Donnerstag, 27. Juli 2017

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Der Valentinstag - Tag der Liebenden

Entstehung und Bedeutung

Von Hans-Peter Meyer

Der Valentinstag (am 14. Februar des Jahres) gilt in einigen Ländern als Tag der Liebenden. Der Name des Tages wird heute zumeist auf die Legende des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt. Der religiöse, in der kirchlichen Liturgie wurzelnde Ursprung des Feiertages besteht darin, dass am 14. Februar in manchen Kirchen die Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur Himmlischen Hochzeit gefeiert wurde.

An Popularität gewann der Valentinstag durch den Handel mit Blumen, besonders jedoch durch die umfangreiche Werbung der Floristen. Der Tag wird mit traditionellem Brauch vermischt, ähnlich dem in den 1990er Jahren populär gewordenen und über die USA aus Irland importierten Halloween

Brauchtum…

Die Popularität des Datums im angelsächsischen Bereich beruht auf einem Gedicht des englischen Schriftstellers Geoffrey Chaucer, „Parlament der Vögel“ (Parlement of Foul(e/y)s), das 1383 vermutlich aus Anlass einer Valentinsfeier am Hof Königs Richard II. fertig gestellt und erstmals öffentlich vorgetragen wurde. In dem Gedicht von Chaucer wird dargestellt, wie sich die Vögel zu eben diesem Feiertag um die Göttin Natur versammeln, damit ein jeder einen Partner finde.

Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Die Verbindung mit Blumengeschenken könnte auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys zurückgehen, die 1667 mit einem Blumenstrauß auf Pepys´ Liebesbrief reagierte. Von da an wurde die Verbindung von Brief und Blumen in der noblen britischen Gesellschaft nachgeahmt.

Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die „Neue Welt“, die USA – und so kam durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg dieser Brauch nach Deutschland; 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten „Valentinsball“; der Valentinstag wurde offiziell eingeführt. Allgemein bekannt wurde er durch die dann verstärkt einsetzende Werbung der Floristen und der Süßwarenindustrie.

Konfekt, Karten, Parfum…

Es gibt inzwischen unter anderem Valentinskonfekt, Valentinskarten und Parfums, doch die wichtigsten Geschenkartikel am Valentinstag sind nach wie vor Blumen. Während das Jahr über hauptsächlich Frauen Blumen kaufen, sind es am Valentinstag überwiegend Männer. Die Preise vor allem für rote Rosen steigen zu diesem Anlass stark an.

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KUNSTASYL. 17 – artist in residence for artists without residence

Die Möglichkeit, sich in seiner Kunst aus zu drücken, ist für jeden Künstler existentiell!

Aber: Was macht ein Künstler ohne Atelier? - Zumal wenn er fremd ist und über kein Netzwerk vor Ort verfügt?

Er nimmt teil am  KUNSTASYL.17 vom 10.März bis 26. März 2017 in der Galerie  Kunstetage 2.OG, TUFA.

Die TUFA als regionales soziokulturelles Zentrum bietet geflüchteten Künstlern auch 2017 wieder die Möglichkeit, in einem „Gemeinschaftsatelier“ in der Kunstetage 2.OG mit anderen Kunstschaffenden künstlerisch tätig zu werden. Um vielleicht trotz, oder gerade wegen einer Fluchterfahrung endlich einmal wieder der eigenen Kunst nachzugehen.

Bereits 2016 hat sich das Format KUNSTASYL als gute Möglichkeit erwiesen, um in Kontakt mit Künstlern vor Ort zu kommen und mit ihnen zu arbeiten. Aus den Erfahrungen 2016 heraus haben wir das Konzept angepasst und verbessert:

Wir sprechen dieses mal vor allem professionell ausgebildete Künstler*innen mit aktuellem Fluchthintergrund an. Außerdem wird das KUNSTASYL dieses Mal angegliedert an die Ausstellung adhoc.4 der Trierer Kunstvereine (ebenfalls 10. März bis 26. März 2017) im großen Ausstellungssaal der TUFA . Es handelt sich dabei um eine Überblicksschau der aktuellen Kunstszene in Trier und Umgebung.

