bekräftigten ihren Bund fürs Leben durch eine Zeremonie in einem buddhistischen Tempel. Zum Dank für die einzigartige Zeremonie luden die beiden den Mönch zu sich nach Hamburg ein – ein Angebot, das der Ehrwürdige wenig später überraschend annahm.

Schon die früheren Bücher von Dieter Bednarz, „Überleben an der Wickelfront“ und „Mann darf sich doch mal irren!“, wurden erfolgreich für das ZDF verfilmt (jeweils mit Uwe Ochsenknecht und Valerie Niehaus als Dieter Lindemann und Esther Lüdecke). Auch der Besuch von Buddhas bestem Mann, der halb Hamburg erleuchtet und selbst die harten Jungs auf dem Kiez lehrt, Frieden einzuatmen und Liebe auszuatmen, soll wieder verfilmt werden, diesmal fürs Kino.

Laden Sie Dieter Bednarz ein!
Zu einem Interview  oder zu Veranstaltung J
Er spricht über die Themen Work-Life-Balance, Stille und Meditation, neue Innerlichkeit und Achtsamkeit, bewusstes Wahrnehmen,…

Cappella Taboris im Pfingstgottesdienst

MONTABAUR. Hell erklangen die obertonreichen Kaskaden der Sängerin in der evangelischen Lutherkirche und verbanden sich mit den Klängen einer kunstfertigen Altblockflöte sowie mit dem spritzigen Ton des Cembalos: zu Pfingstsonntag im 500. Jahr der Reformation musizierten vier Mitglieder der Cappella Taboris unterschiedliche Arien konzertanten Anspruchs von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach, durch den Gottesdienst führte Pfarrer Michael Dietrich. Angelika Wies brillierte dabei als ausgebildeter hoher Sopran und begab sich sowohl mit der herausragenden Blockflötistin Monika Schlößer als auch mit der virtuosen Organistin und Cembalistin Susanne Schawaller in den musikalisch-barocken Dialog. Das klangliche Fundament dieser Pfingstmusik legte Dekanatskantor Jens Schawaller, der am Kontrabass in lebendiger Artikulation und barocker Klangsprache eine angemessene Basis für die Kammermusik legte – ein besonderes Musikereignis im 50. Jahr der Lutherkirche in Montabaur.

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