Montag, 21. August 2017

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Absage Eröffnungskonzert in Vallendar

Das Mittelrhein Musik Festival leistet einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Stärkung der Region Mittelrhein - auch im Hinblick auf die Bundesgartenschau 2031. Die Konzertreihe stärkt die Identifikation mit dem UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und trägt zur Wertsteigerung des touristischen Angebotes bei. Das etablierte Festival finanziert sich aus Sponsorengeldern und öffentlichen Mitteln, denn nur aus dem Ticketverkauf kann ein solches Angebot, wie es auch in diesem Jahr präsentiert wird, nicht finanziert werden.

Von Anfang an unterstützte der Zweckverband Oberes Mittelrheintal die Festivalreihe, die in ihrer 17. Spielzeit wieder Festungen, Schlösser, Gärten, Parks und Kirchen des Rheintals bespielt und am positiven Image des Tals mitarbeitet. Doch Ende April teilte der Zweckverband mit, dass für das laufende Programm keine finanzielle Unterstützung möglich ist. Grund sind die begrenzten Mittel, die dem Verband in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Für das Festival ist das ein herber Rückschlag. Seit der Gründung der gemeinnützigen GmbH im Februar diesen Jahres in der neuen Trägerschaft ist das Festival umso mehr abhängig von Förderern, Sponsoren und Spendern.

Die Festivalleitung Sonja Kitz hat sich daher mit dem Vorsitzenden des Festivalfreundeskreises Uwe Hüser zu dem drastischen Schritt entschlossen, das Eröffnungskonzert abzusagen. Bislang war es Tradition, das Festival feierlich zu eröffnen und dazu namhafte Künstler einzuladen. In diesem Jahr wurde hierfür der weltberühmte Tölzer Knabenchor eingeladen. Unter der neuen finanziellen Konstellation ist das Konzert nicht finanzierbar und daher wurde beschlossen, den Festivalauftakt abzusagen und die Veranstaltung mit den Tölzern ins Jahr 2018 zu verschieben. Festivalleiterin Sonja Kitz: „Es ist meine Aufgabe als Geschäftsführerin, das Festival vor finanziellen Risiken zu schützen. Dieser Verantwortung muss ich nachkommen. Mit dieser Absage möchte ich auch ein Zeichen dahingehend setzen, dass die Finanzierung und damit die Realisierung eines Festivals bei einer solch kurzfristigen Förderabsage nicht gesichert ist.“ Noch in der Pressekonferenz Ende März hatte der Vorsitzende der Koblenzer Sparkasse Matthias Nester als einer der vier Hauptsponsoren die anderen Institutionen aufgefordert, es der Bank gleich zu tun und eine mittelfristige Zusage von 3-5 Jahren in Sachen Förderung auszusprechen. Nur dann sei eine Planungssicherheit für das Festival gegeben.

Die Absage des Zweckverbands kam derweil sehr kurzfristig - drei Wochen vor dem Start des Sommerfestivals. Mit dem Management des Chores wurde verabredet, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr stattfinden wird. Schon gekaufte Tickets für das ursprünglich am 20. Mai terminierte Eröffnungskonzert können bei Ticket Regional, der jeweiligen Vorverkaufsstelle oder im Festivalbüro zurückgegeben oder umgetauscht werden.

Wie Sonja Kitz betont, läuft der Vorverkauf für die anderen Konzerte schon sehr gut. Diese Konzerte werden in jedem Fall durchgeführt. „Mit Dianne Reeves, Nils Landgren, Jasmin Tabatabai, Helen Schneider, Maren Kroymann, Jan-Gregor Kremp, der Munich Brass Connection und vielen anderen Künstlern erwartet das Publikum im Festivalsommer 2017 noch eine ganze Reihe an hochkarätigen Open-Air- und Indoor-Konzerten an ganz besonderen Spielstätten wie der Alten Gießhalle in Sayn, Burg Namedy, Festung Ehrenbreitstein, den Koblenzer Schlössern, Jakobsberg in Boppard, der Freilichtbühne auf Maria Ruh in Oberwesel, der Johannis Kirche in Lahnstein und vielen weiteren ganz besonderen Orten des Mittelrheintals.“

Weitere Informationen unter www.mittelrheinmusik.de


Zum Muttertag

Eine nachdenkliche Betrachtung

Von Hans-Peter Meyer

Irgendwo habe ich dieser Tage den nachdenklichen Spruch gelesen: „Meine schönste Erfindung, sagt Gott, ist die Mutter.

