Montag, 18. Dezember 2017

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Frauennetzwerktreffen stellte Lebensbiografien erfolgreicher Frauen in den Mittelpunkt

Rund 100 Frauen verfolgten auf Burg Namedy lebhafte Diskussion

KREIS MYK. Wann ist „frau“ erfolgreich? Dieser spannenden Frage gingen im Rahmen des Frauennetzwerktreffens Mayen-Koblenz auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Lea Bales, rund 100 Frauen auf Burg Namedy nach. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Diskussionsrunde mit erfolgreichen Frauen, die in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen Beruf, Familie und Ehrenamt unter einen Hut bringen.

Was haben eine Bundesarbeitsministerin und eine selbstständige Friseurmeisterin, eine Bundestagsabgeordnete und Architektin, eine Landfrau und Betreiberin eines Hofladens sowie eine Prinzessin gemeinsam? Sie alle eint eine persönliche Lebensbiografie mit Höhen und Tiefen und das Wissen um Hürden, die es zu bewältigen galt und gilt, will man das Leben mit Familie und Beruf erfolgreich meistern. Unter der Moderation von Journalistin Katrin Wolf diskutierten Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, Friseurmeisterin Petra Weinand, die Vorsitzende des Landfrauenkreisverbandes Monika Esch und Prinzessin Heide von Hohenzollern über die Frage, was Erfolg letztlich ausmacht. Alle Frauen berichteten aus ihren sehr unterschiedlichen Lebenswelten. Lea Bales verwies in ihrer Begrüßung darauf, dass es auch heute noch nach wie vor in der Regel die Frauen sind, die die Hauptverantwortung übernehmen, wenn es um die Familie geht. „Und das sowohl bei der Kindererziehung als auch bei der Pflege von Angehörigen“, so Bales. Darüber hinaus seien die meisten Frauen mit Familie aber auch berufstätig, viele würden in Teilzeit arbeiten, manche in Vollzeit. Bales ging nicht nur auf den Spagat ein, den Frauen zwischen Beruf, Familie und häufig auch Ehrenamt zu leisten hätten, sondern machte auch deutlich, wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerade für junge Frauen ist. „Es ist so wichtig, die eigene Altersvorsorge im Blick zu haben“, erklärte Bales.

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Reformationsjubiläum

Wolfgang Huber hält „Ebernburger Tischrede“ am 5. September

Wolfgang Huber wird am 5. September die 4. „Ebernburger Tischrede“ halten. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Kirche der Pfalz, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie des Landes Rheinland-Pfalz. „Über das Reformationsjubiläum hinaus - Chancen und Aufgaben, die sich aus dem Jubiläum ergeben“ wird sein  Thema sein.

Die Veranstaltung greift eine Tradition im Hause Martin Luthers auf. Zum gemeinsamen Mahl versammelten sich Familie, Weggefährten und Gäste. Statt zu schweigen, wie es in der Mönchszeit Luthers üblich war, leitete er mit einer lebhaften Rede in ein Gespräch über, aus dem sich ein reger Gedankenaustausch entwickelte. Die „Ebernburger Tischrede“ von heute verbindet einen Vortrag mit einer anschließenden Diskussionsrunde und einem gemeinsamen Abendessen mit Tischgesprächen. Gerhard Robbers, Beauftragter der rheinland-pfälzischen Landesregierung für das Reformationsjubiläum, ist in diesem Jahr der Einlader.

Wolfgang Huber, der vor wenigen Tagen seinen 75. Geburtstag beging, gehört zu den profiliertesten evangelischen Theologen der Gegenwart. Er war 1984 bis 1994 Professor für Systematische Theologie mit Schwerpunkt Ethik in  Heidelberg. 1994 bis 2009 bekleidete er das Amt des Bischofs der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Von 2003 bis 2009 war er Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Initiative, das 500. Jubiläum des Thesenanschlags von 1517 mit einer „Lutherdekade“ ab 2008 vorzubereiten, ging maßgeblich auf Bischof Wolfgang Huber zurück.