Während des Ausstellungszeitraumes wird die GALERIE 2. OG, direkt neben der Ausstellung adhoc.4 als Atelier für Teilnehmende am Projekt KUNSTASYL inklusive Material kostenlos  zu ausgewiesenen Öffnungszeiten zur Verfügung gestellt.

In der Kombination mit der Ausstellung adhoc.4 liegt der Vorteil, dass etwaige Besucher, immer etwas zu sehen haben werden: Entweder sie kommen gezielt zu KUNSTASYL.17, um dort den künstlerischen Prozess zu verfolgen - in dem Fall können sie sich auch die Ausstellung adhoc.4 anschauen - oder sie kommen  gezielt zu adhoc.4 und können automatisch auch den Prozess in KUNSTASYL.17 wahrnehmen und vielleicht in einen Austausch treten.

Zur Begleitung der Aktion KUNSTASYYL.17 werden Laas Köhler, in Trier ansässiger Aktionskünstler und Jehan Abuaffar, aus Jordanien stammende und in Trier lebende Keramikerin, als Mentoren an die Seite der Teilnehmer gestellt. Angelehnt an das Prinzip des „artist in residence“ werden die beiden lokalen Künstler*innen in der GALERIE 2.OG, ihr temporäres Atelier einrichten, dort selbst künstlerisch arbeiten und bei Bedarf als Ansprechpartner vor Ort für Teilnehmende am KUNSTASYL.17 agieren.

adhoc.4 und KUNSTASYL.17 können sich gegenseitig befruchten, sowohl die Kunst, als die Künstler, als auch die Besucher.

Was am Ende dabei rauskommt und bleibt? Wir werden es sehen!

Kontakt: 0651/718 2412 | Christopher Stüber | Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Vortreffen: 03.03.2017, 18:00 Uhr 2. OG TUFA, Galerie

Offizielle Öffnungszeiten:

Di., Mi., Fr.: 14:00-17:00 Uhr | Do.: 17:00-20:00 Uhr | Sa.+So.: 11:00-17:00 Uhr

Mögliche Arbeitszeiten:

Mo.-Fr.: 9:00-21:00 Uhr | Sa.+So.: 11:00-17:00 Uhr

Regionale KünstlerInnen anwesend:

Mo.-Fr.: 16:00-21:00 Uhr | Sa.+So.: 11:00-17:00 Uhr

Jugend-Engagement-Wettbewerb

Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeichnet 29 Jugendprojekte aus

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat zusammen mit Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, die Preise des dritten Jugend-Engagement-Wettbewerbs verliehen. „Die Kinder und Jugendlichen, deren Projekte wir heute auszeichnen, werden unsere Gesellschaft mit ihren Ideen auf vielfältige Weise mitgestalten. Sie zeigen uns, dass man mit Engagement, Kreativität, Mut und etwas Unterstützung nachhaltig etwas bewegen kann“, sagte die Ministerpräsidentin.