Am kommenden Sonntag haben wir ihn wieder, den alljährlich im Wonnemonat Mai wiederkehrenden Muttertag. Viele von uns beeilen sich, entsprechend alter Tradition und Gepflogenheit einen Glückwunsch auszusprechen, ein paar Blumen, einem Geschenk zu überreichen.

Aber, so denke ich, Muttertag hat eine mehr als nur kalendernotwendige Bedeutung. Nicht wenige unter uns halten den Muttertag inzwischen für ein kommerzielles Geschäft, was zum Teil sicherlich zutrifft, wenn man einmal an die Annoncen verschiedener Geschäftszweige denkt und diese aufmerksam betrachtet. Muttertag ist mehr. Darüber sollten wir einmal nachdenken. Anerkennung für jene Frauen, die alle Tage, jahraus, jahrein, ihren Kindern und Männern gehören. Deren Arbeit niemals ein Ende hat, die keine Vierzigstundenwoche kennen, kein freies Wochenende. Die immer da sind, ohne Lohnerhöhung, ohne Urlaubsansprüche.

Den Müttern einen Tag zu widmen, war die Idee einer Frau, der 1864 geborenen Amerikanerin Ann Jarvis. Sie verstand sich als Frauenrechtlerin, nahm den Tod ihrer Mutter zum Anlass, den Kreuzzug für den Muttertag zu beginnen. Ann Jarvis starb 1948 weitgehend verarmt in einem Altenheim. Selbst war sie nie Mutter geworden. „Ihr“ Ehrentag“ blieb, 1922 kam er nach Deutschland, zehn Jahre später  wurde er hier als Feiertag auf den zweiten Mai-Sonntag gelegt.

Muttertag ist für uns mehr: Die Mutter hat uns das höchste Gut dieser Welt geschenkt – das Leben. Für die meisten von uns war die Mutter  die wichtigste Bezugsperson in den ersten wichtigsten (Entwicklungs-) Jahren unseres Lebens, sie hat uns begleitet in Freud und Leid, hat am Bett gesessen, wenn wir krank waren, hat uns liebevoll gepflegt, und in späteren Jahren haben wir immer wieder gespürt, dass es die Mutter ist, die an unserem Leben, an unseren Sorgen und Nöten teilnimmt, einspringt, wenn niemand mehr da ist. Das Gefühl des „Angenommensein“, die Geborgenheit, die „offenen Arme“ einer liebenden Mutter ist mehr Wert als alle Reichtümer dieser Welt.

Mutterliebe kann man nicht kaufen – sie kommt aus dem Herzen und gibt es nur umsonst.

Wenn das Licht der Hoffnung in uns so manches mal erloschen scheint, sind es nicht nur Worte, die das Herz einer Mutter ausmachen. Da ist ein Gefühl ohne Worte, das sich nur sehr schwer oder gar nicht beschreiben lässt. Vieles nehmen wir als selbstverständlich an, ohne uns tiefere Gedanken zu machen. Ein „Danke“ zu Lebzeiten ist besser als alle Blumen dieser Welt auf den Gräbern unserer Mütter. Eigentlich soll es das ganze Jahr über Muttertage geben. Wieso können wir der Mutter nicht an vielen Tagen des Jahres  das Gefühl geben, dass sie eine ganz besondere Person ist. Wir haben – so denke ich – an jedem neuen Tag des Jahres die große Chance, nicht mit Gold und Edelstein, sondern mit einem kleinen Geschenk, mit ein paar Blumen, mit einer Anerkennung, einer liebenvollen Geste die Mutter zu überraschen.Der unvergessene  Camillo Felgen hat in einem seiner Lieder einmal gesungen: „Ich hab’ Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren“. Er hat die Mutter im hohen Alter gemeint. Diese Ehrfurcht sollten wir nicht nur am (Kalender-) Muttertag haben oder erst dann, wenn die Mutter für immer von uns gegangen ist.