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Reformationskonzert der Montabaurer Kantorei

Die Montabaurer Kantorei und das Evangelische Dekanat Selters laden zum großen Reformationskonzert für Chor, Vokalsolisten und Orchester am Sonntag, dem 24.09. um 17 Uhr in die ev. Lutherkirche Montabaur ein. Gemeinsam mit dem professionellen Barockorchester Il Quadro Animato aus Frankfurt a. M. und den eigens für diese Stilistik ausgebildeten hauptberuflichen Vokalsolisten Hannah Gries (Sopran), Franziska Ernst (Alt), Daniel Jeremy Tilch (Tenor) und Johannes Schwarz (Bass) erklingt ein festliches Programm feinster Provenienz in der Wäller Kreisstadt: Mit Johann Sebastian Bachs Kantate zum Reformationstag „Ein feste Burg ist unser Gott“ (BWV 80), Georg Philipp Telemanns Ouvertüre B-Dur (ohne Opuszahl) für 2 Violinen, Viola, Violoncello und Basso Continuo und Johann Sebastian Bachs Kantate zum 2. Ostertag „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ (BWV 6) stehen kontrastreiche und prächtige Werke für Chor, Solisten und Orchester auf dem Programm. Möglich wird dies außergewöhnliche Konzert anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläum und des 50jährigen Jubiläums der Lutherkirche Montabaur durch das Evangelische Dekanat Selters und den Förderverein Musica Sacra e. V.; Einlass ist ab 16.00 Uhr, der Eintritt beträgt 15 € bzw. 10 € (Ermäßigung für Schüler und Studenten), Eintrittskarten sind nach dem Gottesdienst bei Ellen Heyne, im Vorverkauf bei Monika Schlößer (Tel.: 02602 / 8814) und Jens Schawaller (Tel.: 02602 / 994810) und an der Abendkasse erhältlich. Die Gesamtleitung hat Dekanatskantor Jens Schawaller.

Reinisch-Gedenken zum 75. Todestag

Vallendar, 21.08.2017. Vor 75 Jahren wurde der Pallottinerpater Franz Reinisch in Brandenburg-Görden von den Nationalsozialisten hingerichtet. Auf das Schafott brachte ihn sein Gewissen, das ihm verbat, den Fahneneid auf Hitler zu leisten. Unter den katholischen Priestern im sogenannten „Deutschen Reich“ war er der einzige, der diesen schicksalsentscheidenden Schritt wagte. Viele Gläubige nennen ihn heute „Märtyrer des Gewissens“, obwohl er diesen Status offiziell noch nicht zuerkannt bekommen hat. Der Weg dazu ist jedoch geebnet: Am 28. Mai 2013 wurde in Trier der Seligsprechungsprozess für P. Franz Reinisch offiziell  eröffnet.

Vesper in der Unterkirche der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTHV)

Rund 70 Gäste trafen sich am Sonntagnachmittag in der Kirche der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTHV) zu einer feierlichen Vesper in Gedenken an den 75. Todestag des Pallottiners Pater Franz Reinisch.

Der Postulator des Seligsprechungsprozesses für P. Franz Reinisch, P. Dr. Heribert Niederschlag SAC, begrüßte auch in diesem Jahr wieder „Reinisch-Freunde“ aus Deutschland, Österreich, Italien, Brasilien und Afrika.

Sänger des AD HOC Ensembles Limburg gestalteten das christliche Abendgebet musikalisch mit. Es erklangen Liedsätze und Motetten von Ensemble-Leiter und Organist Frank Sittel, der auch für die Vertonung für das ebenfalls gesungene „Vater unser“, aus dem Hebräischen neu übersetzt von Dr. Peter Jentzmik, verantwortlich zeichnet.

Die Vesper anlässlich des 75. Todestages von P. Franz Reinisch wurde per Live-Stream über www.facebook.com/PaterFranzReinisch übertragen. Die Aufzeichnung ist auch weiterhin dort abrufbar.