Der Jugend-Engagement-Wettbewerb sei Teil des „jugendforum rlp“, das die Landesregierung gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung entwickelt und umgesetzt habe. „Ziel des Jugendforums war es, in einem offenen Beteiligungsprozess gesellschaftspolitische Ideen junger Menschen und ihre konkreten Vorschläge für die Gestaltung von Politik zu sammeln. Die Jugendlichen haben vielfach den Wunsch geäußert, selbst stärker aktiv zu werden und dafür eine unkomplizierte finanzielle Unterstützung zu erhalten, woraus die Idee zum Jugend-Engagement-Wettbewerb „Sich einmischen – was bewegen“ resultierte“, erklärte die Ministerpräsidentin. Die Jugendlichen erhielten durch das Preisgeld in Höhe von 500 oder 1.000 Euro die Möglichkeit, ihre Ideen vor Ort zu realisieren. 29 Projekte würden in diesem Jahr mit einer Gesamtsumme von 19.500 Euro unterstützt. Alle Preisträger und Preisträgerinnen sind darüber hinaus für den Deutschen Engagementpreis nominiert, den bundesweiten Dachpreis für freiwilliges Engagement, in diesem Jahr erstmals Partner des Jugend-Engagement-Wettbewerbs. „Das ist eine tolle Chance und ich drücke allen Teilnehmenden die Daumen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Das Engagement für die Gesellschaft und Demokratie sei gerade in der aktuellen Zeit wichtig. „Derzeit bin ich für ein Jahr Präsidentin des Bundesrates. Ich möchte in dieser Zeit junge Menschen zum Engagement in Politik und Gesellschaft ermutigen und auch von ihnen lernen“, betonte die Ministerpräsidentin. „Der Brexit oder die Wahl in den USA haben gezeigt, dass junge Menschen ihre Interessen nicht ausreichend vertreten haben. Wir müssen sie stärker einladen, Gesellschaft und Politik mitzugestalten. Das Jugendforum und der Jugend-Engagement-Wettbewerb sind das beste Beispiel, dass junge Menschen tolle Ideen für unsere Gesellschaft haben.“ Die Ministerpräsidentin kündigte an, den Wettbewerb 2017 erneut auszuschreiben. „Die Resonanz ist sehr positiv. Daher wollen wir all denjenigen, die weitere Ideen haben, erneut die Chance auf eine unkomplizierte Unterstützung geben“, begründete sie die Entscheidung.

Mitmachen können alle jugendlichen Teams wie Schulklassen, Jugendgruppen, Kirchengemeinden oder Schüler AGs, die ein gutes Projekt haben, das von den Jugendlichen selbst geleitet und innerhalb eines Jahres umgesetzt werden kann. Das Thema und das Anliegen müssen zum Jugendmanifest des „jugendforum rlp“ passen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury, die von Ministerpräsidentin Malu Dreyer berufen wird.

An die Jugendlichen sprach die Ministerpräsidentin außerdem eine Einladung aus: „Unter dem Motto „Zusammen sind wir Deutschland“ feiern wir im Oktober den Tag der Deutschen Einheit mit einem großen Bürgerfest in Mainz. Ich will Sie, die jungen Botschafter und Botschafterinnen für Demokratie, schon heute ganz herzlich einladen, den 3. Oktober mit uns zu feiern.“

Weitere Informationen zum „Jugend-Engagement-Wettbewerb“ und dem „jugendforum rlp“ finden sich unter www.jugendforum.rlp.de.

Bilder der Veranstaltung sind ab Freitagabend in der Mediathek von rlp.de verfügbar.

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Ausstellungseröffnung:

Der große Krieg im Kleinformat. Graphik und Medaillenkunst zum Ersten Weltkrieg am 10. Februar 2017 um 19h