Der Muttertag hat viele Komponenten. Er sollte anregen zum Nachdenken und zur Dankbarkeit…

(Text und Foto: © Hans-Peter Meyer)

 

Roland Berger Preis für Menschenwürde 2017

Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigt vorbildhafte Projekte

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat in einer Laudatio die Preisträger des Roland Berger Preises für Menschenwürde gewürdigt. „Indem der Preis solch herausragende zivilgesellschaftliche Initiativen wie die der Preisträger unterstützt, verändert er nachhaltig das Leben von Menschen. Er lässt damit Menschenwürde ein ganzes Stück mehr Wirklichkeit werden“, sagte sie anlässlich der Preisverleihung im Jüdischen Museum in Berlin.

In diesem Jahr standen Frauen- und Kinderrechte sowie das Recht auf Bildung im Mittelpunkt der Preisverleihung. Die Preisträger sind die sierra-leonische Menschenrechtsaktivistin Ann-Marie Caulker, die tansanische Bildungs-NGO Talent Search and Empowerment und der deutsch-irakische Verein für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit WADI e.V. Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte die Preise gemeinsam mit dem deutschen Botschafter bei den Vereinten Nationen Prof. Dr. Harald Braun, Kuratoriumsmitglied der Roland Berger Stiftung, sowie dem Stifter und Vorsitzenden des Kuratoriums der Roland Berger Stiftung, Prof. Dr. h.c. Roland Berger.

„Diese drei Projekte verbinden in herausragender Weise die Stärkung von Kinderrechten und das Empowerment von Kindern und Jugendlichen durch Bildung“, so die Ministerpräsidentin. „Die Arbeit von Frau Caulker, von Talent Search and Empowerment und von WADI e.V. hat mich tief berührt und beeindruckt. Ich wünsche Ihnen, dass der Menschenwürde Preis der Roland Berger Stiftung Sie in Ihrem Einsatz bestärkt und andere anspornt, Ihrem Beispiel zu folgen.“

Ann-Marie Caulker engagiert sich gegen weibliche Genitalverstümmelung, Kinderarbeit und Kinderehe, holt junge Frauen von der Straße, bildet sie aus und verhilft ihnen zu Arbeit. „Ihr Traum, ein Sierra Leone ohne Genitalverstümmelung und Zugang zu Bildung für alle Frauen bis in das letzte Dorf hinein, muss uns Verpflichtung sein, Sie darin zu unterstützen“, so die Ministerpräsidentin zur Preisträgerin.

Die NGO Talent Search and Empowerment setzt sich für mittellose Kinder und Jugendliche, vor allem Waisenkinder, in Dar es Salaam ein und betreibt etwa ein Bildungscenter, eine Computerschule und einen Fußballverein. „Indem Talent Search And Empowerment wertvolle Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt und das Zutrauen, daraus etwas zu machen, verbessert es nachhaltig die Lebensbedingungen jedes Einzelnen dieser benachteiligten Jugendlichen“, sprach die Ministerpräsidentin der Organisation ihren Dank aus.

WADI kümmert sich vor allem um Jesidinnen, die der grausamen Gefangenschaft der Terrormiliz IS im Nordirak entkommen sind, und kämpft für bessere Lebensbedingungen von Frauen in den sehr patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen des Nahen Ostens. Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigte diesen Einsatz: „Das beharrliche, vielfältige und gezielte Engagement von WADI über nun schon ein Vierteljahrhundert verdient großen Dank und hohen Respekt.“

Der Roland Berger Preis für Menschenwürde wurde zum siebten Mal vergeben. Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 hat die Stiftung mit dem Preis insgesamt 14 Personen und Organisationen aus allen Teilen der Welt ausgezeichnet, die sich um die Achtung, Förderung und den Schutz der Menschenwürde und Menschenrechte verdient gemacht haben.