Filmdokumentation „Pater Franz Reinisch“ und Abendsegen am Grab

Im Anschluss an die feierliche Vesper nutzten viele der Teilnehmer die Möglichkeit, den im Frühsommer 2016 fertiggestellten Dokumentarfilm „Pater Franz Reinisch“ gemeinsam im „Franz-Reinisch-Hörsaal“ der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTHV) anzuschauen.

Der Dokumentarfilm von Angela Marlier in Zusammenarbeit mit Pascal Nachtsheim und Sonja Gembus beleuchtet das Leben dieses außergewöhnlichen Menschen Franz Reinisch, dem ein tiefer Glaube, Mut, Geradlinigkeit und ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn bereits in die Wiege gelegt wurden. Starke Eigenschaften, die seinen Lebensweg bis zur Hinrichtung durch die Nazis unter einem Fallbeil in Brandenburg-Görden im August 1942 deutlich beeinflussten und seinen beispiellosen „prophetischen Protest“ (Heribert Niederschlag) untermauerten.

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Zum Tod des Malers Karl Otto Götz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Mit K.O. Götz verlieren wir einen Jahrhundertmaler

„Karl Otto Götz, bekannt als K.O. Götz, war ein Pionier der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit. Sein Lebenswerk war wegweisend für eine ganze Generation deutscher Maler. Zu seinen Schülern zählen Gerhard Richter und Sigmar Polke. Zahlreiche Museen, so auch die Berliner Neue Nationalgalerie, ehrten ihn anlässlich seines 100. Geburtstages mit großen Ausstellungen. Mit K.O. Götz verlieren wir einen Jahrhundertmaler“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich des Todes des Künstlers. Sie sprach der Familie im Namen des Landes Rheinland-Pfalz ihr Beileid aus und betonte, dass das Land ihm ein ehrendes Andenken bewahren werde.

„K.O. Götz, der den Westerwald zu seiner Wahlheimat gemacht hatte, hat gemeinsam mit seiner Frau Karin, die als Künstlerin unter dem Namen Rissa bekannt ist, die Kunst- und Kulturlandschaft des Landes auf eine einzigartige Weise bereichert. Als einer der bedeutendsten bildendenden Künstler in Deutschland hat sich K.O. Götz bis zu seinem Tode seine Schaffenskraft bewahrt. Trotz einer erheblichen Einschränkung seiner Sehfähigkeit arbeitete er mit Hilfe seiner Frau Rissa auch noch im hohen Alter an neuen Werken. Sein Schaffen und auch die Stiftung, die Götz und seine Frau Rissa 1997 gegründet haben, waren ein großes Geschenk für die Kunstszene in unserem Land“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

K.O. Götz wurde am 22. Februar 1914 in Aachen geboren. Bereits 1936 veröffentlichte er erste abstrakte Arbeiten und experimentierte mit Film und Fotografie. Unter den Nationalsozialisten hatte er Ausstellungsverbot, malte aber dennoch heimlich weiter. Nach den Kriegswirren stand K.O. Götz für einen radikalen Neuanfang in der Kunst. Als einziger deutscher Künstler war er 1949 bis 1951 Mitglied der in Paris gegründeten, kunsthistorisch bedeutenden Künstlergruppe „COBRA“ und nahm an deren Ausstellungen in Amsterdam, Brüssel und Lüttich teil. Mit anderen Künstlern bildete er 1952 die Quadriga, die als Keimzelle des deutschen "Informel" gilt. Auch als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf nahm K.O. Götz von 1959 bis 1979 maßgeblichen Einfluss auf die Gegenwartskunst. Seit 1975 lebte und arbeite K.O. Götz mit seiner Frau Rissa in Niederbreitbach im Westerwald.

Für sein vielseitiges Engagement wurde K.O. Götz im Jahr 2007 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Im Jahr 2009 folgte für K.O. Götz und seine Frau Rissa die Würdigung mit dem Landesverdienstorden. K.O. Götz starb am Samstag im Alter von 103 Jahren.

 

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