Laufzeit:  11.02. – 11.06.2017

Eröffnung: Freitag, 10.02.2017, 19 Uhr

Der Erste Weltkrieg hat mit seinen ungeheuren Schrecken nicht nur Politik und Gesellschaft, sondern auch die bildende Kunst in den Grundfesten erschüttert. Künstler waren unmittelbar Zeugen der Ereignisse. Besonders in der kleinformatigen Graphik und Medaillenkunst wurden aufgrund ihres intimen Charakters die grauenhaften Ereignisse in teilweise drastischer Weise thematisiert. Mehr als den Malereien in großen Formaten haftet ihnen etwas Spontanes, teilweise Subversives an. Der Erste Weltkrieg war nicht zuletzt ein Krieg der Vorstellungen in Bild und Wort. Neben der offiziellen Propaganda  in Flugblättern tritt 1914 auch die Künstlergraphik, um die es hier geht. Eingangs des Kriegs oft noch von Euphorie beflügelt, zogen bald Skepsis, Erschütterung, Anklage und Trauer in die Kunstwerke ein. 1918 brach für viele eine ganze Welt, ein ganzes Weltbild zusammen. Die Werke werden in thematischen Gruppen präsentiert, wobei bewusst sehr bekannte Künstler neben heute fast unbekannten stehen. Das betrifft oft solche Künstler,  die durch den vorzeitigen Tod im Krieg nie eine Chance auf eine reguläre Künstlerlaufbahn hatten. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der LETTER-Stiftung in Köln erarbeitet, aus deren enorm reichhaltiger Sammlung eine Auswahl getroffen wurde. Die Realisierung erfolgt in Kooperation mit dem Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt, dem Museum der Stadt Worms im Andreasstift und der Ernst Barlach Stiftung in Güstrow.

Führungen durch die Sonderausstellung:

Sonntag,12. Februar 2017 um 15 Uhr

Sonntag, 19. Februar 2017 um 15 Uhr

Sonntag, 19. März 2017 um 15 Uhr

Ostersonntag, 16. April 2017 um 15 Uhr

Sonntag, 21. Mai 2017 um 15 Uhr ( Internationaler Museumstag)

Sonntag, 11. Juni 2017 um 15 Uhr (Finissage)

Bildnachweis:©LETTER Stiftung, Köln

Wider das Vergessen: Der Maler Otto Pankok - Verboten gut

Bildvortrag mit Diskussion "Otto Pankok - Verfolgter Maler, Maler der Verfolgten" in Mainz am 2. Februar 2017 / Eintritt frei

Zum Bildvortrag mit Diskussion "Otto Pankok - Verfolgter Maler, Maler der Verfolgten" lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) am Donnerstag, dem 2. Februar 2017 um 19 Uhr nach Mainz ein. Im Gerty-Spies-Saal im 1. Stock der Landeszentrale (Am Kronberger Hof 6), stellt Referent Jürgen Vits, Mitglied im Beirat der Otto-Pankok-Stiftung, Arbeiten des Künstlers Otto Pankok (1893-1966), die in der NS-Zeit als "entartet" diffamiert wurden. Der Eintritt ist kostenlos!

Otto Pankok (1893-1966)
Sein Künstlerleben war über weite Strecken durch Krieg und Verfolgung geprägt. Otto Pankok lässt die von ihm porträtierten Menschen stets in ihrer Individualität und Würde hervortreten. Es ist nicht zuletzt diese von Menschlichkeit und Respekt geprägte Haltung des Künstlers, die den einzigartigen Rang seiner Werke ausmacht.
Mit seinen eindringlichen Menschenbildern geriet der Maler, Grafiker und Bildhauer in das Visier der Nationalsozialisten, die seine Arbeiten ächteten und als "entartet" diffamierten. Die berüchtigte NS-Propaganda-Ausstellung "Entartete Kunst", die 1937 in München eröffnet wurde, diffamierte auch ein Werk Pankoks. In der Folge wurden über fünfzig Zeichnungen und Grafiken Pankoks aus deutschen Museen entfernt und vernichtet.
Alle Arbeiten, die er nach 1937 schuf, durften bis zum Ende der NS-Diktatur nicht öffentlich gezeigt werden. Trotz des verhängten Berufs- und Ausstellungsverbots setzte Otto Pankok, der sich bis zur Befreiung mit seiner Familie an verschiedenen Orten aufhielt, im Verborgenen sein widerständiges Kunstschaffen fort.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er rehabilitiert und wirkte als Professor für Zeichenkunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Große Beachtung finden noch heute vor allem seine Menschenbilder, die überwiegend Benachteiligte und Verfolgte am Rande der Gesellschaft darstellen.

Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Am Kronberger Hof 6
55116 Mainz

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