Luther reloaded

Landeskirchenmusikdirektion Christa Kirschbaum (Zentrum Verkündigung, Frankfurt) lädt am Freitag, 19. Mai um 19.30 Uhr in die Lutherkirche Montabaur zu einem kreativen Gemeindesingen mit Luther-Liedern aus dem Evangelischen Gesangbuch ein. Martin Luther hat zahlreiche geistliche Lieder getextet und komponiert, um die Gemeinde singend an der Verkündigung zu beteiligen.

LKMD Christa Kirschbaum stellt in ihrem Kreativen Gemeindesingen Luther-Lieder aus dem EG vor – nicht nur als historische Glaubenszeugnisse, sondern musikalisch aktualisiert: eine feste Burg, die swingt, mittelalterliche Mehrstimmigkeit selbstgemacht, die Litanei als Prozessionsgesang, ein Kinderlied auf die Weihnacht, das die Verhältnisse auf den Kopf stellt, eine Klangwolke allein aus Melodietönen und die gute Nachricht als fröhlichen Springtanz

Eingeladen sind alle, die gern singen und Lust auf Ungewöhnliches haben, die mehr über Luther als Liedermacher erfahren wollen und Anregungen für kreative Kirchenmusik in der Gemeindearbeit suchen. Der Eintritt ist frei, Infos erteilt Dekanatskantor Jens Schawaller.

Begegnung mit einem Kardinal - später Papst Benedikt XVI.

Ein unvergessliches Erlebnis -  Erinnerungen und Gedanken zum 90. Geburtstag des emeritierten Papstes

Von Hans-Peter Meyer

Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. am 28. Februar 2013 veranlasste mich, das folgende Erlebnis aufzuschreiben.

Aus Anlass des 90. Geburtstages des emeritierten Papstes am diesjährigen Ostersonntag möchte ich nach aktueller Überarbeitung des Textes die Leser nochmals an dieser unvergesslichen Begegnung teilhaben lassen.

Mehr oder weniger einem Zufall verdanke ich eine unvergessliche Begegnung mit dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger  Mitte September 1991 konnte ich durch einen Hinweis eines mir bekannten Salesianer-Paters in Erfahrung bringen, dass am 15. September 1991 im Trappistenkloster in Mariawald  in der von Nähe von Heimbach am Rursee in der Eifel eine Priesterweihe stattfinde, die Weihehandlung würde vorgenommen durch Joseph Kardinal Ratzinger. Das weckte neugieriges  Interesse in mir, hatte ich als kritischer Katholik viel Kritisches gehört und gelesen  über den Kardinal. Von der Papstwahl war Joseph Kardinal Ratzinger im September 1991 noch ziemlich weit entfernt. Ein bekannter Kirchenmann war er damals allemal, hatte im Vatikan das Amt des Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre inne und war damit einer der ranghöchsten Würdenträger der katholischen Kirche, wachte als  oberster Glaubenswächter der Katholischen Kirche sozusagen  ganz streng über die Einhaltung der kirchlichen Dogmen.

Da die Abtei Mariawald mir als gebürtigen Eifeler durch einige Besuche in den Jahren zuvor bekannt und vertraut  war, machte ich mich am 15. September 1991 auf den Weg dorthin,

ohne zu wissen was mich dort erwarten würde, außer das der Trappistenorden als „strenge Gemeinschaft“ mit kontemplativen Leben in strenger Klausur gilt und diese Abtei der einzige männliche Orden  dieser Art in Deutschland war. Dort konnte ich auf Nachfrage erfahren, dass seit Jahren wieder ein junger Trappist zum Priester geweiht wurde. Es handelte sich um Frater M. Robert Hirtz, der mir persönlich nicht bekannt war.

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